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Institute und Portraits

Nick Vujicic – Leben ohne Limits

Nick Vujicic - Leben ohne Limits

oder: Was nützt es, im Außen vollständig zu sein, wenn man in Innern zerbrochen ist.

Am 31. März 2011 war der körperlich behinderte Nick Vujicic zum ersten Mal in Deutschland, um einen Motivationsvortrag zu halten. Nick wurde ohne Arme und Beine geboren. Er leidet an einem seltenen Gendefekt, der Phokomelie.

Nick Vujicic

Der charismatische Nick Vujicic


Nick Vujicic stammt aus Australien und reist seit einigen Jahren als Redner rund um die Welt, um Jugendliche, Kinder und Erwachsene dazu zu motivieren, etwas Gutes aus ihrem Leben zu machen. Vujicic hat Charisma. Er strahlt Lebensfreude und Kraft aus. Er ist witzig, und er ist tief.

Als er ein junger Heranwachsender war, fragte er sich voller Verzweiflung, wie würde er jemals die Hand seiner Frau halten können. Im Alter von acht Jahren dachte er nur noch an Selbstmord. Mit 13 Jahren begann er, sein Schicksal anzunehmen und das Gute darin zu sehen. Seine Behinderung macht ihn demütig, sagt er. Und er erkannte: „Solange ich nicht das Herz meiner Frau halten kann, kann ich auch nicht ihre Hand halten. Und wenn ich ihr Herz halten kann, brauche ich die Hand nicht mehr.“ Er spricht sehr offen über seine Behinderung und sein Leben und zum Thema Frauen sagte der 28 jährige Vujicic: „Ich bin noch nicht verheiratet, aber ich mache mir deshalb keine Sorgen.“

 

Nick Vujicic in Erfurt - Teil 1

 
Auf die Frage, woher er seine Kraft und seine Zuversicht beziehe, antwortet er zunächst moderat. Seine Eltern seien eine große Stütze für ihn. Sie haben immer an ihn geglaubt, und sie hätten ihm immer versichert, auch wenn sie von der Behinderung rechtzeitig erfahren hätten, hätten sie ihn nicht abgetrieben. Seine Eltern sind gläubige Menschen und vertrauten immer auf den Willen Gottes. Für Vujicic war dies keinesfalls so. Er war wütend und enttäuscht und betrachtete sein Schicksal als Strafe Gottes. Doch irgendwann, so erklärt er mit leiser und eindringlicher Stimme, fand er sein Vertrauen in Gott und dieser ist es, von dem er nun seine Kraft und sein unerschütterliches Selbstvertrauen bezieht.

Nick Vujicic berührt die Menschen und bringt sie zum Weinen. Einst, so erzählt er, gab er einen Vortrag in einer Schule vor Teenagern. Nach wenigen Minuten stand ein Mädchen auf, das laut weinte. Sie bat ihn, nach vorne zur Bühne kommen zu dürfen, um ihn zu umarmen. Sie kam nach vorne, umarmte ihn, legte ihren Kopf weinend auf seine Schulter und sagte ihm ins Ohr: „Mir hat vorher noch nie jemand gesagt, dass ich liebenswert bin und dass ich schön bin, so wie ich bin.“

 

Nick Vujicic in Erfurt - Teil 2

 
Vujicic zeigt mit seiner Behinderung, ohne Arme und Beine geboren worden zu sein, dass es dennoch möglich ist, sich selbst anzunehmen und zu lieben. Seine Behinderung führte ihn nach innen, zu seinem Herzen. Er hat keine Arme und Hände, um die Menschen zu umarmen und zu berühren, aber jetzt ist er in der Lage, die Herzen der Menschen zu berühren. Er lässt sich gerne umarmen und fordert seine Zuhörer gerne dazu auf. So erzählt er nicht ohne Stolz und mit einem gewissen Humor, dass er im Guinnessbuch der Rekorde den Weltrekord im Umarmen hält. Es waren so ungefähr 1700 Umarmungen in einer Stunde. Und er fügte ironisch hinzu: „Das war schon manchmal beängstigend, wenn so viele fremde Menschen mich umarmen. Vielleicht ist ja einer dabei, der mich einfach unter den Arm nimmt und mit nachhause trägt.“ Das ist einerseits witzig, aber es wirft auch einen Blick auf den Ernst der Lage. Nick Vujicic könnte nichts dagegen tun. Er hat keine Beine und Füße, um wegzulaufen, und er hat keine Arme und Hände, um sich zu wehren. Er ist immer auf Hilfe angewiesen, und er musste es lernen, um Hilfe zu bitten.

Mit allen diesen so genannten „Einschränkungen“ weist er auf die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens hin, und im Grunde ist dies doch uns allen gemeinsam. Seine Gnade Gottes ist es, diese universale Wahrheit in seinem Leben intensiv und existenziell zu spüren und zu erfahren. Das ist es, was berührt.
Er sagt: „Was nützt es, im Außen vollständig zu sein, wenn man in Innern zerbrochen ist.“ Sein Außen ist unvollständig, und damit meint er seinen Körper. Aber genau dies führte ihn nach innen und dort fand er seine innere Ganzheit.

 

Nick Vujicic in Erfurt - Teil 3

 
Nick Vujicic zeigt uns, worauf es im Leben wirklich ankommt. Und er lehrt durch sein Beispiel, dass es auch mit unvollkommenen Voraussetzungen möglich ist, seine Ziele zu erreichen und zu einem erfüllten, glücklichen Leben zu gelangen.

Mehr Informationen zu Nick Vujicic unter folgenden Links:

Nick Vujicic - Offizielle Homepage
Nick Vujicic - Offizielle deutschsprachige Webseite
Nick Vujicic auf Facebook

 

 

 

Mini-Startups machen glücklich

Glück ist jetzt!

Im Frankfurter Nordend blüht unternehmerischer Frohsinn: Die Macher des Glück ist Jetzt-Ladens haben aus dem guten alten ›Shop-in-Shop‹-Konzept die ›Glück-im-Shop‹-Idee gemacht. Nun bieten sie Starthilfe für glückssuchende Unternehmensgründer an. Kostenpunkt: ab 15 Euro.

Glück ist jetzt

Der Glück-ist-jetzt-Laden

 

Spätestens nach dieser Buchmesse kann es keinen Zweifel mehr geben: Im Grunde dreht alles sich ums glücklich sein. Im Frankfurter Baumweg war das schon lange klar. Ein rundes Jahrzehnt, bevor emsige Trend-Erforscher und Lebenshilfe-Autoren unseren Alltag einschlägig überschwemmten, taufte ein fröhliches Völkchen um Initiator Jan Philip Johl das Fleckchen vorm Schaufenster des Glück-ist-Jetzt-Ladens kurzerhand zum Happy-Germany-Platz um. Seitdem lädt man dort mal zum Frohmarkt, mal zum Glücksfest und mal zum Saturday Cafe. Und von hier aus trat ein quietschgelbes Ding namens Glücksblume seinen erfrischenden Siegeszug durch die Befindlichkeit deutschen Grüblertums an; befördert nicht zuletzt durch Jans Doppelleben als Nebenerwerbs-Musiker mit seiner Band Bergelheim (»Ich fahr’ Fahrrad«).

Die Band Bergelheim

Die Band 'Bergelheim' beim jammen

Mach’ Dein Ding!

 

Der neueste Glücksgriff aus dem Baumweg trägt den Titel ›Mach’ Dein Ding‹. Er gilt den Vielen, die tolle Ideen haben, aber den Schritt ins kalte Wasser des Unternehmertums scheuen. »Wäre doch ein Jammer, wenn so viele gute Sachen in der Schublade blieben, nur weil es keinen Platz gibt, an dem man sich und seine Idee, Produkte wie Dienstleistungen, mal einfach so ausprobieren kann«, bringt Jan Johl es fröhlich auf den pragmatischen Punkt.

Es funktioniert. Und macht Spaß.

Dass es funktioniert, zeigen die ersten Projekte der frisch gebackenen ›Glückskinder‹ (so lassen sich die StartUp-UnternehmerInnen freudig nennen). Silke, Karen, Jan, Melanie, Silke II + Heidi sind Teilzeit-Mitmieter im Glück-ist-Jetzt-Laden geworden und machen dort nebenbei ›ihr Ding‹: Jan, der mit den Glücksblumen, nutzt ihn als Showroom für seine heftig augenzwinkernden Blümmerling-Produkte. Silke bietet ihre groovigen Tanzveranstaltungen an und verkauft (Glücks-)blumige Müllerling-Wickelröcke. Melanie & Heidi stellen ihre Bilder aus, die zweite Silke ihre »Kronkos« (Sprüche & Bilder in Kronkorken). Und Karen sorgt mit ihrem Saturday Cafe dafür, dass man sich jeden Samstag ein wenig wie im »Chocolat« Film fühlen darf. »Jeder kann mitmachen. Schon für 15 Euro im Monat. Da entsteht gerade ein wunderbares Nestwerk« verwortpusselt der blonde Jan die angesagte Organisationsform der kreativen Klasse mit seiner Wunschvorstellung einer bundes-, wenn nicht gar weltweiten Glücks-Community. Und so freut sich das Glück-ist-Jetzt-Nestwerk dann auch über neue Mitmacher – Pardon: Glückskinder – aus nah, fern und sehr fern. Gern teilen die Nestwerker ihre Erfahrungen und beraten Neuankömmlinge.

Glückliche Menschen

'Glückskinder'

Werden auch Glückskinder erwachsen?

 

Das irgendwie zum roten Faden gewordene Symbol der quietschgelben Glücksblume stülpen sich aber nicht nur Glückskinder über Knöpfe, Fahrradlampen, Autoheckscheibenwischer oder worüber auch immer. Irgendwie scheint die Glücksblume schon selbständig, scheint ›ihr Ding‹ längst auch allein zu machen. »Recht hat das Blümchen. Und so wollen wir‹s auch halten: Drei oder sechs Monate lang Glückskindheit – je nach dem, was man so vorhat, sollten reichen. Dann weiss man, was man will und ob‹s denn geht. Und macht vielleicht Platz für neue Glückskinder. Oder auch nicht.« Sagt Jan und radelt glücklich pfeifend davon.

Glückskinder

'Glückskinder'

Karen:

 

»Das kulinarische Experimentieren, Leckereien herstellen, Kochen, Backen und andere damit erfreuen, war schon immer meine Form von Kreativität. Im Kleinen kann ich das jetzt jeden Samstag im Saturday Café ausleben. Das »Mach Dein Ding«-Konzept bietet mir die Möglichkeit, ohne großes Risiko mich in meinem Herzensmetier auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln, Feedback zu bekommen und nebenbei noch viel Spaß damit zu haben. Eine sehr wertvolle Erfahrung für mich!«

Silke I:

Ich wollte mit meinen Freunden TANZEN. Zu guter Musik – und nicht immer erst um 23 Uhr ausgehen müssen. So plante ich mit einem Freund mein eigenes kleines Projekt. Auf der Suche nach einem Raum stolperte ich über das GLÜCK IST JETZT im Baumweg. Den Jan hatte ich schon im Jahr davor in seinem Laden in der Innenstadt kennen gelernt – und da war er wieder – mit einem Raum. So wurde ich Glückskind und seit 6 Monaten tanzen wir nun in den Glücksräumen. Der Anfang war unkompliziert, kreativ und mit sehr viel Spaß verbunden. Unser kleines Projekt wird langsam zu groß für die Räume und bald ist das Pflänzchen aus dem kleinen GLÜCK IST JETZT Gewächshaus herausgewachsen und wird in neue, größere Räume umziehen. In den letzten Monaten hat mir das GIJ-Projekt noch vieles andere ermöglicht. Ein bissel raus aus meinem »serious business« und mal lieber spielerisch den Laden hüten – oder mein nächstes Projekt planen, dass ich dann in den Räumen verkaufen möchte (Glücksblumen-Wickelröcke zum farbigen umknöpfen in Bio-Fairtrade-Qualität). Mein Tanzprojekt hat mir auf jeden Fall gezeigt: Alles ist möglich – und das noch dazu mit viel Freude!

Silke II:

»Nie war mehr Anfang als jetzt«
sagte sich die teilzeitbeschäftigte Mitt-Vierzigerin mit Kind und Kegel, als sie ihren ersten selbst angefertigten »Kronko« in der Hand hielt vor ca. einem Jahr.
Mittlerweile ist aus ihrer kleinen Werkstatt ein kronkoianisches Schlaraffenland geworden und jeden Tag werden es mehr.
»Glück ist jetzt« fand sie im Internet – empfohlen von einem Kollegen – und schnuppert seitdem wieder regelmäßig Bernemer leckeren Cafeduft im Saturday-Cafe.

Heidi:

Miss Heidi suchte während der letzten drei Jahre mit ihrem Mann das Glück in Boston, USA, fand es auch und landete nun wieder in Deutschland. Es war ihr unmöglich nicht am Happy Germany Platz Halt zu machen, denn Miss Heidi schaukelt gern. Während des Samstagscafes und in weiteren Gesprächen sah sie in Glückistjetzt eine Chance »to do her own thing« in Frankfurt. Mit ihrer Kunst und Kreativität wird wieder ein Blatt an der Glücksblume ergänzt.

O-Ton Melanie:

»Seit einigen Monaten habe ich mich in Düsseldorf an einem ähnlichen Ladenkonzept beteiligt und freue mich über den Erfolg dort. Nun nach Frankfurt gezogen, entdeckte ich bei einem Schaufensterbummel »Glück ist Jetzt« und werde natürlich auch hier mein Glück versuchen.«

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Der 'Happy-Germany-Platz' in Frankfurt/Main

 

Glück ist jetzt-Räume (Schaukel im Hof!)
Baumweg 20
60316 Frankfurt-Nordend
Happy Germany Platz
069.94340394 & 0163.6622059
Partner der MADE IN HAPPY GERMANY® Community

E-Mail: info@glueckistjetzt.de
Webseite: www.glueckistjetzt.de

Tattva Viveka Ausgabe 46 Inhaltsverzeichnis

Glück Glück Glück Glück Glück Glück Glück Glück

Aufklärung und Erleuchtung / Das Lohas-Biotop

Berichte von den Tagung der Integralen Akademie und der Karma Konsum Konferenz

Autor: Ronald Engert
Kategorie: Geistes- und Sozialwissenschaften / Institute
Ausgabe Nr.: 44

In Berlin fand die jährliche Tagung der Integralen Akademie statt. In Vorträgen, Workshops und Gruppengesprächen wurde hier der aktuelle Stand der Integralen Bewegung diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Integralen ihrem Postulat von der evolutionären Spiritualität alle Ehre machen.
Bereits zum vierten Mal fand die Karma Konsum Konferenz in Frankfurt/M. statt, diesmal in den Räumen der Frankfurter Börse und der IHK. Hier trafen sich alternative Unternehmer und Aktivisten der ökologischen und nachhaltigen Erneuerung im professionellen Ambiente.

Tattva Viveka Ausgabe 44 Inhaltsverzeichnis

Notiz zu Dan Winter

Esoterische Schwindler

Autor: Dr. Sonja Klug
Kategorie: Geistes- und Sozialwissenschaften / Institute
Ausgabe Nr.: 17

Dan Winter ist auf der ganzen Welt als Verkünder von Merkaba-Weisheit und sonstigen esoterischen Geheimlehren aktiv. Leider handelt es sich bei seinen Lehren vielfach um Plagiate, insbesondere der Arbeiten Stan Tenens (s. diverse Artikel in Tattva Viveka), die er damit in Mißkredit bringt.

Tattva Viveka Ausgabe 17 Inhaltsverzeichnis

Der Club of Budapest

Mehr als eine neue Denkfabrik

Autor: Andreas Bummel
Kategorie: Geistes- und Sozialwissenschaften / Institute
Ausgabe Nr.: 07

1993 gründete Erwin Laszlo den Club of Budapest, der sich mit den drohenden ökologischen und sozialen Problemen der Erde beschäftigt, um Künstler, Geisteswissenschaftler und spirituelle Führer für dieses Anliegen zu gewinnen. Der Dalai Lama, Pir Vilayat Inayat Khan und Michael Gorbatschow sind nur drei Beispiele derer, die dieser Initiative zugehören und an einem Bewusstseinssprung der Menschheit mitarbeiten.

Tattva Viveka Ausgabe 07 Inhaltsverzeichnis



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