Tattva Viveka Magazin
 

Christliche Religion

Wir alle kennen sie: die Trinität Vater, Sohn und Heiliger Geist oder besser gesagt die christliche Religion. Schon in frühen Jahren begegnen wir der Geschichte des Messias, unabhängig von evangelischer oder katholischer Gesinnung. Ein christliches Fest wie zum Beispiel die Geburt Jesu an Weihnachten, die Auferstehung Christi an Ostern, der Abschluss der Osterzeit an Pfingsten oder der Besuch des Sankt Martin lässt die Rolle und Gegenwärtigkeit des Christentums sowie die Botschaft des Glaubens immer wieder aufleben. Aber was steckt eigentlich dahinter? Ist die Religion der Christen mehr als strenge Gebote, eine Bibel mit Sprache und Schrift aus dem Mittelalter und ein lästiger sonntäglicher Gang in die Kirche? Auf jeden Fall verbirgt sich unter der Oberfläche ein größeres Reich, das den Menschen höheres Wissen über Leben, Liebe und Gemeinschaft offenbaren möchte. Wir schauen uns hier die Kultur und Vorstellung der Christen genauer an und liefern euch das größte Internetangebot an gezielt ausgewähltem Material der verborgenen Wahrheit aus Testament, Bibel und dem Leben Jesu.

Vom kleinen Ich zum großen ICH BIN

Das Christentum besitzt eine non-duale Mystik, die die Überwindung des Egos anstrebt. Mystiker gaben sich der Versenkung hin, um Einheit mit Gott zu erfahren.

Spiritualität von unten – Die Wunde als Quelle der Gotteserfahrung

Wir leben in einer Zeit, in der persönliches Glück das höchste Gut ist. Doch aus der Annahme unserer Wunden entspringt die Möglichkeit der Gotteserfahrung.

Rezension: Gustav Landauer: Meister Eckharts Mystische Schriften

Meister Eckhart dürfte vielen Leserinnen und Lesern derTattva Viveka zumindest vom Namen her als mittelalterlicher Mystiker bekannt sein. Kaum bekannt sein wird, dass die erste umfangreichere Übertragung aus dem Mittelhochdeutschen ins Deutsche von einem Anarchisten stammt.

Beginen – Mystikerinnen des Tuns

Beginen, eine weibliche christliche Religionsgemeinschaft, bot Frauen die Möglichkeit, jenseits von Nonnenorden ein religiös selbstbestimmtes Leben zu führen.

Lernte Jesus von den Frauen?

Jesus Wirkungsgeschichte wird aus feministischer Perspektive erforscht und seine Beziehung zu Frauen, die in verschiedenen Geschichten thematisiert werden.

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen berichtet in ergreifenden Worten von ihrer Schau Gottes, welche nicht durch die Sinne vernommen wird, sondern von der Tiefe ihrer Seele.

Gott ist Beziehung

Ist Gott strafend oder liebend? – Ein personales Wesen oder einfach nur das große Eine? Das Gespräch widmet sich den essenziellen Fragen des Daseins.

Ich trage deine Unschuld

Es gibt drei Marias in der Bibel, die unterschiedliche Urbilder des Menschen repräsentieren. Sie führen zur Erlösung und helfen im therapeutischen Prozess.

Die Bergpredigt in der Auffassung des Vedanta

Die Seligpreisungen der Bergpredigt werden hier von einem Vertreter des Vedanta interpretiert. Die Charaktereigenschaften eines gottesbewussten Menschen, wie sie in den Seligpreisungen dargestellt werden, sind ein Segen für die ganze Welt. Ein solcher Mensch hat Hass und Egoismus überwunden und die Liebe zu Gott so weit verwirklicht, dass es ihm auch möglich ist, die Menschen und die ganzen Schöpfung zu lieben.

Christentum als Weltreligion

Auf unserer Welt existieren viele Gemeinden, Gemeinschaften und Religionen mit eigenen Kirchen, Zuständigkeiten und Vorstellungen einer göttlichen Macht. Das Christentum folgt dem heiligen jüdischen Jesus. Katholische oder evangelische Kirchen, Bischöfe und Papst repräsentieren die christliche Kirche. In anderen Weltreligionen wie zum Beispiel dem Hinduismus oder Islam sieht das »Drumherum« schon anders aus. Abgesehen von diesen unterschiedlichen Formalitäten lassen sich zwischen den einzelnen Religionen auch Verbindungen, Gemeinsamkeiten und Überschneidungen erkennen. Es gibt eine universelle Kraft und Bedeutung, die allen zugrunde liegt und die alle miteinander teilen. Die Geschichte Jesu gilt dabei als ein eigener Weg von vielen. Das Christentum muss somit in seinem eigenen einzigartigen Rahmen verstanden werden, um diese höhere Mission zu verkünden und weiterzugeben.

Christliche Religion

Christentum als Entdeckung

Vor allem in Deutschland lernen wir in unserer Schul-, Firmungs- oder Konfirmationszeit viele Fakten über den christlichen Glauben kennen. Wir wissen, dass Luther im 16. Jahrhundert durch die Reformation Veränderungen und einen Wandel in der christlichen Gesellschaft markierte. Auch viele wissen, dass die Lehre ihren Ursprung aus dem Judentum hat. Schließlich war Christus und wird er bis heute noch als der König der Juden angesehen. Eine Tatsache, mit der sich sehr orthodoxe christliche Menschen nicht unbedingt anfreunden können. Jesus hätte wohl kaum eine Trennung wegen seiner eigenen Herkunft zwischen den Geschöpfen hervorrufen wollen. Wagen wir uns tiefer in die Worte und Themen der religiösen Richtung, können wir genau erkennen, dass unabhängig von vermeintlicher Gruppenzugehörigkeit und religiöser Identifikation das Ziel der Christenlehre ein liebevoller und wohlwollender Umgang und Kontakt der Menschen miteinander und zueinander ist und jedes Wesen diese friedvolle Begegnung verdient hat. Das Christentum hat die Idee der Nächstenliebe entwickelt.

Geist im Christentum

Folgen wir den christlichen Erkenntnissen, so gibt es viele interessante Punkte und Annahmen, die das Weltbild der Gläubigen ausmachen und formen. Zentral für die Einstellung der Christen ist der Monotheismus, das heißt die Anhänger:innen sind davon überzeugt, dass es nur einen allmächtigen und göttlichen Herrn gibt. Im Kontext dessen ist die wohl wichtigste Überzeugung die einer ewigen Wirklichkeit oder eines Paradieses, das nach dem irdischen Tod auf die Weltbewohner wartet. Das bedeutet, dass schließlich alle Individuen, Gott und der Sohn Gottes einheitlich in diesem Himmel zusammenfinden und dieser Ewigkeit für immer angehören. Jeden Sonntags-Gottesdienst bekennt man sich in einem Glaubensbekenntnis genau zu dieser Geisteshaltung von einem paradiesischen Dasein nach dem weltlichen Bestehen auf Erden. Somit wird das Sterben eines oder einer Einzelnen als heiliger Akt des Ausbruchs aus Leid und Qual konnotiert.

Ist der Glaube der Christen spirituell?

Im Prinzip kann jede religiöse Geisteshaltung von spirituellem Wert sein. Es kommt ganz darauf an, wie man als Christ:in den eigenen göttlichen Weg gestaltet. Geht man in die Kirche und zum Pfarrer oder betet man vor dem Essen und Schlafengehen nur, um die eigenen Pflichten »abzuarbeiten«, fehlt offensichtlich eine spürbare und vom Herzen erlebte Verbindung und Erfahrung zu Gott und einer höheren Dimension. Wird es jedoch mit ebendieser spirituellen Wertigkeit an Bewusstsein, tiefer Verbundenheit und Wohlwollen versehen, so kann christliches Gottvertrauen durchaus als spirituell bezeichnet werden.

Wer war Jesus?

Der Erzählung folgend wurde er als Hirtensohn von Maria und Josef in einem kleinen Stall in Nazareth geboren. Während seines Lebens wurde er von Gott auserwählt, um als Botschafter und Retter der Menschheit mit all ihren Sünden und Leiden die Nachricht von der Erlösung durch die väterliche und liebende Zugewandtheit Gottes zu seinem Volk, also allen Menschen, zu verkünden. Er war so gesehen also da, um kollektive Heilung und Frieden auf der Erde zu verbreiten. Da viele seinen Worten nicht glaubten und ihn als Bedrohung für die damalige politische und gesellschaftliche Situation wahrnahmen, wurde er schließlich in Golgotha, einer Stätte in der Nähe von Jerusalem, durch den Tod am Kreuz ermordet.

Was ist der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch?

Im Grunde sind beide Konfessionen verschiedene heilige Richtungen oder »Bekenntnisse« innerhalb einer gemeinsamen Religion. Durch die lutherische Reformation kam es zu der Spaltung in diese zwei religiösen Bewegungen. Zwar gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch ein paar Unterschiede. In dem Kirchenverständnis der Katholiken glaubt man zum Beispiel an die Notwendigkeit eines Papstes, der den Nachfolger des geweihten Petrus darstellt. Die evangelischen Anhänger:innen hingegen sind der Meinung, dass sie keine Bischöfe oder den Papst brauchen. Egal, welcher Seite man zustimmen oder angehören mag, sollte man sich daran erinnern, dass alle zu ein und derselben Religion und Einheit gehören.

Entsprechen bestimmte Teile der biblischen Geschichte, z. B. dass Jesus Wasser in Wein verwandelte, der Realität?

Es gibt eine Vielzahl von solchen bildlichen Geschichten in der Heiligen Schrift, die jedoch nicht immer Wort für Wort genau so zu verstehen sind, wie wir sie auffinden. Dachtest du auch schon mal daran, wie es wohl wäre, auf dem Wasser zu laufen? Die Vorstellung ist ziemlich cool, aber das wird eher nicht genau so stattgefunden haben. Meistens dienen diese Erzählungen christlicher Art einfach zur Veranschaulichung. Dabei handelt es sich hier also um Metaphern, die eine innere und höhere Weisheit in sich enthalten, um die Wahrheit eher mit spielerischen Worten und Darstellungen weiterzugeben.

Woher stammt das Wort Christentum?

Laut Lexikon ist Christ die eingedeutschte Version des Begriffes Christus, der griechische Wurzeln hat und mit der Übersetzung »der Gesalbte« so auch der Stellung und Position Jesu sehr nahekommt. Bis etwa in das 19. Jahrhundert wurden Anhänger:innen dieser Weltsicht »Christianer« oder »Christenmenschen« genannt.

Christentum bezeichnet folglich einfach den übergeordneten Begriff, unter dem sich die Anhängerschaft und Gesamtheit dieser Weisheit einordnen lassen. Auch bis heute gibt es viele verwandte und eher alltägliche Begrifflichkeiten wie z. B. Christbaum, -stollen, -markt oder -fest.

Wo kann ich meine christliche Gläubigkeit am besten ausüben?

Natürlich ist das eine Frage deiner persönlichen Präferenzen und Gefühle. Vielleicht bist du eher ein Kirchgänger und bevorzugst dabei eine römisch-katholische oder evangelische Umgebung, wie z. B. die EKD. Oder du praktizierst deine Gottesverbundenheit mit dem Glauben lieber bei dir zu Hause im privaten Raum. Es gibt auch Orte wie z. B. in Deutschland das House of One in Berlin, wo alle Glaubensrichtungen, von buddhistisch bis Islam, herzlich eingeladen sind und Kontakt schließen können. So wird hier eine Szenerie der gemeinsamen Gläubigkeit und untrennbaren Einheitlichkeit geschaffen. Fast wie in einem Sportclub, wo man einen gemeinsamen Sinn teilt und dem Takt seiner Herzens- und Wesens-Uhr folgt. Teste es für dich aus, wo und womit du dich dabei am wohlsten fühlst, dann findest du mit Sicherheit den richtigen Weg.

Text: Lara Zieher

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