Wo es uns gibt?

Tattva bestellen

Aktuelle Ausgabe
Jetzt abonnieren!
 

Tattva als ePaper

Amazon
Android
iTunes
 

Tattva als Mobile App

Amazon
Android
iTunes
 

Für Abonnenten

eAbo-Bereich
 

Folge uns

Facebook
Twitter
Tattva TV
RSS-Feed
Wordpress

Oder hier im Handel kaufen

Deutschland
Österreich
Schweiz
Buchhandlungen
 

15 Feb

Bewusstsein, Form und In-Formation

 

Neues Licht auf die Herkunft des Menschen

Autor: Armin Risi
Kategorie: Spiritualität
Ausgabe Nr: 58

 

Eine der grundlegenden Fragen des menschlichen Forschens lautet: Wie entstand das Leben auf der Erde? Insbesondere: Wie entstand der Mensch? Heute werden diese Fragen in allen Lehrbüchern mit der darwinistischen Evolutionstheorie beantwortet: Die höheren Lebensformen seien aus den niederen hervorgegangen und die ersten Einzeller seien zufällig aus Materie entstanden. Dies ist jedoch keine objektive wissenschaftliche Erkenntnis, sondern eine Interpretation auf der Grundlage des Weltbildes des Materialismus (Naturalismus). Was sagt eine spirituell-ganzheitliche Wissenschaft über den Ursprung des Menschen? Was ist der höhere Grund, warum Menschen entstanden?

 

Der Fehler am Anfang der Rechnung

In der Frage nach der Herkunft des Menschen macht die heutige Wissenschaft einen sprichwörtlichen Fehler am Anfang der Rechnung, weil sie von einem materialistischen Weltbild ausgeht und die höheren Dimensionen des Kosmos ausblendet. Materialismus ist der Glaube, Materie sei der Urgrund von allem und organisiere sich selber; Lebewesen seien nichts anderes als funktionierende Körper, und Bewusstsein sei ein Produkt des Gehirns; es gebe kein Bewusstsein außerhalb des Gehirns und kein Leben nach dem Tod. Mit anderen Worten, die Realität wird auf die Materie reduziert, und man akzeptiert nur materielle (»natürliche«) Ursachen und nichts »Übernatürliches«, weshalb der Materialismus auch Naturalismus genannt wird. Aber nur schon die Gleichsetzung von »natürlich« mit »materiell« zeigt, dass diese Weltsicht sehr beschränkt ist. Wahre Wissenschaft würde die Existenz höherdimensionaler Welten nicht von vornherein ausschließen.

 

 

Ist der Mensch ein evolviertes Tier?

Auf der Grundlage des Glaubens, Leben sei aus Materie entstanden, besagt die Evolutionstheorie, eine bestimmte Linie von Säugetieren habe sich durch zufällige Genmutationen in Menschen verwandelt. Stammt der Mensch von den Tieren ab? Wurden Tiere zu Menschen?

Die Evolutionstheorie ist eine Interpretation gemäß dem Weltbild des Materialismus. Es besteht jedoch kein einziges glaubwürdiges Modell, das auch nur theoretisch zeigen könnte, wie Einzeller zu Vielzellern und zu Insekten, Weichtiere zu Wirbeltieren, Fische zu Amphibien, Amphibien zu Reptilien, Reptilien zu Vögeln und zu Säugetieren wurden. Wie sähe z.B. ein Tier aus, das zu 50 % Reptil und zu 50 % Säugetier ist? Oder zu 50 % Maus und zu 50 % Fledermaus? Zwischenformen, z.B. mit halb ausgebildeten Flügeln bei einer mutierten Maus, sind kein Vorteil, sondern ein Todesurteil, wenn es denn solche Formen gegeben hätte.

Glaubt man aber einmal an diese Theorie, meint man plötzlich, überall eine »Evolution« zu sehen, obwohl faktisch nichts darauf hinweist. Was wir in der Natur und in den Fossilien sehen, sind Veränderungen durch Adaption und Variation innerhalb einer Art oder Gattung (= Mikroevolution), was aber nichts mit der hypothetischen darwinistischen Evolution (»Makroevolution«) zu tun hat. Man will sogar in der vorgeburtlichen Entwicklung des Menschen eine Rekapitulation der »Evolution« sehen: anfänglich Kiemen, dann einen Schwanz und dann (in der Lanugo-Behaarung des Fötus) ein Fell. Diese Fehlinterpretationen sind längst widerlegt, dennoch werden auch in heutigen Lehrbüchern immer wieder »spezifische embryologische Merkmale« als vermeintliche Beweise für die Evolutionstheorie angeführt.

Für jedes Argument, mit dem die »Evolution« als Tatsache dargestellt werden soll, gibt es andere, nicht-materialistische Erklärungen.

 

Kreationismus, Darwinismus – und was danach?

Die darwinistische Hypothese einer Makroevolution ist ein intellektuelles Konstrukt aus dem 19. Jahrhundert. Sie entstand als Gegenbewegung zur kirchlichen Position, die besagte, Gott habe das Universum und die Erde vor 7000 Jahren in 6 Tagen erschaffen, »und am siebten Tag ruhte er sich aus«. Mit der Renaissance und der Aufklärung waren jedoch zunehmend kritische Stimmen laut geworden. Freidenkende Menschen wollten die kirchlichen Absolutheits- und Monopolansprüche nicht mehr unterstützen. Der Humanismus, der damals entstand, bedeutete: undogmatische Religion, Respekt vor anderen Religionen und Kulturen sowie Vertrauen in die Fähigkeit des Menschen, durch eigenes Forschen und Denken höhere Erkenntnis zu finden. Wie es für die Welt der Dualität typisch ist, ging der Humanismus aber bald in das andere Extrem und wurde zu einer Wissenschaft, die sich materialistischen und reduktionistischen Weltbildern verschrieb.

Der Darwinismus war eine Reaktion auf den religiös-dogmatischen Kreationismus. Die umfassendste Kritik am Darwinismus kommt heute aus dem Lager des christlichen und islamischen Kreationismus, und die vorgebrachten Argumente sind wissenschaftlich fundiert. Aber diese Argumente werden von der Öffentlichkeit kaum beachtet, weil sie mit einer fundamentalistischen Religionslehre verbunden sind, angefangen mit einem wörtlichen Glauben an Adam und Eva. Den Darwinisten fällt es deshalb leicht, die Kreationisten lächerlich zu machen und deren Argumente gegen die Evolutionstheorie ins Leere laufen zu lassen. Sachliche Debatten kommen fast nie zustande. Die Positionen sind verhärtet. Aber ist der Kreationismus die einzige Alternative zum Darwinismus, und ist der Darwinismus die einzige Alternative zum Kreationismus?

 

Ganzheitliche Wissenschaft

Wenn wir das Mysterienwissen der alten Völker und Kulturen in unsere moderne Sprache übersetzen, so besagt es, dass der Kosmos multidimensional ist. Jede Dimensionswelt ist eine eigene Welt mit entsprechenden Wesen: Lichtwesen in den Lichtwelten, Dunkelwesen in den Dunkelwelten. So unterschiedlich die vielen alten Quellen sind, in dem einen Punkt sind sie sich alle einig: Die Menschheit hat kosmische Wurzeln, der Mensch entstammt den höherdimensionalen Welten. Dies wiederum bedeutet, dass sich das Leben auf der Erde nicht aus Materie entwickelt hat, sondern aus den geistigen Urgründen des Kosmos heraus. Die sichtbare materielle Welt ist eingebettet in höhere, »unsichtbare« Welten.

 

 

Oder nochmals anders formuliert: Form entsteht durch Information, und hinter jeder Information wirkt Bewusstsein. Die »Informatik«, die das Universum entstehen ließ, weist auf Intelligenz und Intention hin. Das ist die essentielle Erkenntnis der ganzheitlichen Wissenschaft. »Ganzheitlich« bedeutet, dass wir die Realität nicht nur einseitig betrachten, sondern die Ganzheit sehen: das Materielle und das Spirituelle, Unendlichkeit und Ewigkeit, Nondualität und Individualität, Form und Information, Energie und Bewusstsein. Wenn die Menschen nur noch eine Seite der Ganzheit sehen, entstehen durch diese Spaltung verschiedenste Formen von halben Wahrheiten, indem »Einheit« mit »Ganzheit« gleichgesetzt wird. Dies sind die Weltbilder des Monismus, von denen grundsätzlich zwei zu unterscheiden sind: der materialistische Monismus und der esoterische Monismus.

 

Monismus: halbe Wahrheiten im Namen von »Einheit«

Monismus bezieht sich auf jene Weltbilder, die den Ursprung von allem auf eine undifferenzierte Einheit zurückführen, sei dies eine abstrakte Nondualität, wie der esoterische Monismus lehrt, oder eine Totalität von Materie/Energie, wie der materialistische Monismus lehrt. Letzterer besagt, dass alles aus Zufall entstand und dass das Absolute eine potentielle Energie ohne Bewusstsein und ohne Willen ist. So verkündet z.B. Prof. Richard Dawkins, der »Papst« des Evolutionsglaubens, in seinem Buch River out of Eden – A Darwinian View of Life (1995), dt. Und es entsprang ein Fluss in Eden (S. 151): »Das Universum, das wir beobachten, hat genau die Eigenschaften, mit denen man rechnet, wenn dahinter kein Plan, keine Absicht, kein Gut oder Böse steht, nichts außer blinder, erbarmungsloser Gleichgültigkeit.«

Ähnliches besagt die monistische Esoterik. Hier wird die Ganzheit von Einheit (Nondualität) und Vielheit (Individualität) verkannt, indem nur die »Einheit« als Realität gesehen wird. Die Einheit wird verabsolutiert, das heißt: Die Ganzheit wird mit Einheit gleichgesetzt und dadurch auf die Einheit (Nondualität) reduziert. Die Individualität – das unteilbare, ewige Sein und Bewusstsein – wird als Illusion bezeichnet, weil man glaubt, in der absoluten Einheit gebe es keine Individualität. Wie in meinem Artikel »Spirituelles Unterscheidungsvermögen – Warum Polarität und Dualität nicht dasselbe sind« (Tattva Viveka Nr. 48) dargelegt, führt dies zur Ansicht, der Satz »alles ist eins« bedeute, Gut und Böse seien eine Illusion, es gebe kein Unrecht, alles, was geschehe, sei »gut so, wie es ist«. Aus der Sicht der ganzheitlichen Spiritualität sind diese Ansichten nicht unwahr, aber auch nicht wahr, sondern halbwahr, was die Missverständnisse über Karma und Reinkarnation nur noch größer machen.

 

 

Hinter jeder Form ist In-Formation

Kehren wir zurück zur ganzheitlichen Wissenschaft. Ganzheit beinhaltet sowohl die Unendlichkeit als auch die Ewigkeit. Unendlichkeit ist die Eigenschaft der Materie, denn sie bringt in einem ständigen Fluss vergängliche Formen hervor, die ins Große wie ins Kleine unendlich sind. Jede Schneeflocke, jedes Blatt, jeder Grashalm – jede natürlich entstandene Form, ob organisch oder anorganisch, ist einzigartig. Nur schon in unserer Erfahrungswelt ist die Vielfalt der materiellen Formen unendlich, ganz zu schweigen von der Vielfalt der feinstofflichen Welten.

Unendlichkeit bedeutet »unendlicher Raum« und »unendliche Zeit«. Aber die Unendlichkeit ist noch nicht alles! Die Realität umfasst nicht nur die Unendlichkeit von Raum und Zeit, sondern auch das Raumlose und das Zeitlose: die Ewigkeit. Ewigkeit bedeutet nicht »unendlich lange Zeit«, sondern Zeitlosigkeit, das spirituelle Sein jenseits der Polarität von Raum und Zeit.

Die mystischen Wissenschaftler der früheren Zeitalter erkannten dies als den Schlüssel zum Mysterium des Lebens: Die Unendlichkeit der materiellen Schöpfung ist »eingebettet« in die Ewigkeit der raum- und zeitlosen spirituellen Welt. Beides zusammen ist die göttliche Ganzheit. […]

 

Lesen Sie den kompletten Artikel in der TATTVA VIVEKA 58

 

Dieser Artikel ist auch als PDF erhältlich:

Armin Risi TV58 (PDF)

Kompletter Artikel im PDF-Format (10 Seiten)
 
Preis: 2,00 EUR
(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
 
 

Artikel zum Thema in früheren Ausgaben:

TV 01: Armin Risi – Über das vedische Geschichtsverständnis.
Neuartige historische Dimensionen

TV 07: Ronald Engert – Henri Bergsons Kritik des Intellekts.
Erkenntnis zwischen Statik und Fluss

TV 16: Ronald Engert – Leben bestimmt Leben.
Zum Unterschied von Leben und Materie

TV 08: Ronald Engert – Geist, Leben und Materie. Von der Physik zur Metaphysik

TV 25: Armin Risi – Licht wirft keinen Schatten.
Wie unterscheidet man theistische und atheistische Weltbilder?

TV 38: Prof. Dr. Martin Lockley – Evolution oder Gottes Werk?
Das intelligente Universum

TV 39: Prof. Dipl. Chem. Waltraud Wagner – Fließende Form.
Zur Evolution der Lebewesen

TV 48: Armin Risi – Spirituelles Unterscheidungsvermögen.
Warum Polarität und Dualität nicht dasselbe sind

TV 55: Dr. Andreas Freund – Transzendenzoffene Wissenschaft.
Auf dem Weg zu einem neuen Bewusstsein in einer Welt der Krise

 

Bildnachweis: © Silvia Siegenthaler, Asian Art Museum of San Francisco

 

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben
CAPTCHA-Bild

*