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	<title>Tattva Viveka Magazin</title>
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	<description>Die Integration von Wissenschaft und Spiritualität</description>
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		<title>Die Polarität der Geschlechter</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 10:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandra Schwarz-Schilling]]></category>

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		<description><![CDATA[Beziehungen zwischen alten Wunden und neuen Perspektiven von Alexandra Schwarz-Schilling Die vielen Krisen, die wir heute haben, sind eigentlich Ausdruck einer tiefen Beziehungskrise. Wir Menschen haben kein Vertrauen in unsere Beziehungen untereinander. Wir sind so auf das Individuum fixiert und kultivieren jetzt schon so lange die Illusion der Getrenntheit, dass die Wurzel des Problems – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h2>Beziehungen zwischen alten Wunden und neuen Perspektiven</h2>
<p><strong>von Alexandra Schwarz-Schilling</strong></p>
<p>Die vielen Krisen, die wir heute haben, sind eigentlich Ausdruck einer tiefen Beziehungskrise. Wir Menschen haben kein Vertrauen in unsere Beziehungen untereinander. Wir sind so auf das Individuum fixiert und kultivieren jetzt schon so lange die Illusion der Getrenntheit, dass die Wurzel des Problems – die Vertrauenskrise untereinander – kaum noch erkennbar ist. Vor allem die Beziehung der Geschlechter stellt hierbei ein großes Potenzial dar.<span id="more-5790"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/diverse/schwarz-schilling-abb01_web.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none  " title="Schwarz-Schilling" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/diverse/schwarz-schilling-abb01_web.jpg" alt="Der Energiekreislauf" width="384" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Der Energiekreislauf</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Frauen beziehen einen Großteil ihrer Energie von unten aus der Erde, denn von da kommt die Yin-Energie. Sie strömt die Beine hinauf, sie spiralt und potenziert sich das erste Mal in den Eierstöcken, wird dann nach oben in die Brüste gebracht, dort spiralt und potenziert sie sich ein weiteres Mal und wird dann an die Welt zurückgegeben beziehungsweise in die Welt gebracht. Dies kann in materieller Form durch die Abgabe von Milch über die Brust geschehen, aber auch über ach energetisch. Entscheidend ist, dass die Energien ins Fließen kommen. Frauen sind erfüllt und fühlen sich lebendig, wenn ihre Liebe fließen kann. Liebe ist transformierte Energie. Fülle und Überfluss folgen, wenn die Liebe fließen darf und nicht irgendwo im Körper blockiert wird.</p>
<p>Männer beziehen den Großteil ihrer Yang-Energie von oben aus dem Himmel (deswegen sind alle heute bekannten männlich dominierten Religionen ebenso wie die meisten gängigen spirituellen Konzepte nach oben ausgerichtet). Sie läuft von oben nach unten gerade durch, spiralt und potenziert sich zum ersten Mal in den Hoden und wird dann häufig über den Penis wieder an die Welt abgegeben, materialisiert in Form von Sperma. Männer wollen ihre Energie, ihre Bewegung, ihre Kraft und ihre Ausdauer spüren und geben. Mit ihrer wachen Präsenz bringen sie die Energien der Frau ins Fließen. Männer wollen ihre Stärke und ihre Bewegungsenergie verschenken.</p>
<p>Männer sind nicht in gleicher Weise geerdet wie Frauen. Sie müssen sich bewusst mit der Erde verbinden. Männer, die nicht mit der Erde oder, anders ausgedrückt, mit dem Umfeld verbunden sind, laufen Gefahr, abzuheben. Sie verlieren die Bodenhaftung. Es gibt unzählige Beispiele unverbundener Männer und ihrer Taten.</p>
<p>Verbundene Männer treffen Entscheidungen, die dem Umfeld zu Gute kommen. Bei den amerikanischen Ureinwohnern heißt das konkret, dass eine Entscheidung daraufhin überprüft werden sollte, ob sie für die nächsten sieben Generationen von Nutzen sein wird. Nur dann wird sie umgesetzt! Sicherlich kann das für unsere heutige Zeit so nicht übernommen werden, dennoch gibt diese kurze Formel einen Hinweis darauf, was gemeint ist. Entscheidungen werden immer für die Gemeinschaft mit getroffen. Das Ganze wird im Blick behalten, es geht nicht um individuelle Macht oder Status oder kurzfristige Ergebnisse, das ist mit Verbundenheit gemeint.</p>
<p><a title="Die Polarität der Geschlechter" href="http://www.tattva.de/die-polaritat-der-geschlechter-3/"><strong>Wenn Sie mehr lesen möchten…</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Zur Autorin:</strong></p>
<p><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/diverse/schwarz-schilling-a-portrait_web.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" style="border: 0pt none; margin-left: 0px; margin-right: 25px;" title="Schwarz-Schilling" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/diverse/schwarz-schilling-a-portrait_web.jpg" alt="Alexandra Schwarz-Schilling" width="119" height="158" /></a><em></em></p>
<p><span style="font-size: 85%;"><em>Alexandra Schwarz-Schilling</em><br />
Jahrgang 1964, Studium der Anthropologie, Ethnologie und Vor- und Frühgeschichte, Diplom-Betriebswirtin, Diplom-Psychologin, Gründerin und Geschäftsführerin der Coaching Spirale GmbH in Berlin, Buchautorin, Lehr-Coach mit internationaler kulturübergreifender Erfahrung und Anbieterin einer Coaching Ausbildung.<br />
Internet: <a href="http://www.coaching-spirale.com" target="_blank">www.coaching-spirale.com</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="shr-publisher-5790"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fdie-polaritat-der-geschlechter-4%2F' data-shr_title='Die+Polarit%C3%A4t+der+Geschlechter'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fdie-polaritat-der-geschlechter-4%2F' data-shr_title='Die+Polarit%C3%A4t+der+Geschlechter'></a><a class='shareaholic-tweetbutton' data-shr_count='horizontal' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fdie-polaritat-der-geschlechter-4%2F' data-shr_title='Die+Polarit%C3%A4t+der+Geschlechter'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Kirtaniyas in Concert</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 09:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bhakti]]></category>
		<category><![CDATA[Kirtan]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Vijay Krishna und die Kirtaniyas]]></category>

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		<description><![CDATA[Bhakti Celebration - Kirtan Konzert mit den KIRTANIYAS Tattva Viveka freut sich, eine junge, aufstrebende Gruppe von Musikern zu unterstützen: die Kirtaniyas. Die Mitglieder dieser jungen Band haben sich im Krishna Ashram in Los Angeles kennegelernt und sind alle von klein auf mit Bhakti Bhajan und Trommeln aufgewachsen. Die Musik ist ihre große Leidenschaft. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h3>Bhakti Celebration - Kirtan Konzert mit den KIRTANIYAS</h3>
<p><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/tv50_08.jpg" alt="tv50_08" /></p>
<p>Tattva Viveka freut sich, eine junge, aufstrebende Gruppe von Musikern zu unterstützen: die <em>Kirtaniyas</em>. Die Mitglieder dieser jungen Band haben sich im Krishna Ashram in Los Angeles kennegelernt und sind alle von klein auf mit Bhakti Bhajan und Trommeln aufgewachsen. Die Musik ist ihre große Leidenschaft. Sie verkörpern eine neue Generation des Kirtan - lebendig, freudig und zugleich von Tiefe und Hingabe spricht ihre Musik. Ihr neues Album <em>Heart &amp; Soul</em> erzielte große Erfolge in den World Music Charts. Wer mehr über die Gruppe wissen möchte, dem sei unser<strong> <a title="Singen für die Seele" href="http://www.tattva.de/singen-fur-die-seele/">Interview mit den Kirtaniyas</a></strong> in der aktuellen Ausgabe der Tattva Viveka ans Herz gelegt!</p>
<p>Im Januar und Februar touren die <em>Kirtaniyas</em> durch Deutschland und Europa und machen auch Halt in Berlin:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #008080;"><strong>Sonntag, 19.02.2012 - 20 Uhr</strong></span><br />
<span style="color: #008080;"> <strong>Gotischer Saal, Schmiedehof 17<br />
10965 Berlin/Kreuzberg</strong></span></p>
<p><span style="color: #008080;"> <strong><em>Tickets</em>: 15 € / erm. 10 €</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weitere Termine</em>:<br />
24.2. Heidelberg Konzert<br />
25.2. Heidelberg Chanting Workshop</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr Informationen (inkl. kostenlosem Musikdownload) auf der Webseite der Band <a href="http://www.kirtaniyas.com" target="_blank">kirtaniyas.com</a> und auf deren <a href="http://www.facebook.com/thekirtaniyas" target="_blank">Facebook-Seite</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="shr-publisher-5713"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fkirtaniyas-in-concert%2F' data-shr_title='Kirtaniyas+in+Concert'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fkirtaniyas-in-concert%2F' data-shr_title='Kirtaniyas+in+Concert'></a><a class='shareaholic-tweetbutton' data-shr_count='horizontal' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fkirtaniyas-in-concert%2F' data-shr_title='Kirtaniyas+in+Concert'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Armin Risi: Theistische Mysterienschule</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Engert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ganzheitliche Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Risi]]></category>
		<category><![CDATA[Theistische Mysterienschule]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Band 1: Ganzheitliche Spiritualität. Der Schlüssel zur neuen Zeit Govinda-Verlag 2011, Tb., 206 S., 14,00 €, 22,00 CHF Band 2: Einheit im Licht der Ganzheit. Orientierung im Labyrinth von Religion, Erleuchtung und New Age, Govinda-Verlag 2011, Tb., 284 S., 14,00 €, 22,00 CHF Armin Risi ist mittlerweile seit 20 Jahren als Autor für spirituelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/buch-cover/cov_risi1und2.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignnone" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/buch-cover/cov_risi1und2.jpg" alt="cov_risi1und2" width="236" height="178" /></a></p>
<p><span style="color: #008080;">Band 1: Ganzheitliche Spiritualität. Der Schlüssel zur neuen Zeit<br />
Govinda-Verlag 2011, Tb., 206 S., 14,00 €, 22,00 CHF</span></p>
<p><span style="color: #008080;">Band 2: Einheit im Licht der Ganzheit. Orientierung im Labyrinth von Religion, Erleuchtung und New Age,<br />
Govinda-Verlag 2011, Tb., 284 S., 14,00 €, 22,00 CHF<br />
</span></p>
<p>Armin Risi ist mittlerweile seit 20 Jahren als Autor für spirituelle Grundfragen tätig. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich ihn ca. 1995 im Tessin traf, wo er gerade an seinem Buch »Gott und die Götter« arbeitete. Damals sollte es ein Buch werden, schließlich wurden daraus drei Bücher. Darin trat er zu einem Panoramaüberblick über die spirituellen Traditionen der Menschheit aus der Sicht der vedischen Überlieferung an und stellte da schon die Traditionen des Monismus und des Theismus ins Verhältnis.</p>
<p><span id="more-4123"></span></p>
<p>Später legte er mit »Licht wirft keinen Schatten« die reife Frucht dieser jahrelangen Forschungen und Überlegungen vor, indem er ein ausgearbeitetes philosophisches Modell der verschiedenen Stufen der Gottesverwirklichung beschrieb. Dazu sind in der Tattva Viveka zwei Artikel erschienen, in Tattva Viveka 14 <a href="http://www.tattva.de/diesseits-von-gut-und-bose-3/">»Diesseits von Gut und Böse«</a> und in Tattva Viveka 25 <a href="http://www.tattva.de/licht-wirft-keinen-schatten-4/">»Licht wirft keinen Schatten«</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 242px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/diverse/armin-risi-portrait-small.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none  " title="Der Autor und Philosoph Armin Risi" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/diverse/armin-risi-portrait-small.jpg" alt="Der Autor und Philosoph Armin Risi" width="232" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Der Autor und Philosoph Armin Risi</p></div>
<p>Armin Risi hat eine bestechend klare Analyse der unterschiedlichen Weltbilder und Gottesvorstellungen ausgearbeitet. Beginnend mit dem Materialismus, der jede spirituelle Realität ablehnt, geht er zum Holismus, Deismus, Dualismus, atheistischem und theistischem Monismus bis hin zu der Stufe, die er »individuellen spirituellen Theismus« nennt, die reifste Frucht am Baume der Religionen. Dies ist ein religionsphilosophischer Ansatz mit höchst praktischer Tragweite, denn es wird deutlich, wie die unterschiedlichen Gottesbilder zu ebenso unterschiedlichen Auffassungen vom Leben und von der Welt gelangen.</p>
<p>In seinen beiden neuen Büchern hat er diese Erkenntnisse nochmals weiterentwickelt und durch viele weitere Aspekte ergänzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Theistische Mysterienschulung ist ein individueller Weg zu sich selbst und zum spirituellen Urgrund des Lebens.</p>
<p>Die Selbst- und Gotteserkenntnis, um die es hier geht, gründet im Urwissen der Menschheit, insbesondere in der Erkenntnis der Multidimensionalität des Menschen und des Kosmos. Alles beginnt im Bewusstsein – und wenn wir dieses ganzheitliche Bewusstsein erlangen, schaffen wir eine neue Realität, die es uns ermöglicht, gemeinsam unser Mitschöpfertum zu verwirklichen.</p>
<p>Das gleiche sagen heute auch die Ältesten der indigenen Völker: Der prophezeite Bewusstseinswandel werde dazu führen, daß die Menschen wieder in die »Balance« kommen. Die Menschheit hat das Gleichgewicht verloren, das heißt, sie ist vom Mittelweg abgekommen und ließ sich durch den spaltenden Geist in die eine oder die andere Einseitigkeit ziehen. Mit dem neuen Zeitalter werden die Menschen die Illusion der beiden Einseitigkeiten durchschauen und das Trennende überwinden.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Band 1: Ganzheitliche Spiritualität</h2>
<p>Der erste Band  »Ganzheitliche Spiritualität« enthält Artikel und Interviews zu seinen Büchern »Licht wirft keinen Schatten« und »Der radikale Mittelweg«. Er behandelt das Thema Ganzheit, das er nicht mit Einheit gleichsetzt, und beschäftigt sich mit dem Bewusstseinswandel und der Wendezeit.</p>
<h2>Band 2: Einheit im Licht der Ganzheit</h2>
<p>Im zweiten Band »Einheit im Licht der Ganzheit«geht es um Themen wie Maya (Illusion), Karma, Freier Wille, Resonanzgesetz, Advaita, Polarität und Dualität.</p>
<p>Risi grenzt sich sowohl von Monismus wie Monotheismus ab und gibt uns einen dritten Weg, den »radikalen Mittelweg«, der diese einseitigen Konzepte integriert und übersteigt.</p>
<p>Damit ist er einer der wenigen Vertreter einer spirituellen Wende, die über den materiellen und spirituellen Monismus hinausgehen und uns ein integriertes Verständnis von Gott, Mensch und Welt vermitteln können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bücher bei unserer Partnerbuchhandlung bestellen:<br />
<a href="http://www.syntropia.de/ganzheitliche-spiritualitaet-p-53199.html?ref=21" rel="nofollow" target="_blank">Bd. 1: Ganzheitliche Spiritualität</a><br />
<a href="http://www.syntropia.de/einheit-im-licht-der-ganzheit-p-53200.html?ref=21" rel="nofollow" target="_blank">Bd. 2: Einheit im Licht der Ganzheit</a></p>
<p>Weiterführende Links:</p>
<p><a href="http://armin-risi.ch/" rel="nofollow" target="_blank">Homepage von Armin Risi</a><br />
<a href="http://armin-risi.ch/Buecher/Ganzheitliche_Spiritualitaet.html" rel="nofollow" target="_blank">Leseprobe auf Armin Risis Webseite</a></p>
<p><a href="http://www.govinda.ch" rel="nofollow" target="_blank">Webseite des Govinda Verlagshaus</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ganzheitliche Spiritualität</h3>
<div class="shr-publisher-4123"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Farmin-risi-theistische-mysterienschule%2F' data-shr_title='Armin+Risi%3A+Theistische+Mysterienschule'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Farmin-risi-theistische-mysterienschule%2F' data-shr_title='Armin+Risi%3A+Theistische+Mysterienschule'></a><a class='shareaholic-tweetbutton' data-shr_count='horizontal' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Farmin-risi-theistische-mysterienschule%2F' data-shr_title='Armin+Risi%3A+Theistische+Mysterienschule'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Woher kommt das Recht?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald Engert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rede des Papstes vor dem Bundestag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Die Rede des Papstes vor dem Bundestag</strong>
<p>Autor: Ronald Engert<br />Kategorie: Philosophie<br />Ausgabe Nr: 50</p>
<p>
<p>Woher wissen wir, was gut und was böse ist? Wie setzen wir das Recht? In seiner Rede vor dem Bundestag sprach Papst Benedikt elementare Fragen an. Engert greift diese Fragen auf und untersucht das Verhältnis von Mensch und Gott und die daraus resultierenden Fragen des Gewissens und der Selbstverantwortung des Menschen. Ohne transzendenten Pol ist es nicht möglich, die Realität zu erkennen, wie sie ist, denn - wir sind nicht selbst geschaffene Geschöpfe.</p>
<div class="shr-publisher-5669"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fwoher-kommt-das-recht%2F' data-shr_title='Woher+kommt+das+Recht%3F'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fwoher-kommt-das-recht%2F' data-shr_title='Woher+kommt+das+Recht%3F'></a><a class='shareaholic-tweetbutton' data-shr_count='horizontal' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.tattva.de%2Fwoher-kommt-das-recht%2F' data-shr_title='Woher+kommt+das+Recht%3F'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die heilende Kraft des Nicht-Tun</title>
		<link>http://www.tattva.de/die-heilende-kraft-des-nicht-tun/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-heilende-kraft-des-nicht-tun</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Taoismus]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Peter Hubral]]></category>

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		<description><![CDATA[Yin-Yang im Erkennen und Heilen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Yin-Yang im Erkennen und Heilen</strong></p>
<p>Autor: Prof. Dr. Peter Hubral<br />
Kategorie: Taoismus<br />
Ausgabe Nr: 50</p>
<p><span style="color: #008080;">Im Huangdi Neijing, dem ältesten Medizinkanon der Welt, der dem Gelben Kaiser (Huangdi, 2698-2598 v.u.Z.) zugeschrieben wird, werden die Qi-Meridiane angesprochen. Hubral beleuchtet die Dialektik zwischen Yin und Yang in der Lebenspflege und Wahrheitssuche. Dies sollte besonders für diejenigen von Interesse sein, die Meditationen und Bewegungsübungen jeglicher Art als Wege zur Förderung von Erkenntnis und Selbsterkenntnis wie auch zur Gesundheitsvorsorge und Heilung betrachten.</span><span id="more-5668"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/hubral2.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" title="Die heilende Kraft des Nicht-Tun" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/hubral2.jpg" alt="" width="354" height="552" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I</strong>m <em>Huangdi Neijing, </em>dem ältesten Medizinkanon der Welt, der dem Gelben Kaiser (Huangdi, 2698-2598 v.u.Z.) zugeschrieben wird, werden die Qi-Meridiane angesprochen, die in Yin- und Yang- Meridiane unterteilt werden. Sie wurden und werden immer noch mit der Dao- Praxis <em>(Daoxing) </em>entdeckt (Hubral, Tattva Viveka 44, 2010). Dabei handelt es sich um eine formlose Taiji-Stehübung, mit der ich seit 1997 vertraut bin. Sie ist die Essenz der altchi- nesischen Lebenspflege und Wahrheitssuche <em>(Yangsheng-Xiuzhen). </em>Sie bietet ein umfangreiches Vokabular an, auf das sich Dao-Lehre, TCM und Taiji-Schulen beziehen. Dazu gehören <em>Wu,Wuyou = Taiji = Dadao, You, Wuwei, Youwei, Yin </em>und <em>Yang, </em>die in diesem Artikel angesprochen werden.<br />
&nbsp;</p>
<blockquote><p>Die Übersetzung von Wuwei ist: Wirken (Wei) aus dem Unbekannten (Wu). Es wird durch Nicht-Tun bzw. Nicht-Handeln verursacht.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich werde insbesondere die Dialektik zwischen <em>Yin </em>und <em>Yang </em>in der Lebenspflege und Wahrheitssuche beleuchten. Was ich darüber berichte, sollte besonders für diejenigen von Interesse sein, die Meditationen und Bewegungsübungen jeglicher Art als Wege zur Förderung von Erkenntnis und Selbsterkenntnis wie auch zur Gesundheitsvorsorge und Heilung betrachten. Wir lesen im <em>Huangdi Neijing: »Ich habe gehört, dass in alten Zeiten es ›geistige Wesen‹ gegeben hat; (…) sie verstanden das Yin und Yang.« </em>Ich werde erklären, was es heißt: <em>»Sie verstanden das Yin und Yang.« </em>Dahinter steckt laut Tao-Meister Fangfu die Dao-Praxis, die Erkennen und Heilen fördert. Ich werde begründen, warum <em>Yin </em>mit verzehrendem Nehmen der Kultur und <em>Yang </em>mit schöpferischem Geben der Natur zu tun hat. Beides ist fürs Erkennen und Heilung von Bedeutung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Die Schöpfung wirkt dort, wo das Denken nicht hinkommt.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wuwei und Youwei im Erkennen und Heilen </strong></p>
<p><strong></strong>Meine Erklärung des Zitats basiert auf meinem Wissen über die Dao-Lehre, das ich in meiner Erfahrung mit <em>Daoxing </em>bestätigt sehe. Beides veranlasst mich, die erkennend kognitive und heilend physio- logische Funktion der Yin- und Yang-Meridiane anzusprechen, denn sie trägt zum Verständnis des vegetativen Nervensystems bei, das ebenfalls in zwei Teilsysteme, Sympathikus und Parasympathikus, aufgeteilt ist. Man braucht, wie ich zeige, weder eine konkrete Vorstellung von den Yin- und Yang-Meridianen noch vom dualen vegetativen Nervensystem zu haben, um deren dialektische Funktionsweise zu würdigen und den eigenen Lebensrhythmus in mehr Harmonie mit der Natur zu bringen. Dazu ist in erster Linie ein Verständnis von <em>Wuwei </em>und <em>Youwei </em>gefragt. Die Übersetzung von <em>Wuwei </em>ist: Wirken <em>(Wei) </em>aus dem Unbekannten <em>(Wu). </em>Es wird durch Nicht-Tun bzw. Nicht-Handeln verursacht, was ebenfalls <em>Wuwei </em>genannt wird. Ich nenne <em>Wuwei </em>den schöpferischen Trieb. <em>Wuwei </em>gilt in der Dao-Lehre als das höchste Prinzip.</p>
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<p style="text-align: center;"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/hubral1.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-center aligncenter" title="Die heilende Kraft des Nicht-Tun" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/hubral1.jpg" alt="" width="463" height="232" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Übersetzung von <em>Youwei </em>ist: Wirken <em>(Wei) </em>aus dem Bekannten <em>(You). </em>Er wird durch Tun, d.h. Kontrolle, Wille, Denken und Handeln verursacht, was ebenfalls <em>Youwei </em>genannt wird. Ich nenne <em>Youwei </em>den gesellschaftlichen Trieb. Wie ich inTattva Viveka 46 angedeutet habe, bezeichnet Platon (427-347 v.u.Z.) <em>Wuwei </em>mit <em>Philía </em>(Liebe) und <em>Youwei </em>mit <em>Neíkos </em>(Streben). Der griechische Philosoph Empedokles (ca. 495-435 v.u.Z.) nennt <em>Philía </em>eine Königin. Das hängt damit zusammen, dass <em>Philia </em>das Erkennen und Heilen fördert und <em>Neíkos </em>es verhindert. Das Wort <em>Philía </em>wird mit Weisheit <em>(Sophía) </em>in Zusammenhang gebracht, worauf das altgriechische Wort <em>Philosophía </em>= mit <em>Philía </em>zur <em>Sophía </em>hinweist (Hubral, Tattva Viveka 44, 45, 46). Bei der <em>Philosophía, </em>der Mutter der heutige Philosophie, geht es offenbar um das gleiche Geschäft wie das, was ich hier anspreche (Hubral, 2011). <em>Youwei (Neíkos) </em>ist kulturell geprägtes Handeln und <em>Wuwei (Philía) </em>is natürliches Nicht-Handeln. Beide wirken gegeneinander. Eins erzeugt das andere. Eins braucht das andere. Am Höhepunkt von Wuwei entsteht <em>Youwei </em>und umgekehrt. Was durch <em>Wuwei </em>aus sich heraus schöpferisch zustande kommt, wird durch <em>Youwei </em>gehemmt. Wer am Erkennen und Heilen interessiert ist, kommt nicht umhin, sich mit <em>Wuwei </em>und <em>Youwei, </em>die im dialektischen <em>Yin-Yang-</em>Wechselspiel sind, auseinanderzusetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Qi-Meridiane und vegetatives Nervensystem</strong></p>
<p><strong></strong>Es spricht vieles dafür, den beiden Yin und Yang-Meridianen und den beiden Teilsystemen des vegetativen Nervensystems dieselbe kognitive und physiologische Funktion zuzuweisen. Dazu zählt, dass <em>Wuwei </em>die Yang-Meridiane und <em>You- wei </em>die Yin-Meridiane aktiviert. In der westlichen Medizin entsprechen diesen Parasympatikus bzw. Sympathikus. Sind die fünf Sinne und das sie koordinierende Bewusstsein aktiv, also im Zustand von <em>Youwei, </em>dann sind die Yin-Meridiane auch aktiv. Sind sie inaktiv, also im Zustand von <em>Wuwei, </em>sind die Yang-Meridiane aktiv.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Dieser Fluss kann nicht willentlich verursacht werden, sondern erfolgt unwillentlich.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Funktionen der <em>Yin- </em>und <em>Yang-</em>Meridiane werden in der Dao-Lehre umfassender, als Sympathikus und Parasympathikus in der westlichen Schulmedizin, verstanden. Folglich tragen sie dazu bei, das vegetative Nervensystem besser als bisher zu verstehen. Dazu ist es wichtig, den beiden fundamentalen Begriffen <em>Yin </em>und <em>Yang </em>wie auch <em>Wuwei </em>und <em>Youwei </em>die Bedeutung zuzuweisen, die ich im Folgenden erkläre. Was ich darüber berichte, trägt in Anbetracht der uralten Dao-Erkenntnisse über die Q-Meridiane insbesondere dazu bei, den Parasympathikus besser als bisher zu verstehen. Er wird in der westlichen Medizin meist stiefmütterlich behandelt, während den Yang-Meridianen in der Dao-Lehre eine sehr hohe Bedeutung zugemessen wird. Dies haben ohne Zweifel der Gelbe Kaiser, Laozi (ca. 604–531 v.u.Z), Platon und Empedokles erkannt, worauf moderne Dao-Lehrer wie Fangfu verweisen. [...]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den kompletten Artikel finden Sie in der <strong><a href="../tattva-viveka-50/">Tattva Viveka 50</a></strong></p>
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		<title>Singen für die Seele</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Vijay Krishna und die Kirtaniyas]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Leben für den Kirtan - die Kirtaniyas]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Ein Leben für den Kirtan - die Kirtaniyas</strong></p>
<p>Autor: Vijay Krishna<br />
Kategorie: Musik<br />
Ausgabe Nr: 50</p>
<p><span style="color: #008080;">Die Kirtaniyas sind eine vierköpfige Musikband, die sich dem Kirtan verschrieben haben. Kirtan bedeutet in der indisch-vedischen Kultur das gemeinsame Singen spirituellen Lieder zur Lobpreisung Gottes. Die Musiker sind zugleich Bhaktas, d.h. Gottgeweihte, die Liebe und Hingabe zu Göttin-Gott praktizieren. Sie gehören zur weltweiten Neo-Bhakti-Bewegung, einer nicht-sektiererischen, progressiven Form der Krishna-Bhakti.</span><span id="more-5667"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas1.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Rasika" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas1.jpg" alt="Rasika" width="92" height="117" /></a><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas2.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Nitaj &amp; Vijay" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas2.jpg" alt="Nitaj &amp; Vijay" width="216" height="117" /></a><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas3.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px;" title="Saraswati" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas3.jpg" alt="Saraswati" width="90" height="115" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><em>TV: </em><em>Vijay, du bist in einer Krishnabewussten Familie geboren und aufgewachsen? Deine Eltern waren und sind heute noch Krishna-Geweihte, und ihr vier jungen Leute, die Kirtaniyas, seid alle im Krishnabewusstsein groß geworden? Wie war dein Leben und wie war es, von Anfang an so aufzuwachsen, welchen Eindruck hat das hinterlassen? Was bedeutet es, diesen spirituellen Einfluss, die Namen Gottes, von klein auf in seinem Leben zu erfahren?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Es war mehr mein Vater, der dem Krishna-Pfad folgte. Meine Mutter liebte auch Krishna, aber sie hatte eher ein universelles, ein breiter gefächertes Verständnis. Sie liebt Krishna, aber sie fühlt sich auch verwandt mit Rastafaris, interessiert sich für tibetanischen Buddhismus und bezeichnet sich selbst als eine afrikanische Frau. Es ist also eine Synthese von dem Einfluss meines Vaters, der mir den Geist von Krishna gab, und meiner Mutter, deren Rolle es war, die Dinge in einer nicht dogmatischen Weise zu verstehen. Als ich in jungen Jahren meine Mutter besuchte – ich war noch sehr jung und unwissend – und beim Essen dogmatische Kommentare machte, wurde sie sehr intensiv, wie Kali Ma, und schnitt quasi diese Haltung aus mir heraus und sagte, wenn du in dieses Haus kommst, lasse diese Haltung draußen zusammen mit deinen Schuhen. Meine Mutter spielte also auch diese Rolle, aber der wichtigste Einfluss von meinen Eltern war die devotionale Musik. Meine Eltern sind beide keine Musiker als solches, aber mein Vater singt und so war ich von klein auf von Kirtan umgeben. Ich erinnere mich immer daran, wie er Kirtans und Bhajans gespielt hat, auch Reggae Musik. Nicht irgendeine Reggae Musik, sondern eine bewusstseinsbetonte Reggae Musik, dann auch Musik der Sufis und Nusrat Fateh Ali Khan. Das alles habe ich tief absorbiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Kirtan ist für mich der Weg und das Ziel. Ich chante, um spirituell zu wachsen.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>TV: </em><em>Du hast also deinen Eltern gegenüber keine rebellische Haltung entwickelt, sondern es scheint eher eine harmonische Beziehung zu sein?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Es bestand kein Anlass,mich gegen irgend etwas aufzulehnen. Mein Vater war mir und meinen fünf Geschwistern gegenüber sehr entgegenkommend, aber auch meine Mutter. Natürlich gab es auch Disziplin, und mein Vater wollte uns in unserer Suche nach unserem individuellen Weg unterstützen, und so war er auch sehr erfreut, dass wir zum Tempel gingen und am Programm und den Festivals teilnahmen. Es war für uns immer anregend, daran teilzunehmen, und während de rWoche in der Schule freute ich mich wieder auf das kommende Wochenende, um dort ausgelassen zu tanzen, zu chanten, zu feiern etc. Das war meine eigene Entscheidung und ich hatte viel Freude daran, den ganzen Tag meine Trommel zu spielen. Meine Geschwister hatten etwas andere Interessen. Sie sind nicht ausgesprochene Krishna-Geweihte geworden, obwohl sie auch damit aufgewachsen sind. Sie haben ebenfalls schöne spirituelle Namen von unserem spirituellen Meister bekommen; meine Geschwister sind alle sehr natürliche Kinder.</p>
<p><em>TV: </em><em>Du bist also auf eine staatliche Schule in England gegangen?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Ja, bis zum 10. Lebensjahr in England, dann sind wir für 3 Jahre nach Spanien gezogen und dann wieder zurück nach England. Aber seit meinem Schulabschluss mit 17 Jahren bin ich auf Reisen und war viel mit Predigern und Musikern in der ganzen Welt unterwegs. Jetzt bin ich 26.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 352px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas4.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Die Kirtaniyas" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/kirtaniyas4.jpg" alt="Die Kirtaniyas" width="342" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kirtaniyas</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>TV: </em><em>Deine Entscheidung, diesen Weg zu verfolgen, kam also immer aus der Anziehung zu diesem Bhakti-Pfad heraus?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Ja, genau. Diese Entscheidung war immer von dem Wunsch gesteuert, solche Erlebnisse zu suchen. Es basierte ausschließlich auf Anziehung und dem tiefen Wunsch, solche Erfahrungen zu machen, wie ich sie gemacht habe, wenn ich mit meinem Guru Maharaja zusammen war, oder die ich beim Chanten erfuhr, sowie den Austausch, den ich mit anderen hatte. So entschloss ich mich, dieses zu meinem Leben zu machen. Ich war nicht ein akademisch ausgerichtetes Kind, ich war zwar gut in der Schule, war aber von der Leidenschaft für die Musik und das spirituelle Leben getrieben.</p>
<p><em>TV:</em><em>Was ist es, was du in dieser Sadhu Sanga (der Gemeinschaft mit Gottgeweihten) empfindest und erlebst, und was ist dein Verständnis davon?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Wir hören so viel über Gott und das Göttliche, über Mantras usw. Seit aller Ewigkeit debattieren die Menschen über diese Dinge: Gibt es einen Gott? Funktionieren diese Mantras oder nicht? Atheismus, Theismus, Agnostik usw. – ich weiss es nicht. Aber wenn das, was ich persönlich erlebe und empfinde, Gott ist, dann ist es mir recht. Was ich durch die Gemeinschaft mit meinem spirituellen Meister erlebt habe, das Chanten und das Leben auf diese Art undWeise zu feiern, ist fürmich so gut wie Gott. Philosophisch ist dieses auch belegt. Wir hören, dass der Vorgang des Chantens und der Name Gottes der Weg zu Gott sind, der Vorgang und das Ziel sind eins. Für mich ist das gleichzeitig so, dass ich durch das Chanten an dem höchsten Ort bin, wo ich sein kann, imHier und Jetzt. Solch eine Erfahrung suche ich und habe es zu meiner Lebensaufgabe gemacht, immer danach zu streben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Wir hören, dass der Vorgang des Chantens und der Name Gottes der Weg zu Gott ist, der Vorgang und das Ziel sind eins.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>TV: </em><em>Du würdest also sagen, dass dein Leben und das Chanten nicht zwei verschiedene Dinge sind, sondern miteinander verbunden und integriert sind? Du würdest also sagen, dass es keinen Unterschied zwischen deinem Leben und dem Chanten gibt, weil es nicht nur bedeutet irgendwohin zu gehen und dieses zu tun, wie z.B. zu einem Arbeitsplatz?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Ja, genau, ich habemein Leben danach ausgerichtet, zu chanten und die Gemeinschaft von erleuchteten Menschen zu suchen. Auch mein Alltag dreht sich um dieseDinge – es bedeutetmirmein Leben.</p>
<p><em>TV: </em><em>Es war also ganz natürlich, dass du ein Kirtaniya, ein Kirtan-Sänger, geworden bist?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Ja.</p>
<p><em>TV: </em><em>Worin besteht der Unterschied, einfach Musik zu machen und Musik mit einer spirituellen Haltung für Gott zu machen?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Wenn ich chante, erfahre ich etwas im Geiste (ich bin mir nicht sicher, ob es nur eine Angelegenheit im Gehirn ist). Durch die Namen Gottes, ganz gleich welcher Name Gottes, erfahre ich eine bestimmte Form von Freude und Glück. Es ist ein Hauch des Göttlichen und das erlebe ich nicht mit gewöhnlicher Musik, aber deswegen lehne ich sie nicht ab. Wenn ich etwas Interessantes höre, überlege ich, wie ich es fürs Chanten verwenden kann. Ich habe eben eine besondere Erfahrung beim Kirtan, aber auch Qawwali und manche Sufi Chants liegen mir ebenfalls sehr am Herzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/tv50_08.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Die Kirtaniyas in Konzert" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/tv50_08.jpg" alt="Die Kirtaniyas in Konzert" width="200" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kirtaniyas in Konzert</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>TV: </em><em>Du verwendest also dieses Handwerk der Musik für die Musik der Hingabe und stellst es damit in Gottes Dienst?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Ja, genau, darum geht es. Die meisten Menschen denken, dass die Pfade des Yoga und Jnana etwas damit zu tun haben, diese Welt abzulehnen. Ich finde, es ist ein höheres Verständnis, diese Dinge im hingebungsvollen Dienst zu verwenden und dazu zu gebrauchen, sich selbst und andere zu erheben.</p>
<p><em>TV: </em><em>Du erwähntest es schon, dass dieNamen Gottes etwas Besonderes sind, und gleichzeitig denWeg und das Ziel darstellen. Kannst du mehr über den spirituellen Aspekt des Kirtans und des Heiligen Namens erläutern?</em></p>
<p><em></em>Vijay: Theoretisch bedeutet »man« der Verstand und »tra« zu befreien und zu beschützen. Dieses erlebe ich. Ich fühle mich sozusagen high nach einem Kirtan. Ich habe keine Erfahrung mit bewusstseinsverändernden Drogen oder Alkohol, sondern habe intensive Kirtans gewählt, die mich öffnen. Das ist die praktische Erfahrung. Wenn jemand keine Erfahrungmit Zucker hat, weiß er nicht, was süß ist. Es ist schwierig, anderen zu erklären, wie Zucker schmeckt, wenn sie nie Süße erfahren haben.Wie werden sie es je verstehen können? Sie müssen es selbst probieren, umdie Verwirklichung des Süßen zu haben. Der Test besteht imProbieren, wieGeorgeHarrison sagte, der auch ein Chanter war. Von dieser Erfahrung bin ich überzeugt.</p>
<p><em>TV: </em><em>Wie ich herausgefunden habe, chantest du ausschließlich Bhajans und Kirtans über Radha und Krishna.Warum bist du insbesondere auf diese Gottheiten spezialisiert? </em></p>
<p>Vijay: Das Prinzip, das von Radha und Krishna ausgeht, ist das von Liebhaber und Geliebte.Wenn wir die Stimmung der Geliebten und des Geliebten verherrlichen, nehmen wir deren Stimmung selber an. Mein Gurudeva pflegte zu sagen, wenn du jemanden kritisierst, baust du eine Brücke von deinemzu seinemHerzen, und gerade diese Eigenschaften kommen dann zu dir in dein Herz herüber marschiert. Und durch die Verherrlichung von Radha und Krishna möchten wir Deren Herzensstimmung in unser Herz einladen. Für gewöhnlich bin ich auf Radha und Krishna ausgerichtet, weil ich auf das Prinzip der Geliebten und des Liebhabers fixiert bin, da ich auch ein Teil davon sein möchte. Unter keinen Umständen will ich andere Gottheiten ablehnen, wie z.B. Durgadevi oder Shivji, oder sonst jemand. Sie haben auch ihre eigenen Stimmungen, die sie repräsentieren. Ich bin einfach natürlicherweise auf Radha und Krishna eingestellt.</p>
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		<title>Schamanismus in der westlichen Moderne</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schamanismus]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Mohan L. Rai]]></category>
		<category><![CDATA[Suraj Rai]]></category>

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		<description><![CDATA[Grenzgänge zwischen den Kulturen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Grenzgänge zwischen den Kulturen</strong></p>
<p>Autor: Mohan L. &amp; Suraj Rai<br />
Kategorie: Schamanismus<br />
Ausgabe Nr: 50</p>
<p><span style="color: #008080;">Mohan Rai ist ein 80jähriger Schamane aus Nepal. Er spricht in dem Interview über Sinn und Nutzen schamanischer Arbeit im Westen. Was kann ein nepalischer Schamanismus den Menschen aus dem Westen bringen? Es zeigt sich, dass es nicht um eine Kopie der Kultur Nepals geht, sondern um einen eigenen Weg, für den indes der nepalesische Schamanismus Anleihen bieten kann.</span><span id="more-5666"></span></p>
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<p>Mohan und Suraj Rai sind seit mehr als zwei Jahrzehnten in Europa als schamanische Vermittler aus Nepal unterwegs und eignen sich daher für dieses interkulturelle Interviewthema. Mit Planung und Bau des freiraum-Instituts am Möhnesee entsteht die offizielle deutsche Vertretung des »Shamanistic Studies &amp; Research Centre- Kathmandu« nach Mohan Rai.</p>
<p>In diesem Interview-Auszug aus mehreren mehrstündigen Konversationen möchte ich daher der notwendigen Frage nachgehen, wie wir uns unserem vergessenen, schamanischen Erbe wieder annähern können und auf welche Weise dies über eine Auseinandersetzung mit einer fremdländischen Schamanismus-Kultur gelingen könnte. Meines Erachtens ist diese prekäre Frage, in Anbetracht des Vorwurfes einer synkretischen Pseudo-Verschmelzung, unabdingbar notwendig, um überhaupt auf einem seriösen Niveau tätig werden zu können. Letzteres wird vielen Neo-Schamanischen Bewegungen ja seit jeher unterstellt. Im frei übersetzten Interview wird diese Fragestellung in Bezug auf den nepalesischen Schamanismus erörtert.</p>
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<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 432px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/rai2.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Schamanismus in der westlichen Moderne" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/rai2.jpg" alt="" width="422" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Thanka mit Ghairab, dem Beschützer der Schamanen und der Hauptstadt Kathmandu</p></div>
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<p><em><strong>Jörg Fuhrmann</strong>: </em><em>Es sind bereits hunderte Von Menschen aus Europa bei Euch in Kathmandu gewesen, um direkt von den Schamanen zu lernen, richtig? </em></p>
<p><em></em><strong>Mohan</strong>: Ja, es haben uns viele Menschen aus Deutschland, Österreich – hauptsächlich aus dem zentralen Europa – besucht. Aber wir hatten auch schon diverse Studenten aus Amerika, Kanada oder Japan hier. Mit Christian Rätsch und Claudia Müller Ebeling habe ich ausgiebig über viele Jahre an dem Standardwerk »Schamanismus und Tantra in Nepal« mitgearbeitet. Desweiteren haben uns auch Nana Nauwald und Wolf-Dieter Storl besucht, die ich beide sehr schätze.</p>
<p><em><strong>J.F.</strong>: </em><em>Da bereits viele Menschen aus der ganzen Welt bei Euch waren, ist davon auszugehen, dass ein grundsätzliches Bedürfnis vorhanden ist, in schamanischen Wegen unterrichtet zu werden.</em></p>
<p><em></em><strong>Mohan</strong>: Ja, und es ist uns ein Anliegen, die Menschen auf ihren individuellen Entwicklungspfaden ein Stück zu begleiten. Da nicht alle Menschen aus gesundheitlichen, finanziellen oder zeitlichen Gründen in der Lage sind nach Nepal zu kommen, fliegen wir regelmäßig nach Europa, um eine spirituelle Brücke zu errichten. Wir erachten den direkten Kontakt und das direkte Lernen als wichtigste Form des schamanischen Lernens. Außerdem bekommen unsere Schamanen so auch einen guten Eindruck vom Leben in der westlichen Welt. Suraj: Auch für mich basiert Schamanismus vor allem auf Selbst-Erfahrung.</p>
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<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 419px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/rai1.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-center   " title="Schamanismus in der westlichen Moderne" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/rai1.jpg" alt="" width="409" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Kalinchok - der Gipfel der Göttin in 3822m Höhe ist übersäht von Shivas Dreizacken</p></div>
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<p><em><strong>J.F.</strong>: </em><em>Warum macht es Eurer Auffassung nach Sinn, schamanische Techniken und Philosophien explizit aus Nepal im Westen zu unterrichten? Würdet ihr sagen, dass unsere eigenen schamanischen Wurzeln gänzlich abgetrennt sind, oder ist nur der Zugang zu Ihnen abhanden gekommen?</em></p>
<p><em></em><strong>Suraj</strong>: Nein, die Wurzeln sind nicht abgetrennt. Sie müssen nur wieder ausgegraben und bewusst gemacht werden. Dazu braucht man ein bestimmtes Wissen, das man sich aus einer anderen schamanischen Kultur »borgen« kann, um das »Eigene« wiederzufinden. Es wird sicherlich etwas anderes, aber ihr könnt auf diese Weise zumindest stückweise die eigenen Wurzeln zurückfinden. Der spirituelle Weg, den ihr beschreitet, ist ein anderer als der eurer Vorfahren oder als der Unsrige. Es geht also keineswegs um eine Nepal-Kopie, sondern um das Finden eines eigenen Weges. [...]</p>
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<p>Den kompletten Artikel finden Sie in der <strong><a href="../tattva-viveka-50/">Tattva Viveka 50</a></strong></p>
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		<div class="name">Mohan L. Rai und Suraj Rai TV50 (PDF)			  	</div>
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		<title>Kalinchok, Weg zum Gipfel der Götter</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schamanismus]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Fuhrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kathmandu]]></category>
		<category><![CDATA[Nepal]]></category>

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		<description><![CDATA[Betrachtung einer schamanischen Pilgerschaft in Nepal]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Betrachtung einer schamanischen Pilgerschaft in Nepal</strong></p>
<p>Autor: Jörg Fuhrmann<br />
Kategorie: Schamanismus<br />
Ausgabe Nr: 50</p>
<p><span style="color: #008080;">Ein packender und zugleich vergnüglicher Bericht über eine Reise zum Kalinchok, dem Schamanenberg in Nepal. Anläßlich einer besonderen Vollmondnacht reist der Pädagoge und Schamanismus-Forscher Fuhrmann mit einigen Schamanen und Sherpas durch unwegsames Gelände zu dem heiligen Ort Shivas auf dem Gipfel – mitten in der Monsunzeit – und wird wahrhaft schamanisch geprüft.</span><span id="more-5665"></span></p>
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<p style="text-align: left;">Wir wollen neben der mehrwöchigen Arbeit mit mehreren Schamanen den beschwerlichen Weg empor zum ≫Schamanenberg≪Kalinchoke Bhagawati, nordöstlich von Kathmandu, wagen. Es ist ein Weg in das Mutterland des Schamanentums. Ein archaischer Pfad, auf dem man seinen Ahnen sowie den Spuren des schamanischen Urheilers ≫Ban Jhankri≪ folgt. Es ist ein Weg der guten Energien: Der Weg zu dem Ort, an dem Shiva wahrend des Augustvollmondes den Schamanen all seine Geheimnisse verriet, bevor er die (sichtbare) Welt zu Beginn des dunklen Zeitalters (≫Kaliyuga ≪) verließ.</p>
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<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 426px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann5.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Kalinchol - Weg zum Gipfel der Götter" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann5.jpg" alt="" width="416" height="581" /></a><p class="wp-caption-text">Schamanen in voller Tracht beim Bestaunen der morgendlichen Natur</p></div>
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<p>Wer einmal im Leben versprochen hat, zum Kalinchok zu gehen, der müsse um jeden Preis dorthin gelangen. Der Geist des Berges wartet ansonsten so lange, bis wir kommen, und zieht uns mit der Zeit mehr und mehr Energie ab, so prophezeite Mohan Rai noch vor der Abreise. Wie auf jeder ordentlichen Pilgerschaft sprechen jedoch auch zahlreiche Dinge dagegen. Erst einmal handelt es sich um die ungemütlichste Jahreszeit, die man sich in Nepal hatte aussuchen können: die Monsunzeit (≫Saun≪). In diesem Jahr regnet es gut 40% mehr als gewöhnlich, verkündete uns bereits zu Beginn einer von Mohans Söhnen. Seit Februar habe es quasi ununterbrochen sintflutartig durchgeregnet. Neben den Legionen von Blutegeln (≫Leeches≪), stechenden Raupen, hochaggressiven Hofhunden und natürlich den handelsublichen Moskitos im Tiefland gesellen sich noch die geographischen Unannehmlichkeiten hinzu. Vergisst man zeitweise die Wassergallonen, die vom Himmel hinabstürzen, lasst sich nicht verleugnen, dass die Luft zwischen 3.000-4.000 Meter wahrlich dünner und die 50 cm schmalen Trampelpfade am Abgrund entlang immer enger werden.</p>
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<p style="text-align: left;">Probleme lassen einen bekanntlich oftmals im wahrsten Sinne über sich selbst, also die sich selbst gesetzten Grenzen, hinauswachsen.</p>
</blockquote>
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<p style="text-align: left;">Nicht zu vergessen der gute alte Flieger, der viereinhalb Stunden auf dem Rollfeld repariert werden musste, um doch noch die Starterlaubnis zu erhalten. Es handelt sich also einmal mehr um ein feistes Unterfangen, das den Puls des Lebens intensiver und den Hauch des Todes bewusster werden lasst. Eine klassisch Schamanische Weihe, die grundsätzlich durch die Aspekte von Tod, Transformation und Wiedergeburt gekennzeichnet ist. Dunkelheit macht einen starker, das wussten auch schon die Alten. Probleme lassen einen bekanntlich oftmals im wahrsten Sinne über sich selbst, also die sich selbst gesetzten Grenzen, hinauswachsen. Je tiefer man geht, umso hoher kann man mit der sinusartigen Gegenbewegung wieder emporsteigen. Ein Wachstumsprozess, der von unserer eher grobstofflichen Wahrnehmung hin zu einem feinstofflichen Gewahrsein fuhrt, das den Organismus Mensch und somit auch die Welt in das höchstmögliche Mas an Harmonie fuhrt. Daher sagt Maile Lama, dass Schamanismus angewandte Liebe sei. Wen wurde es dabei wundern, dass unser Herz(-Chakra) (≫Anahata≪) der ≫Kern≪ des Schamanen und die allumfassende Harmonie sein instinktives Motiv ist.</p>
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<p style="text-align: left;"><strong>Kathmandu-Kultur-Schock </strong></p>
<p style="text-align: left;">Kathmandu, Transformationsstätte zur Kundalini-Aktivierung, Grosstadtmetropole des Kaal-Bhairab, Sechs Millionen Einwohner auf engstem Raum. 101 unterschiedliche ethnische Gruppen und 92 unterschiedliche Landesprachen. Kein Wunder, dass man auf offener Straße hauptsachlich über die Fahrzeughupe kommuniziert. Was wiederum die sechs Facebookgruppen mit mehreren tausend Mitgliedern erklärt, die sich über den Straßensmog und die PKW-Attitude der Hauptstadt erzürnen. In diesem Sinne fahrt und geht es sich am besten mit geschlossenem Mund und acht Augen gleichzeitig – ein Augenpaar fur jede Himmelsrichtung. Das Tal, das die Stadt umgibt, bildete vor Urzeiten den Grund eines gigantischen Sees. Es gilt gemeinhin als Tal der Götter. Die Nepalis verkünden, es gabe hier so viele Hauser, wie es heilige Schreine, Gottheiten und Menschen gäbe. Streunende Hunde und Moskitos konnte man ohne weiteres auch noch in die Aufzahlung mit aufnehmen. Allein schon wegen der Nahe zum tibetischen Hochplateau scheint man den Göttern der Oberwelt (≫Akasha≪) hier naher, doch das Göttliche wohnt deutlich klar erkennbar noch allgegenwärtig in der mittleren Welt (≫Dhariti≪) im Menschen selbst. Was wiederum daran deutlich wird, dass es in Nepal noch heute eine blühende schamanische Kultur gibt und dass in wohl so gut wie jedem Haus ein Altar für die Ahnengeister (≫Kula Deva≪) und die Götter zu finden ist.</p>
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<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 366px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann1.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none  " title="Kalinchol - Weg zum Gipfel der Götter" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann1.jpg" alt="" width="356" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Der Schamane Danashing und Sainla Tamang bei einem Heilungsritual im Zelt</p></div>
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<p style="text-align: left;">Schätzungen des Shamanistic Studies and Research Centre (Mohan Rai)  zur Folge praktizieren dort gegenwärtig circa 700.000 Schamanen (≫Jhankris≪). Deren heilerische Fähigkeiten werden nach wie vor von 50-70% der Bevölkerung in Anspruch genommen. Letzteres qualifiziert Nepal nach wie vor uneingeschränkt zum weltweiten Kerngebiet des Schamanentums. Im staatlichen Gesundheitssystem finden die Schamanen und Heiler, auf organisatorischer Ebene, dessen ungeachtet keinerlei Anerkennung oder Berücksichtigung. Daher sind die meisten von ihnen bitterarm und arbeiten den Tag über als Bauern, Handwerker oder gar als Polizisten.</p>
<p style="text-align: left;">In den Kliniken selbst gehen die ≫Männer und Frauen der Unterwelt≪ (≫Patala ≪) ungehindert ein und aus, um den Patienten an den Grenzen der Medizin ihre Heilkraft (≫Shakti≪) zu übertragen, um verlorene Seelenanteile zu reintegrieren, negative Einflusse zu extrahieren, die Schlangengeister (≫Nagas≪) zu befrieden oder einfach nur um eine gestörte Harmonie des Umfeldes zu korrigieren. Diagnostiziert und behandelt wird auf unterschiedlichste Art und Weise. Man benutzt zur Analyse (≫Jokhana≪) Pulsdiagnose, Orakeltechnik, Riechdiagnose, energetische Einfuhlung und schamanische Trancereise. Behandelt wird mit Mantren, Yantren, Mudras und tantrischen Techniken. Größere Heilzeremonien (≫Chintas≪) können mehrere Tage und Nachte in Anspruch nehmen. Wie in den meisten schamanischen Kulturen findet man auch hier das dreigeteilte Weltbild (≫Tintriloka≪) vor. Was wiederum nicht weiter verwunderlich ist, sprechen doch viele der im Himalaya lebenden Schamanen der Region die Wurzelqualität des Schamanismus zu. Die Dreiteilung taucht in der gesamten Mythologie, Ikonografie und Ritualistik wieder auf. Hauptarbeitswerkzeuge des nepalesischen Schamanen sind Altar (≫Than≪),Trommel (≫Denguru≪), Geisterdolch (≫Phurba≪), Halbmondmesser (≫Kukhuri≪) und Dreizack (≫Trishul≪), die allesamt das trinitare Weltbild verkörpern.</p>
<p style="text-align: left;">Oftmals ist bei der Heilung eines Einzelnen die gesamte Sippe oder zumindest die nahe Verwandtschaft anwesend. Ein systemischer Aspekt, der uns im Westen ziemlich abhanden gekommen ist. Vermutlich sind wir auch deshalb hier. Wir wollen verstehen lernen. Tiefere Einblicke erlangen. In uns selbst und das schamanische System. Ich spreche bewusst von System, so dass nicht fälschlicherweise das Bild einer Religion entstehen konnte. Auch wenn die großen Religionen des Westens die schamanischen Heiler durchweg bekämpft und nahezu spurlos ausgerottet haben, so befindet sich der Schamanismus eigentlich nicht in Konkurrenz zur Religion. Schließlich gehören in Nepal viele Schamanen dem Buddhismus oder Hinduismus an, genauso wie in Südamerika viele Heiler christlich missioniert worden sind.</p>
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<p style="text-align: left;"><strong>Verwünschung auf offener Straße?</strong></p>
<p style="text-align: left;"><em></em><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann4.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignright" style="border: 0pt none; margin-left: 25px; margin-right: 0px;" title="Kalinchol - Weg zum Gipfel der Götter" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann4.jpg" alt="" width="167" height="224" /></a>Bereits nach einem ersten Stadtrundgang musste ich von den Heilkräften des Danashing Gebrauch machen. Auf dem Weg zu Nepals bekanntestem schamanischen Thanka-Maler, Surendra Bahadur, von dem sogar der Dalai Lama sämtliche seiner Kloster hat ausstaffieren lassen, sollte sich etwas an meine Fersen heften. Wir passierten einen der zahlreichen Stande, an denen ich diverse Fossilien und eine Ganesha-Maske genauer betrachtete. Der Händler winkte mich nach hinten in eine dunkle Kammer. Obwohl mir meine Intuition mitteilte, dass es besser wäre, dort nicht hinein zugehen, verlies ich die Gruppe und ging in das dunkle Hinterzimmer, das randvoll mit alten und neuen Holzmasken behangt war. Er bot mir die Maske für etwa 8.000 Rupien an, was in etwa 80 Euro entspricht und hoffnungslos überteuert war. Als mein Handeln von wenig Erfolg gekrönt war und ich die Lokalität verlassen wollte, wollte mir der Mann unzählige andere Sachen andrehen, wurde zusehends barscher und rief mir beim Rausgehen etwas hinterher, was ich nicht verstand, dessen Wirkung sich aber mehr als ungut anfühlte. Keine ganze zwei Minuten später betrat ich das Geschäft des Künstlers. Liebend gerne hatte ich mich den halben Tag dort aufgehalten und mich, in Angedenk meiner 15jahrigen Tätigkeit in Wandmalerei, mit dem freundlichen Surendra über seine Maltechniken und mythologischenMotive unterhalten, doch kurzer Hand überkam es mich. Mir wurde von jetzt auf gleich heiß und kalt. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Dass ich mich nicht auf der Stelle übergeben musste, war auch alles. Ich schaffte es gerade noch zu Surendras WC drei Hauserblocks weiter und dann zurück zu Mohans Haus. Danashing rettete mich noch am gleichen Abend, extrahierte eine Besetzung, reinigte meinen Körper mit Ausstreichungen (≫Phukne≪) und versorgte mich mit einem widerlichen schmeckenden Gebräu, woraufhin es mir kurze Zeit später wesentlich besser ging.</p>
<p style="text-align: left;">Also es wird schnell klar, dass es sich hier, auf dieser Reise, schlichtweg auch darum handelt, Heilung zu erfahren. Heilung auf einer übergeordneten Ebene. Eine Ebene, die wir in Deutschland, spätestens seit dem rituellen Missbrauch im Dritten Reich, völlig vergessen haben. Wir sind abgeschnitten – abgeschnitten, von den Wurzeln unserer Ahnen, vom Umgang mit dem Tode, vom Umgang mit uns selbst. Wen wundert es da, dass viele der Schamanen zu Besuch in Deutschland an bestimmten Platzen oftmals von unzähligen unbefriedeten Totengeistern (≫Bhutas≪) sprechen? Wir bekommen von all dem freilich wenig mit. Sind den gierigen Einflüssen aus der Anderswelt quasi schutzlos ausgeliefert, da für uns nicht sein darf, was verstandesmäßig nicht sein kann. Wir wollen hier in Nepal also einen Grundstein setzen. Letzteres ist auf dreifacher Ebene ganz wörtlich zu verstehen. Erstere ist eher persönlicher Natur, auf die ich hier nicht weiter eingehen mochte. Zweiteres bezieht sich auf den geplanten Dom-Bau unseres schamanischen Instituts am Soester Mohnesee und als Drittes geht es dabei natürlich um das Wiederfinden lang verlorener Schlüssel zur universellen Doppelnatur unseres innersten Wesens, das immer auch ein schamanisches war. Schließlich ist die Fähigkeit zu Traumen oder zur Trance in jedem Menschen angelegt.</p>
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<p style="text-align: left;"><strong>Aufbruch ins Ungewisse</strong></p>
<p style="text-align: left;"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" style="border: 0pt none; margin-left: 0px; margin-right: 25px;" title="Kalinchol - Weg zum Gipfel der Götter" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann3.jpg" alt="" width="149" height="198" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Nach dem Durchtrennen der Schicksalsfaden, diversen Schlangen- und Ahnenri- ten erfolgt das Heiswasser-Ritual (≫Soda- Pani≪), bei dem der Patient mit 100°C kochendem Wasser gepeitscht wird. Geschichten über unvorsichtige Pseudo- Schamanen (≫Chicken-Shamans≪), die sich bei der ganzen Aktion am halben Leib verbrüht haben, machen die Runde und stellen das Ur-Vertrauen arg auf die Probe. Umso größer das Gefühl der Zuversicht im Anschluss – ohne Verbrennungen. Bei einer weiteren Trancearbeit erscheint mir ein schwarzer Hund, den der Schamane kurzer Hand als Bhairab-Beschützer identifiziert. Der mit dem Suden und Westen assoziierte Vierbeiner ist ein klassischer schamanischer Seelengeleiter in die Unterwelt. Mir fallen dabei die Hunde an den öffentlichen Leichen-Verbrennungsstatten am Fluss von Pashupatinath ein. Für meinen schamanischen Lehrer Danashing Tamang handelt es sich um ein gutes Zeichen. Die mehrwöchige Vorbereitung gibt uns Kraft und Mut, den Gipfel zu erreichen, den die Schamanen einstmals in Trance, wahrend eines Augustvollmondes, gefunden haben. Doch mit dem Verlassen des ≫Tibet-Highways≪ gestaltet sich bereits die Anreise als schwieriges Unterfangen. Zwar haben die zahlreichen Straßensperren und Militärpolizeikontrollen ein vorläufiges Ende gefunden, doch die Wege sind gänzlich vom vielen Wasser ausgehöhlt und hinfort gespult. Wir sind auf der ältesten Route Richtung Mount Everest, dem höchsten Berg der Erde. Der Motor des Pajero johlt, die losen Geröllsteine ächzen und die durchdrehenden Reifen schlittern am gähnenden Abgrund entlang.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 448px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann2.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-center " title="Kalinchol - Weg zum Gipfel der Götter" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/fuhrmann2.jpg" alt="" width="438" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft im Tamangdorf ≫Kirthali≪</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Nach einem anschließenden Fußmarsch erreichen wir mit dem aufziehenden Nebel der Abenddämmerung das Tamangdorf ≫Kirthali≪.  Anschließend vollziehen wir noch ein gemeinsames Ritual für die Ahnen. Es ist die Botschaft, dass wir auf dem Weg sind. Die Schamanen singen: <em>»Wir kommen, wir kommen zum Berg! Zwei Deutsche sind mit uns. Beschütze uns! Gib uns gute Energie und lass die Reise ohne größere Probleme gelingen.« </em>Man konnte vielleicht an dieser Stelle kurz vorweg schicken, dass sich die meisten Menschen – ganz im Sinne Goethes – mit Dem Wasser-Element zu reinigen pflegen. Einige Schamanen jedoch benutzen dazu das Feuer – auch um die Umstehenden gleich mit zu reinigen. Wahrend des Trommelns entreißt mir Danashing meine Trommel und drückt mir mehrere brennende Sandelholz-Raucherzopfe in die Hand, die er mich sogleich darauf gestisch bittet, in seinen weit geöffneten Mund zu werfen. Mit dem Zischen in seinem Mund verstärkt sich unser Glauben an die schamanische Kraft nicht nur in ihm, sondern auch in uns. Das Ritual scheint erfolgreich erfüllt. Meine nachfolgenden nächtlichen Traumbilder sind meist blutiger Natur. Ich werde von zwölf Luchsen attackiert und schlachte diese mit einem Schwert dahin oder tote einen Mann, der sich an einer Frau vergehen will. Die Schamanen deuten dies als Krafttraume, die weissagen, dass meine innere Stärke zunimmt.</p>
<p>[...]</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Licht, Quanten und Bewusstsein</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Barbara Görnitz]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Thomas Görnitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Physik der Beziehungen, Teil 2]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong>Die Physik der Beziehungen, Teil 2</strong></p>
<p>Autor: Prof. Dr. Thomas Görnitz, Dr. Barbara Görnitz<br />
Kategorie: Physik<br />
Ausgabe: 50</p>
<p><span style="color: #008080;">Im zweiten Teil des Beitrages berichten die Dres. Görnitz von den Implikationen der Quantenphysik für das Bewusstsein. Wie wirkt das Bewusstsein auf die Materie? Was ist primär? Warum ist das menschliche Gehirn immer noch leistungsfähiger als ein Computer und wie könnte sich das durch die Entwicklung des Quantencomputers ändern? Wie bindet das Bewusstsein die an unterschiedlichen Orten gespeicherten Informationen zu einem Objekt zusammen? Eine wissenschaftliche Spurensuche in der Quantenwelt mit philosophischer Spannung.</span><span id="more-5664"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 382px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz4.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Licht, Leben und Bewusstsein" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz4.jpg" alt="" width="372" height="339" /></a><p class="wp-caption-text">Die Photonen sind Träger der Vorgänge des Lebendigen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Thomas Görnitz</strong>: Die Photonen sind so etwas wie Träger der Vorgänge des Lebendigen. Alle Wechselwirkungen im Lebendigen sind elektromagnetisch. Das heißt, die wesentlichen Träger der Informationsverarbeitung sind virtuelle und reale Photonen. Dass z.B. Pflanzen reale Photonen aussenden, haben viele gar nicht glauben wollen. Fritz-Albert Popp hat dies jedoch in seinen Arbeiten mit Hilfe seiner sehr großen experimentellen Erfahrung und sehr guten Geräten bestätigt. Damit lässt sich z.B. der Unterschied zwischen gesunden und kranken Blättern erkennen. Fritz-Albert Popp hat sich die Erkenntnisse über die Rolle der Photonen zu eigen gemacht und mit großer experimenteller Akkuratesse die realen Photonen untersucht, die jeden Lebensprozess in Pflanze und Tier steuern und begleiten – auch gegen große Widerstände seiner Fachkollegen.</p>
<p><strong>Brigitte Görnitz</strong>: Zu solchen Widerständen wird Schopenhauer ein sehr schönes Bonmot zugeschrieben: Am Anfang werden neue Erkenntnisse verleugnet und verlacht. Dann werden sie massiv bekämpft und schließlich haben es alle schon immer gewusst, dass es so sein muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz1.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Licht, Leben und Bewusstsein" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz1.jpg" alt="" width="336" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Abb. 1</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>TG</strong>: Dass in der Wissenschaft Erkenntnisfortschritte nicht dauerhaft und für immer aufzuhalten sind, zeigt sich immer wieder. Eine neue Veröffentlichung aus dem Jahr 2011 zeigt: Kohärenz und Quantenverschränkung gibt es auch beim Kompass von Rotkehlchen. Lange Zeit haben alle Biologen und die meisten Physiker geglaubt, solche Lebewesen seien viel zu warm, als dass da Quanteneffekte wichtig sein könnten. Jetzt findet man also heraus: Das Navigieren der Vögel beruht auf der Fähigkeit, kohärente Zustände zu erzeugen – etwa zehn Mal besser als wir es heute experimentell können –, mit denen sie das Erdmagnetfeld ausmessen können.</p>
<p><strong>BG</strong>: Die Natur nutzt natürlich alle diese Phänomene, die wir bereits erkannt haben: Quanteneffekte, kohärente Zustände, Tunneleffekt, der Wechsel der Information von einem Objekt zu anderen – und natürlich auch alles, was wir noch nicht erkannt haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Alle Wechselwirkungen im Lebendigen sind elektromagnetisch.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier noch einmal, auch wenn manche vielleicht bei den Worten Physik und Chemie abgeschreckt sind: Wir haben immer noch eine Evolution im Kosmischen, nicht nur im Biologischen. Und die Physik kann uns zeigen, dass sie die Grundlage ist und auch weiterwirkt, wenn neue Regeln und Gesetze hinzukommen. Sie kann auch erklären, warum in der Chemie etwas völlig Neues entstehen kann. Man macht sich ja manchmal gar nicht mehr klar, dass Wasserstoff und Sauerstoff – zwei Gase so völlig verschieden in ihren Eigenschaften – zusammen Wasser ergeben. Das haben wir einfach so verinnerlicht. Aber wir können uns immer wieder wundern, welche Kreativität deshalb in diesem Kosmos vorhanden ist, weil wir dieses Wirken der Quanten und der Quanteninformation haben. Das so etwas wie die Selbststabilisierung des Instabilen überhaupt möglich ist, ist ebenso ein Wunder wie dass sich der psychische Raum im Laufe der biologischen Evolution immer mehr erweitert – von einem Fühlen zu einem Erleben, zu einem Unbewussten und zum Bewusstsein, was stets mit Emotionen, mit Gefühlen, mit Affekten verbunden ist, die als ausgedehnte Zustände natürlich auch vom Körper bis zum Geist gehen. D.h.: Mit der hier vorgestellten Theorie wird es erstmals möglich, ein naturwissenschaftliches Konzept bis hin zum Bewusstsein darzustellen und die Einheit von Geist und Materie zu erklären.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 363px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz2.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Licht, Leben und Bewusstsein" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz2.jpg" alt="" width="353" height="246" /></a><p class="wp-caption-text">Abb. 2</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gab einen berühmte Arzt, Physiologen und Naturforscher, Emil du Bois-Reymond. Er hielt eine berühmt gewordene Rede 1872 in Leipzig zum Kongress der Naturforscher und Ärzte. Und er kommt zu dem Schluss: »Wenn wir denn das Wesen von Kraft und Stoff begriffen, dann würden wir auch verstehen, wie Lebendiges fühlt und denkt.« Seitdem sind 140 Jahre vergangen und ich denke, man kann heute solche Aussagen machen: Bewusstsein ist Quanteninformation, die sich selbst erlebt und kennt. D.h.: Im Laufe der Evolution kommt natürlich immer etwas hinzu, was uns unbewusst antreibt. Kinder werden in allen Kulturen mit Interesse und Neugier geboren. Sie können Überraschung zeigen, aber auch Ekel. Später kommt Freude hinzu, Ärger, Traurigkeit und Furcht und andere Emotionen entwickeln sich. Schuld und Scham müssen sich entwickeln, so ab dem zweiten Lebensjahr. Das alles wirkt auch regulativ und wächst letztlich in unsere moralischen Vorstellungen hinein. Dieser Umgang mit den Affekten ist sehr wichtig, und es ist ebenso bedeutend, dass er auch von den Bezugspersonen mit den richtigen Begriffen benannt wird, damit wir genau diese Begriffe zutreffend als objekthaft, d.h. wie eine Eigenschaft und wie ein Objekt, in unserem Gedächtnis halten können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Mit der hier vorgestellten Theorie wird es erstmals möglich, ein naturwissenschaftliches Konzept bis hin zum Bewusstsein darzustellen und die Einheit von Geist und Materie zu erklären.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da Bewusstsein aufwendig ist, wird sehr viel unbewusst verarbeitet. Da das Gehirn lediglich 2 % der Körpermasse, aber etwa 20 % des Energieverbrauches beansprucht, wird deutlich, dass für die psychische Verarbeitung dort ein hoher Aufwand nötig ist. Da das Unbewusste schneller als das reflektierende Bewusstsein und somit effizienter ist, wird möglichst viel automatisch verarbeitet. Manchmal spüren wir unseren Körper nur, wenn Schmerz oder eine Information von außen kommt. Dann wird uns plötzlich bewusst, dass wir die Informationsverarbeitung gerade wieder automatisch – unbewusst oder vorbewusst – haben ablaufen lassen. In der Psychotherapie ist es wichtig zu schauen, was in uns unbewusst ist und daher wie eine Kraft wirkt, die man nicht sieht. Diese Kraft lässt uns handeln – manchmal auch so, wie man es gar nicht möchte.</p>
<p>In Abb. 1 ist eine vereinfachte Darstellung der Abstufungen der Protyposis gegeben. Aus dem Körper, den wir als geformte, als gestaltete Quanteninformation ansehen können, gehen wesentliche Repräsentationen aus Umwelteinflüssen ins Erleben hinein, die uns zumeist unbewusst bleiben. Und aus diesem Erleben heraus gibt es wieder Repräsentationen dieser Information im Bewusstsein. Wenn wir weit genug entwickelt und gesund sind, dann können wir reflektieren. Reflexion ist gleichsam das Deutlichwerden der Information über die Information. Der Mensch ist heute in der Lage zu verstehen, warum wir mehrere Zustände im Bewusstsein halten können, sie miteinander vergleichen und noch einmal darüber nachdenken können. Wir können sagen, dass wir aus dem Bewusstsein genau diese reflexive Rückwirkung auf unser Erleben und auf den Körper haben. Dies macht unter anderem verständlich, warum Placebos wirken, Mittel, die gar keine materielle Wirkkraft haben können. Ich kann im Bewusstsein die Vorstellung haben und mir symbolhaft die Heilkraft vorstellen und »einverleiben«, und diese wirkt dann ins Unbewusste und ins Erleben und in körperliche Veränderungen zurück. Wir sind durchaus in der Lage, alle Ebenen zu beeinflussen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 363px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz3.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Licht, Leben und Bewusstsein" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/goernitz3.jpg" alt="" width="353" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">Abb. 3</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>&nbsp;</p>
<p>Manche Therapien setzen mehr im Erleben an, manche eher in der Veränderung des Denkens und der unbewussten Denkmuster und manche schließlich an der körperlichen Veränderung. Letztendlich sind wir eine Einheit, die immer als Ganzes wirkt und die ganzen Umwelteinflüsse als Einheit verarbeitet. So verändern sich die Bedeutungen der Informationen in einer ganz bestimmten Weise durch unsere Erfahrung, durch unser Erlernen. Es gibt nicht nur die Bottom-up- Wirkung von unten, von den Molekülen und den Nervenzellen bis zum Bewusstsein, wie oft auch in der Hirnphysiologie noch gedacht wird, dass die Wirkung von den Gehirnzellen ausgeht. Nein. Wir haben auch aus dem Bewusstsein heraus ein Top-down-Wirkung – welche natürlich als Träger ein gesundes Gehirn braucht. Wir wissen alle, welche Auswirkungen Schlaganfälle und ähnliches haben können, wenn also der Träger und seine Informationsverarbeitung gestört ist. Aus dem Bewusstsein heraus kann es diese Wirkung auf den Körper geben, es kann Selbstheilung geben und andere Veränderungen aus dem Bewusstsein ins Unbewusste und bis ins Körperliche. Besonders für die Psychosomatik ist es wichtig zu wissen, dass diese Teilprozesse alle instabil sind. In jeder Sekunde unseres Daseins gehen Zellen kaputt und es werden neue Zellen gebildet. Nicht nur einige, sondern Millionen von Zellen sind im ständigen Umbau begriffen. Das Ganze ist sehr instabil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>»Wenn wir denn das Wesen von Kraft und Stoff begriffen, dann würden wir auch verstehen, wie Lebendiges fühlt und denkt.«<br />
<em>(Emil du Bois-Reymond)</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und es ergeben sich fortwährend immer wieder Entweder- Oder-Entscheidungen, die uns natürlich Im Wesentlichen nicht bewusst sind, falls sie nicht aus dem reflektierten Bewusstsein kommen. In diese Instabilitäten kann Information eingreifen, die dann natürlich Energien auslösen kann und diese Energien können ihrerseits beispielsweise Muskelzellen zur Verspannung bringen. Dieses Ineinandergreifen ist vor dem Hintergrund der Quanteninformationstheorie besser darstellbar.</p>
<p><strong>TG:</strong> Die Entweder-Oder-Entscheidungssituation nennt man wissenschaftlich »Bifurkation«. Sie stellt ein labiles Gleichgewicht dar, so wie wenn etwas auf Messers Schneide steht. In den üblichen Darstellungen geht man davon aus, dass hier der Zufall eingreift, um eine Entscheidung herbeizuführen. Wir können aber heute sagen, dass es in Lebewesen möglich ist, dass an solchen Entscheidungsstellen die Quantentheorie zum Tragen kommt. Hier ist nicht lediglich blinder Zufall am Wirken, sondern hier kann Quanteninformation Einwirkungen zeigen. Und das ist unabhängig von der Größe des Objektes. D.h. an Lebewesen sehen wir immer wieder, dass Quanteninformation Makroskopisches beeinflussen kann, aber natürlich nur an instabilen Stellen. Dort, wo etwas stabil ist, können Informationen nichts ausrichten. Hier braucht es Energie. Aber wo etwas zur Entscheidung ansteht, an einer Bifurkationsstelle, kann Quanteninformation wirkend eingreifen. [...]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den kompletten Artikel finden Sie in der <strong><a href="../tattva-viveka-50/">Tattva Viveka 50</a></strong></p>
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		<title>Die Geschichte der Tattva Viveka</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tattva-Archiv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verlagsportraits]]></category>
		<category><![CDATA[50]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald Engert]]></category>

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		<description><![CDATA[Autor: Ronald Engert Kategorie: Verlagsportraits Ausgabe Nr: 50 Anläßlich des Jubiläums der 50. Ausgabe berichtet der Gründer und Chefredakteur über die Geschichte der Tattva Viveka von den Anfängen bis zur Gegenwart. 18 Jahre engagierter Journalismus haben mittlerweile einen Fundus von fast 500 Fachartikeln aus den Gebieten Wissenschaft, Philosophie und spiritueller Kultur hervorgebracht. Was ist die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Autor: Ronald Engert<br />
Kategorie: Verlagsportraits<br />
Ausgabe Nr: 50</p>
<p><span style="color: #008080;">Anläßlich des Jubiläums der 50. Ausgabe berichtet der Gründer und Chefredakteur über die Geschichte der Tattva Viveka von den Anfängen bis zur Gegenwart. 18 Jahre engagierter Journalismus haben mittlerweile einen Fundus von fast 500 Fachartikeln aus den Gebieten Wissenschaft, Philosophie und spiritueller Kultur hervorgebracht. Was ist die innere Dimension dieses Projekts? Und wie ist so eine Zeitschrift überhaupt möglich? Es zeigt sich: Es ist ein Spannungsbogen zwischen Ökonomie und göttlicher Fügung.</span><span id="more-5663"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 261px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/redaktion-berlin/r_engert.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Die Geschichte der Tattva Viveka" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/redaktion-berlin/r_engert.jpg" alt="" width="251" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Chefredakteur Ronald Engert</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Vorgeschichte</strong></p>
<p><em></em>Der Ursprung der Tattva Viveka geht über 20 Jahre zurück. Es begann 1990 auf einem Schamanen- Seminar in der Schweiz, als uns der Schamane, Harley Swift Deer, fragte: »Was ist euer Weg mit Herz?« Wir sollten auf eine Visionssuche gehen und herausfinden, was wir wirklich tun möchten. Ich weiß nicht recht, woher ich es wusste: Ich will eine Zeitschrift machen. Es hat mich schon immer fasziniert, das Lesen, die Bücher, die Zeitschriften. Mich interessierte Philosophie und Literatur, Kunst und Gesellschaft, und seit einiger Zeit hatte ich auch die Spiritualität für mich entdeckt. Ich wollte wissen, wie man die Buchstaben aufs Papier bringt. Mir ging es um die schöne Gestaltung und natürlich vor allem um die Inhalte. Ich wollte essentielles Wissen unter die Menschen bringen, ich wollte davon berichten, dass es Wissen und Weisheit gibt. Ich wollte es veröffentlichen, damit niemand später würde sagen können, das hätte er nicht wissen können. Das Wissen ist zugänglich, wenn auch nicht in den Mainstream-Medien. <em></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wohin mit mir?<br />
1988-1994<br />
Worms/Frankfurt</strong></p>
<p><em></em>Der Schamane hatte also gesagt, wir sollten unserenWeg mit Herz folgen. Das gefiel mir sehr und ich hatte meine Vision gefunden. Dann sagte er noch »you have to get prerequisite knowledge«, also vorausgesetztes Wissen oder Fachwissen. Ich war zu dieser Zeit arbeitslos. 1988 hatte ich mein Studium der Germanistik und Philosophie nach 12 Semestern abgebrochen, weil mich dieser Abschluss nicht interessiert hatte und ich mit meinem Thema, das ich mir für die Magisterarbeit ausgesucht hatte, bei keinem Professor landen konnte. Ich wollte diese Arbeit schreiben, weil ich sie schreiben wollte. Mein Professor wollte das Thema nicht annehmen, schlug mir ein anderes Thema vor und sagte, die Magisterarbeit schriebe ich doch eh für die Schublade. Danach könne ich ja dann über das mir wichtiges Thema schreiben. Ich war empört, zog die Konsequenz und ging. Ich hatte danach etwas gejobbt, um Geld zu verdienen und um ein Anrecht auf Arbeitslosengeld zu bekommen. Später dann war ich tatsächlich arbeitslos und bezog Unterstützung vom Arbeitsamt. Meine Sachbearbeiterin lud mich zum Termin, um mit mir eine Anstellung beziehungsweise meine Perspektive durchzusprechen. Es stellte sich heraus, dass ich aufgrund des abgebrochenen Studiums die Stellung eines ungelernten Arbeiters hatte, was allerdings auch bedeutete, dass ich umschulungsberechtigt war. Sie fragte mich dann: »Was wollen Sie denn tun?«</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Schon zu Beginn der Tattva Viveka hatte ich mich, so gut ich konnte, der Fügung Gottes anvertraut, und alles entfaltete sich auf sehr konstruktive Weise.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wusste erst nicht, was ich sagen sollte, und ging nach Hause. Doch mit der Zeit kam es mir: Diese Frage war gar nicht so schlecht! Also überlegte ich mir, was denn das Faszinierendste und Beste wäre, was ich mir vorstellen kann, ohne überhaupt an die praktisch Umsetzbarkeit zu denken. Ich hatte damals wenig Perspektive und wusste auch nicht, wie ich es praktisch anstellen sollte, das Handwerk des Zeitschriftenmachens zu lernen. Ich hatte diese idealistische Vision, das war alles sehr unkonkret, und als Studienabbrecher und Arbeitsloser konnte ich es mir nicht vorstellen, dass ich eine Stelle in einem Verlag bekommen könnte. Ich ging also zu meinem nächsten Termin beim Arbeitsamt, und sagte meiner Sachbearbeiterin: »Ich möchte eine Ausbildung im Verlag machen! « Das war 1991. Wir prüften die Formalitäten und die Angebote. Ich durfte dann ein dreimonatiges Praktikum in einem Verlag machen. Ich hatte mich bei zwölf Verlagen beworben. Von zwei Verlagen bekam ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Beide waren in Frankfurt, und mir war damals am wichtigsten, dass sie Computer hatten. Ich wollte unbedingt lernen, wie man Computer bedient (für alle jungen Leserinnen und Leser: damals gab es noch fast keine Computer). Ich hatte einige Monate zuvor einen Freund besucht, dessen Neffe, etwa in einem Alter von zwölf Jahren, einen Commodore 64 bediente. Ich war völlig geschockt, denn ich wusste nicht, für was diese ganzen Tasten gut sind, dachte mir jedoch: Dieser zwölfjährige Knirps stellt mich hier völlig in den Schatten und diese Schlappe kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Außerdem war mir damals schon klar, dass die Computer in Zukunft ein unerlässliches Werkzeug sein würden und es unbedingt notwendig ist, sich in diesem Bereich auszukennen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Davon abgesehen faszinierte mich die Möglichkeit, Texte zu schreiben und unbegrenzte Änderungen vornehmen zu können. Bis dato hatte ich an einer elektrischen Schreibmaschine mit Tipp Ex gearbeitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Die Integration von Wissenschaft und Spiritualität ist das Leitmotiv der Tattva Viveka.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es war so leidvoll, wenn man ein falsches Wort getippt hatte oder etwa ein anderes Wort einfügen wollte. Dies alles kann man mit dem Computer problemlos machen, Korrigieren, Kopieren, Einfügen – diese Vorstellung war für mich paradiesisch. Ich entschied mich dann für den »Verlag Neue Kritik« in Frankfurt am Main, begann dort das dreimonatige Praktikum und wurde schon nach zwei Monaten von meiner Chefin gefragt, ob ich nicht bei ihnen die Umschulung machen wolle. Ich sagte zu, dachte jedoch bei mir, ich nehme mir das Wissen und nach sechs Monaten weiß ich dann, wie man eine Zeitschrift macht, verschwinde und dann mache ich meine Zeitschrift. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt etwa vier Jahre so gut wie nichts gearbeitet, hatte als Hausbesetzer und Punk gelebt, war in der radikalen linken Politik aktiv und hatte wegen einer unglücklichen Liebe auch eine Lebenskrise hinter mir, die mich gut ein Jahr beschäftigt hatte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon seit ein bis zwei Jahren die Spiritualität entdeckt, insbesondere die Kabbala, das Krishna-Bewusstsein und den indianischen Schamanismus.</p>
<p>Es zeigte sich, dass ich nach sechs Monaten Umschulung im Verlag noch bei weitem nicht wusste, wie der Laden lief. Ich hatte eine Krise mit der Arbeit, weil ich es nicht gewöhnt war, fünf Tage in der Woche regelmäßig zu arbeiten. Meine Chefin, selbst eine alternative und sehr freidenkerische Person, erließ mir dann den Freitag, was mich sehr erleichterte. An einem bestimmten Wochenende durchlief ich dann auch für mich den intensiven Prozess herauszufinden, was ich wirklich wollte, und entschied mich dann richtig und im tiefsten Innern für die Ausbildung. Montags war ich dann im Verlag und meine Chefin war erstaunt, weil ich plötzlich wie ausgewechselt war. Von da an war ich aufgeschlossen und bereit, interessierte mich für die Arbeit und engagierte mich. Es dauerte in der Tat die zwei Jahre Ausbildung, bis ich einigermaßen wusste, was es bedeutet einen Verlag zu machen. Viele Tätigkeiten in einem Verlag finden praktisch nur einmal im Jahr statt. Das heißt, um diese Arbeit oder diesen Arbeitsbereich wenigstens einmal zu wiederholen, muss man zwei Jahre dort arbeiten. Hier erarbeitete ich mir das »prerequisite knowledge«.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Gründung der Tattva Viveka<br />
1994-1996, TV 1-5<br />
Frankfurt/Main</strong></p>
<p><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-cover/tv01_web.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none     alignleft" style="border: 0pt none; margin-left: 0px; margin-right: 25px;" title="Tattva Viveka Ausgabe 1" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-cover/tv01_web.jpg" alt="TV 01" width="161" height="212" /></a></p>
<p><em></em>Diese ganze Ausbildung machte ich nur mit dem Ziel, meine eigene Zeitschrift herauszubringen. Ich hatte jedoch für mich den Grundsatz gefasst, dass ich diese Zeitschrift nicht alleine gründen wollte. Ich wollte mit anderen zusammen oder mindestens zu zweit die Sache starten, weil ich mir sagte, dass ein solches Projekt für eine Person zu viel ist. Ich sollte später erfahren, wie weise diese Einsicht im Vorfeld war. Ich erzählte hier und da von meinem Vorhaben und suchte Mitstreiter. Dies war gar nicht so einfach, doch eines Tages kam mein Freund Sacinandana Swami von den Hare Krishnas und sagte mir, er wisse jemanden, der auch eine Zeitschrift machen will. So stellte er mir Marcus Schmieke hervor. Es dauerte nicht lange, und das Projekt der Zeitschrift nahm konkrete Gestalt an. Marcus hatte schon einen Namen für die Zeitschrift – Tattva Viveka – und auch einige Artikel geschrieben. Sein Plan war es allerdings, die Zeitschrift auf dem Fotokopierer zu vervielfältigen und einfach in Kleinstauflage in seinem Freundeskreis zu verteilen. Für mich war es jedoch klar, wenn schon, dann richtig. Meine Vorstellung war, die Zeitschrift professionell zu produzieren und zu drucken und zwar in einer richtigen Auflage. Schließlich hatte ich das ganze ja nun gelernt und wusste aus dem alltäglichen Betrieb in unserem Verlag, was es heißt, ein Buch oder eine Zeitschrift zu drucken. Wir trugen dann die Artikel zusammen, ich entwickelte das Design, machte das Layout und organisierte den Druck. Eine weitere glückliche Fügung war die Spende einer gemeinsamen Freundin, die Sympathie für unser Projekt hatte und uns unterstützen wollte. Sie stellte uns 3000 DM zur Verfügung.</p>
<p><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-cover/tv02_web.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignright" style="border: 0pt none; margin-left: 25px; margin-right: 0px;" title="Tattva Viveka Ausgabe 2" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-cover/tv02_web.jpg" alt="TV 02" width="170" height="229" /></a>Die Erstellung der ersten Nummer der Tattva Viveka, 1994, fiel dann zeitlich zusammen mit dem Abschluss meiner Ausbildung zum Verlagsbuchhändler. Ich machte die Prüfung, die ich auch bestand, und die erste Tattva Viveka war mein persönliches Gesellenstück. So fing das alles an. Marcus und ich waren uns einig darin, dass wir diese Zeitschrift mit den Themen und Texten bestücken wollten, die uns interessierten, und nicht mit dem, was die Leser interessierte. In der Regel werden ja Zeitschriften an den Trends und Modethemen ausgerichtet, um möglichst viele Hefte zu verkaufen. Dies ist sicherlich auch ein vernünftiges Motiv, insbesondere, um die Wirtschaftlichkeit eines Magazins zu gewährleisten, und natürlich auch, um die Leserinnen und Leser zufriedenzustellen. Gleichwohl war es mir wichtiger, das zu veröffentlichen, was ich für essenziell hielt. Die Tattva Viveka hat in dieser Hinsicht immer schon eine sehr kompromisslose redaktionelle Linie vertreten: Wir veröffentlichen das, was uns interessiert und nicht das, was die Leser interessiert. Das klingt vielleicht ziemlich arrogant, hat für mich aber etwas mit Glaubwürdigkeit und Authentizität zu tun und bedeutete nur, dass wir die Themen rein nach inhaltlichen Kriterien und nach unserer Wahrheit ausrichten wollen und nicht nach ihrer Verkaufbarkeit – etwas anderes hielt und halte ich für unseriös. Natürlich bestand hierbei das Risiko, dass die Zeitschrift überhaupt nicht angenommen wird. Es zeigte sich jedoch, dass es genug Leserinnen und Leser gab, die sich für diese Themen interessierten.</p>
<p><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-cover/tv03_web.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" style="margin-left: 0px; margin-right: 25px; border: 0pt none;" title="Tattva Viveka Ausgabe 3" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-cover/tv03_web.jpg" alt="TV 03" width="170" height="230" /></a> Die Tattva Viveka ist zwar ein Special Interest Magazin, dessen Leserkreis immer begrenzt sein wird, aber für mich stand immer die Pressefreiheit und redaktionelle Qualität über den wirtschaftlichen Interessen. Marcus zeigte neben seinen inhaltlichen Qualitäten auch seine Talente im Vertrieb und brachte die Zeitschrift schnell unters Volk. Meine Stärke lag neben meinem Wissen über die Inhalte und den Umgang mit Sprache in der Organisation und der Umsetzung. Ich sorgte dafür, dass die Ausgaben erschienen. Wie durch ein Wunder hat sich die Tattva Viveka gehalten. Es ging immer wieder weiter. Die ersten zweieinhalb Jahre arbeitete ich noch parallel im Verlag Neue Kritik und machte die Tattva zuhause am Küchentisch. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Leitz-Ordner, indem ich Rechnungen und Schriftverkehr abhängte. Es dauerte mindestens ein Jahr, bis er voll war. Heutzutage habe ich zig solcher Ordner für alle möglichen Angelegenheiten der Firma. Manchmal fange ich einen neuen Ordner an und er ist innerhalb von 2-3 Monaten voll. Die Buchhaltungsordner fassen immerhin ein halbes Jahr, woraus der erfahrene Geschäftsmann auf den Umfang meiner Geschäftstätigkeit zurück schließen kann – die sich wohl eher unter dem Titel »lean management« einordnen lässt, das heißt ich habe die geschäftlichen Angelegenheiten auf das Allernotwendigste reduziert. Ich bin in erster Linie Philosoph und nur in zweiter Linie Geschäftsmann. Ich lernte jedoch, dass ein Verlag sehr viel mit Geschäft zu tun hat. Einen Großteil der Zeit geht es darum, wie man die Ausgaben und Einnahmen in einem vernünftigen Gleichgewicht und das Unternehmen insgesamt in wirtschaftlichen Dimensionen hält. Ich machte in dieser Zeit meine ersten Erfahrungen mit der Umsetzung meine rHerzensvision, mit dem praktischen Tun und der Verantwortung für mein Leben. Spiritualität und materielles Leben schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern gehen Hand in Hand. Das war mein Bedürfnis: eine Arbeit, die mich erfüllt, gelebte Spiritualität, die der Inhalt meiner Arbeit ist, Überführung der Philosophie in Lebenspraxis. Ich lernte, wie Geist und Materie zusammengehören. Schon zu Beginn der Tattva Viveka hatte ich mich, so gut ich konnte, der Fügung Gottes anvertraut, und alles entfaltete sich auf sehr konstruktive Weise.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Ausstieg in den Einstieg<br />
1996-1998, TV 6-8<br />
Schloss Weißenstein</strong></p>
<p><em></em>Nach zweieinhalb Jahren Tattva Viveka – es waren mittlerweile die Ausgaben 1-5 erschienen – wagte ich den Austritt aus meiner bürgerlichen Sicherheit als Verlagsangestellter. Mein Job im Verlag Neue Kritik war für mich damals das Beste, was ich mir innerhalb des »kapitalistischen Systems« vorstellen konnte, die »Sahneschnitte«. Ich wollte jedoch mehr. Ich wollte Freiheit und Selbstverwirklichung.</p>
<p>Ich kündigtem eine Stellung im Verlag Neue Kritik und ging zusammen mit Marcus Schmieke in die Schwäbische Alb auf Schloss Weißenstein, wo Marcus die Veden-Akademie, ein spirituelles Seminarzentrum, gründete. Das Schloss Weißenstein gehörte einem»verrückten Professor«, der als Fotograf für mikroskopische Aufnahmen Karriere gemacht hatte. Das Schloss, erbaut 1280, hat ungefähr 60 Zimmer und liegt majestätisch über dem Tal. In einem Stockwerk hatte der Professor eine beachtliche Kollektion von professionellen Mikroskopen untergebracht, zu der sogar ein Elektronenrastermikroskop zählte. Manfred war ein spiritueller Mensch und offen für alle exotischen Ideen. Gelegentlich sah man ihn im afrikanischen Kaftan durch den Schlosshof wandeln.</p>
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<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 412px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/engert3.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Die Geschichte der Tattva Viveka" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/engert3.jpg" alt="" width="402" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">Schloss Weißenstein (1996-1998)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Veden-Akademie veranstaltete Seminare und Symposien zu den Themen Yoga und Veden, freie Energie, alternative Heilweisen und Philosophie. Sie existiert übrigens auch heute noch und hat mittlerweile ihren Sitz in Kränzlin nordwestlich von Berlin – wieder in einem Schloss. Eine der ersten Veranstaltungen auf dem Schloss war übrigens der 1. Tattva Viveka Kongress, damals von Marcus organisiert, der ein Faible für Veranstaltungen hat. Auf Schloss Weißenstein erschienen die Ausgaben 6-8. Es zeigte sich, dass Marcus aufgrund seiner Tätigkeiten in der Akademie und anderen Interessen keine Zeit mehr hatte, zu der Tattva beizutragen. Nach etwa eineinhalb Jahren auf dem Schloss entschied ich mich deshalb, zurück nach Frankfurt zu gehen, weil ich dort von den infrastrukturellen Möglichkeiten her doch wesentlich bessere Bedingungen hatte als in dem abgelegenen Bergdorf in der Schwäbischen Alb. Obwohl ich die Zeitschrift nie alleine machen wollte, war ich nun doch alleine. Die Zeit auf dem Schloss mit dem Akademie-Projekt und der dazugehörenden Lebensgemeinschaft hatte mir jedoch geholfen, aus der Angestelltenposition auszusteigen und meinen Weg in die Selbständigkeit zu beginnen. Ich ging meinen Weg mit Herz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Welt des Geschäfts<br />
1998-2001, TV 9-16<br />
Darmstadt</strong></p>
<p><em></em>Ich hatte noch mein Zimmer in Frankfurt, das ich in der Zwischenzeit untervermietet hatte, und schon einen neuen Telefonanschluss beantragt, als mir ein begeisterter Tattva-Leser den Vorschlag machte, in Darmstadt ein Büro in seinem Haus zu beziehen. Er hatte ein Bürogebäude, das Büro stand leer, und er wollte es mir kostenlos zur Verfügung stellen. So begann die Zeit in Darmstadt. Wir gründeten zusammen eine GmbH, die Syntropia Kulturwerk GmbH. Henry kam aus begütertem Elternhaus und finanzierte über die folgenden drei Jahre hinweg nicht nur die Tattva Viveka und die GmbH, sondern auch den Aufbau des Syntropia-Buchladens, des Magic Carpet-Buchversands und des Syntropia-Versands für bioenergetische Produkte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 351px"><a href="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/engert4.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-none " title="Die Geschichte der Tattva Viveka" src="http://www.tattva.de/wp-content/gallery/tv-50/engert4.jpg" alt="" width="341" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Zeitungsmeldung zur Eröffnung des Sysntropia-Buchladens in Darmstadt 1999</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mithilfe dieser Investitionen konnten die Versandabteilungen wie auch die Tattva Viveka wachsen. Der Buchladen vor Ort hatte die seltensten Bücher im Angebot, war aber leider nicht sehr erfolgreich, wir stellten ihn nach zwei Jahren wieder ein. Wir konnten in dem Gebäude auch einen Veranstaltungsraum nutzen und machten dort regelmäßige Vorträge. Dies war eine Zeit des intensiven geschäftlichen Wachstums und vielfältigster Projekte. Die GmbH erforderte professionelles unternehmerisches Handeln, ich war Geschäftsführer, stellte mehrere Mitarbeiter ein, wir hatten mehrere Geschäftszweige. Ich war auf dem Marktplatz angekommen, in der Welt der Wirtschaft.<br />
[...]</p>
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<p>Den kompletten Artikel finden Sie in der <strong><a href="../tattva-viveka-50/">Tattva Viveka 50</a></strong></p>
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