Bodydearmoring

Bodydearmoring

Ein Weg zur freien und natürlichen Selbstentfaltung

Autor: Johannes Schröder / Sabina Tschudi
Kategorie: Mann/Frau
Ausgabe Nr: 70

Verschiedene Lebensumstände und gesellschaftliche Prägungen haben einen Panzer um unseren Körper gelegt. Diese Energieblockaden mittels »Bodydearmoring« nach und nach aufzulösen ist das liebevolle Angebot von Sabine Tschudi und Johannes Schröder. Jeder Mensch trägt ein einzigartiges Potential in sich, das dadurch wieder freigesetzt wird.

Tattva Viveka: Wir sprechen heute über Bodydearmoring. Bevor ich von Euch erfahre, was Bodydearmoring, die Körperentpanzerung, für ein Prozess ist, würde ich gerne sagen, welche Erfahrungen ich mit Bodydearmoring gemacht habe.

Ihr habt das Wissen von Harley Swift Deer Reagan, der den Weg Sweet Medicine Sundance Path, eine Form des indianischen Schamanismus, geht. Ich besuchte einige Seminare bei Harley Swift Deer und nahm an einigen Earth Lodges teil. Ich war unter anderem im Organisationsteam der ersten Earth Lodge und konnte dort sehr viele gute Erfahrungen mit dem Weg der Sweet Medicine machen. Gerade die psychologische Seite dieses Weges scheint mir besonders ausgearbeitet zu sein. Ihr habt sehr viel psychologisches Wissen und Ihr bringt es mit der Körperebene und mit einem ganzheitlichen Konzept des Mensch-Seins zusammen. Was genau ist Eure Arbeit? Was ist das Bodydearmoring?

Tschudi: Klassisch ist Bodydearmoring eine Zeremonie dieses Weges. Bodydearmoring dient in seinem Kern dazu, vergangene Traumata, sowie Einengungen und Konditionierungen, die wir mit uns tragen, abzulegen, sodass wir an einen Punkt der Freiheit gelangen, aus dem Jetzt heraus leben zu können anstatt vergangenheitsbedingt zu reagieren. Dies in aller Kürze.

Ursprünglich war es eine Zeremonie unseres Weges, der ein Erleuchtungsweg ist.

Der gepanzerte Körper

TV: Was ist das Ziel der Arbeit der Entpanzerung?

Tschudi: Wenn wir über Entpanzerung sprechen, müssen wir erst einmal über Panzerung sprechen. Panzerung ist etwas, was seit der frühesten Kindheit entsteht und zwar überall da, wo wir uns als Kleinkinder zum Beispiel erschreckten, uns eng machten und sich der Körper zusammenzog. Das sind manchmal richtig traumatische Erfahrungen, aber es ist auch das simple Erzogen werden. Unser Umfeld strukturiert uns. Es macht uns zurecht, sodass wir in unser gegebenes kulturelles und soziales Umfeld hineinpassen. Das hat natürlich Wirkungen auf uns selbst, auf unsere Lebenskraft. Unser natürlicher spontaner Ausdruck muss immer wieder zurückgenommen werden. Im Deutschen haben wir dafür den passenden Ausdruck: »Nimm dich zusammen«. Das ist sehr direkt das, was in unserem Körper passiert. Wir lernen, uns zusammen zu nehmen, anstatt uns auszudehnen und uns ins Leben hinein zu entspannen. Diese Prozesse werden sehr stark von der sexuellen Erziehung begleitet. Tu dies nicht, tu jenes nicht. Die Tabuisierungen der ganzen Lebenskraft führen über die Zeit von 10, 15, 20 Jahren dazu, dass wir regelrechte Gewebe-Panzer aufbauen, die uns in der Folge auch charakterlich einengen, uns in unserem Aktionsradius einengen und in unserem spontan gelebten Selbstausdruck von Lebenskraft beschneiden.

Bodydearmoring. Ein Weg zur freien und natürlichen Selbstentfaltung

Wir lernen, uns zusammen zu nehmen, anstatt uns auszudehnen.

Die Zeremonie führt in vierzehn Tagen dazu, dass sich die Panzerung in den Gewebeschichten auflöst. Wenn die körperliche Enge erfolgreich gelöst ist, dann erst kann die charakterliche Befreiung wirklich selbstständig und vor allem erfolgreich und nachhaltig angegangen werden.

Mehr über die Auswirkungen der Panzerung können Sie im vollständigen Artikel lesen. (Bestellmöglichkeit am Ende des Beitrags!)

Sexuelle Energie als Heilkraft

TV: Du hast das Stichwort sexuelle Energie schon gebracht. Soweit ich weiß, spielen die Sexualität und sexuelle Blockaden eine starke Rolle in eurer Arbeit. Könntet ihr mir mehr dazu erzählen?

Tschudi: Für uns ist die Sexualität eine absolut zentrale Kraft. Sie ist die einzige Kraft in uns Menschen, aus der Leben überhaupt entsteht. Alle anderen Kräfte, die wir einsetzen, auch für unser Wachstum, wie Mudras, Atmungen und vieles mehr, dienen der Aufrechterhaltung des Lebens, aber Sexualität selbst ist die Kraft, die Leben erzeugt. Man weiß zum Beispiel aus der Sexualwissenschaft, dass sexuelle Energie und Orgasmen definitiv zellulär verjüngen und das Leben tatsächlich verlängern.

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Dabei wissen wir auch, dass in uns allen ganz natürlich die sexuelle Kraft wohnt.

In unserem Kontext wird Sexualität als eine reine Heilkraft betrachtet. Es geht hier nicht um Tantra, auch nicht um kosmische Verbindungen, auch sicher nicht um Romantik, sondern darum, zu seiner ursprünglichen, natürlichen Lebensausdrucksform über die sexuelle Kraft Zugang zu finden. Diese Kraft wird in unserem Prozess angewandt, da sie die stärkste Kraft ist, die uns zur Verfügung steht. Es ist auch die Kraft, die zusammen mit den Energiepunkten und den chiropraktischen Geräten, die das Gewebe auflockern, schließlich zur Entpanzerung führt.

Eine ausführliche Beschreibung, wie die sexuelle Kraft angewandt wird, finden Sie im vollständigen Artikel. Unten können Sie bestellen!

Die Verbindung von Spiritualität und Sexualität

TV: Das heißt, dass die Sexualität in einem weitaus größeren Kontext steht, der das gesamte Leben umfasst. Was hat dies mit Spiritualität zu tun? Seht ihr eine Verbindung zwischen der Spiritualität des Menschen und seiner Sexualität?

Tschudi: Wir sehen eine große Verbindung. Spiritualität findet für uns da statt, wo wir uns mit Begeisterung entfalten und erweitern, wo wir für unser Wachstum gehen. Wenn wir für unser Wachstum gehen möchten, aber gleichzeitig eine unterdrückte, eingeschnürte Lebenskraft und eine eingeschnürte Kreativität haben, dann kommt ein Punkt im Leben eines Menschen, an dem es einfach nicht mehr zusammengeht. Genau das war der Punkt, an dem die Ältesten zu Thunder Strikes gesagt haben, dass diese Zeremonie ins Kollektiv gehört, weil wir in einer Zeit des Wandels leben, in der kollektives Erwachen möglicher ist als noch zu anderen Zeiten. Wir werden diesen Schritt jedoch kaum machen können, wenn wir die alten Einschränkungen, Restriktionen und Unterdrückungen in uns tragen, die uns wie ein Gummiband immer wieder ins Alte zurückziehen. Da sehen wir eine zentrale Verbindung zur Spiritualität.

TV: Ich denke, dass die Sexualität eine sehr intime Angelegenheit ist. Gerade wenn man sie spirituell integriert, als eine Begegnung mit einem anderen Menschen im echten Sinne betrachtet. Da ist eine starke Intimität und viel Verletzbarkeit. Aber es ist auch ein tiefer Zugang zu den inneren Welten möglich.

Wie trägt die Körperentpanzerung zur spirituellen Entwicklung bei? Das steht im vollständigen Beitrag. Denn können wir hier leider nicht kostenlos abdrucken. Aber für nur 2,00 € Unterstützungsbeitrag sind Sie dabei! 

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TV: Gibt es auch eine Systematik zu den positiven Seiten?

Tschudi: Ja, die gibt es und die ist für uns auch zentral, denn da wollen wir ja hin! Das ist eine Einteilung, in der wir bei den klassischen Namen bleiben. Zum Beispiel eine schizoide Struktur, die sich heilt, nennen wir Waldtänzer. Dieser findet zu einer großen Kompetenz im Physischen hin, auch zu einem großen Überblick. Sie sind dann oft Visionäre und weit vernetzte Menschen. Oder die orale Struktur, die sich Mondtänzer nennt, der Schattenfeuertänzer in der früheren psychopathischen Struktur und so weiter. Wir schauen sehr stark darauf, welches Potential in diesen Strukturen steckt. Denn wenn wir uns aus der Panzerung befreien, geht es genau darum, zu welchen Ressourcen wir finden.

Schröder: Der Mondtänzer zum Beispiel hat die Thematik vom Mangel, von nicht genug Energie haben, in sich erlöst. Dadurch, dass seine Antennen auf Energie gerichtet sind, spürt er, wo welche vorhanden ist und wo welche fehlt. Er lernt, wie kann ich mich nähren auf der einen Seite und lernt auch im Leben, wie kann ich Energie ins Leben geben, ohne mich zu verausgaben. Auf diese Weise wird er sehr ausdauernd.

Die Autorin Sabina Tschudi

Über die Autor*innen

Sabina Tschudi und Johannes Schröder gehen beide seit den 80er Jahren den Sonnentanzweg der Süssen Medizin, und sind seit vielen Jahren auch qualifizierte Lehrer dieses Weges.
Sabina hat einen Hintergrund als Humanwissenschaftlerin und ist ausgebildet in Sexualmedizin und-Therapie. Johannes ist Heilpraktiker, Homöopath, und fortgebildet in Sexualtherapie. Seit den 90er Jahren begleiten sie viele Menschen auf ihrem Weg.

Der Autor Johannes Schroeder

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Erfahren Sie mehr über die Zeremonie der Körperentpanzerung.
Lesen Sie die vollständige Fassung in Tattva Viveka 70  oder downloaden Sie diesen Artikel einzeln als ePaper für 2,00 € (Pdf, 12 Seiten).

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