Wissenschaft und Spiritualität

Die Menschheit befindet sich mitten in einer Transformation:

Der selbstbestimmte Mensch, eingebunden in menschliche wie kosmische Kontexte, wird jetzt geboren.
Für den Aufbruch in dieses neue Zeitalter steht Tattva Viveka.

Unsere Bestimmung ist Freude, Glück und Liebe. Wir brauchen Identität, um zu heilen, Liebe, um verbunden zu sein, Wissen, um zu erwachen. Mit der einmaligen Kombination von Wissenschaft und Spiritualität kannst du in unserer Zeitschrift Tattva Viveka Wegbegleitung für deinen inneren Lebensplan finden.

Tattva Viveka – essentielles Wissen seit über 28 Jahren!
Hier unsere Empfehlungen in der Übersicht:

Der Krieg – in mir

Der Krieg – in mir

Der gegenwärtige Krieg in Europa rüttelt an den Grundwerten Europas und an der Vision eines friedlichen Zusammenlebens. Er erweckt ebenfalls tiefvergrabene und verdrängte Ängste, Erinnerungen, Wut und Traumata, die durch den Zweiten Weltkrieg ausgelöst wurden und im Unbewussten der Kriegskinder und Kriegsenkel über Generationsgrenzen hinweg bis heute präsent sind. Die Autorin legt in diesem Beitrag auf ehrlich Weise eigene Ängste und familiäre Traumata offen und gelangt durch die Introperspektive so zu einer erweiterten Perspektive des Geschehens.

Es ist nicht zu glauben, ich kann es nicht glauben. Krieg? Das war doch dieses Monster, das vor 80 Jahren in Europa gewütet hat. Millionen Tote, unzählige Verletzte und Traumatisierte, Verwüstung allenthalben, der totale Horror. Und die Überlebenden dieses Monsters generierten ein Narrativ, das die moderne Geschichtsschreibung bis heute prägt:

Die Beteiligten eines Krieges sind klar voneinander zu unterscheiden und bestehen aus Aggressoren, Opfern und deren Verbündeten, die zusammen mit den Opfern die Täter bekämpfen.

Stimmt zunächst, auf den ersten Blick. Aber Moment mal, da war doch noch mehr, etwas, was meist ausgeblendet wird, weil es nicht in die Logik von Tätern, Opfern und deren Verbündeten als zwei getrennten, sauber trennbaren und zu trennenden Parteien eines Kriegsgeschehens passt. Daher sprach und spricht kaum einer über die Opfer auch auf Seiten der Täter, über Ermordete, Verhungerte, Vergewaltigte auf beiden Seiten. Diese paradoxe Logik des Krieges erreicht unser Denken deshalb nicht, weil die Vermischung von Opfern und Tätern bei allen am Krieg direkt Beteiligten nicht zu der dualistisch definierten Logik unseres binären Denkens passt, das sich seit ihrer Konzeptualisierung durch Aristoteles in unsere Köpfe eingebrannt hat. Sie vereinfacht unser Zurechtfinden in einer hochkomplexen Welt durch schlichte Ordnungsmuster, die der Logik des Entweder-Oder folgen und damit das Gefühl der Kontrolle über chaotisch anmutende Zustände suggerieren. Ein Sowohl- Als-Auch liegt jenseits der Reichweite dieses Denkens.

Meine Geschichte

Ich bin eine Kriegsenkelin, meine Mutter ist vor den Russen aus Ostpreußen geflohen, im Januar 1945. In einer eiskalten Winternacht, als sie, ihre Schwestern und ihre Mutter wieder einmal von russischen Soldaten überfallen wurden, stellte sie sich – gerade elf Jahre alt – mit ausgebreiteten Armen vor ihre Mutter, um diese vor den Soldaten zu beschützen, die sich auf sie stürzen wollten. Die Reaktion war ein Schuss eines Soldaten durch den Hals meiner Mutter. Man denkt, die Geschichte sei nun zu Ende, meine Mutter hätte sterben müssen. Aber ein anderer russischer Soldat, allem Anschein nach ein ausgebildeter Arzt, erbarmte sich des angeschossenen Mädchens und flickte seinen Hals notdürftig zusammen, während seine Kollegen über den Rest der Familie herfielen. Am nächsten Tag ging die Flucht weiter, sechs schwer traumatisierte Mädchen und Frauen im Kampf um das nackte Überleben.

Ich kenne daher die eindimensionale Wahrnehmung von Kriegsgeschehnissen zur Genüge. Der Russe an sich war in den Augen meiner Mutter das ultimative Monster, nur allzu verständlich nach dem, was sie erlebt hat. Obwohl es auch ein Russe war, der ihr Leben gerettet hat, war sie nie zu dieser Differenzierung von Gut und Böse in ein und demselben Feindesblock fähig, zu überwältigend waren die Gräuel, die ihre Familie und viele andere Flüchtlinge tagtäglich über Wochen erleiden mussten.

Ich kenne die aus dieser höchst subjektiven und einseitigen Wahrnehmung resultierende, das ganze Leben meiner Mutter überdauernde Unversöhnlichkeit und ihre Vorurteilsbeladenheit,

ihren verletzten Stolz, ihre Gefühle der Demütigung und des tiefen Grolls und vor allem ihre bornierte Rechthaberei in der pauschalen Verurteilung eines Volkes, das zur Gänze in Sippenhaft dieser Wahrnehmung genommen wurde.

Diese Gefühlslage meiner Mutter an sich war schon tragisch genug, weil sie ihr ganzes Leben geprägt und sie schwer krank gemacht hat: Sie ist mit 68 Jahren an Krebs gestorben. Was aber noch schlimmer wiegt, ist die Tatsache, dass diese Gefühlslage sehr viele der aus Ostpreußen Geflüchteten gegeißelt hat und sich darüber hinaus als unbewusste Reaktion auf erlittenes Unrecht, unsägliche Gewalt und Grausamkeit in der einen oder anderen Ausprägung in allen Opfern von Krieg wiederfindet. Da diese Menschen diese unerträglichen und daher abgespaltenen Gefühle selten bis nie angeschaut, geschweige denn durchgefühlt haben, konnten diese nie heilen, sondern wurden an die nächste Generation weitergegeben.

Weitere Empfehlungen aus dem
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Tattva Viveka 91, Juni 2022
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Jo Eckardt – Überleben in Gemeinschaft • Johannes Heimrath und Lara Mallien – Im Vertrauensraum transparent sein • Stefanie Raysz – Leben, Lernen und Arbeiten an einem Ort • Claus Reimers – Ein Leben für die Gemeinschaftsbewegung • Stefanie Aue – Von der Osho-Kommune zum spirituellen Dorf • Achim Ecker – Lieben ist eine politische Aufgabe • Gemeinschaft als Entwicklungsweg • Dieter Halbach – Beteiligung ist das Herz der Demokratie • Dr. Thomas Steininger – Der Mut zu träumen • Ronald Engert – Die Wahrheit wird uns nicht davonlaufen • Dr. Annette Blühdorn – Das metaphorische Herz Teil 2 • Dr. Iris Zachenhofer und Andraes Kalff – Die Annäherung von Medizin und Schamanismus • vieles mehr …

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