Psychologie
Die Polarität der Geschlechter
Beziehungen zwischen alten Wunden und neuen Perspektiven
von Alexandra Schwarz-Schilling
Die vielen Krisen, die wir heute haben, sind eigentlich Ausdruck einer tiefen Beziehungskrise. Wir Menschen haben kein Vertrauen in unsere Beziehungen untereinander. Wir sind so auf das Individuum fixiert und kultivieren jetzt schon so lange die Illusion der Getrenntheit, dass die Wurzel des Problems – die Vertrauenskrise untereinander – kaum noch erkennbar ist. Vor allem die Beziehung der Geschlechter stellt hierbei ein großes Potenzial dar. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Polarität der Geschlechter
Wahrheit und Illusion
Autorin: Kima Majid
Exklusivveröffentlichung auf tattva.de
Ohne Illusion keine Wahrheit. Ohne Träume keine Ziele. Ohne Fehler keine Erkenntnis und kein Fortschritt. Zu denken keine Illusion zu brauchen, kein Träumer zu sein, ist der Beweis für eine Selbstlüge (Illusion) und somit Beweis für die Angst, sich doch in einer Illusion zu befinden. Am angenehmsten ist es, sich einzugestehen, die Illusion für das Erschaffen vom Leben (Wahrheit, Glück, Zufriedenheit, Gleichgewicht, Licht, Ziele) zu benötigen. Illusionen macht sich der Mensch durch seine innere Gefühlswelt und durch seine äußere Gedankenwelt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Holotropes Atmen
Therapie und Spiritualität, 2. Teil
Autor: Dr. Sylvester Walch
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften / Psychologie
Ausgabe Nr.: 47
»Holotropen Atmen« ist eine Methode der Transpersonalen Psychologie, um veränderte Bewusstseinszustände zu erreichen. Der 2. Teil des Aufsatzes behandelt das Erfahrungsspektrum des Holotropen Atmens: personale, perinatale, transpersonale und spirituelle Erfahrungen. Im letzten Heft schrieb Walch über seine Erfahrungen mit Stanislav Grof und über den Ablauf einer Atemsitzung. Die Fortsetzung widmet sich nun vor allem der Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen, was dabei zu beachten ist und welche Erfahrungen auftreten können – im Körper, im Geist und schließlich im transpersonalen Erfahrungsraum.
4 Erfahrungsspektrum im Holotropen Atmen
Kehren wir nun zu unserer Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen zurück. Die Kontraindikationen lassen sich ganz allgemein mit dem Satz »normale körperliche und psychische Belastbarkeit« zusammenfassen. Darüber hinaus gibt es spezielle Kontraindikationen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Glaukom, Epilepsie, schwere Infektionen und Schwangerschaft.
Das Holotrope Atmen ist mehr als eine psychotherapeutische Methode, denn es bietet neben der intensiven Katharsis, der Bearbeitung von psychischen Problemen und der Integration von Schattenaspekten eine Basis für spirituelle Öffnungen und mystische Erfahrungen. Das mehrdimensionale Erfahrungsspektrum, auf das ich nun näher eingehen werde, zeigt auf, wie beim Holotropen Atmen Therapie und Spiritualität zueinander finden. Auch wenn ich im Folgenden unterschiedliche Erfahrungsebenen herausstelle, gibt es fließende Übergänge und in einer Sitzung können auch mehrere Ebenen durcherlebt werden. Beim Eintritt in den veränderten Bewusstseinszustand kann es, noch bevor sich inhaltliche Aspekte zeigen, zu sensorischen oder körperlichen Empfindungen wie etwa Farben- und Figurensehen, Geräusche wie das Zirpen von Grillen oder Glockenläuten sowie das Aufladen und Entladen von Spannungen kommen.
4.1 Personale und psychodynamische Erfahrungen
Diese Ebene von Erfahrungen, die uns in der personalen Psychotherapie vertraut ist, beinhaltet lebensgeschichtliche Themen und Probleme, die bis in die früheste Kindheit zurückreichen können. Im Unterschied zu einer gesprächsorientierten Therapie werden sie im Holotropen Atmen authentischer, intensiver und leibnäher wahrgenommen. Wenn zum Beispiel jemand in früher Kindheit geschlagen wurde, erlebt er sich augenblicklich in dieser Bedrohungssituation, spürt die Angst, zittert am ganzen Leib und kann sogar blutunterlaufene Striemen zeigen. Es werden dabei jedoch nicht nur die erlebten Gefühle wie Angst, Ohnmacht, Schmerz und Traurigkeit direkt spürbar, sondern es können auch die damals nicht ausgedrückten Reaktionen und Impulse wie zum Beispiel heftige Wut aufkommen und ausgelebt werden. Dazu die Erfahrung eines Seminarteilnehmers:
» … Ich sah meinen Vater, wie er sich über mich bückte, während ich als etwa 2jähriger schlafend in meinem Bettchen lag, und mich wach prügelte. Ich fühlte ohnmächtige Wut und konnte auch einen Gutteil davon wüst schreiend ausagieren; wieder sehr erschöpft ruhte ich mich noch etwas aus …. Bei der Trommelmusik erlebte ich mich selbst als sehr geübten und geschickten Trommler und erfuhr mich als kraftstrotzend und energiegeladen. Irgendwie spürte ich den Zusammenhang zwischen dem Atem und der Energie, die er generiert …«
Die veränderten Bewusstseinszustände mobilisieren das Unbewusste, wodurch tiefsitzende Spannungen energetisch aufgeladen werden. Durch die folgende Entladung wird das psychische Gesamtsystem entlastet, auch wenn vielleicht die inhaltlichen Zusammenhänge noch unzureichend verstanden werden. Dabei können plötzlich Verschiebungen von einer pathologischen Dynamik zu einer heilsamen positiven Selbstorganisation stattfinden, nach Sheldrake eine Verschiebung von Krankheitsfeldern zu Ganzheitsfeldern.
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Den kompletten Artikel finden Sie in der Tattva Viveka Ausgabe 47
Diese Ausgabe ist auch als eMagazin erhältlich:
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Die Heilung des Ego
Zur Bedeutung der Emotionen für unser authentisches Selbst
Autor: Dr. Thomas Wachter
Kategorie: Geistes- und Sozialwissenschaften / Psychologie
Ausgabe Nr.: 45
Thomas Wachter beschrieb in der letzten Ausgabe von Tattva Viveka seinen Weg des Satsang auf der Suche nach der Erleuchtung. Er folgte dem östlichen spirituellen Ansatz der Transzendierung des Egos, fand jedoch heraus, dass trotz tiefgreifender spiritueller Zustände nicht nur sein Ich weiter existierte, sondern auch Gefühle der inneren Leere, Angst und Depression wieder kamen. Im Folgenden zeigt er, wie er nicht nur einen Heilung seiner Emotionen, sondern auch ein neues Paradigma der Erleuchtung findet. Demzufolge existiert unser Ich auch im erleuchteten Zustand und der Emotionalkörper ist die primäre Ebene unserer Wirklichkeit als lebende Wesen.










