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Islam / Sufismus

Viele Flüsse, ein Meer.

Gemeinsamkeiten von Buddhismus, Hinduismus und Islam

Autor: Hadayatullah Hübsch
Kategorie: Islam
Ausgabe Nr.: 47

 

Der Autor hielt anlässlich des 100sten Jahrestages des 5.Weltkongresses für freies Christentum und religiösen Fortschritt eine Festrede. Lesen Sie im Folgenden über die gemeinsamen Ansichten von drei Weltreligionen, über wichtige Inhalte des Islam, über Missverständnisse und Vorurteile und deren Auflösung. Ein Text, der aufruft zu gegenseitiger Achtung und Begegnung.

 

Islam Buddhismus


In der Heiligen Schrift der Muslime – ein arabisches Wort, das »Gottergebener Mensch« auf Deutsch bedeutet – finden wir in der Sure 49 den Vers 14, der übersetzt lautet: »O ihr Menschen, Wir haben euch von Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennen lernen möchtet. Wahrlich, der Angesehenste von euch ist vor Allah der, der unter euch der Gerechteste ist. Siehe, Allah ist allwissend, allkundig.« (Quran, Sure 49 Vers 14).
Nach der Lehre des Heiligen Propheten Muhammad, Frieden und Segen Allahs seien auf ihm, ist die Religion, die ihm von dem allmächtigen Schöpfer allerMenschen offenbart wurde, die Fortsetzung und Vollendung aller vorangegangener Religionen, die Gott in den verschiedenen Teilen der Welt als Weg desMenschen zu Glückseligkeit und Frieden im Diesseits wie im Jenseits durch Seine auserwählten Gesandten verkünden ließ.
Somit sagt Allah im Heiligen Quran über den Glauben der Muslime: »Dieser Gesandte glaubt an das, was zu ihm herab gesandt wurde von seinem Herrn, und (also) die Gläubigen; sie alle glauben an Allah, und an Seine Engel, und an Seine Bücher, und an Seine Gesandten (und sprechen): Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten«. (2:286).

 

Hadayatullah Hübsch Islam

Hadayatullah Hübsch

 

Wiewohl Krischna und Buddha im Heiligen Quran sowie andere Propheten aus dem asiatischen Teil unserer Erde nicht namentlich im Heiligen Quran erwähnt werden, während etwa Adam, Noah, Abraham, Moses und Jesus ausdrücklich genannt werden, zählen auch sie wie ebenfalls die entsprechenden Bücher und Schriften, etwa die Veden und die Bhagavadgita, islamischen Theologen als gottgesandte Leitung für Menschen ihres Wirkungsbereichs. Wenn ich nun über Gemeinsamkeiten von Hinduismus, Buddhismus und Islam spreche, dann ist es nicht verfehlt, dieser Ausführung den Titel »Viele Flüsse – ein Meer«, oder: »Viele Wege – ein Ziel« zu geben. Zwar haben sich im Lauf der Jahrtausende wesentliche Unterschiede zwischen diesen und auch den anderen Religionen ergeben, aber hier ist nicht der Ort, um uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Indes geht es um Aspekte eines interreligiösen Dialogs, den zu feiern wir hier, anlässlich des 100sten Jubiläums des »Fünften Weltkongress für Freies Christentum und Religiösen Fortschritt«, zusammen gekommen sind. Gleichen sich, um ein Beispiel zu geben, denn nicht der Friedensgruß »Assalamo Alaikum«, das heißt auf Deutsch: »Frieden sei mit Dir« des Islam, den der Heilige Prophet Muhammad, Frieden und Segen Allahs seien auf ihm, allen Menschen, denen er begegnete, ob es nun Juden, Christen, Heiden oder Muslime waren, darbot, und die buddhistische Gelöbnisformel im Zen: »So zahlreich dieWesen auch seien, ich gelobe, sie alle zu retten« oder die Aussage der Bhagavadgita: »Derjenige, der sich vollkommen überMich bewusst ist und weiß, dass Ich der letztliche Nutznießer aller Opfer und Entsagungen, der Höchste Herr aller Planeten und Halbgötter und derWohltä- ter und wohlmeinende Freund aller Lebewesen bin, erlangt Frieden von den Qualen des materiellen Daseins.« (Bhagavadgita, 5:29).

Der Wunsch und das Gebet der Muslime, alle Menschen mögen den Frieden, der von Gott kommt, erlangen, die Bereitschaft des Buddhisten, alles zu tun, um den Menschen Frieden zu bringen, und die Aussage von Hindus, Krischna als dem »wohlmeinenden Freund aller Lebewesen« zu dienen, um Frieden zu finden, haben viel gemeinsam und ein einigendes Ziel, nämlich erlöst zu werden von Leiden. Wenn auch im Detail die Wege unterschiedlich sind, so entspringen sie doch einer Quelle und haben eine Mündung, das Meer der Befreiung von Leiden und Qualen. [...]

 

Den kompletten Artikel finden Sie in der Tattva Viveka Ausgabe 47

 

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Der wahre Mensch

Sufische Weisheit (Teil 1)

Autor: Sheikh Esref Efendi
Kategorie: Spirituelle Kulturen / Islam / Sufismus
Ausgabe Nr.: 37

Sheikh Esref Efendi ist Vertreter des Nasquibandi-Ordens, der ältesten Linie des Sufi smus. Sein Weg ist der Weg eines Mystikers, der den Frieden der Seele in der Erfullung von Gottes Willen fi ndet. Wenn wir genau so lieben wie Allah, der alle seine Geschöpfe liebt, können wir seine Stellvertreter werden, und dann sind wir wahre Menschen.

Tattva Viveka Ausgabe 37 Inhaltsverzeichnis

Der wahre Mensch

Sufische Weisheit (2)

Autor: Sheikh Esref Efendi
Kategorie: Spirituelle Kulturen / Islam / Sufismus
Ausgabe Nr.: 38

Sheikh Esref Efendi ist Vertreter des Nasquibandi-Ordens, der ältesten Linie des Sufismus. Sein Weg ist der Weg eines Mystikers, der den Frieden der Seele in der Erfüllung von Gottes Willen findet. Im Sufismus findet der Islam seine innere Bestimmung. Nach seiner Lehre können wir nicht Gott werden, denn er ist der Herr und wir sind seine Diener. Wenn wir jedoch genau so lieben wie Allah, der alle seine Geschöpfe liebt, können wir seine Stellvertreter werden, und dann sind wir wahre Menschen.

Tattva Viveka Ausgabe 38 Inhaltsverzeichnis

“Ich habe keine Freiheit.”

Eine junge Muslimin spricht über ihr Leben

Autor: Nihal
Kategorie: Spirituelle Kulturen / Islam / Sufismus
Ausgabe Nr.: 33

Nihal – Ich habe keine Freiheit
Was heißt es für ein türkisches Mädchen, heute in Deutschland zu leben? Welche Probleme und Konflikte bringt der kulturelle Unterschied von Islam und westlicher Welt mit sich? Die Türkin Nihal, 16 Jahre alt, erzählt von ihrem Familienleben, ihrem religiösen Hintergrund und den ganz persönlichen, praktischen Auswirkungen der strengen Moralvorstellungen des Islam.

Tattva Viveka Ausgabe 33 Inhaltsverzeichnis

“Wenn ich jetzt sterbe, komme ich in die Hölle!”

Eine Christin konvertiert zum Islam

Autor: Andrea Siebert
Kategorie: Spirituelle Kulturen / Islam / Sufismus
Ausgabe Nr.: 33

Andrea Siebert kennt die Bedeutung ihrer Worte. Mit Bedacht spricht sie den arabischen Text vor den anwesenden Muslimen: »lch bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Mohammed der Gesandte Allahs ist.« Nach islamischem Recht ist sie dadurch Muslimin geworden. Umkehr ausgeschlossen. Die Deutsche setzt sich leidenschaftlich für ihre neue Religion ein, heiratet einen Muslim, bekommt Kinder, die sie islamisch erzieht. Doch immer wieder nagen Zweifel an ihr.

Tattva Viveka Ausgabe 33 Inhaltsverzeichnis



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