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Folgende Texte sind bisher als PDF erschienen:
Sabine Wandjo
Ich fühle mich, also bin ich.
Beziehung, die Grundhaltung des Lebens
»Beziehung ist der Spiegel, in dem wir uns selbst so sehen, wie wir sind.« Die Psychologin Wandjo berichtet über die Beziehung als das Grundelement des Lebens und der menschlichen Entwicklung. Zunächst ist es die Beziehung zum eigenen Selbst, sodann zum Anderen, die uns Sinn im Leben gibt. Was hat Erziehung mit der Entwicklung von Beziehungsfähigkeit zu tun? Wie wird man beziehungsfähig? Welche Rolle spielen die Gefühle? Was sind die Prinzipien einer gesunden Beziehung? Ein einfühlender und herzöffnender Beitrag zu einer gesunden Beziehungskultur.
Alexandra Schwarz-Schilling
Gemeinsam frei sein.
Zur Beziehung zwischen Mann und Frau
Elemente aus der Psychologie, dem Coaching, schamanischer Energielehre und der Frauenforschung verbindet Schwarz-Schilling zu einem ganzheitlichen Entwurf der Mann-Frau-Beziehung. Weibliches und männliches Prinzip sind komplementär, die Geschlechter bilden eine Polarität. Doch gemeinsam kommen die Energien wirklich in Fluss und das menschliche Potential entfaltet sich.
Prof. Dr. Claudia von Werlhof
Mutter Erde oder Tod.
Der neueste Versuch patriarchaler Naturbeherrschung
Der geistige und psychologische Hintergrund der Naturbeherrschung durch den Menschen zeigt sich in der politischen und technologischen Dimension. Es wird deutlich, dass es nicht nur um Begleitschäden geht, sondern um die existentielle Haltung im Bild von der »bösen Natur«. So hat die moderne Kriegsführung, wie der Beitrag zeigt, bereits den feinstofflichen Bereich instrumentalisiert. Die Erde als weibliches Wesen wird unterworfen und als angeblich höherwertiges maschinenartiges System neu installiert. Das Militär nennt dies »Systemfähigkeit der Erde«.
Ronald Engert
Die Geschichte der Tattva Viveka
Anläßlich des Jubiläums der 50. Ausgabe berichtet der Gründer und Chefredakteur über die Geschichte der Tattva Viveka von den Anfängen bis zur Gegenwart. 18 Jahre engagierter Journalismus haben mittlerweile einen Fundus von fast 500 Fachartikeln aus den Gebieten Wissenschaft, Philosophie und spiritueller Kultur hervorgebracht. Was ist die innere Dimension dieses Projekts? Und wie ist so eine Zeitschrift überhaupt möglich? Es zeigt sich: Es ist ein Spannungsbogen zwischen Ökonomie und göttlicher Fügung.
Jörg Fuhrmann
Kalinchok, Weg zum Gipfel der Götter.
Betrachtung einer schamanischen Pilgerschaft in Nepal
Ein packender und zugleich vergnüglicher Bericht über eine Reise zum Kalinchok, dem Schamanenberg in Nepal. Anläßlich einer besonderen Vollmondnacht reist der Pädagoge und Schamanismus-Forscher Fuhrmann mit einigen Schamanen und Sherpas durch unwegsames Gelände zu dem heiligen Ort Shivas auf dem Gipfel – mitten in der Monsunzeit – und wird wahrhaft schamanisch geprüft.
Mohan L. Rai und Suraj Rai
Schamanismus in der westlichen Moderne.
Grenzgänge zwischen den Kulturen
Mohan Rai ist ein 80jähriger Schamane aus Nepal. Er spricht in dem Interview über Sinn und Nutzen schamanischer Arbeit im Westen. Was kann ein nepalischer Schamanismus den Menschen aus dem Westen bringen? Es zeigt sich, dass es nicht um eine Kopie der Kultur Nepals geht, sondern um einen eigenen Weg, für den indes der nepalesische Schamanismus Anleihen bieten kann.
Vijay Krishna und die Kirtaniyas
Singen für die Seele.
Ein Leben für den Kirtan
Die Kirtaniyas sind eine vierköpfige Musikband, die sich dem Kirtan verschrieben haben. Kirtan bedeutet in der indisch-vedischen Kultur das gemeinsame Singen spirituellen Lieder zur Lobpreisung Gottes. Die Musiker sind zugleich Bhaktas, d.h. Gottgeweihte, die Liebe und Hingabe zu Göttin-Gott praktizieren. Sie gehören zur weltweiten Neo-Bhakti-Bewegung, einer nicht-sektiererischen, progressiven Form der Krishna-Bhakti.
Prof. Dr. Peter Hubral
Die heilende Kraft des Nicht-Tun.
Yin-Yang im Erkennen und Heilen
Im Huangdi Neijing, dem ältesten Medizinkanon der Welt, der dem Gelben Kaiser (Huangdi, 2698-2598 v.u.Z.) zugeschrieben wird, werden die Qi-Meridiane angesprochen. Hubral beleuchtet die Dialektik zwischen Yin und Yang in der Lebenspflege und Wahrheitssuche. Dies sollte besonders für diejenigen von Interesse sein, die Meditationen und Bewegungsübungen jeglicher Art als Wege zur Förderung von Erkenntnis und Selbsterkenntnis wie auch zur Gesundheitsvorsorge und Heilung betrachten.
Prof. Dr. Thomas Görnitz / Dr. Barbara Görnitz
Licht, Quanten und Bewusstsein
Der aktuelle Stand der Quantentheorie: »Quantentheorie ist die Physik der Beziehungen. Nicht nur Fakten erzeugen Wirkungen, sondern auch Möglichkeiten erzeugen Wirkungen.« Görnitz zeigt, dass es keine Materie gibt, sondern nur Information. Alles besteht aus elektromagnetischen Wellen, also Licht, auch wenn wir es mit unseren Augen nicht so sehen können. Im zweiten Teil des Beitrages berichten die Dres. Görnitz von den Implikationen der Quantenphysik für das Bewusstsein. Wie wirkt das Bewusstsein auf die Materie? Was ist primär? Warum ist das menschliche Gehirn immer noch leistungsfähiger als ein Computer und wie könnte sich das durch die Entwicklung des Quantencomputers ändern? Wie bindet das Bewusstsein die an unterschiedlichen Orten gespeicherten Informationen zu einem Objekt zusammen? Eine wissenschaftliche Spurensuche in der Quantenwelt mit philosophischer Spannung.
Ronald Engert
Quantenphysik – Meditation – Bewusstsein
Kongress mit wissenschaftlicher Demonstration
Auch für die harten Naturwissenschaften wird es immer deutlicher, dass der Geist, das Bewusstsein in der Wirklichkeit eine tragende Rolle spielt. Quantenphysikalische Experimente zeigen dies. Eines davon fand kürzlich auf einem Kongress statt.
Angela Mahr
Vom kosmischen Tanz auf der Suche nach der Wahrheit
Religionen, Spiritualität und Sektentum
Das Paradies war auf der Erde zu finden, im Hier und Jetzt, unter einem simplen Apfelbaum. Das weiß jedes Kind. Nur wer – oder was – hat uns eigentlich daraus vertrieben? Und: Weshalb, um alles in der Welt, sollten wir uns schämen?
Die mystische Erfahrung war ursprünglich immer eine freudvolle, positive Erfahrung. Die Weltreligionen weisen in ihren frühen Quellen darauf hin. Diese mystische Erfahrung ist die Essenz, die am Anfang aller Religionen stand. Ein wesentliches Element für echte Mystik ist die Beteiligung der Frauen, die in den patriarchalen Religionen weltweit ausgeschlossen waren.
Gerd Kever
Das Ego der Religionen
Ich- und Wir-Identitäten
Kein Zweifel, das Betriebsgeheimnis von Planet Erde heißt „menschliche Verantwortung“. Aber nicht nur die materielle Welt ist unwiderruflich aus der göttlichen Obhut immigriert. Auch spirituelle Erbschaften wandern aus ihrer Lokalität heraus und landen auf dem internationalen Marktplatz. Hier zeigt sich: die Geschichte Gottes ist das letzte Geheimnis der Welt. Wer es kennt, verlässt die Hermetik monotheistischer Glaubensgewohnheiten.
Tom Steininger/Prof. Peter Gottwald
Das aperspektivische Zeitalter
Wie verstand der Philosoph Jean Gebser (1905-1973) das menschliche Bewusstsein und den Weg zu einer neuen Bewusstseinsstruktur? In seinem Hauptwerk »Ursprung und Gegenwart« spricht er vom Anbruch eines »aperspektivischen Zeitalters«. Was bedeutet das? Lesen Sie ein Gespräch über wesentliche Inhalte von Gebsers Denken und die heutige Relevanz.
Walter Benjamin
Wahrheit und Wirklichkeit
An den Rändern des Realen
Traumwelt und Welt des Erwachens, Wahrheit und Erkenntnis, Wirklichkeit und Wahrnehmung – die tiefsten philosophischen Kategorien führen uns in die Erforschung der Natur des Menschen. Der Philosoph Walter Benjamin drang so tief wie kaum ein anderer in die inneren Kammern des menschlichen Bewusstseins vor.
Clemens Zerling
Ahnengeister oder Ahnenmuster
Unsichtbare Mitspieler in unserem Dasein
Ahnenkulte spielten in allen frühen Kulturen eine große Rolle. Hierzulande sind sie als Allerseelen und Fastnacht noch vorhanden. Die Zwiesprache mit den Ahnen war für die Menschen Rückversicherung und Identitätsbildung. Ahnengeister übten Kritik an den Lebenden und man trachtete sie zu beschwichtigen. Der Aufsatz zeigt, dass unerledigte Probleme früherer Generationen bei ihren Nachfahren weiterwirken. Sind Ahnungen von früheren Leben eher Ahnenerbe oder mutmaßliche Reinkarnation?
Gerald F. Rubisch
Nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Die schmerzhafte Seite von Nahtoderfahrungen
Nahtoderfahrungen weisen auf ein Weiterexistieren nach dem Tod hin. Die Berichte von diesen Erlebnissen beschreiben oft sehr positive Erlebnisse, in denen Licht und liebevolle Gefühle vorherrschen. Ganz anders hingegen verläuft oft die Integration der Erfahrung in den Lebensalltag. Insbesondere spontane Erlebnisse, die Menschen unvorbereitet treffen, führen oft zu Depression oder Trennung vom Partner. In jedem Fall sind sie tief greifende Erlebnisse, die das Leben hinterher in einer neuen Bedeutung erscheinen lassen.
Gunter Friedrich
Der ANDERE in mir
Wegmarken einer Suche
Ein Bericht über die Selbsterforschung aus der Sicht der Rosenkreuzer. Der Andere ist der geistige Körper des Menschen, das Lichtwesen, das die Erlösung in sich trägt. Durch die Lichtkräfte und dieinner Entwicklung kann der Andere in mir wachsen. Wenn dieser Prozess fortgeschritten ist, kommt es zur »alchimischen Hochzeit«, wie die Rosenkreuzer sagen. Dann erlangt der Mensch seinen Auferstehungskörper.
Armin Risi
Spirituelles Unterscheidungsvermögen.
Warum Polarität und Dualität nicht dasselbe sind
Sind Gut und Böse letztlich eins? Oder ist beides eine Illusion? Oder eine notwendige Erfahrung? Das Kennen des Unterschieds von Polarität und Dualität ist die Grundlage, die es uns ermöglicht, Missverständnisse und Halbwahrheiten zu vermeiden und eine klare Ausrichtung des Bewusstseins zu finden – als Schlüssel zur Schöpfung einer neuen Realität in Resonanz mit der neuen Zeit.
Ronald Engert
Wir sind alle ewige Personen.
Zur Existenz eines individuellen Selbst
Der Aufsatz ist eine Auseinandersetzung mit der Idee des Buddhismus und Advaita, dass das Ich eine Illusion sei. In der ursprünglichen vedischen Überlieferung beinhaltet die spirituelle Wirklichkeit individuelle Personen, von denen Gott die höchste individuelle Person ist. Mit dieser Grundlage offenbart sich die Struktur des Diesseits als ebenso wirklich wie die des Jenseits.
Daniel Barron
Wer wir noch nie waren.
Die Realität des persönlichen authentisierten Seins
Nach seiner Erleuchtung in der Tradition des Zen-Buddhismus erkannte Daniel Barron, dass die nicht-ego basierten esoterischen Pfade des Ostens niemals die wahre Beschaffenheit des Selbst erfasst haben. Er entwickelte das spirituelle Paradigma Theohumanity, nach dem die authentische Version des Selbst auch in der Erleuchtung real und dauerhaft ist. Insofern basiert der Buddhismus auf einem historischen Irrtum.
Dr. Ulrich Ott
Meditation für Skeptiker.
Ein Gehirnforscher auf der Suche nach dem Selbst, Teil 1&2
Ott erforscht als Psychologe am Bender Institute for Neuro Imaging meditative Zustände des Gehirns. Ein Bericht über die Zusammenhänge von Geist und Materie von einem Wissenschaftler, der fundierte praktische Erfahrungen mit Meditation hat. Lesen Sie im Teil 2 weitere Vertiefungen zum Unterschied von Fühlen und Denken, den Filtermechanismen, die uns von der mystischen Schau abhalten, Depressionen, freier Willen, Ich, Ich-lose Zustände, nicht-materielle Subjektivität und Meditation.
Angela Mahr
Tantrische Liebe, was ist das?
Das Göttliche im Menschlichen annehmen, Teil 1&2
Was kann Tantra für eine Liebesbeziehung bedeuten? Gibt es so etwas wie tantrische Liebe, und wenn ja: Was ist das? Mit einem sehr ehrlichen und offenen Interview mit Saranam und Suriya, einem tantrischen Paar. Lesen Sie im 2. Teil die Fortsetzung des Interviews über dunkle Rituale, Anhaftung, die besondere Situation der Frau, Sex mit anderen Partnern und Treue in der Beziehung.
Andreas Gruss
Der Weg des Vergessens.
Auf den Spuren der Freimaurer, Teil 1&2
Die Freimaurerei ist von Geheimnissen und Verschwörungstheorien umrankt. Gruss ist selbst langjähriges Mitglied im Orden der Freimaurer und zeichnet hier die geistige Tradition von den Anfängen bis in die Neuzeit nach. Lesen Sie im 2. Teil die Fortsetzung der Geschichte der hermetischen Tradition: der Auszug Moses aus Ägypten, die Eroberung Jerusalems, Rom, die Katharer, Templer und der Weg bis nach Schottland, wo die Embleme des Maurerhandwerks in die Symbolik aufgenommen wurden.
Andreas Bummel
Soziale Evolution, Weltparlament und Bewusstsein
Wie kann eine konstruktive Lösung der derzeitigen Weltlage aussehen? Wie können wir Politik, Gesellschaft und unsere Zukunft neu denken und zu einer wirklichen Weltgemeinschaft zusammenwachsen? Was genau soziale Evolution ist und wie wir eine neue Sichtweise auf Ereignisse bekommen können, erklärt der Autor in folgendem Plädoyer.
Michael Habecker
Lebenslust, die Erleuchtung der Fülle.
Ein integrales Verständnis von Erleuchtung
So wichtig und richtig auch der Hinweis auf einen absoluten Seinsgrund und die offensichtlich leidvolle Vergänglichkeit des irdischen Daseins im Kontext klassischer Erleuchtungslehren ist, so stellt sich doch die – auch spirituelle – Frage, wo dabei die Freude und die Lust des Lebens bleiben, die ja unzweifelhaft auch existieren, und welchen Platz diese im Rahmen von Religion und Spiritualität haben.
Ronald Engert
Entwirrung der Gefühle.
Warum Schmerz gut ist
Beziehungen zwischen Menschen sind eine Quelle von Verwirrung und kontroversen Ideen. Noch verworrener wird es, wenn es um die Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau geht und wenn diese obendrein mit der spirituellen Sphäre vermischt werden. Der Autor plädiert für eine Unterscheidung der Sphären und konstatiert die Realität der Abhängigkeit, die in der Liebe etwas Gutes ist.
Hadayatullah Hübsch
Viele Flüsse, ein Meer.
Gemeinsamkeiten von Buddhismus, Hinduismus und Islam
Hübsch, deutscher Muslim, Schriftsteller und Imam spricht über die gemeinsamen Ansichten von drei Weltreligionen, über wichtige Inhalte des Islam, über Missverständnisse und Vorurteile und deren Auflösung. Ein Text, der zu gegenseitiger Achtung und Begegnung aufruft.
Dr. Rav Michael Laitman
Die Weisheit der Kabbala.
Oder: die Enthüllung der spirituellen Welt
Die Kabbala möchte auf wissenschaftliche Art und Weise die spirituelle Welt enthüllen. Sie geht auf mehrere tausend Jahre alte Offenbarungen und Quellen zurück. Welche spirituellen Erkenntnisse und Gesetze kennt sie? Was können die Lehren der Kabbala über den derzeitigen Zustand von Welt und Gesellschaft aussagen? In welchem Zusammenhang stehen Seele und Körper?
Dr. Alfred Messmann
Die Magie der Krankheit, Teil 1&2
dargestellt anhand von Christa Wolf
Ihre lebensbedrohliche Krankheit führt Christa Wolf an den Ort des Sehens und aus der Spaltung zwischen Körper und Seele heraus. Die Wiederverbindung wird zur Heilung. Der Tod wird zum Fürsprecher des Lebens, indem er uns als Drohender in der Krankheit zur Besinnung bringt und sehend macht. Das Göttliche ist das Heilende, in dem die Seele und das Leben wieder mit dem Körper verbunden werden und sich über das Entseelte erheben.
Dr. Sylvester Walch
Holotropes Atmen. Teil 1&2
Heilung und Öffnung durch veränderte Bewusstseinszustände
Der Psychotherapeut Walch beschreibt in seinem Artikel, wie er die Arbeit mit seinem Lehrer Stanislav Grof erfahren hat. Was ist Transpersonale Psychologie und wie hängt sie mit dem bekannten »Holotropen Atmen« zusammen? Was genau geschieht in einer Atemsitzung und wie läuft diese ab? Welche Hinweise geben diese Erfahrungen für Therapie und Spiritualität?
Jeannette Büsser
Yoga zeigt den Weg.
Teacher Training Course in Indien
Die Autorin beschreibt ihr persönliches Erleben bei einer beschwerlichen Yoga-Ausbildung im Hochland des Himalaya, die gleichzeitig ein Weg zum spirituellen Glück ist. Ein wohlwollender Bericht mit einer Prise Selbstironie und Nachdenklichkeit.
Hans Meyer
Atme!
Ausgangspunkt einer Shakti-orientierten höheren Yoga-Praxis
Der Artikel vergleicht die indische Kevali-Atmung und den Erfahrbaren Atem nach Ilse Middendorf. Bei beiden geht es um einen sanften Weg, der die natürliche Atmung zulässt und keine willentliche Beeinflussung des Atems durch Techniken anwendet.
Ronald Engert
Die Pforte zu sich selbst.
Die Erforschung der Meditation
Im November 2010 fand in Berlin ein Kongress statt, wie er wohl noch nie dagewesen ist. Ca. 500 Teilnehmer trafen sich, um ein Wochenende über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Meditation zu hören und zu diskutieren. Es wurde deutlich, dass die Integration von Wissenschaft und Spiritualität hier eine neue Qualität erreicht hat. Ein Ausblick auf ein neues Zeitalter der Synthese von Geist und Materie?
Mike Kauschke
Im Seelenraum.
Ein Bericht von der 6. Spirituellen Herbstakademie
Unter dem Titel »Die Kraft der Seele – Die Entwicklung der Seele zwischen persönlichem und universellem Selbst« trafen sich im vergangenen Herbst um die 100 Teilnehmer zur 6. Herbstakademie. Ein Wochenende mit neuen Perspektiven auf eine uralte Frage schuf vor allem einen kreativen Seelenraum zwischen den Anwesenden.
Clemens Zerling
Hypatia aus Alexandria.
Sterbegesang auf die antike Philosophie
Die Philosophiegeschichte des Altertums liest sich teilweise wie ein Krimi. Alexandria in Ägypten war in der Antike eine blühende Metropole, in der unterschiedliche Kulturen nebeneinander existierten. Religiöse und politische Konflikte führten im Jahre 391 n. Chr. zur Zerstörung der Bibliothek von Alexandria und in der Folge zum Erliegen des philosophischen Lebens. Besonders schändlich war dabei die Ermordung der Hypatia, der größten Philosophin der griechischen Antike.
Thomas Hübl
Hier, Jetzt und Gott.
Auf der Spur des spirituellen Lebens, Teil 1 & 2
Der spirituelle Lehrer Thomas Hübl spricht über seinen Weg und seine Einstellung zu Gott. Was ist die tiefste Aufgabe des Menschen? Was versteht Hübl unter Nondualität? Seine Arbeit widmet sich dem Sein, verstanden als meditative Exploration der Wirklichkeit und dem Werden, der praktischen Seite im »Fluss des Lebens«. Lesen Sie ein Gespräch über die Rolle von Meditation, den Weg im täglichen Leben und eine angeregte Diskussion über philosophisch-spirituelle Feinheiten.
Im zweiten Teil des Interviews geht es um die Kernfragen: Wie ist Gott zu verstehen? Gibt es ein individuelles Selbst? Was ist non-duale Erfahrung? Hübl tritt für eine Hinwendung zu Gott ein, und weist auf die Möglichkeiten hin, wie wir Gott zu unserer ersten Priorität machen können. Eine spirituelle Erfahrung geht für ihn über jedes Konzept von Gott und Selbst hinaus. Sie bedeutet, die Fragen offen zu lassen. Dann öffnet sich der Raum von Demut und Gnade.
Prof. Dr. Peter Hubral
Mythos und Lógos.
Ursprung und Untergang der philosophía, Teil 1 & 2
In diesem komplexen Aufsatz verfolgt Hubral die Spur der philosophía, der »ersten Philosophie«. Diese betrachtet er als die ursprüngliche, mit einer spirituellen Praxis verbundene Erforschung der wirklichen Dinge. Im Wuwei-Prinzip des Daoismus findet er diese Quelle hinter dem Erschaffenen und Gewordenen und weist deren Kenntnis bei den Philosophen des alten Griechenland, des arabischen Raums und im Abendland nach. Sokrates, Suhrawardi, Paracelsus und andere werden ihm zu Gewährsleuten der spirituellen Dimension. Aus der ersten Philosophie, dem Logos, entstand die zweite, der Mythos. Diese zweite Philosophie ist eine nur mental und verbal verarbeitete, der der Anschluss an das Dao, das Pneuma, fehlt.
Im ersten Teil behandelte Hubral Laozi und Platon. Das Taiji des Laozi ist demnach das idéon kósmos des Platon. Im zweiten Teil spricht er über Suhrawardi und Paracelsus. Auch sie sind Vertreter der ersten Philosophie und werden hier von der intellektuell und mythisch geprägten zweiten Philosophie abgrenzt.
Dr. Helmut Frietsch
Sind die Illuminaten mitten unter uns?
Über den Illuminaten-Orden des 18. Jahrhunderts und die Möglichkeit der Weltverschwörung
Kaum eine weltanschauliche Gruppe ist so sehr von Mythen und Verschwörungstheorien umrankt wie der Illuminaten-Orden. Dr. Frietsch, eine Experte für die Esoterik des Westens, wirft hier einen nüchternen Blick auf die Illuminaten. Heraus kommt eine erstaunliche Erkenntnis: Die Illuminaten waren Aufklärer und wurden verfolgt, weil sie die alte anti-aufklärerische Ordnung bekämpften, nicht, weil sie diese unterstützten.
Maria Francesca Wegener
Der Heilige Narr.
Religion ohne Regeln
Der Heilige Narr hält sich an keine Regeln oder festen Muster. Er nimmt die Rolle außerhalb der Konventionen und Normen ein. Seine Weisheit ist spontan, unschuldig und ohne Vorurteil. Milarepa, Ramakrishna, christliche Mönche – überall findet man diese Tradition der Verrückten, die sich wie ein regenbogenfarbiger Faden durch die Geschichte der Religion zieht.
Hardy Fürch
Die Bhagavad-gita, das Gehirn und das Ich.
Hirnforschung und Ich-Illusion im Lichte der Yoga-Philosophie
Die moderne Gehirnforschung stellt die Behauptung auf, dass unser Ich nicht autonom ist, sondern auf Wechselwirkungen des Gehirns zurückführbar und ohne Entscheidungsfreiheit ist. In der Bhagavad-gita finden sich Hinweise auf ein erweitertes Verständnis von Ich. Dort wird zwischen dem Ego (ahamkara) und dem inneren Menschen (purusha) unterschieden. Diese Unterscheidung könnte auch für das Christentum als Antwort auf den materialistischen Reduktionismus der Wissenschaft hilfreich sein.
Ronald Engert
Live Stream.
Zur Eigenbewegung des Lebens und der Priorität der Gefühle
Ein Blick auf die Frage, wie wir die Realität erkennen und selbst real sein können. Wir Menschen sind fühlende Wesen und unsere Wirklichkeit ist eine gefühlte. Die vorliegende Untersuchung geht von der Hypothese aus, dass die Emotionen die primäre Wirklichkeit des Menschen sind. Die emotionale geht der physischen, mentalen und spirituellen Wirklichkeit voraus.
David Sieveking
Fliegende Yogis.
Kritisches zu Maharishis Transzendentaler Meditation
David Sieveking ist der Regisseur des Films »David Wants to Fly«. Er besucht den großen Filmemacher David Lynch in den USA, der als Sprecher auf einer Veranstaltung der Transzendentalen Meditation (TM) auftritt. Er kommt dadurch zum ersten Mal in seinem Leben mit Spiritualität in Berührung. Wie wird sein Leben dadurch verändert? Welche Resonanz hatte der Film bisher? Sievekings Film ist eine ernüchternde Reise durch das Geschäft mit der Erleuchtung.
Stefanie blau.
Sieben Jahre.
Leben in einem Gemeinschaftsprojekt
Eher unverhofft kommt die zusammengewürfelte Gruppe von ca. 20 Menschen zu einem Schloss mit Land und Gebäuden. Es ist ein großer Einsatz, sowohl finanziell als auch in der Verpflichtung, in Gemeinschaft zu leben und sich ganz einzubringen. Es ist ein Experiment und ein persönlicher Wachstumsbeschleuniger. Gute und schlechte Zeiten wechseln sich ab und das Projekt geht weiter. Im Oktober 2010 feierte die Gemeinschaft ihren siebten Geburtstag. Der Bericht ist ein persönliches Resümeé eines wahr gewordenen Traumes.
Barbara Aigmüller / Clemens Zerling
Die Tetraktys als geheime Essenz göttlicher Schöpfung
Dr. Wolfgang Arendt – Die Tetraktys und das Gesetz der Harmonie
Die Pythagoreik sieht in den Zahlen qualitative und spirituelle Bedeutungen. Sie bilden eine Entsprechung von Gott, Mathematik und Materie und sind lebendiger Ausdruck der Grundprinzipien der Schöpfung. Heiligste und bedeutendste Form ist die »Tetraktys«, in der die Zahl »10« verschlüsselt ist. Pythagoras verwendete sie zur anschaulichen Erläuterung seiner wesentlichsten philosophischen Erkenntnisse. Lesen Sie hier über die qualitative Bedeutung der Zahlen.
Mike Kauschke
Sein und Werden.
Bericht vom Retreat mit Andrew Cohen
Das Sein betrifft den Zustand des ewigen spirituellen Bewusstseins, wie man es in der Meditation und der Erleuchtung erfährt. Das Werden meint das praktische und direkte Leben auf dieser Erde, das Werden und Vergehen innerhalb von Zeit und Raum. Wie können wir Sein und Werden zusammenbringen? Wie können wir als Individuen die Einheit erfahren? 300 Menschen machten sich für 20 Tage gemeinsam auf den Weg.
Prof. Dr. Peter Hubral
Das Dao des Sokrates.
Erkenntnis durch Nicht-Tun
Der Dao-Weg (Daoxing) fördert die Fähigkeit, zu äußergewöhnlichen Einsichten zu gelangen. Er ist laut Dao-Meister Fangfu der traditionelle daoistische Weg zurück zur Natur, der auf Zeiten vor Laozi zurückgeht. Er erfordert den willentlichen Kontrollverlust in einer meditativen Stehübung. Dadurch erlangt man ein außergewöhnliches Wissen, das in der Gesellschaft nicht zu finden ist. Laozi, Pythagoras und Platon und viele andere Weise sind dem Dao-Weg gefolgt. Wenn wir sie als ›große Denker‹ bezeichnen, so müssen wir in Betracht ziehen, dass sie ihr Denken damit erweitert haben.
Alfried Lehner
Die Esoterik der Pythagoreer
Die Esoterik bei Pythagoras war jener Aspekt der Lehre, der nur dem inneren Kreis vorbehalten war. Nach vielen Charakterprüfungen und einem fünfjährigen Schweigen wurde es den Anwärtern gestattet, in den inneren Kreis vorzurücken. Neben Harmonik und heiliger Geometrie streben die Pythagoreer danach, das Göttliche in Kultus und Meditation erlebbar und erfahrbar zu machen.
Prof. Dr. Werner Schulze
Harmonik und Polarität.
Hans Weiers, Harmoniker in unserer Zeit
Heraklit und die Pythagoreer sind die Väter der Harmonik, der ganzzahligen Zahlenverhältnisse in der Natur. Wie in den Planetenkonstellationen und in der belebten Natur, so gibt es für den Menschen auch in Kunst, Musik und Architektur harmonikale Strukturen. Harmonik gründet im Dreibezug von Mensch, Musik und Kosmos und erfordert einen „Mut zur Analogie“, eine „Liebe zum Denken in Analogien“.
Helmut Gabel
Die Verfolgung der Sufis.
Zur geistigen und politischen Lage des Iran
Ein Bericht über die Lage der Sufis und Derwische im Iran angesichts der herrschenden politischen und religiösen Verhältnisse. Viele Sufis wurden verhaftet und gefoltert, um sie zu falschen Geständnissen zu zwingen. Gabel ist ein Kenner der politischen Situation seit der Iranischen Revolution.
Marie-Luise Schwarz-Schilling
Über das Hadern mit der Verkündigung des Glauben.
Zur Krise der katholischen Kirche
Im Anblick der gegenwärtigen Krise der christlichen Amtskirchen wirft die Autorin ein Blitzlicht auf das Verhältnis der christlichen Doktrin zur Natur im allgemeinen und zur Sexualität im besonderen. Ein streitbarer Einwurf angesichts der Skandale um sexuellen Missbrauch durch kirchliche Würdenträger.
Dr. Thomas Wachter
Jenseits von Satsang.
Ein Erfahrungsbericht
Der Autor beschreibt seine langjährige Reise durch die Welt des Satsangs und des Advaita. Auf der Suche nach dem ichlosen Zustand macht er tief greifende Erfahrungen der Leere und der Auflösung seiner Identität. Er transzendiert seinen Verstand und beobachtet die Welt nur noch wie den Film auf einer Kinoleinwand. Nach vielen Jahren wird ihm jedoch klar, dass sich an seinem persönlichen Leben nichts geändert hat und offensichtlich seine Person immer noch existiert. Er erkennt, wie die Idee der Ichlosigkeit zu Werteverfall und Verantwortungslosigkeit führen kann.
Angela Mahr
Tantra: Sex und Erleuchtung.
Wie geht das zusammen?
Die Tradition des Tantra umfasst alle Ebenen des menschlichen Sein bis hin zur politischen Dimension. Dabei ist die Einbeziehung der Sexualität zwar ein wichtiger, aber nicht der einzige Bestandteil. Die Autorin machte sich auf den Weg nach Indien, um das authentische Tantra zu finden. Doch auch in den religiösen Kreisen Indiens ist das »linkshändige Tantra«, das die Sexualität integriert, kaum geduldet. Schließlich fand sie den tantrischen Meister Shanmukha, dessen Lehre hier vorgestellt wird.
Andreas Wenath
Der Heilige Gral.
Nur ein Mythos der Christenheit?
Wenath erforscht seit Jahren die Geschichte des Gral und gibt hier einen faszinierenden Überblick über alle damit in Zusammenhang stehenden Überlieferungen und Mythen. Wir werden Zeuge einer geistigen Tradition, die sich im Untergrund durch die Jahrtausende zieht.
Annett Friedrich
Wege des Schicksals im Rad der Wiedergeburten.
Das Phänomen »Palmblattbibliotheken«
Die Palmblätter sind in Abschriften seit Jahrtausenden überliefert und beschreiben die Schicksale derer, die zu den Palmblattbibliotheken kommen, um dort ihr Schicksal zu erfragen. Es gibt also für jede Person, die kommt, ein Blatt. Mittlerweile wurden Radiocarbon-Tests und unabhängige Übersetzungen der Blätter vorgenommen und beweisen ihre Echtheit.
Ronald Engert
Berichte von den Tagung der Integralen Akademie und der Karma Konsum Konferenz
In Berlin fand die jährliche Tagung der Integralen Akademie statt. In Vorträgen, Workshops und Gruppengesprächen wurde hier der aktuelle Stand der Integralen Bewegung diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Integralen ihrem Postulat von der evolutionären Spiritualität alle Ehre machen.
Bereits zum vierten Mal fand die Karma Konsum Konferenz in Frankfurt/M. statt, diesmal in den Räumen der Frankfurter Börse und der IHK. Hier trafen sich alternative Unternehmer und Aktivisten der ökologischen und nachhaltigen Erneuerung im professionellen Ambiente.
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Ronald Engert
Twitter macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer
Das Web 2.0 und der Begriff »Social Media« ist in aller Munde. Eine ganze neue Kommunikations- und Gemeinschaftskultur zeichnet sich am Horizont des Internet ab. Was bringen die neuen Medien? Der Chefredakteur der Tattva Viveka machte sich dazu Gedanken.






















































