Philosophie

Gabriele Sigg - Die höhere Einsicht des Herzens

Jenseits gesellschaftlicher Prägungen

Autor: Gabriele Sigg Kategorie: Philosophie Ausgabe Nr: 56     Gefühle sind immer auch gesellschaftlich über- oder vorgeformt. Dieser Aufsatz zeigt, wie die gesellschaftlichen Konzepte auf uns wirken, sowie auch die Möglichkeiten des individuellen Handlungsfreiraumes. Die höhere Einsicht des Herzens ist dabei ein gefühltes Wissen, das nicht aus dem Verstand oder der Empirie resultiert. Jenseits gesellschaftlicher Prägungen und Bedingtheiten gibt es einen Raum, den das Herz als Teil der seelischen Ebene bildet.
Henri Bergson  

Erkenntnis zwischen Statik und Fluss

Autor: Ronald Engert Kategorie: Geistes- und Sozialwissenschaften / Philosophie Ausgabe Nr.: 07   Henri Bergson hat in seinem Werk »Die schöpferische Entwicklung« neben seinem Hauptthema der Evolution und der philosophischen Erfassung des Lebens der Differenzierung des menschlichen Erkenntnisapparates breiten Raum gegeben. Er unterscheidet zwischen dem Intellekt, der die Wirklichkeit in statische Teile zerlegt, die der Zeit enthoben sind, und der Intuition, die den Fluss der Wirklichkeit, das dauernde Werden und Entwerden in seiner Ganzheit erfasst.
Henri Bergson  

Die Schnittstelle zwischen Gehirn und Bewusstsein

Autor: Rupert Sheldrake, David Lorimer Kategorie: Geistes- und Sozialwissenschaften Ausgabe Nr.: 07   Henri Bergson (1859 1941) war ein bedeutender Philosoph des frühen 20. Jahrhunderts. Er war Professor an dem College de France und erhielt 1927 den Nobelpreis für Literatur. Das folgende Gespräch zwischen dem Biologen Rupert Sheldrake und David Lorimer, dem Vorsitzenden des Scientific and Medical Network, beleuchtet Bergsons Denken über das Wesen der Evolution und die Schnittstelle zwischen Gehirn und Bewußtsein. Dabei wird deutlich, wie Bergsons Denken zu heutigen Fragen in Beziehung steht.

Eine tröstliche Abhandlung

Autor: Angela Mahr Kategorie: Philosophie Ausgabe Nr: 51 Angela Mahr erhellt in diesem Beitrag das Phänomen »Das Böse«. Ihrzufolge sind es unsere unterdrückten Schattenseiten. Wenn wir bereit sind, diese bewusst anzuschauen und in unser Leben zu integrieren, verschwindet »Das Böse«. Dadurch wird es gleichzeitig möglich, unsere Beziehungen zu intensivieren und liebevoller zu leben. Was im Individuellen gilt, gilt auch für das Kollektiv. Jede Form von Krieg könnte so aufgelöst und transformiert werden.
Die Rede des Papstes vor dem Bundestag Autor: Ronald Engert Kategorie: Philosophie Ausgabe Nr: 50 Woher wissen wir, was gut und was böse ist? Wie setzen wir das Recht? In seiner Rede vor dem Bundestag sprach Papst Benedikt elementare Fragen an. Engert greift diese Fragen auf und untersucht das Verhältnis von Mensch und Gott und die daraus resultierenden Fragen des Gewissens und der Selbstverantwortung des Menschen. Ohne transzendenten Pol ist es nicht möglich, die Realität zu erkennen, wie sie ist, denn - wir sind nicht selbst geschaffene Geschöpfe. 81058_web_R_by_N-Schmitz_pixelio.de Rechtsphilosophie halte ich für eines der spannendsten Themen im Bereich Menschheit. Sie verschränkt die höchsten spirituellen Prinzipien mit dem existentiellen irdischen Leben. Wie können wir Gerechtigkeit erfahren? Wie regeln wir den gesellschaftlichen Umgang der Menschen untereinander? In früheren Zeiten wurde das Recht von der Religion abgeleitet. Heutzutage ist dieser Bezugspunkt nicht mehr gebräuchlich und es stellt sich die Frage: Woher leiten wir jetzt das Recht ab? Papst Benedikt hat dazu eine kurze, aber ungemein dichte Rede gehalten, die den Dingen auf den Grund geht und die Unreduzierbarkeit einer Anbindung ans Spirituelle auf ziemlich elegante und geschickte Art und Weise argumentiert.
Jean Gebser und die Vision des integralen Bewusstseins Dr. Tom Steininger im Gespräch mit Prof. Peter Gottwald Autoren: Dr. Tom Steininger, Prof. Peter Gottwald Kategorie: Philosophie Ausgabe Nr.: 49 Wie verstand der Philosoph Jean Gebser (1905–1973) das menschliche Bewusstsein und den Weg zu einer neuen Bewusstseinsstruktur? In seinem Hauptwerk »Ursprung und Gegenwart« spricht er vom Anbruch eines »aperspektivischen Zeitalters«. Was bedeutet das? Lesen Sie ein Gespräch über wesentliche Inhalte von Gebsers Denken und die heutige Relevanz. [caption id="" align="alignleft" width="183"]Der Philosoph Jean Gebser Der Philosoph Jean Gebser[/caption] Tom Steininger: Jean Gebser ist einer der Pioniere des integralen Denkens, das momentan in Deutschland an Popularität stark gewinnt. Gebser hat einen eigenen Zugang zum Integralen, der sich in manchem von dem unterscheidet, was heute vor allem von Ken Wilber beeinflusst als integral verstanden wird. Was ist Ihrer Ansicht nach der zentrale Gedanke von Jean Gebser? Peter Gottwald: Gebser hatte eine sehr schwierige Kindheit, er hatte keine akademische Ausbildung, sondern absolvierte eine Buchhändlerlehre und eine Banklehre, war aber nirgends ganz zufrieden. Mit 29 Jahren geriet er in eine tiefe Krise und muss eine Erfahrung gemacht haben, die man wohl tatsächlich als eine Erleuchtungserfahrung bezeichnen kann. Diese Erfahrung hat ihn, wie er sagt, mit einem »Gedanken« zurückgelassen: »Freiheit von Raum und Zeit«. Das war das entscheidende Erlebnis, von da an hat er Vergleichbares in der abendländischen Kunst und Wissenschaft gesucht. Denn für ihn war es eine Gewissheit: Es gibt etwas Neues im Abendland, das er das »aperspektivische Bewusstsein«, also das von Raum und Zeit freie Bewusstsein nannte.