Tattva Viveka Magazin
 

Bewusstsein-Zeitschrift

Bewusstsein ist eines der spannendsten Themen für eine Zeitschrift für Wissenschaft, Philosophie und spirituelle Kultur. Alles, was wir wahrnehmen, denken und fühlen, geht durch unser Bewusstsein. Und doch weiß niemand so genau, was das eigentlich ist. Man kann es nicht messen und wiegen, es ist wissenschaftlich kaum bestimmbar. Und doch wissen wir alle, was es heißt, sich einer Sache bewusst zu sein.

 

Um unsere Gesellschaft zum Besseren zu verändern, bräuchte es eine Art Bewusstseinskultur, in der es nicht nur um materiellen Gewinn und Wohlstand geht, sondern auch um geistige Dinge, denn Leben umfasst mehr als die äußeren Themen, mehr als die Welt der zehntausend Dinge.

 

Wir brauchen Wissen von den inneren Räumen unserer Spiritualität. Wir sollten uns bewusst machen, wer wir wirklich sind. Wir sind nicht nur der Körper. Wir sind auch Geist und Seele. Wir suchen nach Liebe und Wissen. Oft vergessen wir, warum wir wirklich hier sind. Das sind die Fragen des Bewusstseins.

Das metaphorische Herz

Schon immer spielt das Herz eine große Rolle, sowohl metaphorisch als auch körperlich. Die Autorin führt uns die Rolle und Bedeutsamkeit unseres Herzens vor Augen.

Die Sehnsucht des Klanges und seine multidimensionale Wirkung

Mithilfe bewusster klanglicher Erfahrungen können wir Sehnsüchte befriedigen und unser Leben ganzheitlicher gestalten. Eine Anleitung mit praktischen Übungen.

Transzendentes Träumen – Teil 3

Mit dem schamanischen Tod im Traum entfaltet der Autor geistige Talente wie das Aurasehen und wird von Geistwesen und seinem Doppelgänger mystisch geschult.

Was ist ganz?

Die Wissenschaft des Lebendigen arbeitet in vernetzten, offenen Ganzheiten. So werden modernes und traditionelles Wissen zu einer höheren Ganzheit geordnet.

Jean Gebser und der Weg ins integrale Bewusstsein

Gebser begründete ein Strukturmodell, das die Entwicklungsstufen des kollektiven Bewusstseins darstellt. Die nächste Bewusstseinsstufe ist die integrale.

Teilhard de Chardin – 3.Teil

Teilhards Ansatz für eine neue Theologie und eine neue Religion des »Ewig-Weiblichen« – einer Liebe, die alles auf das Höchste, den »Punkt Omega« ausrichtet.

Teilhard de Chardins Kosmogenese – 2. Teil

Die Kosmogenese ist die spirituelle Evolution von Mensch und Erde zum Geistigen hin. So entsteht ein lebendiges Geist-Seele-Kollektiv, die Noosphäre.

Erweitern Sie Ihr Bewusstsein!

Sheldrake erforscht außersinnlichen Fähigkeiten von Menschen und Tieren. Dabei plädiert er für einen erweiterten Geist, der nicht im Gehirn gefangen ist.

Hat der Physiker Burkhard Heim die »Weltformel« gefunden?

Der Physiker Burkhard Heim entwickelte abseits der Fachwelt eine zwölfdimensionale Physik, die die materielle und immaterielle Seite des Lebens integriert.

Wer bin ich?

Das ist die wichtigste und grundlegendste Frage. Bin ich ein Mann? Ein Journalist? Ein Weißer? Eine reiche Frau? Ein armer Schlucker? Bin ich schön oder hässlich, dick oder dünn? Dies sind äußerliche Bezeichnungen, die meine wahre Natur nicht treffen. Es sind zeitweilige Identifikationen, die nach einer gewissen Zeit wieder enden. Vor allem, wenn man noch die Reinkarnation in Betracht zieht, werden uns solche temporären Bestimmungen nicht gerecht. In diesem Leben bist du vielleicht eine Frau und im nächsten Leben ein Mann. Das kann also nicht der wahre Kern deines Selbst sein. Aber auch ein Beruf oder ein sozialer Status kann nicht das sein, was du wirklich bist.

 

Wenn wir die Frage tief durchdenken, kommen wir zumindest auf eine Wahrheit: »Ich bin.« Irgendjemand denkt über diese Frage nach, und dieser Jemand existiert offenbar. Wir kennen das von René Descartes: »Ich denke, also bin ich.«

Und wer oder was ist dieses »Ich«, das denkt, fühlt, wahrnimmt, glaubt und liebt? Dieses Ich ist wissend und bewusst. Es ist ein geistiges Wesen. Irgendetwas Spirituelles …

Lies hier, wie man vom kleinen Ich zum großen ICH BIN kommt.

Das geistige Wesen

Ich bin weder dieser Körper (ich habe einen Körper, aber ich bin nicht er), noch bin ich eine von diesen zeitweiligen Identifikationen, die mit materiellen Bedingungen zu tun haben. Mein Geschlecht hängt vom Körper ab. Meine Ethnie von dem geografischen Ort, wo ich geboren wurde. Meine berufliche Identifikation beruht auf dem materiellen Wissen, das ich mir angeeignet habe (z. B. einer bestimmten Technik, einem Handwerk oder Fachwissen).

Natürlich identifiziere ich mich mit diesen Aspekten. Es macht Sinn in der materiellen Welt, sich entsprechend einzuordnen und seinen Platz zu finden, als Frau, als Person of Color, als Mitarbeiter usw.

Wenn wir aber nach der Essenz streben, nach der Wahrheit, dann müssen wir uns eine andere Ebene vornehmen.

Die Materie unterscheidet sich vom Geist. Unser geistiger Anteil wird oft viel zu wenig in Betracht gezogen. Aber nehmen wir mal an, unser innerstes Wesen sei geistiger, spiritueller Natur. Nehmen wir an, wir sind reiner Geist, Wissen und Liebe. Dann ergibt unsere Existenz viel mehr Sinn. Wir erfahren mehr Zufriedenheit und bekommen bessere Antworten auf unsere Sorgen und Probleme. Wir finden bessere Lösungen und finden tiefe Freude.

Hier ein Beitrag: Die Versöhnung von Natur- und Geisteswissenschaft.

Ein Magazin für Bewusstsein

Bewusstsein ist bewusstes Sein. Wenn wir zur Essenz von allem vordringen wollen, dann sollten wir uns mit dem Bewusstsein beschäftigen.

Man kann es von verschiedenen Seiten her angehen. Rein von der spirituellen Seite ist es ziemlich klar. Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen. Wir sind sowieso ewig, allwissend und allglückselig (sat-chit-ananda), wie es die Bhagavad-gita, die heilige Schrift Indiens, sagt. Dort wird unsere materielle Identifizierung als maya, Illusion, beschrieben. Jenseits der Materie und der Sinne sind wir atman, die Seele, die fühlen und denken kann. Viele unserer Beiträge beschäftigen sich mit der vedischen Sicht.

Aber auch die Naturwissenschaften kommen immer mehr zu dem Punkt, Bewusstsein als reale, wirkende Größe zu akzeptieren. Es ist erstaunlich, wie weit Quantenphysiker hier schon gehen, z. B. der Artikel von Thomas Görnitz, der als Urgrund der Materie die Information bestimmt.

Einen Überblick findest du hier.

Wo entsteht das Bewusstsein?

Die wissenschaftliche Erklärung besagt, dass Bewusstsein durch neurophysiologische Prozesse im Gehirn entsteht. Die neuronalen Ereignisse in den Nervenzellen führen zu einer Art Rückkopplung, die sich aufschaukelt und verselbstständigt. Sie sind selbstorganisierend. Aus diesen neuronalen Reaktionen entsteht dann eine Vorstellung von Bewusstsein. Wir sind uns unserer Umwelt und unserer Mitwesen bewusst. Schließlich werden wir auch uns selbst bewusst.

Aus spiritueller Sicht heißt es etwa in der Bibel, dass Gott dem Menschen den Atem des Lebens einblies und ihn damit zu einem bewussten, lebenden Wesen machte. Unser Bewusstsein käme demzufolge aus der göttlichen Quelle. Anders gesagt wäre es die Grundvoraussetzung für Leben und einfach gegeben.

Wie es sich genau verhält, ist eine offene Frage, der wir in unserer Zeitschrift von allen Seiten nachgehen.

Erschafft Bewusstsein die Realität?

Ja und nein. In der Esoterik ist es eine weitverbreitete Annahme, dass wir mit unserem Denken die Wirklichkeit erschaffen. Wir müssen nur die richtigen Affirmationen aufsagen und schon läuft alles in die richtige Richtung. Die Realität lässt sich aber von solchen Machbarkeitserwartungen wohl kaum beeindrucken. Was jedoch in solchen Techniken passiert, ist eine Ausrichtung auf die gewünschten Ziele. Das führt zu einer vermehrten Aufmerksamkeit auf diese Dinge und dadurch zu einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass wir die Gelegenheiten bemerken und ergreifen. Aufmerksamkeit ist Kraft, heißt ein schamanisches Prinzip. Dort, wo wir unsere Aufmerksamkeit, also unser Bewusstsein, hin richten, dort passiert auch etwas. Impulse liefern dann Informationen und erwecken Interesse.

Wie Bewusstsein erweitern?

Dies ist ein kontroverses und auch sehr beliebtes Thema, denn hier geht es u. a. um die sog. Medizinpflanzen, also psychoaktive Pflanzen, oder auch synthetische Stoffe, die unser Bewusstsein erweitern und verändern können. Bekannt sind die schamanischen Anwendungen von Pilzen, Kakteen oder dem Ayahuasca, einer Lianenart. Aber auch LSD und MDMA fallen in diese Rubrik. Derartige künstliche Paradiese geben Einblicke in eine andere Welt und können eine Vorschule darstellen.

Die wahre Bewusstseinserweiterung findet man aber in der Erleuchtung oder dem Erwachen, wie es die spirituellen Traditionen anstreben. Über Meditation, Gebet, Rituale und eine innere Läuterung, bisweilen auch Fasten oder Askese erreichen die PraktikerInnen veränderte Bewusstseinszustände.

Welche Bewusstseinsstufen gibt es?

Jean Gebser ist der Begründer der Entwicklungsstufen des kollektiven Bewusstseins. Er unterscheidet fünf Stufen: die archaische, die magische, die mythische, die mentale und die integrale. Dieses Modell wurde von Ken Wilber aufgenommen und ausgebaut.

Die archaische Stufe wäre somit die einfachste Variante von bewusstem Sein, das sich vor allem auf das Überleben, die Ernährung und die Fortpflanzung beschränkt. Die magische Stufe entwickelt erste Vorstellungen von Einwirkung auf die Außenwelt. Auf der Stufe des Mythos sieht sich der Mensch eingebettet in höhere Mächte und Gottheiten, die sein Schicksal bestimmen. Hier geht es auch um soziale Räume.

Mit der mentalen Entwicklungsstufe wird der Mensch zu dem, was er heute ist: Er wagt, zu denken und sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Das ist die Phase der Naturbeherrschung, der Technik und Wissenschaft.

Die kommende Stufe wird dann die integrale sein, wo der Mensch eine übergeordnete Sicht einnimmt, alles in seinem Einklang erkennt und sich in die kosmische Ordnung einfügt.

Ist Bewusstsein spirituell?

Das Spirituelle ist das Mystische. Man kann es also nicht materiell erklären als physikalische, mechanische, elektromagnetische o. ä. Wirkung. Es gibt hier keine kausale Erklärung. Das Spirituelle ist nicht immer logisch, aber es ist auch nicht alogisch. Vielmehr ist es anti-logisch. Es überwindet die logischen Grenzen aus seiner Freiheit von materiellen Bedingtheiten heraus.

Unser inneres Fühlen und Denken, unsere Intuition und unser geistiges Sehen sind nicht materiell determiniert. Sie entspringen aus unserem wahren Selbst, das von Gott geschaffen ist. Sie sind selbst von göttlicher Qualität, wenn auch kleiner als Gott. Das spirituelle Bewusstsein des Menschen kann von seinem materiellen Bewusstsein überwältigt werden. Dann sind wir in materiellen, zeitweiligen Identifikationen gefangen – das, was die Inder Maya nennen.

Bewusstsein und Quantenphysik

Auf diese Beziehung wurde weiter oben schon kurz eingegangen. Das Besondere daran ist, dass die quantenphysikalischen Forschungen von der wissenschaftlichen Seite her zu dem zwingenden Ergebnis kommen, dass es ein Bewusstsein geben muss, das nicht durch materielle Wechselwirkungen oder Ursachen determiniert ist. Der Quantenphysiker Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Dürr kam nach einem langen Forscherleben zu der Schlussfolgerung: Es gibt keine Materie. Alle Messungen und Versuche zeigen, dass der Quantenraum nicht mit der herkömmlichen Physik beschrieben werden kann. Erstaunlicherweise sind es die Physiker, die von allen Wissenschaftlern für eine spirituelle Erklärung des Bewusstseins am offensten sind.

Text: Ronald Engert

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