Soziologie

Ehre ist eine Kategorie, die in uns selbst liegt. Gesellschaftliche Konditionierungen können unser Ehrgefühl korrumpieren. ...

von Ronald Engert und Gabriele Sigg

  Aufarbeitung unserer
eigenen emotionalen Defizite  
Ohne die Aufarbeitung unserer eigenen emotionalen Defizite ist es nicht möglich, die Gesellschaft zu verändern. Ein Gespräch zwischen einer Soziologin und einem Philosophen.
  Gabriele Sigg: In unserer Gesellschaft lassen sich heute zwei Hauptströmungen beobachten. Die eine entspricht der traditionellen hierarchischen Struktur fester Regeln und kollektiver moralischer Vereinbarungen. Dagegen rebellierte die Aufklärung. Jeder Einzelne sollte sich aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit befreien. Freiheit ist heute ein anything goes, die zweite Strömung. Dabei sehen wir jetzt auch die negativen Auswirkungen dieser radikalen Ablösung: gesellschaftliche und psychische Desintegration. Der Soziologe Émile Durkheim nannte diese Orientierungslosigkeit Anomie. Es stellt sich die Frage, inwiefern Menschen vielleicht doch Strukturen brauchen.
Mit Live-Illustrationen und viel Power bringt Le-Mentzel seine Botschaften auf den Punkt. Ganz und gar ohne Powerpoint.

Crowducation – eine neue Form des Lernens

Autor: Prof. Van Bo Le-Mentzel Kategorie: Soziologie Ausgabe Nr: 62     Der Architekt Van Bo Le-Mentzel kam als Flüchtling nach Deutschland und will heute als Professor die Lehre in Deutschland mit einer Idee füllen, die in Universitäten wenig verbreitet ist: Schwarmintelligenz.
Auf dem Weg zu einer spirituellen Gesprächskultur?

Eine Bestandsaufnahme

Autor: Gabriele Sigg Kategorie: Soziologie Ausgabe Nr: 57         Der Ruf nach einer Kultur, die Spiritualität integriert, wird lauter. Es vermehren sich die Foren, in denen offen über die Zusammenhänge von Wissenschaft und Spiritualität, die Rolle der Religion gesprochen und eine Gesprächskultur praktiziert wird, die es erlaubt, transzendente Erfahrungen auszutauschen und zu kommunizieren.
David Rotter - Transhumanismus

Die Abschaffung des Menschen

Autor: David Rotter Kategorie: Anthropologie Ausgabe Nr: 56       Der Transhumanismus glaubt, die nächste Evolutionsstufe der Menschheit ist die Verschmelzung des Menschen mit Technologie. Eine neue Rasse von Cyborgs soll den Homo sapiens ablösen und das Leben im Universum auf eine neue Stufe heben. Was klingt wie Science-Fiction, könnte schon bald das Leben jedes einzelnen Menschen beeinflussen.

Von Prof. Dr. Gerhard Besier

fecris   FECRIS (Fédération européenne des centres de recherche et d’information sur le sectarisme) ist eine internationale Dachorganisation für verschiedene, vor allem national organisierte Anti-Sekten-Gruppen, die beim Europarat als Nichtregierungsorganisation (NGO) akkreditiert ist. Sie wurde 1994 als gemeinnützige Vereinigung nach französischem Recht gegründet und umfasst derzeit 44 Vereinigungen in 27 Ländern. FECRIS zufolge handelt ihre Organisation „in Übereinstimmung mit gemeinsamen ethischen Grundsätzen, die vor allem durch politische, philosophische und religiöse Neutralität gekennzeichnet sind“. Mit starker Unterstützung und Lobbyarbeit der Organisation wurde 2001 in Frankreich das sog. About-Picard-Gesetz verabschiedet, das den Geist einer radikalen Laizität atmet und umgangssprachlich als „Anti-Sekten-Gesetz“ bezeichnet wird. Danach müssen „religiöse Vereinigungen“ aufgelöst werden, wenn sie oder ihre führenden Persönlichkeiten zwei Mal strafrechtlich verurteilt wurden. Darüber hinaus werden auch solche Fälle geahndet, in denen Jugendliche durch die Arbeit religiöser Vereinigungen „ihren Familien entfremdet werden“. 2002 rügte der Europarat die Politik Frankreichs gegenüber religiösen Minderheiten und forderte eine Revision des About-Picard-Gesetzes. Die Europäische Evangelische Allianz – ein Zusammenschluss überwiegend pietistisch orientierter protestantischer Religionsgemeinschaften, zu denen als einflussreichste auch die Deutsche Evangelische Allianz gehört – erklärte im Juni 2004 zum gesetzlichen Vorgehen gegen „Sekten“ in Europa: