Germanischer Schamanismus

Germanischer Schamanismus

Die heiligen Paare auf den beiden Großreliefs an den Externsteinen

Autor: Renate Otto-Walter
Kategorie: Heiden / Kelten / Germanen
Ausgabe Nr: 78

Die Externsteine sind ein ehemaliges germanisches Heiligtum und ein Kraftort des germanischen Schamanismus, dessen Tradition durch die Christianisierung beinahe völlig ausradiert wurde. Auf den Externsteinen befinden sich zwei Reliefs aus unterschiedlichen Zeiten, die die Autorin als jeweils heilige Paare deutet – eine germanische Priesterin und ein germanischer König sowie Jesus und Maria Magdalena – und sie zeitlos miteinander in Beziehung setzt.

Bei Interesse an Schamanismus können wir uns nicht nur außereuropäischen SchamanInnen zuwenden, sondern auch der Wiederentdeckung unserer Wurzeln und ihrer Spuren im germanischen Schamanismus. Das ist ein Weg, um die von den christlichen Eroberern der germanischen Stämme zerstörte Kontinuität unseres Fühlens und Denkens über unsere Geschichte und Herkunft wieder herzustellen und die zerstörten Verbindungen mit unseren vorchristlichen Wurzeln und der vorchristlichen Spiritualität und Kultur unserer Vorfahren zu heilen.

Eine zentrale Spur führt zu den Externsteinen. Auch in ihrer jetzigen Gestalt gehören sie zu den besonders anziehenden, beeindruckenden und viel besuchten unter den europäischen Kraftorten.

Auch wenn also ihre hohe Energie bis heute spürbar ist – wer genauer hinsieht, wird leicht die Spuren zerstörerischer Sprengungen an den Externsteinen erkennen wie den Abbruch an der Wand der Höhenkammer mit dem Sonnenloch, der auf das Fehlen einer weiteren Wand und der Decke verweist, und mehrfach Treppenstufen, die ins Leere führen.

Diese immer noch so beeindruckenden Felsen waren also viel mächtiger und kunstvoller gestaltet, bis Karl der Große im Jahre 772 in Sachsen, das heutige Westfalen, einfiel und sie nach langem Widerstand durch den Sachsenführer Widukind 785 an bedeutsamen Stellen sprengen ließ, weil sie das zentrale germanische Heiligtum waren.

Kessel der Wiedergeburt

Besondere Orte für die heilige Hochzeit waren die Kraftorte mit einer Öffnung, durch die zur Sommersonnenwende der erste Strahl der aufgehenden Sonne mittig fällt.

Auf dem zweiten Fels der Externsteine gibt es einen Raum mit einer solchen Öffnung (von dem offensichtlich Wände abgeschlagen worden sind).

Und im ersten Felsen gibt es gleich neben dem Relief einen Raum mit zwei Eingängen und dem »Kessel der Wiedergeburt«, einer in den Felsenboden geschlagenen kesselförmigen Aushöhlung, dessen nordöstlicher Eingang und beide Fenster so ausgerichtet sind, dass die aufgehende Mittsommersonne hereinstrahlt. Im und über dem Kessel der Wiedergeburt hat der Geomant Hartmut Lüdeling ein Kreuzungsmuster mehrerer extrem hoch schwingender Energielinien gemessen, wie er es ähnlich sonst erst wieder an der Cheopspyramide in Gizeh gemessen hat.

Germanischer Schamanismus

Zu diesen Linien gehören zwei Sonnenlinien und in ihrem Kreuzungspunkt entspringt eine dritte Sonnenlinie, die er quer durch die BRD und darüber hinaus bis Ägypten verfolgte und mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Königskammer der Cheopspyramide wiederentdeckte.
- H. Lüdeling, Geomantie der Externsteine, in: Handbuch der Radiaesthesie, 2006

– ein stimmiger Ort für die Verehrung der germanischen Göttin Frija, Göttin der Ehe und Mutterschaft mit ihrem Halsband aus Sonnengold und für das Wirken ihrer Priesterin mit dem Halsband der Göttin – und für die Verehrung der ägyptischen Göttin Isis, Göttin der Ehe und Mutterschaft, mit ihrer Kuhkrone mit der Sonnenscheibe, deren Priesterin Maria Magdalena mit dem Halsband der Göttin https://www.tattva.de/frauen-im-matriarchat/ uns durch das obere Relief der Kreuzabnahme näherkommen wird.

Im vollständigen Artikel erfährst Du, die konkrete Bedeutung des »Kessels der Wiedergeburt« und wieso sich diese Orte besonders für die Verehrung weiblicher Muttergöttinnen eignen. Bestellbar am Ende des Beitrags.

Für den Schamanismus-Forscher Holger Kalweit ist auch die Lieder-Edda von umfassender Weisheit, in der germanische Dichter, die Skalden, altes Wissen gesammelt haben. Sie ist für ihn das Totenbuch der Germanen. Er schreibt: »Die Edda entwirft eine Weltenlehre, in der man sich zurechtfinden kann; sie beruht auf der Drei-Welten-Lehre, die unsere Alltagserfahrung bestätigt, und sie schenkt uns eine Vision vom Überleben des Todes, kurzum von der Möglichkeit der Unsterblichkeit im Geiste.« Für U. Henze führt sie in die Traumzeit Europas.

Wie die Schamanen vieler indigener Stämme und Völker so haben auch die germanischen Schamanen die Zukunft gesehen. Sie haben den Untergang vorausgesagt: »Denn Karl, Kaiser und König der Franken und Defensor römischer Päpste, wird es sein, der unsere alte Welt zerstört. Doch irgendwann einmal, wenn sein Gott, sein Rom und seine Päpste in ihrem Glanz und Schrecken verblassen, werden die Menschen sich wieder an das erinnern, was er uns genommen hat.«

Germanischer Schamanismus

Lasst uns die mehr als tausendjährige Verleumdung und Verleugnung des Schicksals unserer germanischen Ahnen beenden, lasst uns betrauern, was sie erlitten und verloren haben, lasst uns würdigen und ehren, was an Erinnerungen an sie wir noch haben und entdecken können, und lasst uns so das schwere kollektive historische Trauma heilen, das uns von unseren Wurzeln abschneidet, auf dass wir in den Tiefen und dem Reichtum unserer vorchristlichen Vergangenheit wieder wurzeln und so heilen können.

DIe Autorin Renate Otto-Walter

Über die Autorin

  • 1964–1969 Studium der Soziologie und Indologie in Münster und Jaipur/Indien, Abschluss Dipl.-Soz.
  • 1970–1981 wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Soziologie/Universität Bielefeld
  • 1975 Promotion zum Dr. Soz. Wiss.
  • 1981–2007 Ausbildung und Praxis als Gesprächspsychotherapeutin (GwG), Schwerpunkt Traum- und Märchenarbeit
  • seit 2003 Veranstaltung von Seminaren mit indigenen Schamanen und indigenen Großmüttern des International Council of Thirteen Indigenous Grandmothers

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Renate Otto-Walter beschreibt in diesem Artikel das Geheimnis, das sich hinter den Externsteinen verbirgt, welches in der vorchristlichen Vergangenheit eines der wichtigsten germanischen Heiligtümer gewesen ist.

Die vollständige Fassung des Artikels lesen Sie in der Tattva Viveka 78 Auch für 3,00 € als ePaper erhältlich (Pdf, 14 Seiten).

Renate Otto-Walter – Der komplette Artikel als PDF

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