49 Tag

Liebe Leserinnen und Leser, an dieser Stelle möchte ich heute mal eine Lanze für die Wissenschaft brechen. Im Vorfeld zu dieser Ausgabe, im Verlauf der redaktionelle Arbeit zu dem Thema »Quantenphysik und Bewusstsein«, unterhielt ich mich hier und da mit Leuten aus dem spirituellen Umfeld und erzählte ihnen fasziniert von den Erkenntnisse der Quantenphysiker, die die Aussagen der spirituellen Traditionen und die Erfahrungen der spirituellen Praktiker bestätigen. Manchmal kam eine verständnislose Reaktion ob meiner Begeisterung, so nach dem Motto »Ist doch eh klar, dass alles Bewusstsein ist.« Was sei daran schon besonderes, wenn die Physiker nun mit mühseligen kleinsten Schritten endlich etwas beweisen, was jeder Esoteriker schon längst weiß. Wozu diese kleinen Schritte, wenn wir das doch im großen Wurf schon längst weit hinter uns gelassen haben? Daraus klingt dann auch eine leichter Unterton von Arroganz gegen diese unwissenden Wissenschaftler hervor, die noch in der materiellen Umnachtung gefangen sind.
[vc_row css_animation="" row_type="row" use_row_as_full_screen_section="no" type="full_width" angled_section="no" text_align="left" background_image_as_pattern="without_pattern"][vc_column][vc_column_text]Unsichtbare Mitspieler in unserem Dasein Autoren: Barbara Aigmüller, Clemens Zerling Kategorie: Heiden/Kelten/Germanen Ausgabe Nr.: 49 Ahnenkulte spielten in allen frühen Kulturen eine große Rolle. Hierzulande sind sie als Allerseelen und Fastnacht noch vorhanden. Die Zwiesprache mit den Ahnen war für die Menschen Rückversicherung und Identitätsbildung. Ahnengeister übten Kritik an den Lebenden und man trachtete sie zu beschwichtigen. Der Aufsatz zeigt, dass unerledigte Probleme früherer Generationen bei ihren Nachfahren weiterwirken. Sind Ahnungen von früheren Leben eher Ahnenerbe oder mutmaßliche Reiinkarnation?
Die schmerzhafte Seite von Nahtoderfahrungen Autor: Gerald F. Rubisch Kategorie: Psychologie Ausgabe Nr.: 49 Nahtoderfahrungen weisen auf ein Weiterexistieren nach dem Tod hin. Die Berichte von diesen Erlebnissen beschreiben oft sehr positive Erlebnisse, in denen Licht und liebevolle Gefühle vorherrschen. Ganz anders hingegen verläuft oft die Integration der Erfahrung in den Lebensalltag. Insbesondere spontane Erlebnisse, die Menschen unvorbereitet treffen, führen oft zu Depression oder Trennung vom Partner. In jedem Fall sind sie tief greifende Erlebnisse, die das Leben hinterher in einer neuen Bedeutung erscheinen lassen.

Religionen, Spiritualität und Sektentum

Autorin: Angela Mahr Kategorie: Spiritualität Ausgabe Nr.: 49 Die mystische Erfahrung war ursprünglich immer eine freudvolle, positive Erfahrung. Die Weltreligionen weisen in ihren frühen Quellen darauf hin. Diese mystische Erfahrung ist die Essenz, die am Anfang aller Religionen stand. Ein wesentliches Element für echte Mystik ist die Beteiligung der Frauen, die in den patriarchalen Religionen weltweit ausgeschlossen waren.
Ausblick auf eine Spiritualität des 3. Jahrtausends Autor: Gerard Kever Kategorie: Spiritualität Ausgabe Nr.: 49 Die Ich-Identität als relative resultiert aus historischen oder geografischen Bedingungen. Dass eine Ich-Identität nicht nur im Individuum, sondern auch in Kollektiven zum Ausdruck kommt, führt dazu, dass sich Völker und Religionsgemeinschaften bilden. Der Artikel zeigt auf, wie jüdisches, christliches und islamisches Ego entstanden und was ihre spezifischen Projektionen sind. Dies hat auch politische und soziale Konsequenzen. Zur Überwindung dieser Bedingtheiten plädiert der Autor für eine spirituelle Bewusstwerdung, die sich an der Frage des Ich und der Subjektivität ausrichtet.
friedrich_tv49_1 Wegmarken einer Suche Autor: Gunter Friedrich Kategorie: Spiritualität Ausgabe Nr.: 49 Der Andere ist der geistige Körper des Menschen, das Lichtwesen, das die Erlösung in sich trägt. Durch die Lichtkräfte und die innere Entwicklung kann der Andere in mir wachsen. Wenn dieser Prozess fortgeschritten ist, kommt es zur »alchimischen Hochzeit«, wie die Rosenkreuzer sagen. Dann erlangt der Mensch seinen Auferstehungskörper. Es geschah im Alter von etwa fünf Jahren. Ich saß auf einer kleinen Mauer im Hof. Es war ganz still. Unerwartet trat die Frage vor mich: »Warum bin ich eigentlich hier?« Etwas hatte mich berührt, wie im Vorbeigehen – Unergründliches, Tiefes, Beunruhigendes. Ich schob es weg, blinzelte in die Sonne, dachte an etwas Schönes.