Gender

Gender

Gibt es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern?

Was bedeutet Gender?

Die Gender-Forschung geht davon aus, dass es ein biologisches Geschlecht (sex) und ein soziales Geschlecht (gender) gibt. In diesem Sinne argumentiert sie, dass unsere geschlechtstypischen Rollen nicht von Natur gegeben sind, sondern sozial angelernt werden. Während gemäßigte Gruppierungen dieser Forschergruppe der biologischen Dimension auch ihren Stellenwert anrechnen, meinen andere, alles wäre sozial konstruiert.

Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

Der offensichtlichste Unterschied zwischen den Geschlechtern ist ihr Körperbau. Auch wenn sich Nuancierungen zwischen diesen Unterschieden feststellen lassen, haben die einen Brüste sowie eine Vagina und die anderen einen Penis und eine flache Brust.

Indigene Kulturen sehen in diesen körperlichen Ausformungen energetisch-geistige Aspekte. Um den Energiekreislauf zwischen Mann und Frau zu verstehen, muss man dementsprechend die gegenläufige Polung erkennen.

Durch die kulturhistorische Entwicklung sind Männer in ihrem Herzen verletzt und Frauen in ihrem Schoß. 

Auch lassen sich hieraus philosophische Schlussfolgerungen über die Existenzbedingungen unterschiedlicher biologischer Geschlechter festmachen. http://www.tattva.de/ins-and-outs/

Selbst die Hirnforschung zeigt, dass es signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Männer gelten hier auch als »schwaches Geschlecht«. Prof. Gerald Hüther konstatiert, dass kleine Jungen viel mehr sozialen und emotionalen Rückhalt brauchen als Mädchen. Er sieht sie aktuell als die Verlierer der gesellschaftlichen Entwicklung. Gerald Hüther kritisiert eine Gesellschaft, die Mädchen wie Jungen verbiegt, anstatt sie zu ihrem persönlichen Potential zu führen.

Der Vortrag wurde im Rahmen der Girls‘ Day Fortbildung am 15. März 2016 in Linz aufgezeichnet.

Weibliche Licht- und Schattenseiten

Der Feminismus hat den Frauen eine Vielzahl an Rechten erkämpft. Dies ist lobenswert. Übersehen wird heute jedoch, dass auch Frauen negative Attribute an den Tag legen. Die Diskussion darüber ist weitestgehend ein Tabu. Zudem verläuft, aufgrund der unterschiedlichen Polung von Mann und Frau, Missbrauch durch Frauen anders als der Missbrauch durch Männern. Missbrauch durch Frauen ist mehr auf der emotionalen Ebene verortet und dadurch nicht äußerlich sichtbar und auch nicht messbar. http://www.tattva.de/die-dunkle-seite-der-liebe/

Das Klischee vom gewalttätigen Mann und der Frau als Opfer wird durch einen Großteil der gesellschaftlichen Institutionen gedeckt. Bastian Schwithal hat in seiner Promotion schon im Jahre 2005 durch internationale Studien gezeigt, dass der physische Missbrauch von Frauen und Männern fast gleich groß ist. Seine Dissertationsschrift »Weibliche Gewalt in Partnerschaften« ist bisher jedoch nur als »book on demand« zu erhalten. Das Klischee hält sich hartnäckig, wie er auch im Schlusswort aufzeigt. http://www.tattva.de/maenner/gewalt-gegen-maenner/

Damit Frauen in ihre wahre Kraft finden können, müssen sie ihre Opferhaltung aufgeben und sich ihren Schatten stellen. Frauen, die diesen Weg bereits gegangen sind, teilen ihr Wissen und ihre Erfahrung mit uns. Von ihnen können wir lernen. Als Männer wie Frauen. Geheiltes Frau-Sein bringt Frauen Kraft und Freude.

Zu unserem Frauen-Themenschwerpunkt geht es hier: http://www.tattva.de/frauen

Männliche Licht- und Schattenseiten

Männer und männliche Attribute dürfen in der Gesellschaft öffentlich kritisiert werden.

Nach einer Jahrtausende währenden Geschichte männlicher Herrschaft ist dies allzu verständlich und teilweise auch richtig. Das männliche Prinzip deshalb als Ganzes abzuwerten, wäre einseitig. Wir brauchen auch die positiven Attribute wie: Autorität, Durchsetzungsvermögen, Standhaftigkeit, Grenzziehung.

Dass auch Männer unter den Bedingungen des Patriarchats leiden, wird hierbei selten diskutiert. Der berühmte Soziologe Pierre Bourdieu zeigt in “Die männliche Herrschaft« auf, wie die geschlechtsbezogenen Rollen als “Natur der Dinge” erscheinen. Auch Männer werden in der “männlichen Herrschaft” in einen Habitus gedrängt, der nicht zwangsläufig ihnen selbst entsprechen muss. Starke Männer stellen sich ihren Schwächen und heilen ihre Wunden. Dies ist oft ein schwieriger und schmerzhafter Weg.

Zu unserem Männer-Themenschwerpunkt geht es hier: http://www.tattva.de/maenner/

Die Einzigartigkeit jedes Menschen!

Jenseits von Matriarchat und Patriarchat:
Die Einzigartigkeit jedes Menschen!

Das Matriarchat oder die matrilineare Gesellschaft gelten heute für einige als Lösung gegen die Vorherrschaft des Patriarchats. Das heilige Weibliche tritt hier wieder zum Vorschein. Die Gesellschaft braucht Seherinnen, Priesterinnen und Heilerinnen.

Matrilokale wie patriarchale Gesellschaften sind an ihre Grenzen gekommen. Heute dürfen wir eine neue Synthese jenseits von Matriarchat und Patriarchat erschaffen. http://www.tattva.de/das-sehen-als-weibliche-form-der-erkenntnis/

Wir alle tragen männliche wie weibliche Anteile in uns, gleichzeitig prägt uns auch unser biologisches Geschlecht. Jetzt ist die Zeit gekommen, beide Anteile in uns zu heilen und in ein integriertes Ganzes zu bringen. Jahrtausende lange Kämpfe zwischen weiblichem und männlichem Prinzip geben uns heute die Möglichkeit, die jeweiligen negativen Komponenten zu erkennen, zu bearbeiten und zu transformieren.

Wenn wir beginnen, unsere sowohl männlichen als auch weiblichen Qualitäten anzuerkennen und wertzuschätzen, wird sich ein Raum in und um uns herum öffnen, der dem Einzelnen ermöglichen wird, jenseits von überkommene Rollenklischees der traditionellen Gesellschaft, sich wahrhaftig zu entfalten und in das Leben auszudehnen. Wann ist ein Mann ein Mann? Wann ist eine Frau eine Frau? Diese Frage dürfen wir heute aus der individuellen Einzigartigkeit jedes Menschen und jeder Seele heraus selbst beantworten. Dann können wir in einen freudigen Tanz des weiblichen und männlichen Prinzips gehen, das sich gegenseitig stärkt, ergänzt und nährt!

Autorinnen: Gabriele Sigg, Alice Deubzer

Bildnachweis: © pixabay.com

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