Die Magie der Quantenmusik

Die Magie der Quantenmusik

Musik ist Magie und die Welt ist Klang

Autor: Barnim Schultze
Kategorie: Musik / Harmonik
Ausgabe Nr.: 43

Wie ist es möglich, einen Grundbaustein der Welt, wie das Wasserstoffatom, für den Menschen hörbar zu machen? Der Musiker Barnim Schultze erklärt in seinem Artikel die Hintergründe zur sogenannten Quantenmusik, die durch die Elektronensprünge des Atoms vorgegeben wird. Schultze hat über einen Zeitraum von zehn Jahren an der Vertonung von Wasserstoff gearbeitet und gibt im Artikel einen Einblick in sein Vorgehen.

1978 entdeckte der Schweizer Mathematiker und Musikwissenschaftler Hans Cousto das Prinzip der Kosmischen Oktave. Er schenkte damit der Welt ein einfaches, nachvollziehbares mathematisches System, das es ermöglicht, in der Natur vorkommende Intervalle in oktavanaloge Töne zu transponieren und damit hörbar zu machen. Bekannt wurde dieses System auch unter dem Begriff Urtöne durch die Arbeit von Joachim-Ernst Berendt (Nada Brahma).

Unser ganzes Universum schwingt – vom kleinsten Elementarteilchen bis zum größten Sternenhaufen. Schwingungen sind Vorgänge, bei denen sich ein physikalischer Zustand zeitlich periodisch verändert. Lediglich die Geschwindigkeit der Schwingung (Häufigkeit pro Zeiteinheit – Frequenz) entscheidet darüber, ob wir etwas hören, sehen, fühlen oder auch gar nicht wahrnehmen, wenn es für unsere Sinne zu schnell oder zu langsam ist. Wir hören Schwingungen mit einer Frequenz von 20 Schwingungen pro Sekunde (20 Hz) bis ca. 16000 Schwingungen pro Sekunde (16 000 Hz oder 16 kHz). Das entspricht einem Bereich von knapp zehn Oktaven. Wir sehen Schwingungen mit einer Frequenz von 375 Billionen Hz bis 750 Billionen Hz. Das entspricht dem Bereich von einer Oktave. Hertz, abgekürzt Hz, ist die physikalische Maßeinheit für Frequenz und bedeutet Schwingungen pro Sekunde. Augen und Ohren sind Detektoren, die bestimmte Bereiche aus den Schwingungen des Universums herausgreifen. Das Gehirn übersetzt die aufgenommenen Frequenzen und erschafft so eine Interpretation der Wirklichkeit. Aus dem Blickwinkel der Kosmischen Oktave ist das Universum ein großes Schwingungsmeer, in dem der Mensch einen holistisch eingebetteten Resonanzpunkt darstellt. Als Wesen schwingen wir in allen Bereichen, auf der körperlichen, der psychischen als auch der seelischen Ebene. Schwingkörper treten in Resonanz zueinander, sie modulieren, beeinflussen sich gegenseitig. Dieses Phänomen wird im akustischen Wahrnehmungsbereich in Form der musikalischen Intervalle (Tonabstände) deutlich. So wie es dort harmonische und disharmonische Intervalle gibt, verhält es sich auch mit unseren inneren Klängen im Bezug zu der »Musik« des Universums. Das Gefühl von Gesundheit und Glück hat unmittelbar damit zu tun, inwieweit ich in der Lage bin harmonisch mit dem mich umgebenden Universum zu interagieren.

Schultze: Die Magie der Quantenmusik

Das Jahr der Erde

Als Beispiel soll hier die Berechnungen für das Erdenjahr dienen – die Umkreisung der Erde um die Sonne oder genauer ausgedrückt, die Dauer von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten Frühlingsanfang. Diese Zeitspanne wird auch tropisches Jahr genannt und bestimmt den Wechsel der Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Zeitspanne von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten Frühlingsanfang dauert 365,24219 Tage, das sind 31 556 925 Sekunden. Zeit und Frequenz verhalten sich umgekehrt proportional zueinander. Man bildet von der Sekundenzahl den Kehrwert (auf dem Taschenrechner macht man dies mit der 1/X Taste) und erhält die Frequenz in Hertz. Bilden wir also von 31 556 925 Sekunden den Kehrwert erhalten wir = 0,00000003168 Hz. Da das menschliche Ohr nur Signale in einer Bandbreite von ca. 20 Hz bis etwa 16000 Hz verarbeiten kann, können wir so einen Ton, dessen Schwingungsperiode ein Jahr dauert, bedauerlicherweise nicht hören. Und genau da setzt die Sache mit dem Oktavieren an. Multipliziert man diese Zahl mit zwei, erhält man die gleiche Tonstufe eine Oktave höher. Das bringt natürlich auch noch nicht viel für unsere Ohren, aber wenn ich diesen Vorgang 25mal wiederhole, erreiche ich in der 25. Oktave eine musikalisch brauchbare Rhythmusgeschwindigkeit. Das Erdenjahr in der 25. Oktave = 63,80 bpm (beats per minute), hat dementsprechend in der 26. Oktave = 127,60 bpm. Oktaviert man weiter, findet sich in der 32. Oktave ein im mittleren Hörbereich wahrnehmbarer Ton. Dieser entspricht einer gegenüber der Normstimmung etwas tiefer gestimmten Note Cis mit 136,10 Hz. Geht man mit dem Prinzip der Oktavierung noch weiter, landet man schließlich in der 74. Oktave bei der oktavanalogen Farbe der Sonnenumkreisung unseres Heimatplaneten, einem Blaugrün mit 500,837 Nanometer Wellenlänge. Wie schon erwähnt handelt es sich bei der optischen Wahrnehmung auch um Frequenzen, die nur wesentlich schneller schwingen als akustische Schwingungen. Deshalb gelangen wir durch weiteres Oktavieren, also Frequenzverdoppeln, was nichts anders als das Beschleunigen einer Schwingung bedeutet, zu einer oktavanalogen Farbschwingung. Dieser Umstand wird bei der Vertonung des Wasserstoffspektrums wichtig, da wir bei der Quantenmusik von einer sehr präzisen, mit Hilfe der Elektronenspektroskopie gemessenen Farbschwingung ausgehen und diese durch Herunteroktavieren in das akustische Wahrnehmungsfenster bringen und damit hörbar machen. Viele dieser aus der Natur abgeleiteten Harmonikalen Kammertöne »schwingen« in harmonischen Bezügen zu körpereigenen Funktionen. Unser Körper generiert auch selber Schwingungen und Rhythmen, wie z.B. unseren Herzschlag. Weniger bewusst wahrnehmbar, aber ausschlaggebend für unser Sein, ist der Kalium-Natrium-Austausch in unseren Körperzellen. Diese fundamentale Körperfrequenz schwingt oktavanalog zum Erdenjahr mit einer ungefähren Frequenz von 136 Schwingungen pro Sekunde. Somit entspricht der Takt, mit dem die zelluläre Kommunikation stattfindet, direkt der akustisch wahrnehmbaren, aus dem Erdenjahr abgeleiteten Frequenz.

Schultze: Die Magie der Quantenmusik

Die atomaren Klangfelder der Quantenmusik erscheinen einem fremd und vertraut zugleich. Weder fröhlich noch traurig verbinden diese Wirklichkeitsfrequenzen die Hörer/innen mit einer ganz fundamentalen Ebene des Seins. Wasserstoff ist die atomare »Stammzelle« unseres Universums. Sämtliche Materie und somit die Welt, in der wir leben und damit letztendlich auch wir selbst, sind aus dem Wasserstoff entstanden. Meditationen mit den Klängen des Wasserstoffs können einen Eindruck darüber vermitteln, was die Welt in ihrem Innersten zusammen hält. Wer Lust hat, sich tiefer in die Materie der Kosmischen Oktave einzuarbeiten, dem sei, neben den Büchern zum Thema von Hans Cousto und Joachim-Ernst Berendt, vor allem die Website www.planetware.de empfohlen. Dort findet man neben den Wasserstoff-PDFs von Hans Cousto diverse planetare und molekulare Stimmdaten sowie kosmische Stimm-Töne zum freien Download.

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Die vollständige Fassung des Artikels lesen Sie in der Tattva Viveka 43.

Über den Autor

Barnim A. Schultze, geb. 1963, beschäftigt sich seit Mitte der achtziger Jahre mit elektronischen Klängen und Rhythmen und deren Wirkung auf unser Bewusstsein. Seit 1992 freiberufliche Tätigkeit als Komponist, Musiker und Musikproduzent. Seit 1995 Zusammenarbeit mit Hans Cousto (Kosmische Oktave, Ur-Töne). Seit 1998 diverse CD Veröffentlichunge. 2001 Mitbegründer des Frequenzforschungskollektivs B.E.L. (Brain Entertainment Laboratory).

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