Tattva Viveka 68

Schwerpunkt: Schamanismus weltweit / Psychologie des Selbst

Tattva Viveka 68

Schwerpunkte: Schamanismus weltweit / Psychologie des Selbst

Die Artikel der Tattva Viveka 68

Liebe Leserinnen und Leser,

diesmal hat es sich so gefügt, dass wir zwei Schwerpunkte haben: Schamanismus und Psychologie. Das hatten wir noch nie. Das ist was Neues und von daher schon spannend für mich. Aber es macht doch auch inhaltlich Sinn, auch weil wir ein schönes Bindeglied mit dem Aufsatz zur Biologie haben: Morphogenetisches Feld, Seele und Atmosphäre.

Der Schamanismus ist die erd- und naturverbundene Spiritualität schlechthin. Die schamanischen Kulturen leben mit dem Irdischen, dem Körper, den Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft.

Die Psychologie des Selbst wiederum ist der spirituelle Rand der Psychologie, der Bereich, wo die emotionalen und mentalen Angelegenheiten des Menschen mit ihren Bedingtheiten und Problemen an die Seele grenzen, die wir hier als unseren ewigen und spirituellen Wesensanteil verstehen.

Deshalb ist der Beitrag zum morphogenetischen Feld und der Seele das Bindeglied, denn er beschreibt den Zusammenhang zwischen Materie und Spirit. Das morphogenetische Feld ist der materielle Rand des Bewusstseinsfeldes, der Bereich, wo sich unsere Seele via Information in die Materie bzw. in die Form einschreibt.

Natur – Körper – Psyche – Seele – Gott: Alles steht so in einem großen und integralen Zusammenhang. Natürlich ist der Schamanismus nicht nur irdisch. Er arbeitet mit den feinstofflichen Wesenheiten und Energien, mit der Psyche und dem Bewusstsein, und mit Göttin-Gott. Und natürlich ist das Selbst oder die Seele nicht nur spirituell. Sie wirkt auf unseren irdenen Leib und formt und belebt ihn. Woher soll denn Leben kommen, wenn nicht vom Spirit?

Das Gros der Wissenschaftler behauptet noch, Leben sei zufällig aus Materie entstanden. Aber bis jetzt war noch keiner von ihnen in der Lage, auch nur einen Grashalm zu erzeugen, geschweige denn ein Insekt oder einen Menschen.

Man kann es drehen und wenden wie man will: die nicht-materiellen Dinge stehen mit den materiellen in Wechselwirkung. Das nicht Meß- und Zählbare, die spirituellen Tattvas (Soheiten) müssen in Betracht gezogen werden. Die Wissenschaft hat sie lange ausgeblendet, um auf einem abgegrenzten, sicheren Gebiet Erfolge zu erzielen. Mit der Wiedereinbeziehung dieser numinosen Sphären erweitern wir nun das Weltbild. Es geht nicht darum, die Wissenschaft wieder aufzugeben. Sie gilt für ihren Bereich und bleibt bestehen. Aber gerade die schamanischen Wirklichkeitskonzepte, die das Mystische im Irdischen sehen, und die Psychologie, die die Psyche des Menschen untersucht, können die anstehende Integration von materiellen und spirituellen Komponenten voranbringen.

Integration bedeutet Ganzwerdung. Es wird Zeit für diesen Entwicklungsschritt. Zu lange hat die Menschheit ohne Frieden und ohne Liebe gelebt, im Widerspruch der Gegensätze. Wir brauchen eine höhere Synthese der verschiedenen Aspekte des menschlich-spirituellen Daseins. Darum geht es in allen Texten dieser Ausgabe.

Ronald Engert

Viel Freude und Erkenntnis beim Lesen wünscht Ihnen

Ronald Engert, Chefredakteur

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