Tattva Viveka Magazin
 

Eine Zeitschrift für Soziologie und zukunftsgerichtete soziologische Fragestellungen

In dieser Rubrik der Tattva Viveka geht es uns darum, einerseits klassische Themen der Soziologie aus anderen Perspektiven zu beleuchten und andererseits Raum für gänzlich neue Überlegungen zu schaffen. Beides bietet die Chance, Denkanstöße und Handlungsimpulse für ein völlig neues, vielleicht ungeahnt tiefes gesellschaftliches Miteinander aufzuzeigen. Denn so wie wir derzeit als Gesellschaft organisiert sind, wie die unterschiedlichen Bereiche der Gesellschaft wie etwa Ökonomie, Bildung oder Familie strukturiert sind, wie unser Wertesystem ausformuliert ist, kann es nicht weitergehen.

Mehr und mehr wird klar: Viele dieser Strukturen und Muster bröckeln und tragen uns nicht mehr hinein in eine neue Zeit. Da wo sich Strukturen auflösen und damit Sicherheiten gehen, macht sich Verunsicherung breit. Genau dies können wir gerade im Außen beobachten, nicht nur in Deutschland. Aber in solchen Zeiten des Umbruchs bieten sich auch gänzlich neue Chancen und Möglichkeiten. Und just diese ergründen die Beiträge der Autoren und Autorinnen, die wir als Redaktion in unserer Rubrik Zeitschrift für Soziologie aus unserem Archiv aller bereits veröffentlichten Ausgaben und Hefte der Tattva Viveka für dich zusammengestellt haben.

Heilung vom Unterverdienen

Finanzielle und spirituelle Sphäre hängen zusammen. Deshalb sollten wir ein positives Mindset gegenüber Geld pflegen, wenn wir zu Wohlstand gelangen möchten.

Echter Wohlstand

Echter Wohlstand geht über materiellen Wohlstand hinaus und umfasst die folgenden fünf Dimensionen: Zeit, Beziehungen, Ökologie, Spiritualität, Kreativität.

Am Anfang war die Mutter (2)

Im Gespräch mit der Begründerin der Modernen Matriarchatsforschung Heide Göttner-Abendroth über Hierarchie, Herrschaft und das matriarchale Paradigma.

Die Familie steht im Zentrum

Im Gespräch mit einer Khasi-Frau, deren Volk eine matrilineare Gesellschaft bildet, lernen wir: Für die Khasi sind Clan und Fürsorge füreinander zentral.

Begegnung mit lebenden matriarchalen Gesellschaften

Zwei Frauen sprechen über die lebensverändernden Erfahrungen, die sie in lebenden Matriarchaten sammeln durften, die mütterliche Werte ins Zentrum stellen.

Am Anfang war die Mutter

Göttner-Abendroth begründete die Moderne Matriarchatsforschung, die durch die Untersuchung matriarchaler Kulturen Antworten auf politische Fragen geben möchte.

Gesellschaftliche Transformation durch Kokreativität

Die Menschen stehen an der Schwelle zu einer neuen Epoche. Das kreative Potenzial des Menschen ist nun gefragt, diese Evolution kokreativ mitzugestalten.

Ehre und Ehrgefühl

Ehre ist eine Kategorie, die in uns selbst liegt. Gesellschaftliche Konditionierungen können unser Ehrgefühl korrumpieren.

Der Wandel fängt bei uns selbst an!

Ohne die Aufarbeitung unserer eigenen emotionalen Defizite ist es nicht möglich, die Gesellschaft zu verändern. Ein Gespräch zwischen einer Soziologin und einem Philosophen.

Neue Perspektiven auf Wohlstand und Gesellschaft

Was verstehen wir im herkömmlichen Sinne unter Wohlstand und wie kann bzw. muss dieser neu gedacht werden? Denn klar ist, unsere derzeitige Lebensweise nach dem Motto »immer mehr und mehr« macht sowohl unseren Heimatplaneten Erde als auch uns selbst krank. Das belegen zahlreiche Forschungsergebnisse und einschlägige Literatur zum Thema. Wie kann Wohlstand für uns alle aussehen, wie kann man ihn auch jenseits materiellen Besitzes gestalten? Zugleich gilt es, nicht das Geld per se zu verteufeln. Paradoxerweise hat Geld, obgleich die meisten danach streben, eine negative Konnotation. »Geld stinkt« ist nur einer von vielen Ausdrücken in unserer Sprache, der diesen tief sitzenden Glaubenssatz sichtbar macht. Und diese sind aufzulösen, um die Schaffenskraft des Geldes zum höchsten Wohle der ganzen Welt einzusetzen. Wenn dich Gedanken, Informationen und Impulse zu einem »neuen« Wohlstand ansprechen, dann sei dir von unseren Publikationen insbesondere die Ausgabe Nr. 89 »Innerer und äußerer Wohlstand« ans Herz gelegt.

Mit unserem derzeitigen Verständnis von Wohlstand gehen der Ausverkauf und die Ausbeutung unserer »Mutter Erde« einher. Dies wird einer ungezügelten Marktwirtschaft angelastet, die wiederum als Ausdruck unserer patriarchalen Gesellschaft gilt. Vor dem Hintergrund eines einsetzenden Umdenkens in Richtung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist der Blick auf matriarchale Kulturen und Gesellschaften interessant. Was bedeutet Matriarchat im Unterschied zum Patriarchat? Wie leben Menschen in matriarchalen Gesellschaften und ganz konkret in Familien, in denen die Mutter im Zentrum steht? Wie gehen sie mit den Ressourcen der Erde um, wie ist ihr sozialer Zusammenhalt? Auf welche spirituelle Grundlage lässt sich das Matriarchat zurückführen? Und muss das Ende des Patriarchats kommen, damit wir als Menschheit eine Zukunft haben? Das und mehr erkunden unter anderem folgende Artikel in unserer Zeitschrift: »Am Anfang ist die Mutter«, »Am Anfang war die Mutter«, »Begegnungen mit lebenden matriarchalen Gesellschaften« und »Die Familie steht im Zentrum«.

Religion und Spiritualität aus dem Blick der Sozialwissenschaften

Spiritualität ist in unserer Gesellschaft auf dem Vormarsch. Neben den etablierten Religionen gibt es auch zunehmend andere Strömungen, die etwas argwöhnisch beäugt werden. Gleichwohl zeigen sie den tiefen Wunsch des Menschen, den Sinn des Lebens erfassen zu wollen. Verstehen zu wollen, weshalb man auf der Erde ist und wohin man geht, wenn eines Tages das Leben endet. Die Beiträge in der Tattva nehmen insbesondere das Phänomen in den Blick, weshalb neu aufkommende spirituelle Strömungen so häufig in die Ecke der »Sekten« gedrängt werden. Sie gehen den Fragen nach, was Sekten eigentlich sind, was sie auszeichnet und weshalb die etablierte Kirche auf sie reagiert, wie sie das nun einmal tut: »Warum Menschen sich über das soziale Phänomen Religion streiten«, »Normopathen, Gehirnwäsche und Antikultur«, »Die soziale Konstruktion des Sektenproblems« und »Auf dem Weg zu einer spirituellen Gesprächskultur«.

Bildung, Wissen und gesellschaftlicher Wandel

Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Unser Weg durch das Bildungssystem soll dieser Tatsache Rechnung tragen und Kindern und Jugendlichen Wissen und Informationen vermitteln, mit denen sie ihren Platz in ebendieser auf Wissen basierten Gesellschaft finden können. Und das Wissen, das wir erwerben, wird immer spezialisierter – böse Zungen sprechen gar von Inselwissen ohne jegliche Einbindung in einen umfassenderen Kontext. Denn die Komplexität in allen Bereichen des Lebens nimmt zu. Aber ist das unsere Zukunft? Müsste Bildung nicht ganz anderes leisten, um kreativen Ideen im kollaborativen Kontakt miteinander den Boden zu bereiten, die es uns ermöglichen, Zukunft zu gestalten? Uns gemeinsam auf die Suche nach neuen Ansätzen zu machen? Oder liegt die Lösung ohnehin darin, dass der Mensch mit der Technik verschmilzt? Eine spannende Diskussion! Diesen Fragestellungen gehen die folgenden Artikel nach: »Die Soziologie in der Wissensgesellschaft«, »Transhumanismus«, »Twitter macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer« oder »Lebensanschlüsse statt Schulabschlüsse«.

Soziologie – was ist das?

Die Soziologie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Ursprung, der Entwicklung und der Struktur des menschlichen Zusammenlebens befasst. Sie tut dies auf den unterschiedlichen Ebenen der Mikrosoziologie, der Mesosoziologie und der Makrosoziologie. Erstere beschäftigt sich mit dem aufeinander bezogenen Handeln von Individuen. Die Makrosoziologie betrachtet ganze Gesellschaften oder Staaten und die Mesosoziologie widmet sich dem Zusammenspiel von Individuen und größeren Einheiten wie zum Beispiel Verbänden. Da jeder Bereich, jede Facette der menschlichen Existenz wie zum Beispiel Partnerschaft, Familie, Geschlecht, Schule, Arbeitsplatz und Bildung aus soziologischer Perspektive betrachtet werden kann, haben sich entsprechende Unterbereiche der Soziologie herausgebildet, so zum Beispiel die Sozialpsychologie, die Religionssoziologie, die Arbeitsplatzsoziologie und die Kultursoziologie.

Soziologie vs. Sozialwissenschaft – was ist der Unterschied?

Der Begriff der »Sozialwissenschaft« bezeichnet verschiedene Wissenschaften, die sich mit dem sozialen Aspekt des menschlichen Lebens auseinandersetzen, ihn aus sozialwissenschaftlicher Perspektive untersuchen. Dazu gehört neben der Soziologie beispielsweise auch die Politikwissenschaft, die Kommunikationswissenschaft, die Psychologie und zahlreiche Wissenschaften mehr. Die Soziologie ist damit eine Teildisziplin der Sozialwissenschaft.

Die Tattva – eine Zeitschrift mit neuen Impulsen aus der Soziologie

Wenn du Gefallen an den Impulsen der Tattva Viveka gefunden hast und die neuen Perspektiven auf die Soziologie deine Begeisterung geweckt haben, dann würden wir uns freuen, dich als Abonnent unserer Zeitschrift (digital oder in Print) oder als fleißigen Leser unserer Einzelartikel zu gewinnen. Wenn du einzelne Artikel kaufen und herunterladen möchtest, klicke einfach auf den gewünschten Artikel und dann auf den Link »In den Warenkorb«. Die Tattva erscheint vier Mal jährlich mit interessanten deutschen, aber auch internationalen Autoren. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, melde dich gerne zu unserem Newsletter an. Unser Service für dich, damit du kein Heft, keine Sonderausgabe oder neuen Artikel mehr verpasst.

Wie alt ist die Soziologie?

Die Geschichte der Sozialforschung als eigene wissenschaftliche Disziplin ist noch relativ jung, wenngleich Fragestellungen zum menschlichen Miteinander die Menschen seit jeher beschäftigen. Gegründet wurde die Disziplin vor 150 bis 200 Jahren. Seither beschäftigen sich Soziologen mittels empirischer qualitativer und quantitativer wissenschaftlicher Methoden damit, das menschliche Zusammenleben zu beobachten, zu beschreiben, zu interpretieren und zu analysieren. Mittlerweile stellt die Soziologie ein längst anerkanntes Studienfach dar, das man an verschiedenen Instituten und Universitäten studieren kann.

Was genau bedeutet Gesellschaft?

Der Begriff »Gesellschaft« ist abstrakt und doch wird in vielen Texten vorausgesetzt, dass man weiß, was er bedeutet, wenn etwa von einer drohenden Spaltung der Gesellschaft, vom Rande der Gesellschaft oder von der Mitte der Gesellschaft gesprochen wird. In der Soziologie wird die Gesellschaft definiert als eine Gesamtheit all jener Menschen, die zusammenleben und deren Beziehungen zueinander über gemeinsame Normen und Konventionen bestimmt ist.

For our English readers: Tattva Viveka – a journal with a different focus on sociology

We aim for our journal being a forum for different authors from various scientific backgrounds and sciences, who differ in their approaches and views on sociological questions and topics. We are not a research journal, but we illuminate classical topics of sociology from other perspectives, and on the other hand we create space for entirely new reflections. The various articles that we brought together explore social questions such as how we should define wealth in the future, how matriarchy could help us in overcoming the impact of the materialistic excesses of the past, and how we could find a sustainable handling of resources. They review why religion and spirituality find themselves to be eyed suspiciously by society and why education needs to change. You find here publications from different volumes of our journal. Some are open and free, others come at a little cost, a small contribution, before you can access them.

Text: Ina Brecheis

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