Der Klang der Weltseele

Der Klang der Weltseele

Bericht von einer interreligiösen Zusammenkunft

Autor: Gunter Friedrich
Kategorie: Gnosis / Hermetik
Ausgabe Nr: 64

 

Von links: Isa Wagner und Georg Stollenwerk (Sri Aurobindo-Bewegung), Femke Vessies, Holger Verfuß und Thorsten Schiz (Foundation for Higher Learning), Marina Alvisi und Hamdi Alkonavi (Sufitum), Dr. Gunter Friedrich und (rechts sitzend) Burkhard Lewe (Rosenkreuzer).

 

Auf dem Klang der Weltseele-Symposium mit Vertretern von vier religiösen Wegen erlebte der Autor die spirituelle Kraft, die durch die undogmatische Gemeinschaft und die Erfahrung der gemeinsamen mystischen Wurzeln hervorgerufen werden kann. Zugleich wurde ihm klar, dass sein eigener innerer Gott Eindeutigkeit wünscht.

 

Es begann mit der Empfindung, es »sei an der Zeit«. Bislang hatte die Stiftung Rosenkreuz Begegnungen vor allem durch Symposien herbeigeführt. Jetzt kam der Gedanke auf: Warum nicht einmal die spirituelle Praxis verschiedener Bewegungen nebeneinander stellen? Als idealer Ort hierfür bot sich das Konferenzzentrum Christianopolis der Internationalen Schule des Goldenen Rosenkreuzes in Birnbach/Westerwald an. Schnell ließen sich Befürworter finden, ebenso traten aber auch Gegenargumente auf.

Schließlich wagten wir es. Am Wochenende vom 30./31. Mai 2015 fand die Veranstaltung »Der Klang der Weltseele« statt. Und jetzt, einige Zeit danach, ist das, was zuvor gespannte Erwartung war, zu freudevoller Erinnerung geworden. Was geschah an diesen beiden Tagen? Warum waren die Teilnehmer (229 an der Zahl, aus den vier teilnehmenden Gruppen und der Öffentlichkeit) am Schluss fühlbar erhoben?

Eine Kraftausgießung hatte stattgefunden. Eine Sphäre von Brüderlichkeit und Verbundenheit war entstanden. Vertreter der Sri Aurobindo-Bewegung, des Sufitums, der Foundation for Higher Learning und des Rosenkreuzes zeigten in separaten Räumen ihren Weg. Einleitendes Motto waren die Worte aus der Bibel: »In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.« (Joh. 14, 2) Die arabische Ney erklang zu Flöte, Gitarre, Violine und Flügel.

 

Bericht von einer interreligiösen Zusammenkunft


 

Es ging um höhere Bewusstseinsebenen, die auf unterschiedliche Weise angestrebt werden: Besinnung im Tempel des Rosenkreuzes, Mantrensingen auf Hebräisch und Sanskrit der Foundation for Higher Learning, Sufimeditation und –tanz, Vertiefung in die Lehren Sri Aurobindos. Die vier Strömungen haben ihre Wurzeln in verschiedenen Kulturen, von Indien über Israel, die islamischen Länder bis zum Abendland reichend. Übereinstimmendes Thema war das Göttliche und sein Weg im Menschen und in der Welt.
Auf den Wegen der Mystik und Gnosis werden die gemeinsamen Wurzeln der Religionen deutlich. Sie liegen in der geistig-seelischen Tiefe des Menschen.

In den Schlussworten der Veranstaltung wurde gesagt: Das Göttliche hat einen Reichtum, der gerade in den Unterschieden der Religionen zum Ausdruck kommt. Es geht nicht um Vermischung. Jede Strömung sollte ihren Weg vollenden. Jede einzelne der »Wohnungen im Haus des Vaters« sollte größer, schöner, intensiver, tiefer werden, damit sie viele von denen aufnehmen kann, die hierfür prädisponiert sind. Auf jeden wartet die »Wohnung«, die ihm entspricht. So können wir Freude aneinander haben, so kann jeder das Ganze im Auge haben und die Bemühungen Andersgerichteter stützen. Wir sind eins in der Unterschiedlichkeit. Einer der Grundgedanken der Arbeit der Stiftung Rosenkreuz kam so zum Ausdruck. […]

 

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