Gute Luft zu verkaufen

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Veredelung der Atemluft für mehr Energie und Wohlbefinden »made in Germany«

Autor: Guido Bierther
Kategorie: Wirtschaft
Ausgabe Nr: 59

 

 

Tattva Viveka sprach mit dem Gründer und Geschäftsführer einer jungen Technologieschmiede, die den Begriff Luftkurort neu definiert und durch Geräte in der Größe eines Aktenkoffers den Wirkungsgrad der Atemluft nach dem Vorbild der Fotosynthese steigert. Eine gute Idee für ein innovatives Produkt, unternehmerischer Mut und eine Kombination aus ethischer Grundhaltung und Geschäftssinn führten zu einer Erfolgsgeschichte.

 

Tattva Viveka: Könnten Sie zunächst einige geschäftliche Eckdaten zur Airnergy AG nennen? Seit wann gibt es das Unternehmen? Wie wurde es gegründet? Wie viele Mitarbeiter hat die Firma?

Guido Bierther: Die Ursprungsgesellschaft der heutigen Airnergy Firmengruppe, die Natural Energy Solutions AG, wurde am 28.09.2000 in Siegburg bei Bonn gegründet. Die Folgegesellschaften Airnergy AG sowie die Muttergesellschaft Airnergy International GmbH sind seit Ende 2007 alleinverantwortlich aktiv.

Zu dieser besonderen Aufgabe kam ich durch eine eher zufällige Begegnung mit meinem Partner Silko Günzel sprichwörtlich wie die Jungfrau zum Kinde. Silko Günzel berichtete mir damals von einer revolutionären und nahezu marktreifen Gesundheitstechnologie, die den bisher ungenutzten Sauerstoffanteil der Atemluft für den Organismus verwertbar macht. Dazu suchte man einen Kaufmann und Investor. Mit seinem Wissen als Heilpraktiker und ebenso seinem Background als erfolgreicher Hochleistungssportler erklärte er mir, dass rund 75% des Luftsauerstoffs, den wir atmen, unverwertet wieder ausgeatmet wird, ohne diesen in Stoffwechselenergie umwandeln zu können. Dies sei auch der Grund, warum Leben durch Mund-zu-Mund-Beatmung gerettet werden kann. Mit zunehmendem Alter, bei Stress, Umweltgiften oder chronischer Erkrankung verliere der Körper zunehmend die Fähigkeit, Luftsauerstoff optimal zu verwerten.
Diese technologische Erstentwicklung, die wissenschaftlich heute als »Spirovitalisierung« bezeichnet wird, soll bewirken – ohne dabei den Sauerstoffanteil zu erhöhen, zu ionisieren oder Ozon zuzuführen –, dass die Regeneration auf der Zellebene gefördert wird und so im Organismus ganzheitlich für eine bessere Gesundheit gesorgt wird. Und das Ganze ohne Zufuhr von körperfremden Substanzen und sozusagen frei von Risiken und Nebenwirkungen.

Die Unternehmensgründung erfolgte aus privaten Mitteln. Heute, also rund 14 Jahre später, exportieren wir von Hennef aus die sogenannten Spirovitalisatoren in bisher circa 60 Länder. Der Exportanteil entspricht rund 80 Prozent. Etwa 25 feste Mitarbeiter und in etwa die gleiche Anzahl freie Mitarbeiter sorgen in Deutschland für die Herstellung und den Vertrieb. Insgesamt konnten wir so gemeinsam mit unseren ausländischen Partnern rund 30.000 Airnergy-Geräte auf den Markt bringen.

 

Firmensitz der Airnergy AG

Firmensitz der Airnergy AG

 

TV: Ihr Unternehmen verbindet ethische Produkte, die das Leben und die Welt besser machen sollen, mit ökonomischem Erfolg. Welche ethischen und spirituellen Überzeugungen haben Sie?

Bierther: Atemluft verbindet alle Menschen. Dies steht außer Frage, ist uns aber oft nicht bewusst. Eine naturnahe Technologie, die den Wirkungsgrad und die Qualität der Atemluft verbessert, Menschen zugänglich zu machen, kann meiner Meinung nach nicht ethischer sein. Wir sorgen so ganzheitlich für mehr Wohlbefinden und Lebensqualität – vereinzelt hat es auch schon zur Heilung »austherapierter Patienten« geführt. Dass wir damit ebenso ökonomische Ziele und Gewinn anstreben, liegt in der Natur der Sache wie auch in der Notwendigkeit ökonomischer Gesetzmäßigkeiten. Dennoch steht das Wohl des Menschen im Vordergrund. Wir geben keine Heilversprechen. Unsere Kunden ermutigen wir, sich für die eigene Regeneration bis zum Zeitpunkt einer besseren Gesundheit realistische Ziele zu setzen. Es gilt: Heile mit Weile. Die Ehrlichkeit, Transparenz und Nachhaltigkeit unserer Produkte spiegelt sich auch in der persönlichen Einstellung unserer Mitarbeiter.

TV: Sie sind in Ihrem Unternehmen der geschäftliche Kopf. Wie sehen Sie sich als Unternehmer, als Entrepreneur?

Bierther: Mit der Begrifflichkeit »geschäftlicher Kopf« kann ich leben. Die übliche Bezeichnung Chef oder Geschäftsführer trifft weniger meinen Geschmack, denn ohne meine Mitarbeiter, egal ob in der Produktion, im Versand, im Service, der Beratung oder Administration könnte ich dieses Unternehmen nicht führen. Meine Aufgabe ist es, die Dinge zu entwickeln und zu koordinieren, wobei ich meine persönliche Stärke eher in der Vision sehe, Airnergy möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Und dies in einer Zeit, in der nicht nur die finanziellen Mittel schrumpfen, sondern auch die Selbstverantwortung. Der internationale Gesundheitsmarkt ist ein wenig vergleichbar mit einem Haifischbecken, so bleibt es wohl für die nächsten Jahre sehr spannend.

 

Gute Luft zu verkaufen

Überreichung des FIVE STAR DIAMAND *GREEN* AWARDS. Von l.n.r: Silko Günzel (Mitgründer), Guido Bierther und Prof. Dr. med. Klaus Jung, (Leiter (externer) wissenschaftlicher Beirat)

 

TV: Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei der Vermarktung eines Produkts, das hohe Qualitätsstandards und ethische Ansprüche hat?

Bierther: Vordergründig sehe ich diese Herausforderungen zunächst in der Sicherheit, Bedienbarkeit und Langlebigkeit unserer Produkte. Rund 70% unserer Kunden sind Verbraucher, die weiteren 30% setzen sich zusammen aus Ärzten, Therapeuten, Sportlern und Betreiber von verschiedensten Lifestyle-Betrieben wie Kosmetikstudios oder Hotels. Immer mehr Unternehmer stellen ihren Mitarbeitern Airnergy als betriebliche Gesundheitsvorsorge während der Arbeitszeit zur Verfügung. Bevor es aber dazu kommen kann, ist die größte Herausforderung, das Bewusstsein für Atemluft bzw. der Bedeutung des Atmens insgesamt zu wecken. Nur dann haben wir die Chance, Vertrauen für unsere Methode zu gewinnen. Im Internet finden sich zur Aufklärung Videos, teils aus TV-Beiträgen, wissenschaftlicher Literatur, Presseveröffentlichungen, also einiges, was der Transparenz und Aufklärung dienen kann. Dennoch findet man im Internet auch Einträge von meist anonymen Kritikern, die Airnergy als Scharlatanerie vorverurteilen. Dazu ist Airnergy kein Discountprodukt und oft werden die Interessenten von den Negativkampagnen im Internet oder wegen des Kaufpreises verunsichert. Im Gesundheitswesen herrscht eine Art Vollkaskomentalität und nicht immer die Bereitschaft zur Selbstverantwortung. Wenn man es kaufmännisch und über einen längeren Zeitraum betrachtet, kostet das Gerät die Familie oder das Unternehmen täglich nicht mehr als ein Apfel in Bioqualität.

TV: Gibt es für Sie einen Ehrenkodex als Unternehmer?

Bierther: Ja. Als Unternehmer wie auch als Unternehmen. Bereits vor einigen Jahren haben wir den Airnergy-Ethikkodex selbst definiert. Nicht nur, weil wir damit unsere ethischen Leitlinien öffentlich machen wollen, sondern auch um nicht nur unseren Mitarbeitern und Partnern ein Signal zu geben, sondern ganz besonders auch unseren zukünftigen Kunden – sowie anderen Unternehmen mit der Verantwortung im Bereich von Gesundheit und Lebensmitteln. […]

 

Lesen Sie den kompletten Artikel in der TATTVA VIVEKA 59

 

Dieser Artikel ist auch als PDF erhältlich:

Guido Bierther TV59 (PDF)

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Preis: 1,00 EUR
(inkl. 19,00% MwSt.)
 
 

Artikel zum Thema in früheren Ausgaben:

TV 16: Werner Heussinger – Das Naturgesetz der Märkte. Fraktale an der Börse

TV 27: Werner Pieper – Medienexperimentator im grünen Bereich. Verlagsportrait

TV 46: Hans Meyer – Atme! Ausgangspunkt der Yoga-Praxis

TV 46: Stefan Datt – Yoga und Pranayama im Himalaya

TV 46: Dr. Sylvester Walch – Holotropes Atmen

 

Bildnachweis: © Dreamstime_Domen Colja S.p.

 

 

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