Mit 155 Engeln durch die USA

Mit 155 Engeln durch die USA

Ein spiritueller Reisebericht

Autor: Bea Schulz
Kategorie: Spiritualität allgemein
Ausgabe Nr: 64

 

Bea  Schulz - Mit 155 Engeln durch die USA

 

Dem Leben vertrauen? Das haben wir hier in unserer Kultur nicht gelernt. Wir haben Unmengen von Sicherheiten, unbedingt wollen wir einen sicheren Job und eine Versicherung, die unser Leben, unsere Gesundheit, unser Auto, unsere Kinder oder was auch immer wir versichern wollen, absichert. Wie aber rundum für einen gesorgt wird, wenn man sich vertrauensvoll dem Leben hingeben kann, zeigt uns diese Frau mit einem persönlichen Erfahrungsbericht.

 

 

 

 

 

Noch zwei Tage …
Ich war immer schon ein Abenteurer und kann es jetzt kaum noch erwarten. Der Rucksack ist wiedermal gepackt und es kann losgehen … in die USA … Als Frau ganz alleine quer durchs Land von Ost nach West per Anhalter und fast ohne Geld … Neun lange schöne Wochen … Und mit ganz viel demütigem Vertrauen ins Universum …

 

Noch ein Tag …
Nicht wissen, wo man abends landet, wo man übernachtet, wen und was man kennenlernt von der Welt. »Länder entdecken« ist eins meiner liebsten Hobbys. Fast ganz Europa ist mir auf die Art schon sehr vertraut geworden. Und auf einer dieser zahlreichen Tramptouren – es war 1994 und ging zusammen mit einer Freundin nach Lissabon und zurück kam ich dem »Mysterium des Lebens« zum ersten Mal näher …

 

Für mich ist es sehr wichtig, immer auf meine innere Stimme zu hören.

 

Wir entdeckten nämlich auf dieser Fahrt, dass man sich ganz gezielt Dinge und Ereignisse »wünschen« kann, die dann auch so eintreffen. Am Anfang der Tour machten wir noch Witze und sagten so aus Spaß, dass wir uns einen Prinzen wünschen, der uns ganz weit mit nimmt. Das klappte auch alles super, ohne dass wir bemerkten, dass es unsere tiefen Wünsche waren, die uns voran brachten. Das änderte sich schlagartig, als es plötzlich in Spanien nicht mehr weiter ging. Die Menschen dort schauten uns an, als kämen wir von einem anderen Stern. Zwei selbstbewusste blonde Frauen mit dickem Gepäck, Schlafsack, Isomatte und Zelt auf dem Rücken bekommen sie sicher sehr selten zu Gesicht. Wir standen stundenlang in der sengenden Hitze. Bis wir anfingen tief und innig zu beten: »Lieber Gott, wenn es dich gibt, dann schicke uns einen Prinzen, der uns in einem Ritt durch ganz Spanien bringt.« Es hat nicht mal eine halbe Stunde gedauert bis ich einen ganz lieben jungen Mann an einer Tankstelle überredet bekam, dass er uns mitnimmt. Wir waren ihm am Ende des Tages unendlich dankbar, denn er brachte uns so weit, dass wir unserem »Prinzen« dann begegnen konnten. Der nächste war nämlich ein Portugiese, fuhr uns den langen Weg bis Lissabon in einem Stück und staunte über meine ADAC-Landkarte der iberischen Halbinsel, die auf meinen Knien lag. Auf der Karte war ein kleines hübsches Haus in einer Gasse der Alfama abgebildet und er meinte, es wäre genau das Haus seiner Kindheit und brachte uns dort hin – zu seinen Eltern. Danach suchte er uns noch den besten Zeltplatz von ganz Lissabon aus, direkt am Atlantik. Den hätten wir alleine nie gefunden … Dieses Erlebnis prägte mich sehr.
Von jenem Augenblick an habe ich mir auf vielen Tramptouren unzählige Male auf diese Art meine Weiterfahrt »organisiert« mit tiefem Wunsch … So zum Beispiel im Mai 2013 in den montenegrischen Bergen. Ein Fahrer hatte mich bis zur Abfahrt zu seiner Raftingstelle mitgenommen. Plötzlich war ich ganz alleine auf der Welt. Kein menschlicher Laut weit und breit. Eine tiefe Stille. Nur Vögel zwitscherten. Wundervolle Landschaft. Aber eben auch – kein Auto. Ich setzte mich hin und genoss diese Ruhe. Auf der einen Seite ragten die gigantischen grauen Berge neben mir auf, auf der anderen ging es steil hinab ins Tal, durch das sich ein klarer, gewundener, wilder Fluss durch grüne Büsche schlängelte. Ich meditierte, freute mich des Lebens und an meiner Freiheit, so etwas empfinden zu dürfen und war einfach nur glücklich … eine halbe Stunde lang. Dann wünschte ich mir ein Fahrzeug und es kam.

 

Bea Schulz - Ein spiritueller Reisebericht

 

1. Tag der Reise: Rostock-Hamburg

Es ist so weit: Amerika – ich komme … zunächst nach Hamburg. In der Kapelle auf dem Flughafen hatte ich die erste herzliche Begegnung dieser Tour. Als ich der Frau, die diese schöne Ruheoase mit betreut, erzählte, dass ich fast ohne Geld durch die USA reisen und einfach nur singen und glücklich sein möchte, da starrte sie mich fassungslos an … Ich kenne das aus meinem »normalen Leben« in Rostock auch. Viele Menschen können sich das einfach nicht vorstellen, dass man sein Leben mit vollem Vertrauen in »DAS WAS IST« (ich nenne es »Quelle«) verbringen kann.

Auf der Tramptour nach Montenegro habe ich jeden Abend nur eine Tomatensuppe gegessen und morgens eine Banane oder einen Salat. Kaum mehr. Den Rest des Tages habe ich mich meistens von Sonnenenergie und ganz viel Wasser ernährt. Ich wurde immer kraftvoller auf der Tour. So ähnlich werde ich das jetzt auch wieder machen, wenn genug Helligkeit vorhanden ist.

2. Tag: irgendwo über den Wolken …

Sitze im Flieger nach Miami und lasse die letzten Tage noch einmal an mir vorüberziehen. Viele Wochen lang wusste ich nicht, was ich vorbereiten soll. Wen soll ich anschreiben? Habe es mit Kirchen und Schulen versucht, um irgendwo Quartier zu finden. Kaum oder keine Reaktion. Dann EINE WOCHE vor der Reise endlich der entscheidende Hinweis kurz vorm Aufwachen! Ich habe gelernt, auf die genialen Hinweise zu vertrauen, die ich während der Nacht vom Universum oft erhalte. Allerdings braucht man für so ein Leben sehr viel Geduld, weil die Dinge nämlich immer ganz kurz vorher erst kommen. So auch diesmal wieder. »Geh ins Internet und suche eine Gruppe.« Mit diesem Satz bin ich aufgewacht vor einer Woche.

 

Jeder nette Zeitgenosse, der mir irgendwie weiterhilft,
kommt ab jetzt auf meine Engelliste.

 

3. Tag: Miami Beach

Jetzt hat diese Reise also begonnen … Ich bin im Hostel in Miami Beach.
Vor dem Flughafen entdeckte ich, als ich gestern ankam, einen Parkplatz. Und da ich nur wenige $ in der Tasche hatte, entschied ich mich, Leute schon hier zu fragen, ob sie mich mit nach Miami Beach nehmen könnten. Das wollte zwar niemand, aber dort auf dem Parkplatz vom Miami International Airport ist mir gestern der erste Engel dieser Tour über den Weg gelaufen. Plötzlich stand nämlich ein ganz netter Herr vor mir, erschien mir wie ein Engel, denn er schenkte mir ganz spontan 5$ und zeigte mir den Weg zur Haltestelle des Nahverkehrs. Und im Bus erklärte mir wieder eine nette Dame (Engel Nr. 2) genau, wo ich aussteigen musste.

 

Bea Schulz - Ein spiritueller Reisebericht

 

Und so begann ich gestern die Engel dieser Tramptour zu zählen … Jeder nette Zeitgenosse, der mir irgendwie weiterhilft, kommt ab jetzt auf meine Engelliste. »Liebe Menschen, die ihr hier in den USA wohnt. Bitte gebt mir ein bisschen Energie in allen Formen, damit diese Reise gelingt und ich schenke euch dafür meine Musik, mein Strahlen, mein Vertrauen ins SEIN, meine Seelenruhe und Freude am ruhigen friedlichen Leben.« Und ich werde es auch noch in anderer Form wieder ausgleichen. Möchte einfach Gutes tun auf dieser Reise. Aber erst einmal sitze ich hier im Hostel und warte wie eine alte Indianerin auf meine Seele. Habe überhaupt keinen Impuls nach draußen zu gehen. Für mich ist es sehr wichtig, immer auf meine Innere Stimme zu hören. Da ich gesund und glücklich auf der Reise bleiben möchte, bin ich jetzt ganz friedlich und warte darauf, dass meine Seele hier ankommt und die Kraft wieder einströmt.

Übrigens habe ich kurz nachdem ich auf Facebook geschrieben habe, dass ich Gutes tun möchte auf der Reise, eine »American Express« gefunden, die ein Mitbewohner aus dem Hostel hier am PC vergessen hatte. Da konnte ich dann gleich mal jemandem helfen. Wenn man so fast ohne Geld unterwegs ist, dann ist das schon ein »Augenzwinkern Gottes«, wenn man dann eine Kreditkarte findet. Ich musste sehr schmunzeln.

4. Tag: West Palm Beach

Nun liege ich hier in einem fremden privaten Zimmer in den USA in West Palm Beach und staune wie das alles heute so klappte. Ich hatte mich ja im Internet zu einem Trommelkurs angemeldet für eine »Meet up group«. Trommeln und Lagerfeuer – Super. Da kam die Indianerin wieder in mir durch … In einer sternenklaren Nacht formten die züngelnden Flammen ein Gebilde aus Licht und Wärme in der Dunkelheit.

 

Bea Schulz - Ein spiritueller Reisebericht

 

Funken stoben immer wieder auf, als wollten sie in den Himmel fliegen bevor sie verglühten … Sehr romantisch. Ein traumhafter Einstieg in die Tour. Übrigens kann ich mental diese Reise nur machen, wenn ich absolut im Augenblick lebe. Würde ich schon über die nächsten 50 Tage nachdenken, ginge es nicht. Wie im richtigen Leben … Letztendlich meinte Ruby, dass sie noch ein Bett in einem Zimmer bei sich frei hätte. Jubel in mir!!! Es funktionierte so, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht hatte. Ruby (Engel Nr. 14) war die erste, die über ihren Schatten gesprungen ist und eine ihr völlig fremde Person ganz spontan zu sich einlud. Ich bin ihr sehr dankbar dafür! Die Frau ist sozusagen mein »Türöffner« für die USA. […]

 

Lesen Sie den kompletten Artikel in der TATTVA VIVEKA 64 >>

Dieser Artikel ist auch als PDF erhältlich:

Screenshot - Schulz TV64 (PDF)


 

Bea Schulz TV64 (PDF)

Kompletter Artikel im PDF-Format (6 Seiten)
 
Preis: 2,00 EUR
(inkl. 19,00% MwSt.)
 
 

 

Artikel zum Thema in früheren Ausgaben:

TV 41: Monika Radha Hickstein – Briefe aus dem Feenwald. »Sieh das Gute liegt so nah«

TV 45: Stefanie Blau. – Sieben Jahre. Leben in einem Gemeinschaftsprojekt

TV 50: Jörg Fuhrmann – Kalinchok, Weg zum Gipfel der Götter.
Betrachtung einer schamanischen Pilgerschaft in Nepal

TV 59: Jigme Dolma – Göttliche Fügungen. Ein Schamane, ein Koch und die Erlösung karmischer Erfahrungen

TV 59: Thomas Hübl – Mystik ist das Flüstern Gottes. Auf dem Weg zum Bewusstsein im Fluss des Lebens

 

 

1Kommentar
  • Silvia Hall
    Veröffentlicht um 20:47h, 28 September Antworten

    aus dem bericht…… Ich meditierte, freute mich des Lebens und an meiner Freiheit, so etwas empfinden zu dürfen und war einfach nur glücklich … eine halbe Stunde lang. Dann wünschte ich mir ein Fahrzeug und es kam……..es beginnt über die innere einstellung aus dankbarkeit, und im absoluten glauben/vertrauen, dass die hilf, die ich im moment brauche auch tatsächlich kommt…..(meine eigenerfahrung seit 20 j) .ich gehe auch so vor….mit parkplätzen ……mit unserem haus…….mit meinem neuen job …….alles kommt zur rechten zeit , wenn man sich darauf ausrichtet……..ich arbeite in einer sucht und psychoklinik…….(kein psychologe)….hwl…..ich bin an dem ort, wo ich menschen aus tiefstem ♥zen die hand reichen und sie ein paar wochen begleiten kann…….das göttliche zeigt sich in jedem moment, wenn wir offen dafür sind ♥

Einen Kommentar schreiben

*