Jenseits der Schleier

Sehen, was wirklich ist

Jenseits der Schleier

Sehen, was wirklich ist

Autor: Isiria
Kategorie: Spiritualität allgemein
Ausgabe Nr: 73

Die Seherin Isiria verfügt über angeborene mediale Fähigkeiten, mit deren Hilfe sie Menschen dabei unterstützt, ihre Potenziale zu entfalten und im Einklang mit sich selbst und ihrer Umwelt zu leben. Das Interview arbeitet das Sehen als Erkenntniskategorie heraus und diskutiert die Frage, wie das wahrhaftige Sehen jenseits aller Schleier mit einem gesunden Ich verwirklicht werden kann.

Das Sehen – eine vergessene Fähigkeit?

Gabriele: Zu ergründen, was das Sehen eigentlich ist, ist für uns in der Redaktion ein  wichtiges Thema, denn aus unserer Sicht ist es ein Erkenntnismodus, der in unserer rationalen Kultur in Vergessenheit geraten ist, und wir möchten ihn wieder aufspüren. Isiria, was ist Sehen für Sie? Was machen die Konditionierungen und Prägungen mit uns beim Sehen oder Nicht-Sehen?

Sehen ist nach meinem Verständnis die Fähigkeit, außerhalb der gewohnten Realitätsebene Information zu empfangen.

Isiria: Sehen ist nach meinem Verständnis die Fähigkeit, außerhalb der gewohnten Realitätsebene Information zu empfangen. Für mich persönlich stellt sich das so dar, dass ich Bilder sehen kann, dass ich Farben sehen kann, Schattierungen und die Skala von weiß bis schwarz, was für mich Energiezustände oder Seelenzustände aufzeigt. Auch Zahlen empfange ich und Begriffe wie zum Beispiel psychotisch. Diese Informationen stehen mir einfach zur Verfügung. Sie sind bereits in meiner Kindheit angelegt.

Zu den Konditionierungen: Generell sind alle Persönlichkeitsanteile für mich sichtbar. Ich kann auch sehen, wann das ausgelöst wurde, ob das in dem eigenen Leben der Person stattfand, das heißt in der Kindheit, geburtlich, während des Geburtsprozesses oder pränatal, also vorgeburtlich, oder ob es sich um Konditionierungen bzw. Übertragungen handelt, die aus dem Familien- oder Ahnensystem stammen. Es ist auch häufig der Fall, dass sie nicht nur durch die Verhaltensweisen der Eltern geprägt wurde, sondern dass im epigenetischen Sinne etwas übertragen wurde, was die Vorfahren emotional oder körperlich erfuhren.

Ich sehe Seelenzustände, Energiezustände. Ich sehe, inwieweit Menschen ihr Herz geöffnet haben oder Herzblockaden haben, inwieweit sie mit ihrer eigenen Gefühlswelt verbunden sind und somit auch mit den Gefühlswelten anderer oder ob sie komplett eingesperrt, blockiert sind, Ängste haben und, was das Selbstwertgefühl betrifft, inwieweit sie selbstbewusst im Leben stehen. Das alles ist für mich wahrnehmbar.

Gabriele: Jetzt haben Sie beschrieben, wie Sie die Konditionierungen bei den Menschen sehen, wenn sie zu Ihnen kommen. Aber wie können Konditionierungen und Prägungen das Sehen beeinflussen oder verschleiern?

Ronald: Man kann wahrscheinlich gar nicht sehen, wenn man solche Konditionierungen hat, oder?

Isiria: Ich spreche jetzt von dem, was ich bei anderen sehen kann. Es ist fraglos eingeschränkt, dass Menschen, die unbewusste und verdrängte Anteile, Schattenanteile genannt, in sich tragen, sich selbst so sehen können. Deshalb fragen sie mich um Rat oder auch andere Therapeuten, die gute Methoden anbieten, um diese Anteile sehen zu können.

Die Rolle der Wahrhaftigkeit beim Sehen

Gabriele: Sie sprechen in Ihrem Artikel wie eben jetzt auch über das Wollen und Wünschen sowie davon, dass manche beim Sehen eher an Wahrsagen oder die Zukunftsvorhersage denken. Doch Sie schreiben auch, dass es unterschiedliche Persönlichkeiten, Lebenspläne oder Seelenpläne gibt.

Bei manchen Personen kann man das leichter voraussagen und andere wiederum haben eine flexiblere Persönlichkeit, da ist es nicht so leicht möglich. Ich finde, dass der Seher oder die Seherin eine Verantwortung hat. Sie/er ist wie ein Therapeut. Das ist ein feiner Prozess und sehr sensibel. Wenn jemand da eine intime Frage stellt und der Seher macht einem falsche Hoffnungen oder gibt einem Aussagen, die nicht stimmen, ist das problematisch.

Sehen, was wirklich ist

Es geht wirklich darum, dass wir hier alle unsere Themen haben und keiner erleuchtet unterwegs ist

Isiria: Richtig! Das wäre auch ein falsch verstandener Liebesdienst, wenn ich nur das sagen würde, was jemand hören will. Damit würde ich die Person fehlleiten und es geht wirklich darum, dass wir hier alle unsere Themen haben und keiner erleuchtet unterwegs ist. Das heißt, wenn die Person das nicht aufgezeigt bekommt, was wichtig für ihre Entwicklung und Befreiung ist, würde sie sich weiter verrennen und sich nicht authentisch leben und ihr Potenzial umsetzen können. Deshalb bin ich da sehr ehrlich zu meinen Klienten und versuche, es so zu vermitteln, dass sie das auch verstehen und annehmen können. Ich gebe auch  klar Hinweise,  praktikable Lösungen an die Hand oder auch Methoden. Es gibt  viele Methoden, die man auch selbst anwenden kann und die von Neurowissenschaftlern zum Beispiel als sehr wirksam deklariert werden. Das ist in jedem Fall richtig, was Sie sagen.

In dieser Fassung sind Auszüge aus dem Artikel wiedergegeben. Den vollständigen Artikel gibt es im Pdf (8 Seiten), das unten bestellt werden kann.

Hochsensitivität – Eine verkannte Begabung?

Isiria: Hochsensibilität und Hochsensitivität werden durchaus differenziert. Hochsensibel zu sein, ist für viele nicht gerade angenehm, da sie sich oft als Sensibelchen empfinden oder so bezeichnet werden. Hochsensibilität, so wie ich es gelesen habe, zeigt diese starke Empfindungswelt. Es ist diese verstärkte und intensivere Wahrnehmung und stärkere Empfindung sowie eine stärkere Reaktion auf die Erlebnisse und Ereignisse. Hochsensitivität ist die Fähigkeit, übersinnlich und medial mehr aus der Umwelt wahrzunehmen. Wobei es auch da eine Differenzierung gibt. Es gibt introvertierte und extrovertierte Hochsensible. Ich spreche im Folgenden allgemein von Hochsensiblen und meine damit auch die Hochsensitiven.

Hochsensitivität ist die Fähigkeit, übersinnlich und medial mehr aus der Umwelt wahrzunehmen.

Alle Hochsensiblen sind hochempfänglich und oft medial veranlagte Menschen. Sie sind  schnell überfordert und die introvertierten Hochsensiblen müssen sich von den ganzen Einflüssen zurückziehen, die sie sie regelrecht überschwemmen. Diese Eindrücke und Wahrnehmungen müssen bei Hochsensiblen vielschichtiger abgespeichert werden. Das heißt, ein normaler Mensch braucht vielleicht fünf Schubladen, in die er eine Erfahrung hineinlegt, und ein Hochsensibler an die zwölf. Dieser Prozess dauert länger, deshalb brauchen sie öfter Erholungsphasen und Rückzüge. Aber die große Stärke der Hochsensiblen ist wiederum, dass sie im Gehirn viel differenziertere Verknüpfungen anlegen und schneller und differenzierter darauf zugreifen können. Man sagt, eine Stärke von Hochsensiblen ist zum Beispiel, dass sie die Fähigkeit haben, in Notsituationen  klar und unmittelbar zu reagieren, während andere paralysiert, panisch und hilflos der Situation ausgeliefert sind. In solchen Momenten können Hochsensible aufgrund ihrer differenzierteren Erfahrungen  klar fast analytisch Schritte gehen, um sich und andere Menschen aus brenzligen und katastrophenähnlichen Situationen herauszuholen. Sie sind einfach anders, aber sie sind nicht besser oder schlechter als normale Menschen. Sie tragen zum Heil der Welt und zur Anhebung der positiven Energie oder des Mitgefühls einen  großen Anteil bei.

Es gibt darüber hinaus die extrovertierten Hochsensiblen. Das ist relativ ambivalent. Sie nehmen sehr viel auf und sind teils überfordert, und gleichzeitig sind sie sensationssüchtig. Sie brauchen  viele Erlebnisse, haben einen großen Lebens- und Erlebnishunger und sind sehr im Außen aktiv und nach außen orientiert und trotzdem hochsensibel. Das ist bei mir zum Beispiel die Veranlagung.

Lesen Sie im vollständigen Artikel mehr über die Gefühlswelt von Hochsensiblen/ Hochsensitiven.

Isiria: Genau! Eigentlich ist das von der Natur sehr gesund geregelt worden. Ein Mensch, der sich wahrnimmt und seine Bedürfnisse und Fähigkeiten spürt, der hat nicht unbedingt das Ansinnen, um jeden Preis reich werden zu müssen. Er hat Bedürfnisse, zum Beispiel nach Bildung, aber es ist ausgewogen, ihm und seinen Wesensanteilen entsprechend. Die, die auf Reichtum, auf schnellen Gewinn aus sind, die sind oftmals überhaupt nicht bei sich. Deshalb spreche ich auch Geschäftsleute und Manager an, und ich habe in dem Bereich viele Kunden, die wirklich nicht glücklich sind. Sie funktionieren wie Roboter und rutschen allmählich in den Burn-out. Sie haben keine Freude mehr am Leben. Sie sind vermögend und haben alles, was man sich wünschen kann, nur nicht das persönliche Empfinden von Glück und Sinnhaftigkeit in ihrem Leben. In dem Moment, wo ich auch diesen Menschen nahebringe, sich zu spüren und mal in ihren Kämmerchen zu forschen, treten sie von diesem materiellen Offensichtlichen zurück und fangen an, sich anders zu leben.

Gabriele: Darum geht es uns auch! Es geht auch darum, in der materiellen Welt ein gutes Leben zu führen und diese Aspekte in die Heilung zu bringen – also eine gesamtgesellschaftliche Heilung. Meine Vision ist, dass es nach diesem Resonanzprinzip verteilt wird, nach dem Wahrhaftigen. Das bedeutet, dass die, die eine hohe seelische Entwicklung haben, eigentlich mehr Geld haben, weil sie es viel sinnvoller verteilen können als jemand, der nur an seinen eigenen Vorteil denkt.

Eine Seele, die weit entwickelt ist, nimmt für sich das, was sie braucht, um ihre Bedürfnisse zu decken. Aber wer braucht Millionen? Sie nimmt das, was sie braucht, um ein gutes Leben zu führen, und es wird immer noch unendlich viel übrig bleiben, das sie sinnvoll verteilen kann, weil sie auch die Fähigkeiten hat, zu sehen, wie man es sinnvoll verteilt. Dafür braucht man keine Statistik. Das ist das, was Sie vorhin angesprochen haben: dass man eben in der Situation genau sieht, wo das hin verteilt werden könnte, damit es zur Heilung führt.

Isiria: Das ist die Integration beider Anteile, des spirituellen und des materiellen. Das würde heißen, Mensch-Sein in der Vollkommenheit und nicht in dieser Einseitigkeit zu leben. Dann würde es unserer Welt besser gehen. Aber es darf eben auch jeder für sich seelisch stark werden, und dafür wird er auch im Prinzip für die Welt positiv und stark sein. Es geht in der Förderung des Selbstwertes nicht darum, egoistisch zu werden, sondern um …

Ronald: … objektiv zu sehen!

Die Seherin Isiria

Über die Autorin

Isiria arbeitet mit ihrer angeborenen, stark ausgeprägten Medialität als Seherin und Coach. Über ihre ausgeprägte Intuition und Hellsicht erhält sie einen tiefen Einblick in alle Bereiche des Lebens. Aufgrund ihrer naturwissenschaftlichen Prägung und Ausbildungen als Ayurveda-Therapeutin und Klassische Homöopathin lässt sie ebenso Erkenntnisse der modernen Medizin und Forschung mit einfließen. Beratungsanfragen unter: 030-61 29 61 21/ info_coaching@web.de

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Erfahren Sie mehr über den Erkenntnismodus des Sehens. Die vollständige Fassung des ersten Teils lesen Sie in der Tattva Viveka 73 Auch für 2,00 € als ePaper erhältlich (Pdf, 8 Seiten).

Isiria - Gesamter Artikel als PDF

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Isiria ist auch Referentin bei unserem Online-Symposiums »Wissenschaft und Spiritualität – die Welten verbinden«.

Ihr Interview kann im Symposium-Paket mit 37 weiteren Interviews erworben werden.

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