Mutter Erde oder Tod

Der neueste Versuch patriarchaler Naturbeherrschung

von Prof. Dr. Claudia von Werlhof

Der geistige und psychologische Hintergrund der Naturbeherrschung durch den Menschen zeigt sich in der politischen und technologischen Dimension. Es wird deutlich, dass es nicht nur um Begleitschäden geht, sondern um die existentielle Haltung im Bild von der »bösen Natur«. So hat die moderne Kriegsführung, wie der Beitrag zeigt, bereits den feinstofflichen Bereich instrumentalisiert. Die Erde als weibliches Wesen wird unterworfen und als angeblich höherwertiges maschinenartiges System neu installiert. Das Militär nennt dies »Systemfähigkeit der Erde«.

 

Die Erde soll also in ein steuerbares »System«, in eine Maschine oder eine Art Apparat verwandelt werden!

 

Auch einige unheimliche Wetterbedingungen und »Natur«- Katastrophen könnten direkt vom Experimentieren mit Installationen wie HAARP verursacht worden sein.
Die Wetterbeeinflussung ist in den USA eine Aufgabe der Luftwaffe, und die Russen teilten 1992 mit, dass sie diese Technik bereits beherrschten.
Im Übrigen, so sei hinzugefügt, war bei der Kopenhagener Klimakonferenz von 2009 das Thema ENMOD und Klimawandel ausgeschlossen.1 Und auch bei der Umweltkonferenz von Rio 1992 wurde das Thema Militär nicht einbezogen.

 

Nun sind die USA und Russland nicht die Einzigen, die solche Waffen besitzen. Enthüllungen von 30 Jahren militärischer Innovationen zeigen, so Bertell, dass England, Deutschland und die NATO alle in militärische Entwicklungen einbezogen waren, die eine geradezu kriminelle Missachtung des Lebens auf der Erde bewiesen. Jedenfalls sind außer in Sibirien HAARP-ähnliche Anlagen auch in Tromsö, Nordnorwegen, das vom deutschen Max-Planck-Institut geführt wird, und inzwischen auch in Schweden sowie in Puerto Rico vorhanden.2

 

Es könne darüber hinaus auch durch Unfälle, Rechenfehler, Akte von Wahnsinnigen oder politische (Fehl-)Entscheidungen eine letzte globale Katastrophe eintreten.3 Ein amerikanisches Empire, das die Welt beherrscht, und die Vision von einem durch Gott verursachten Armageddon, falls es schief geht, lassen die selbst ernannten Spieler denken, ihr Spiel sei den Versuch wert. Sie nehmen jedes Risiko auf sich, und dann verleugnen sie, dass es überhaupt ein Risiko gibt. Aber wie früher die Kriegsverbrecher auch, werden sie immer behaupten, dass ihre Verbrechen keine sind, sondern Schritte in Richtung des Erreichens ihrer als »vernünftig« erklärten Ziele.

 

Hier ist wirklich nichts mehr heilig!

 

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1 vgl. Michel Chossudovsky in Global Research.ca, 27.03.2010.
2 vgl. »HAARP verändert die Welt. Ein Forschungsprogramm mit apokalyptischer Perspektive«, in: Der Soldat, Wien, Nr. 3, 10.02.2010.
3 Rosalie Bertell: Planet Earth. The Latest Weapon of War, London 2000, The Women´s Press. Dt. Ausgabe: Kriegswaffe Planet Erde, Gelnhausen 2011, J.K. Fischer

 

 

Claudia von Werlhof

Claudia von Werlhof

 

Zur Autorin:

Claudia von Werlhof ist Professorin für Frauenforschung an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, der Universität Innsbruck. Sie gilt als Mitbegründerin der Frauenforschung in der Bundesrepublik Deutschland und zusammen mit Maria Mies und Veronika Bennholdt-Thomsen als Begründerin des Ökofeminismus. Sie betrieb Matriarchatsforschung, entwickelte die Patriarchatskritik weiter und arbeitete an zivilgesellschaftlichen Alternativen zur Globalisierung als »kapitalistischem Patriarchat«. Dazu lebte und forschte sie jahrelang in Entwicklungsländern, insbesondere in Lateinamerika. Sie arbeitet an einer feministischen Gesellschaftstheorie des Patriarchats, der inzwischen sogenannten »Kritischen Patriarchatstheorie« sowie den Alternativen zu dieser Zivilisation.

 

 

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