Liebe in der Partnerschaft in unserer Zeitschrift

Liebe ist ein großes Wort und ein noch größeres Mysterium. Liebe wirkt überall und kann doch zugleich so flüchtig sein wie der Wind. Sie kann treibende Kraft für große Taten sein und sich manchmal ganz sanft und klein in Stille zeigen. Sie liefert Stoff für Abertausende Märchen, Mythen und Legenden auf dieser Welt und schon viel Tinte wurde über sie vergossen. Vor allem über die Unerfüllte, die Unerwiderte mit Liebeskummer und die ganz Große zwischen Mann und Frau. Wir möchten in unserer Rubrik »Zeitschrift Liebe« den Versuch wagen, uns diesem Thema ganz behutsam anzunähern, denn das ist die Liebe zwischen Mann und Frau ja bekanntlich auch: ein Minenfeld. Wir stellen uns die Frage, was der Liebe in einer erfüllten Partnerschaft im Wege stehen kann, und suchen die Wurzel allen Übels zu ergründen. Wir möchten wissen, was geschehen muss, damit Partner, Mann und Frau einander neu entdecken können. Und zuletzt werfen wir einen Blick darauf, wie die Liebe in der Dynamik innerhalb eines Paares in ihrer ganzen Schönheit, ihrer ganzen Fülle und in tiefer Spiritualität gelebt werden kann. Wir laden dich ein, liebe Leserin und lieber Leser, in die thematische Vielfalt dieses Themas in unserem Magazin einzutauchen. Viel Freude und viele Inspirationen!

Sexualität als Heilkraft

Jeder Mensch besitzt sexuelle Menschenrechte. Wenn diese eingehalten werden und wir uns für unseren Partner öffnen, kann Sexualität heilend wirken.

Die Rückkehr der Tempelpriesterinnen

Die Zukunftsgeschichte erzählt von einer Tempelpriesterin, die sich an ihre früheren Leben erinnert, in denen sie heilige Sexualität lehrte.

»Bewusstsein verändert alles«

Sex muss kein instinktiver Akt sein. Mehr Bewusstheit kann zu mehr Präsenz, Verbindung und besseren Orgasmen führen.

Von magischen Mumus

Kristalldildos sind eine natürliche Alternative zu Sex-Toys aus Silikon. Sie helfen bei der Entschleunigung des Sexlebens und der Auflösung von (sexuellen) Traumata.

Bewusste Berührung

Bewusste Berührung und Massage führen nicht nur zu mehr Entspannung und Stressabbau, sondern können dem Massierten auch eine neue Perspektive auf sich selbst eröffnen.

Sexualität im Tantra

Die tantrische Praxis der Erotischen Kontinenz führt zu einer Verbesserung des Liebesspiels und dem Erreichen von Ekstasezuständen.

Die Kraft der sexuellen Ekstase

Skydancing-Tantra lehrt, wie wir ein ekstatisches Leben leben können.

Und sie erkannten sich

Eine bewusste Sexualität und ein liebevoller Umgang miteinander sind die Grundpfeiler einer friedvollen Gesellschaft.

Tantra war nie männlich-chauvinistisch

Osho berichtet vom Gelehrten Saraha, der seine Meisterin in einer gewöhnlichen Pfeilmacherin fand.

Wir haben sie noch nicht gefunden – die wahre Liebe

Schauen wir uns in unserer Welt um, so müssen wir erkennen, dass von einer achtsamen, liebevollen und offenen Begegnung zwischen den Geschlechtern nicht die Rede sein kann. So zeichnen etwa Werbung, Popmusik oder Filme ein einseitiges, extrem sexualisiertes Bild beider Geschlechter: Da gibt es auf der einen Seite den harten, unnahbaren Mann, der seine Männlichkeit nur dann unter Beweis stellt, wenn er zielstrebig und ohne Gefühl nimmt, was er will. Und da ist auf der anderen Seite die Frau, die sexuell stets verfügbar, immer bezaubernd und verführerisch ist, aber nur passiv darauf wartet, erobert zu werden. Dementsprechend findet man in Frauenzeitschriften und Ratgebern Informationen darüber, was es braucht, um verführerisch zu sein (Trend-Mode, Beauty – also schöne Haare, schlanker Körper durch strikte Ernährung und entsprechende Produkte, die natürlich auch in der entsprechenden Zeitschrift zu finden sind) und Dating-Tipps bzw. die Psychologie der Verführung, wie man ihn unschuldig und doch lasziv um den Finger wickeln kann.

Diese Bilder stecken tief in unseren Köpfen und haben sich geformt, seit das Patriarchat vor mehreren Tausend Jahren zur vorherrschenden Gesellschaftsform wurde und damit nach und nach alles Weibliche, Weiche, Intuitive entwertet und verachtet wurde. Die Verletzungen durch den Verlust der Ganzheitlichkeit bei Männern und Frauen gleichermaßen sitzen tief und der Weg in die vollkommene Heilung ist wohl noch weit.

So müssen wir uns nun daranmachen zu erkunden: Was ist eigentlich weibliche Kraft und Energie? Wie drückt sich eine geheilte Männlichkeit aus? Wie fühlt es sich an, in seiner Kraft zu stehen, sowohl als Frau als auch als Mann? Wie können wir die Schönheit beider Energien annehmen und feiern? Dies und mehr erkunden die folgenden Artikel in unserer Rubrik »Zeitschrift Liebe«: »Bericht vom Frauen-Männer-Kongress«, »Die dunkle Seite der Liebe« – der böse Mann, »Verzerrte Liebe und Sexualität«, »Von der Dualität zur Polarität«, »Ein theoretischer Versuch« oder auch »Frauen im Matriarchat«.

Liebe in der Partnerschaft in unserer Zeitschrift

Versöhnung zwischen Mann und Frau – ein Schritt der Heilung

Um eine Versöhnung zwischen Mann und Frau in Liebe zu ermöglichen, müssen wir uns fragen, was unsere Glaubenssätze sind, die wir über das jeweils andere Geschlecht tief in uns tragen. Wo engen wir Männer, wo engen wir Frauen in unserem Sein ein, weil wir mit unseren Gedanken ein Korsett um den jeweils anderen herum geformt haben, aus dem wir sie/ihn nicht entlassen. Um uns dem anderen zu öffnen, muss aber ein anderer, ein erster Schritt erfolgen: die Kenntnis und Akzeptanz unseres Selbst in Selbstliebe und innerer Freundschaft zum eigenen Geschlecht. Mann zu sein und sich damit rundum wohlzufühlen bzw. Frau zu sein und sich kraftvoll und ganz zu fühlen – das ist uns im Laufe vieler Jahrtausende verloren gegangen und diese verborgenen Schätze gilt es nun zu bergen. Ist dieser Schritt erst einmal getan, so ist ein Anfang gefunden, in den Genuss einer Beziehung zum anderen Geschlecht in Würde und Wertschätzung zu kommen, die harmonisch und glücklich ist und lange währen kann. Denn dann, ja, dann können wir richtig lieben.

Beiträge aus unserem Magazin, die sich mit diesem Weg der Heilung für beide Geschlechter auseinandersetzen und Wege aufzeigen, dies zu tun, sind unter anderem diese hier: »Erwachen einer neuen Weiblichkeit«, »Ein Plädoyer für einen Paradigmenwechsel durch eine Versöhnung zwischen den Geschlechtern«, »Ein Weg zur freien und natürlichen Selbstentfaltung«, »Von der Polarität der Geschlechter«, »Raum fürs Mannsein«, »Der entwertete Mann« oder auch »Die Fesseln des Patriarchats sprengen«.

Tipps für eine liebevolle spirituelle Beziehung

Wie kann es als Paar gelingen, eine liebevolle spirituelle Beziehung zu entwickeln, bei der beide Partner in dieselbe Richtung blicken, sich selbst nicht als das Ziel, sondern vielmehr als gemeinsame Gefährten begreifen? Nicht bedürftig sind und die Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse bei sich belassen und nicht die Erwartungen an sie oder ihn hegen, diese zu erfüllen? Das eine Rezept für eine glückliche Beziehung, damit dies gelingt, gibt es nicht, denn Beziehungen sind so verschieden wie die Menschen, die diese eingehen. Und doch gibt es ein paar Dinge, die sich zu vergegenwärtigen dabei helfen können, sich auf die spannende Reise in diese Richtung als Paar zu machen. Vorausgesetzt, man kann sich darauf einlassen und ist gewillt, offen zu sein für das, was sich auf dieser gemeinsamen Reise alles entdecken lässt. Dann können wir zu einer großen Liebe im wahren Wortsinn gelangen.

So ist die eigene Stabilität für eine Beziehung wichtig, damit man nicht lediglich in eine Beziehung geht, um eigene Bedürfnisse befriedigt zu wissen. Damit geht auch die Integration des eigenen inneren Mannes bzw. der eigenen inneren Frau einher, um zu einer eigenen Ganzheit zu gelangen. Was ebenfalls den Boden für eine schöne Beziehung bereitet, ist die tiefe Herzens- und Seelenverbindung zwischen Frau und Mann. Ein Sich-Einssein über gemeinsame Interessen, Träume und Visionen. Und natürlich die aufrichtige Hingabe zueinander. Mehr zu dem Thema, wie eine liebevolle Beziehung gelingen kann, findest du unter anderem in diesen Artikeln: »Der taoistische Blick auf Partnerschaft und Sexualität«, »Beziehung 3.0. Wie Zufriedenheit möglich wird«, »Integrale Beziehungen« oder auch »Slow Sex«.

Wie kann die Liebe zwischen Mann und Frau gelingen?

Liebe zwischen Mann und Frau kann gelingen, wenn ein jeder der beiden Partner tief hinabgestiegen ist in das eigene Innere, um es ausgiebig zu erforschen und zu erkunden. Selbsterkenntnis ist damit einer der wohl wichtigsten Grundpfeiler einer tiefen Liebe. Denn dann ist man sich seiner Schatten- und Lichtseiten bewusst und übernimmt Verantwortung für das eigene Leben. Somit gibt man diese nicht an den Partner bzw. die Partnerin ab und kommt nicht in Gefahr, die Beziehung mit Erwartungen zu überfrachten (zumal diese nur enttäuscht werden können und meist kommt es dadurch zu Streit und Trennung). Achtsamkeit füreinander, liebevolles Sich-Hineinfühlen, Geduld, Offenheit und Hingabe sind weitere wichtige Zutaten für eine lang andauernde Liebe zwischen Mann und Frau. Kurzum: Wenn wir mit dem Herzen sehen lernen.

Was ist männliche Energie?

Als männliche Energie bezeichnet man die Ausstrahlung, die von einem männlichen Wesen ausgeht, wobei natürlich jeder Mann eine ganz eigene Ausstrahlung hat. Die männliche Energie ist eine Energie, die aktiv und zielstrebig ist, klar, behütend und beschützend, kraftvoll. Die männliche Energie schafft den Raum und hält ihn, in dem sich die weibliche Energie entfalten kann.

Was ist Slow Sex?

Als Slow Sex bezeichnet man eine Art von Sex, die einen bewussten Gegenpol zum Sex bietet, der alleine und ausschließlich den Orgasmus zum Ziel hat. Bei Slow Sex geht es um behutsame, zärtliche Berührungen, um ein langsames Liebesspiel, damit alles bewusster und intensiver wahrgenommen werden kann. Er bietet eine wunderschöne Möglichkeit, um sich auch nach vielen gemeinsamen Jahren neu und anders zu entdecken. Um der gemeinsamen Sexualität im Alltag zwischen Familie, Kindern und Beruf einen behüteten Raum zu geben, der alleine dem Paar gehört. Paare machen damit gute Erfahrungen und freuen sich, wenn es damit im Bett wieder besser, schöner oder gar noch viel wundervoller ist als zuvor.

Was ist weibliche Energie?

Als weibliche Energie wird die Ausstrahlung eines weiblichen Wesens bezeichnet. Unter weiblicher Energie versteht man eine empfangende Energie, eine kraftvolle schöpferische, intuitive Energie, eine Energie, die nährt und erhält. Die männliche Energie hält und schützt den Raum, damit sich die weibliche Energie in ihrer ganzen Schönheit entfalten kann.

Wie kommt man in seine männliche bzw. seine weibliche Energie?

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, mit der eigenen männlichen oder der eigenen weiblichen Energie wieder in Berührung zu kommen. Eine Möglichkeit dazu bieten Frauen- oder Männerkreise, um sich in einem geschützten Raum ganz bewusst einmal ausschließlich mit dem eigenen Geschlecht aufzuhalten, dort seine Themen einbringen und die Energie, die in diesem Kreis entsteht, wahrnehmen zu können. Auch Körperarbeit kann ein Schlüssel sein, sich mit der eigenen Energie vertraut zu machen. Das geht auch ganz für sich zu Hause. Zum Beispiel kann man sich einen Song suchen, der für sich selbst einen Bezug zu Männlichkeit oder Weiblichkeit hat, sodann die Augen schließen und ganz unbeobachtet fühlen, was der Körper tun, wie er sich bewegen möchte und ihm den Raum dazu geben. Wichtig ist auch, bei sich reine zu machen und über die Glaubenssätze, die man über das eigene und das andere Geschlecht mit sich trägt, Bewusstheit zu erlangen.

Wie verändert sich die Liebe in einer Partnerschaft mit der Zeit?

Die Liebe im Laufe der Jahre einer Partnerschaft verändert sich, denn schließlich verändern sich auch die Menschen, die sich miteinander in einer Beziehung befinden. Die erste Phase der Liebe ist der Zustand des Verliebtseins. Man schwebt auf »Wolke sieben«, hat eine »rosafarbene Brille« auf und ist »liebestrunken«. Wenn wir an »Liebe« denken, so meinen wir damit meist genau diesen Zustand. Dass sich eine viel tiefere Liebe erst mit den Jahren einstellt, also in der spannenden Zeit, die in allen Märchen nur mit der knappen Aussage »sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage« zusammengefasst wird, hat noch nicht so richtig Eingang in unser Bewusstsein gefunden. Aber sie hat, man könnte es eine nüchterne Schönheit nennen, in der mehr Raum für Nähe, Tiefe und Verbundenheit entsteht.

Text: Ina Brecheis

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