Wie mich der Blitz der Erleuchtung traf

Wie mich der Blitz der Erleuchtung traf

Die non-duale Erfahrung

Autor: Ludmilla Rudat
Kategorie: Veden & Yoga
Ausgabe Nr: 77

Das Phänomen »Erleuchtung« erscheint vielen Menschen als ein unerreichbarer und fernliegender Zustand, der nur wenigen Menschen in fernen Ländern vorbehalten zu sein scheint. Doch wer ernsthaft und hingebungsvoll seinem tiefsten Seelenwunsch folgt, kann mit einer alles verändernden Erleuchtungserfahrung beschenkt werden. Diese Erfahrung offenbart, dass alles dieselbe Essenz miteinander teilt und so im Grunde alles eins ist.

Zwölf Jahre ist es her, dass die Erleuchtungserfahrung über mich kam. Seitdem ist viel passiert und doch nichts geschehen. Der Prozess der Integration der Erfahrung und die konkrete Beschäftigung mit den Themen Erwachen und Erleuchtung hat sehr viel Wissen offenbart über das Leben und das Funktionieren der Welt. Mein Partner Roland und ich veranstalten jedes Jahr die Erleuchtungskongresse in Berlin. So haben wir neben unserem Wirken als spirituelle Lehrer, bei dem wir viele Menschen auf ihrem spirituellen Weg begleiten, auch sehr viel Kontakt zu anderen erwachten Menschen und spirituellen Lehrern. Der Austausch über die vielfachen Erfahrungen des EINEN zeigt immer wieder, dass sowohl der Weg als auch die Erleuchtungserfahrung an sich sehr individuell sind.

Menschen erwachen aus dem Leid, Menschen erwachen aus der Freude, Menschen erwachen plötzlich aus heiterem Himmel, andere gehen einen langen Weg in Disziplin, um letztendlich ihr Einssein mit Gott und der Welt zu erkennen.

Der Seelenwunsch, die Welten zusammenzubringen

Ich kann von mir sagen, dass mein Weg zurück zu Gott ein Weg der Freude war, ein Weg des Erfülltseins, aber auch der Disziplin und der Ernsthaftigkeit.

Im Grunde war mir vom Verstand her gar nicht klar, dass ich Erleuchtung suchte. Das Wort Erleuchtung mutete mich etwas Unerreichbares an, für Menschen in fernen Ländern, die weitab von der Welt in mönchischer Askese ihr Dasein fristeten und ihr ganzes Sein vollständig auf dieses Ziel ausrichteten. Mir war nicht klar, dass ich genau dasselbe tat. Meine innere Ausrichtung auf die Selbst- und Welterforschung war genauso vollständig, ernsthaft und asketisch. Nur der Ausdruck war angepasst an die Möglichkeiten unserer westlichen Kultur. Ich lebte ein intensives, künstlerisch kreatives Leben mit der vollständigen Ausrichtung meines innersten Wunsches, diese zwei Welten, die ich damals erfuhr, zusammenzubringen.

Für mich gab es einerseits die gegebene, manifeste Welt der Dinge hier auf Erden und andererseits, davon abgegrenzt, die nichtmanifeste, übersinnliche Welt Gottes im Himmel, jenseits dieser manifesten Welt.

In dieser Fassung sind Auszüge aus dem Artikel wiedergegeben. Den vollständigen Artikel gibt es im Pdf ( 4 Seiten), das unten bestellt werden kann.

Der Augenblick des Erkennens

Mein Kopf begann zu krampfen. Ich reagierte sofort und sagte zu mir: Ach, du musst das alles nicht verstehen, und lehnte mich entspannt zurück. Ich ließ die alte Überzeugung los, dass das Verstehen des Rätsels Lösung sei. Es entstand eine Lücke im Verstand, totale Stille, und in genau dem Moment ertönte der Satz des Lehrers: Nicht du bist in der Welt, die Welt ist in dir.

Das ging tief. Plötzlich fühlte es sich so an, als würde sich meine linke, vordere Gehirnhälfte beginnen zu drehen. Sie drehte sich weiter und weiter und bei exakt 180 Grad schlug durch das tiefste Dunkel und die stillste Stille ein Blitz ein, geradewegs durch die Scheitelmitte bis zum Herzen. Und dann war alles klar. DAS IST ALLES GAR NICHT!!! Ein Lachen, ein schmunzelndes Kopfschütteln, dass ich das nicht schon viel früher gesehen hatte. Es liegt doch auf der Hand, es ist doch immer hier und war schon immer da. Es kann nicht nicht da sein.

Das, was ich wirklich bin, und das, was die Welt ist, ist ein und dasselbe. Bewusstsein, Präsenz. Die Welt, wie ich dachte, dass sie sei, offenbarte sich als Illusion.

Lesen Sie im vollständigen Artikel mehr über die Auswirkungen dieses alles und nichts verändernden Augenblicks auf das Leben der Autorin 🙂

Im Grunde kann man sagen, waren Kopf und Herz seit der Erfahrung zusammengefallen zu einer Instanz, die meine neue Wahrnehmungsausrichtung wurde. Die Gewissheit der Einsicht verblasste zu keiner Zeit, und ein Blick in den Himmel bestätigte dies jederzeit. Unter diesen Bedingungen begann die Integration der Erleuchtungserfahrung, die in dem Läuterungsprozess der „Dunklen Nacht der Seele“ gipfelte und dann zu der dauerhaften Verwirklichung der Erfahrung des einen Seins führen sollte. Das kleine Ich wurde zum kosmischen Ich oder die individuelle Seele erkannte sich als die Weltseele und ergoss sich in sie. Das sind alles Bilder und Versuche, etwas zu beschreiben, um das Phänomen Erleuchtung ein wenig verständlich zu machen. Es muss einem jedoch widerfahren, damit man WEISS.

Seither gibt es keine zwei Welten mehr, die verschieden voneinander wären. Der Himmel ist buchstäblich auf die Erde gekommen. Das eine hat das andere durchdrungen und sich schlussendlich als das EINE offenbart. Ich kann nichts mehr finden, was unterscheidbar wäre in seiner Essenz.

In Dankbarkeit und stiller Freude verbleibend.

Ludmilla

Über die Autorin

Ludmilla ist spirituelle Lehrerin in Berlin. Von ihr ist das Buch: Erwachen – der radikale Weg in die Freiheit (www.Ludmilla-Rudat.de). Mit Roland organisiert sie die Erleuchtungskongresse live in Berlin und Online im Internet. (www.Erleuchtung.jetzt)

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Erfahren Sie mehr über die Einzigartigkeit jeder Erleuchtungserfahrung und wie man daraufhin auf sich selbst und die Welt blickt.

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