Die Psychologie der Chakren

Die Psychologie der Chakren

Haben wir mehrere Psychen?

Autor: Shai Tubali
Kategorie: Psychologie
Ausgabe Nr: 70

Das Chakrensystem ist im östlichen Kulturkreis bekannt und wird auch im Westen immer stärker rezipiert. Der Autor zeigt, wie westliche Psychoanalytiker von Freud über Jung zu Maslow nichts anderes als Perspektiven aus dem jeweils dominanten Chakra sind. In der Gesamtschau entsteht dadurch ein sich ergänzendes Bild der menschlichen Psyche.

Chakren und Psychologie

Als ich die Welt der Chakren vor zwanzig Jahren zum ersten Mal kennengelernt habe, habe ich zunächst die allgemein geläufigen Vorstellungen dazu erfahren: Dass also die Chakren sieben Energie-Knoten innerhalb der feinstofflichen Anatomie des Menschen waren, die entweder »offen« oder »geschlossen« sein konnten. Jedes Chakra, wurde mir gesagt, habe ein Symbol, eine Farbe, ein Mantra und energetische Funktionen, außerdem sei es lose mit seelischen und emotionalen Elementen verbunden. Erst nach jahrelangem Lernen, bei dem ich mich einerseits mit den traditionellen Lehren zu den Chakren vertraut gemacht und andererseits auch in mir selbst geforscht habe, wurde mir klar, was die Chakren jenseits des dichten Wusts an New Age Klischees sind: Eine äußerst umfassende Karte der menschlichen Psyche und der menschlichen Erfahrung.

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Die Chakren sind eine äußerst umfassende Karte der menschlichen Psyche und der menschlichen Erfahrung.

Östliche Chakrenlehre und westliche Denker

Im Lauf des 19. und 20. Jahrhunderts gab es besonders in der westlichen Kultur eine wahre Flut an Erkenntnissen über die Psyche des Menschen. Diese begann mit den aufsehenerregenden psychoanalytischen Theorien Sigmund Freuds, aus denen sich wiederum andere Schulen verzweigten, die mit Freuds Theorien teils korrespondierten, teils stolz für sich selbst stehen können: Carl Gustav Jungs »Analytische Psychologie«, Alfred Adlers »Individualpsychologie« und Viktor Frankls »Logotherapie«. Frankls Entdeckungen überschnitten sich mit der aufkommenden humanistischen Psychologie, die von Personen wie Otto Rank (ebenfalls ein Kollege Freuds) und Abraham Maslow vorangetrieben wurde.

Man könnte behaupten, dass diese Denker zu genau den Antrieben und Lösungen tendierten, die ihrem eigenen Chakrensystem entsprachen.

Dass zwischen Freud und fast jeder dieser Personen Streit und Unmut herrschte, ist eine bekannte historische Tatsache. Der Graben zwischen Freud und Jung, den ideologische Uneinigkeiten und unbewusst vielleicht auch tiefere Spannungen aufgerissen hatten, ist fast schon legendär. Was diese beiden brillanten Denker trennte und jeden für sich auf einen eigenen, einsamen Weg gebracht hat, waren ihre scheinbar gegensätzlichen Erkenntnisse in Bezug auf das Wesen der Kräfte, die den Menschen antreiben und auf die Lösungen, die sich daraus ergeben, um seelische Harmonie und Ganzheit bewirken zu können.

Mehr über die Chakren der westlichen Denker können Sie im vollständigen Artikel lesen. (Bestellmöglichkeit am Ende des Beitrags!)

Sigmund Freud

Freud zum Beispiel, der Vater der modernen Psychologie, blickte in jene Schichten der Psyche, die mit den Samskaras, Vasanas und Lösungen des zweiten Chakras zusammenhängen, auch als Sakralchakra (Swadhisthana auf Sanskrit) bekannt. Freuds »Es« ist eine perfekte Analogie zur energetischen Beschreibung des unbearbeiteten zweiten Chakras und dessen psychischen Aspekts. In einem seiner Vorträge beschrieb Freud wie folgt:

»Es ist der dunkle, unzugängliche Teil unserer Persönlichkeit; das wenige, was wir von ihm wissen, haben wir durch das Studium der Traumarbeit und der neurotischen Symptombildung erfahren und das meiste davon hat negativen Charakter, lässt sich nur als Gegensatz zum Ich beschreiben. Wir nähern uns dem Es mit Vergleichen, nennen es ein Chaos, einen Kessel voll brodelnder Erregungen … Von den Trieben her erfüllt es sich mit Energie, aber es hat keine Organisation, bringt keinen Gesamtwillen auf, nur das Bestreben, den Triebbedürfnissen unter Einhaltung des Lustprinzips Befriedigung zu schaffen.«

Jeder wird von den Aussagen und Ideen angezogen, die den eigenen Chakren ein Gefühl von Ganzheit und Gleichgewicht geben können.

Eine ausführliche Beschreibung von Sigmund Freud finden Sie im vollständigen Artikel. 😉
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Carl Gustav Jung

Jung war Freuds Vision des Sexuellen als Grundlage unbewusster Aktivitäten im menschlichen Geist sehr unangenehm. Er wies eine »unnötig« negative Sicht auf das Unbewusste zurück. Statt unbewusste Triebe als Quelle verdrängter Emotionen und Begierden zu sehen, wollte er lieber die menschliche Suche nach dem wahren »Selbst« und dem Göttlichen beleuchten. Dies ist bereits ein positiver Trieb, ein Wunsch, sich selbst zu kennen, den Jung die Suche nach »Individuation« nannte: Eine transformative Reise zur Ganzwerdung, die jeder menschliche Geist unbedingt antreten muss und während dessen er sein eigenes Selbst aus einem undifferenzierten Unbewussten entwickelt und integriert.

Jungs Prozess der Individuation beschreibt genau den Weg der Selbstreflektion des sechsten Chakras oder dritten Auges (»Ajna« auf Sanskrit). Weit entfernt vom impulsiven und chaotischen zweiten Chakra wird das sechste Chakren von dem Wunsch getrieben, einen ungehinderten Blick auf die eigene innere Realität werfen zu können, jenseits des Reichs verstreuter Gedanken und äußerer Konditionierung.

Wie ergänzen sich die scheinbaren Kontrahenten Sigmund Freud und C.G. Jung? Das steht im vollständigen Beitrag. Denn können wir hier leider nicht kostenlos abdrucken. Aber für nur 2,00 € Unterstützungsbeitrag sind Sie dabei!

Diese fünf großen Namen sind natürlich nur als zentrale Beispiele herausgegriffen und wir könnten noch einige weitere bemerkenswerte Denker hinzufügen. Doch das Prinzip ist nun klar: Kein Psychologe war dazu bestimmt, einen kompletten Einblick in die Psyche zu gewinnen. Jeder dieser Denker, und viele weitere andere, konnte eine Tür zu einem Raum der Seele öffnen – aber nur gemeinsam bilden sie das ganze Haus unserer menschlichen Psyche.

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Von allen hier genannten Personen ist Freud einem Erfassen des »Unbewussten« im Menschen am nächsten gekommen, wenn wir das Unbewusste als Kessel namenloser Triebe und Impulse oder instinktiver Prägungen sehen. Dies korrespondiert mit dem yogischen Konzept des zweiten Chakras als Speicher unbewusster Prägungen. Was nach Freud kam, war ein unermüdliches Aufdecken aller verborgenen Triebe, die unser bewusstes Denken antreiben. Das Unbewusste hat sich seitdem als ein vielschichtiges Reservoir entfaltet, das nicht nur instinkthaft oder libidinös ist, sondern auch universelle und emotionale, mentale und spirituelle Aspekte hat.

Über den Autor

Unser Autor Shai Tubali

Shai Tubali, Jahrgang 1976, aus Israel. Ausgebildet und eingeweiht in der yogischen Linie des Siddha Yoga, die auf Swami Nithyananda zurückgeht. Lehrer, Dozent und Autor im Bereich Spiritualität, Psychologie und Philosophie. Semiare mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Israel, den USA und Indien. 19 Bücher. Einige Werke sind auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Koreanisch und Chinesisch übersetzt.

www.facebook.com/ShaiTubaliDeutschland/

Wichtige Bücher: »Die Sprache des Körpers« (Bestseller in Israel), »The Seven Wisdoms« (zweifache Auszeichnung in den USA). Mehrere Methodenentwicklugen wie »White Light Expansion«, »Power Psychologie« und Chakrenheilung. Er lebt in Berlin.

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