Tattva Viveka Magazin
 

Philosophie in unserer Zeitschrift

Von allen Wissenschaften ist die Philosophie die Königsdisziplin. Während die Einzelwissenschaften sich mit einzelnen Gebieten und Themen beschäftigen, zum Beispiel Biologie oder Soziologie, stellt die Philosophie die Frage nach der »Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis«. Philosophen beschäftigen sich mit der Untersuchung, was denn die Essenz von allem ist. Sehr bekannte Philosophen sind Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger, aber auch Immanuel Kant, der das Motto ausrief: »Sapere aude!« (Wage zu wissen!) Das war eine grundlegende Kritik an der Religion. Philosophen stellen Fragen nach der Freiheit, der Ethik, dem Einzelnen und der Gesellschaft, aber auch nach der Geschichte und politischen Informationen. In philosophischen Werken über das Denken und die Theorie kann man durchaus etwas über das Leben erfahren. Hol dir die heißen Informationen zu dem, was hinter den Phänomenen steht, in unserer Zeitschrift! Unser Magazin bietet dir leicht verständliche Philosophie. Es gibt viele Beiträge, in denen du das Abenteuer Philosophie entdecken kannst. Vielleicht hilft sie dir sogar, dein Leben zu ändern.

Heilungsbiotope als Weg zum Frieden

Krieg entsteht aus ungelösten inneren Konflikten. Heilungsbiotope sind neue dezentrale Lebensformen, in denen man inneren und äußeren Frieden findet.

Das metaphorische Herz – Teil 2

Seele und Körper werden als voneinander getrennt wahrgenommen. Das Konzept des Leibs überwindet diesen Dualismus und führt den Menschen zurück in seine Ganzheit.

Die Wahrheit wird uns nicht davonlaufen

Der Philosoph Walter Benjamin verbindet Wissenschaft und Spiritualität und sieht die Wahrheit auch in den alltäglichen Dingen.

Das metaphorische Herz

Schon immer spielt das Herz eine große Rolle, sowohl metaphorisch als auch körperlich. Die Autorin führt uns die Rolle und Bedeutsamkeit unseres Herzens vor Augen.

Arche Noah

Neue Entdeckungen zwischen griechischer Antike und Daoismus eröffnen uns neue Betrachtungsweisen auf die Wahrheit.

Musik als Tor zum Transzendenten

Musik und Töne wirken stark auf die Gefühle und das Seelenleben des Menschen. Sie sind ein Tor zur Transzendenz, die in der Sprache der Schwingungen zu uns spricht.

Gut und Böse – und darüber hinaus

Gut und Böse gehören zur menschlichen Existenz und sind doch relativ. Dabei gibt es die Liebe Gottes, die die Kraft hat, diese beiden Pole zu überwinden.

Liebesspiel zwischen Ego und Higher Self

In der Balance zwischen Ego und Höherem Selbst, die einem Liebesspiel ähnelt, gelangt der Mensch zur Integration seines Selbst und zu Selbsterkenntnis.

Dem Urgrund des Seins auf der Spur

Ken Wilber spricht in diesem Interview über die Einzigartigkeit der Satori-Erfahrung, des Erwachens, und die Relevanz des Wissens um die Bewusstseinsstufen.

Unser philosophisches Magazin

Obwohl der Untertitel unseres Magazins »Zeitschrift für Wissenschaft, Philosophie und spirituelle Kultur« lautet und insbesondere Wissenschaft und Spiritualität verbunden werden sollen, ist doch die Philosophie die heimliche Königin in unseren Themenbereichen. Dies kommt nicht immer direkt zum Ausdruck. Jede von unseren Ausgaben hat einen eigenen Schwerpunkt, und da geht es schon auch in die einzelnen Bereiche des Lebens. Aber hinter den Erscheinungen hängt doch alles mit allem zusammen, und es gibt eine innere Weisheit, von der aus sich die Welt der Phänomene offenbart und in eine Ordnung bringen lässt. Das Wort Philosophie kommt aus dem Griechischen und bedeutet »Liebe zur Weisheit«. Die heilige Sophia ist die Weisheit, die vom Wissen unterschieden wird. Wissen beschäftigt sich mit Fakten und Informationen. Dies sind Einzelthemen und -elemente, die der Analyse zugänglich sind. Bei der Weisheit geht es jedoch um die Synthese, um das große Bild von allem, um das Ganze, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Philosophie kann auch ganz praktisch und anfassbar sein, z. B. im Projekt Trixiness.

Warum eine Zeitschrift für Philosophie?

Allzu schnell verlieren sich die Menschen im Außen, in der »Welt der 10.000 Dinge«. Den ganzen Tag ist man mit Alltäglichkeiten beschäftigt, und die Zeit vergeht schneller, als man denkt. Der Inhalt unseres Lebens besteht aus Arbeit und Haus, Familie und Freizeit. Die essenziellen Dinge des Lebens verlieren wir dann schnell aus dem Blick. Wenn wir schließlich nach all den Jahren zurückblicken, haben wir zwar für das praktische Leben viel getan – was auch sehr gut ist –, aber unser Innenleben und die großen Fragen des Lebens sind auf der Strecke geblieben. Es interessiert auch nicht jeden. Das ist okay. Das muss jede und jeder für sich selbst wissen. Aber vielleicht lassen dich diese Fragen doch nicht ganz los? Dann bist du bei uns richtig! In unserer Zeitschrift und auf unserer Website findest du Philosophie aus der ganzen Welt veröffentlicht. Wie gesagt, nicht jeder Artikel beschäftigt sich ausdrücklich mit Philosophie, aber fast überall steht sie im Hintergrund und gibt uns die Antworten auf unsere Fragen.

Wer mal richtig harten Stoff lesen will, könnte es damit versuchen: Die orthogonale Komplementarität. Transzendentalphilosophische Begründung der Einheit physikalischer und psychischer Grundbegriffe.

Aber wir können auch anders: ein sehr gefühlvoller Text über Liebe in der jüdischen Philosophie.

Welche Arten von Philosophie gibt es?

Eine der wichtigsten Unterscheidungen ist die zwischen Idealismus und Materialismus. Der Idealismus setzt, wie der Name schon sagt, bei den Idealen an. Es geht um geistige Werte, das Bewusstsein, Metaphysik und die Ideen. Der Materialismus im philosophischen Sinne darf nicht als moralische Kategorie verstanden werden, der zufolge jemand gierig oder kapitalistisch eingestellt ist. Philosophischer Materialismus bedeutet, dass die Betrachtung eben nicht an den Ideen und Idealen ansetzt, sondern an den materiellen Bedingungen der Menschen, also etwa ihrer physischen und sozialen Existenz, ihrer wirtschaftlichen Situation, ihrer politischen Freiheit oder Unterdrückung. Eine materialistische Betrachtung der Philosophie untersucht zum Beispiel, inwiefern die neuen Möglichkeiten der Informationstechnologie unsere Kultur verändern. Karl Marx prägte den Ausdruck »Das Sein bestimmt das Bewusstsein«. Es ist durchaus der Fall, dass unser Sein, d. h. unsere materielle Existenz, unser Denken und unser Bewusstsein bestimmt. Gleichwohl haben wir die Möglichkeit, uns auch dieser Kausalitäten bewusst zu werden und unter Umständen eine freie Entscheidung zu treffen.

Lesetipp: Was ist ein Subjekt?

Sind wir frei?

Eine absolute Freiheit zu proklamieren, wäre wohl übertrieben. Jeder Mensch möchte frei und ungebunden sein, aber zugleich sind wir immer Teil einer Gemeinschaft und brauchen sie auch. Wir müssen auf andere Rücksicht nehmen und dürfen ihnen keinen Schaden zufügen. Die Freiheit, meine Faust zu bewegen, endet da, wo die Nase des anderen anfängt. Und wenn jemand auf einem Stuhl sitzt, kann ich mich da nicht auch noch draufsetzen. Wir sind also immer auch von Bedingtheiten betroffen. Neben diesen Einschränkungen gibt es noch den Aspekt der Sicherheit, der unsere Freiheit auch einschränkt. Sicherheit und Freiheit sind zwei Pole, die sich in der Regel gegenseitig ausschließen.

Das Selbst

Trotz aller einschränkenden Aspekte, die das einzelne Ich betreffen, wie die Gemeinschaft und das andere Selbst, ist doch das Selbst selbst das wichtigste Thema der Philosophie. René Descartes brachte diese Perspektive ins Spiel. Er wollte sich von allen vorgegebenen und überlieferten Aussagen frei machen und allein aus sich heraus Erkenntnis gewinnen. Nur was er selbst denke und fühle, sei als real zu akzeptieren. Er ging davon aus, dass nur unser eigenes Selbst darüber entscheidet, was wir wahrnehmen und erkennen. Jedes Wissen ist damit subjektiv. Das war der Anfang der Aufklärung, aber auch zugleich der Anfang vom Ende der Idee einer objektiven Wirklichkeit. Die zeitgenössische Philosophie des ›Poststrukturalismus‹ ist nun bei dem Konzept angekommen, dass es keine allgemein verbindliche Wirklichkeitsdefinition mehr gibt. Diese Philosophie ist allerdings eine Dekadenzerscheinung.

Philosophy - English version

Our magazine delivers philosophical content as well as natural science and spirituality. Our desire is to connect sciences and spirituality, while philosophy is the matrix behind it. Philosophy in our approach deals with the conditions of the possibility of understanding. It is about epistemology and the different approaches to reality. Basically we emphasize an understanding which is open to transcendence, to the numinous world of the soul and God.

If you are an international visitor, please visit our English website www.tattva.org, where you can find research, science, philosophy, studies, ethics and interviews. This website offers open access.

Individuum und Kollektiv

Eine weitere wichtige Leitdifferenz ist die von Person und Gemeinschaft. Viele philosophische Ansätze gehen von der einzelnen Person aus, vom Ich. Es wird untersucht, wie das Sein und das Bewusstsein dieses Ichs strukturiert sind. Bekannt ist die Frage: »Wer bin ich?« Diese Frage spielt auch in der fernöstlichen Philosophie, etwa im Vedanta oder im Buddhismus, eine große Rolle. Es dreht sich also alles darum, wie das Ich wahrnimmt, denkt, erfährt und sich selbst versteht. Allerdings ist kein Individuum alleine und isoliert existent. Wir stehen immer in Wechselwirkung mit anderen Menschen. Die Gemeinschaft hat eine Wirkung auf den Einzelnen und das Individuum muss sich anpassen und einschränken. Insbesondere die jüdische Philosophie hat das Denken des anderen kultiviert. Sie trägt dem Umstand Rechnung, dass das andere Selbst, mein Gegenüber, seine eigene Existenz hat. Dieses philosophische Problem ist als ›Alterität‹ bekannt.

Wann begann die Philosophie?

Im Allgemeinen geht man davon aus, dass die westliche Philosophie im alten Griechenland begründet wurde. Der wichtigste Philosoph der Griechen überhaupt ist Platon. Er ist fast jedem Kind bekannt. Er begründete vor 2500 Jahren den Idealismus. Seine Philosophie besagt, dass die Ideen die eigentliche Realität bilden und wir hier in der physischen Welt diese Ideen nachbilden. So steht am Anfang beispielsweise die Idee des Tisches. Der Handwerker stellt dann nach dieser Idee einen Tisch her. Dieser physische Tisch ist aber nur ein Abbild der Idee. Platon nannte das ›Mimesis‹, was Nachahmung bedeutet. Wenn ein Künstler einen Tisch malt, dann ist das nach Platon eine Nachahmung zweiter Ordnung und noch weniger real als die erste Nachahmung.

Wie bekomme ich die Philosophie-Zeitschrift?

Unser Journal kannst du in (fast) jeder Bahnhofsbuchhandlung kaufen. Eine Leseprobe kannst du jederzeit bei uns auf der Webseite bekommen. Dafür musst du dich für den Newsletter anmelden. Schau auf der Webseite in unserer Artikelsuche. Dort kannst du bei den Suchergebnissen sehen, in welcher Ausgabe die jeweiligen Artikel erschienen sind. Du kannst dann das Heft oder den Einzelartikel bestellen. Am besten ist natürlich Abonnieren. Dann verpasst du nichts mehr und hast immer aktuelle Informationen. 😉 Wir bieten auch einige Bücher an. Besonders die beiden Bände »Der absolute Ort« von Ronald Engert enthalten sehr viele philosophische Aufsätze.

Text: Ronald Engert

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