Als ich meine bunten Flügel sah

Als ich meine bunten Flügel sah

Die Reise zum inneren Sehen

Autor: Gülfide Ayana Egrigöz
Kategorie: Spiritualität allgemein
Ausgabe Nr: 77

Die Autorin ist seit ihrem achten Lebensjahr blind und versteht sich selbst als Seherin. Mit ihren Augen ist sie gesegnet, das noch so kleinste Licht in den dunklen Ecken und Winkeln in Seelen zu erspähen. Ein Mut machender Bericht eines Lebens mit dunklen und erleuchteten Phasen, das immer mehr zu seiner inneren Strahlkraft findet.

Ich beginne zu schreiben, ohne zu wissen, was daraus wird. Folge ganz einfach meiner Intuition, denn das ist mein zuverlässiger Kompass, mein innerer Stern, den ich immer schon sehen konnte. Dafür brauche ich nicht meine physischen Augen.

Seit meinem achten Lebensjahr erforsche ich mit meinen mitgebrachten Fähigkeiten die Welt des inneren Sehens, der unterschiedlichen Wahrnehmungen und die Vielfalt an Möglichkeiten, meine Sinne einzusetzen.

Diese »Zutaten«, gewürzt mit etwas Achtsamkeit, lassen jeden AugenBlick mein Lebenselixier ein Stück weiter reifen, sodass es wie meine persönliche artesische Quelle unaufhaltsam aus mir heraussprudelt. Täglich erhalte ich das wunderbare Lebensgeschenk, mein »ich bin«, um mich neu zu kreieren.

Wenn ich all meine erlebten Erfahrungen hier niederschreiben würde, den roten Faden, der sich durch mein Leben zieht, dann könnte ich bereits ein Buch damit füllen. Daher beginne ich an der Stelle zu erzählen, die ich als meine offizielle Initiation anerkenne. Irgendwie gehört es zu meinem »Sehen« dazu, dass ich fast täglich, mal deutlicher, mal sanfter, erwachen darf.

Die Signale des Körpers

Der 31. Oktober 2017 sollte es diesmal sein. Das war der erste Jahrestag nach der spirituellen Eröffnung meiner Räumlichkeiten, die ich mir für meine Praxiserfahrung erschaffen hatte. Gleichzeitig war es das »Ja« zur Schließung. Viel Kraft und Kosten hat mir dieser »Beweis« abverlangt. Hätte ich auf die Bilder »gehört«, die ich bereits am Beginn des Weges erhalten habe, dann gäbe es dieses Kapitel in meiner Historie nicht. Jedoch ist das auch die halbe »Wahrheit«. Mit dieser Lebenserfahrung habe ich mir meine Schöpferkraft »bewiesen«, und dadurch darf ich gefestigter in meiner Lebensweise/Lebensweisheit auf meinem Jakobsweg weiter voranschreiten.

Auf alle Fälle hatte ich an diesem Tag die ersten sehr deutlichen körperlichen Symptome, die sich wie ein Herzinfarkt anfühlten und zeigten. Des Weiteren wurde ich zwei Wochen vor Weihnachten von schweren Hals- und Ohrenentzündungen heimgesucht, die die »Ursache« des zweiten Gehörsturzes sein sollten. Wobei die Nachricht vom Suizid eines 25-jährigen jungen Mannes ein sehr entscheidender Auslöser war. Die Spirale nach unten bekam eine derartige Eigendynamik. Somit begann ich, mir einzugestehen, dass ich unaufhaltsam auf einen neuerlichen »Reset«  zuraste. Da ich mich inzwischen für eine recht gut »ausgebildete« Lebens»er«fahrerin halte, wollte ich mit so wenig körperlichem Schaden wie möglich ins Ziel. Es ist jetzt die Frage, ob es mir gelungen ist oder nicht. Das liegt im Auge des Betrachters. Ich für mich kann nur sagen, dass es sehr heftig war, so heftig wie noch nie zuvor.

Gleichzeitig war es auch so tief transformierend, wie ich es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte.

In dieser Fassung sind Auszüge aus dem Artikel wiedergegeben. Den vollständigen Artikel gibt es im Pdf ( 4 Seiten), das unten bestellt werden kann.

Durch Hingabe in eine unbekannte Dimension

Bereits bei der Heimfahrt nach einer Veranstaltung am 14. Februar gestand ich mir ein, dass ich meine letzten Kraftressourcen ausgeschöpft hatte. Ab dieser Nacht hieß es für mich, die kommenden vier Wochen das Krankenbett zu hüten. Nach nun mehr als 25 Jahren wurde mein System von 39 Grad Fieber aufgerüttelt. Auch wenn es anstrengend war, begeisterte mich diese großartige Kraft in mir. Daran konnte ich erkennen, dass mein Körper noch einmal bereit war, alle Register zu ziehen. In dieser Zeit machte ich den zweiten Eintritt in die nächste/parallele Dimension. Diesmal nahm ich es ganz anders wahr als im Oktober 2002. Ist auch kein Wunder, denn zum einen kannte ich bereits »dieses« Gefühl, und zum anderen befinde ich mich heute in einem anderen Bewusstseinszustand. Damals war es wieder ein neuerlicher »Schups« in eine mir noch unbekannte Welt. Diesmal war es ein Prozess, ein verzweifelter Kampf gegen den Tod. Ein Nicht-Verstehen, warum ich mich so dagegen wehrte, da ich den unvergleichbaren Frieden ja auch anziehend gefunden hatte. Dann kam der Moment, in dem das Ego »einsah«, dass es absolut keinen Sinn ergab, sich gegen eine Kraft zu wehren, die immer als »Sieger« bei diesem Duell hervorgehen wird.

Also ließ ich los. Ich gab mich hin und überließ mich dem Fluss des Geschehens. Das ist der Augenblick, in dem alles der göttlichen Allmacht unterworfen ist.

Erfahren Sie im vollständigen Artikel mehr über die Initiationserfahrung von Gülfide Egrigöz und was es mit der sich ihr offenbarenden weiblichen Stimme »Ayana« auf sich hat.

Aus diesem Prozess wurde ein kleines zartes Vögelchen geboren, das sich erst nach und nach entfaltet und seine zerknitterten Flügelchen glattschütteln muss, um seine ersten Flugversuche zu absolvieren. Das Bild zu dieser Erkenntnis erhielt ich am 5. Juli dieses Jahres.

Ein nackter, schroffer Berg, den ich besteige. Immer wieder rutsche ich aus und stürze ein Stück zurück. Da ich jedoch den Weg bereits kenne, fällt mir der neuerliche Aufstieg nach einer Pause nicht allzu schwer. Ein Urvertrauen zieht mich magisch an. Ich will zu dem Portal, das als ein Felsplateau oben auf mich wartet. Plötzlich befinde ich mich darauf. Komplett nackt. Habe mich vor mir selbst ausgezogen. Flügel wachsen aus meinem Körper. Sie sehen aus wie lange, gebogene Federn in Rosa, Hellblau, Gelb und Weiß. Ich stehe an der Kante und die Sonne strahlt mich an. Mein ganzes Gesicht ist von purer Lebensfreude erfüllt. Ich fühle tiefes Vertrauen ins Leben. Ich lasse mich in die Tiefe fallen und beginne zu fliegen. Der Wind greift unter meine Flügel und trägt mich spiralförmig nach oben. Ich fühle Frieden, Freude und Fülle tief in meinem Sein. Das war der Moment, in dem ich erstmals meine bunten Flügel sah.

Dieses großartige Geschenk, das ich wieder vom Leben erhielt, lässt mich noch multidimensionaler das Ausmaß meines Seins in meinen Zellen wahrnehmen. Seither ist diese Kraft dabei, sich noch tiefer in ihnen zu integrieren und zu verwurzeln. »Ich bin« eine jener ewigen Blüten auf diesem Paradies, das ich für die kommenden Generationen mitgestalten darf. Nach meinem Erlebenswissen liegt der Schlüssel vom Tor des Gartens Eden darin verborgen.

Die Autorin Egrigöz

Zur Autorin

Gülfide Egrigöz erblickte 1975 das Licht der Welt als erste Generation einer türkischen Gastarbeiterfamilie in Linz/Österreich. Ihre Erblindung mit acht Jahren war eine ihrer Ausbildungsstationen zur spirituell-energetischen Sinnes- und LebensKünstlerin. Heute begleitet sie Menschen bei ihren Erwachungs- und SelbstEntfaltungsProzessen.
Webseite: www.lichtquell.at

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Der vollständigen Artikel von Gülfide Egrigöz beschreibt, welche tiefgreifenden Erkenntnisse sie aus dieser Erfahrung für sich gewann und wie diese ihr Leben und Wirken nachhaltig beeinflussten.

Lesen Sie die vollständige Fassung in Tattva Viveka 77 oder downloaden Sie diesen Artikel einzeln als ePaper für 1,00 € (Pdf, 4 Seiten).

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