Das Herz

Die Verbindung von Himmel und Erde

Das Herz

Die wichtigste Verbindung zu unserer Seele

Autor: Thomas Young
Kategorie: Spiritualität allgemein
Ausgabe Nr: 72

Die Verbindung von Himmel und Erde findet im Herzen statt. Fühlen wir unser Herz wahr, tief und aufrichtig, können wir mit dem Urgrund allen Seins in Synchronisation schöpfen. Menschen in ihre eigene Herzens- und Schöpferkraft zu führen ist die Bestimmung des Autors. Im Interview gibt Thomas Young auch Einsichten, warum eine rein naturwissenschaftliche Vermessung spiritueller Phänomene nicht ausreichend ist.

Die Verbindung von Himmel und Erde

Tattva Viveka: Unser Thema ist die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität, wobei wir das Herz als zentrale Kraft in dieser Verbindung sehen. Thomas, Du bist Herzlehrer. Kannst Du uns erzählen, wie Du diese Verbindung im Herzen siehst. Wie unterscheidet sich Fühlen von Denken? Wie  Körper von Seele? Und was ist diese wunderbare Erscheinung Mensch? Bitte führe Dich selbst in Dein Thema und Deine Arbeit ein, was Dein Weg des Herzens ist.

Thomas Young: Ich habe die große Ehre, Freude und das Privileg, seit 17 Jahren Herzarbeit zu machen. Ich studierte Soziologie, Psychologie und Englisch, lehrte kurz an der Universität. Ich machte mich dann acht Jahre mit der Gründung einer Firma selbständig, die ich später verkaufte. Mein wissenschaftlicher Hintergrund hat aber für meine Herzarbeit wenig Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 biete ich diese Herzlehre an. Selbst bin ich sehr von zwei Menschen auf meinem Weg berührt worden, einem Mann und einer Frau.

Sechs Jahre bekam ich ein weibliches Teaching und sechs Jahr ein männliches. Nach diesen Einweihungen bin ich an die Öffentlichkeit getreten, um mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben. Ich habe Momente großer Berührung erfahren, von Gnade kann man sagen. Es ist mein Herzenswunsch, dies an andere weiterzugeben.

TV: Warum glaubst Du, dass das Herz diese zentrale Rolle hat oder anders gefragt, welche Bedeutung hat das Herz. Was ist das Besondere des Herzens im Gegensatz zum Denken zum Beispiel. Wir haben ja auch ein Bauchgehirn. Was sind der Unterschied und die Besonderheit des Herzens?

Thomas: Ich kann nur für meinen Weg sprechen.

Im Herzen werden Himmel und Erde zusammengeführt, anders ausgedrückt werden Eros und Logos zu Holos.

Mir geht es um die Qualitäten des Herzens, die kultiviert werden. Ich stehe ja, obwohl ich wissenschaftlich ausgebildet bin, nicht auf der wissenschaftlichen Seite das Herz zu erforschen, sondern mir geht es eher um die mystische Erfahrung. Dabei unterscheidet man drei große Ebenen: Fokus, Ethik, differenzierte Weisheit.

Die Verbindung von Himmel und Erde

Wie diese drei großen Ebenen definiert sind, erfahren Sie im vollständigen Artikel, der als Pdf für 2,00 € zum Download bereit steht (am Ende dieses Beitrag).

Sind Herz und Seele verschieden?

Die Verbindung von Himmel und Erde

TV: Du hast jetzt gerade den Begriff Seele benutzt. Seele ist eine bekannte Größe. Ist es dasselbe wie das Herz oder wo ist der Unterschied, wenn es einen gibt?

Thomas: Ich glaube es ist nicht das gleiche. Aber ich glaube, dass wir über unser Herzzentrum unsere Seele, also diesen unsterblichen Teil unserer selbst, besonders spüren können. Es ist nicht nur ein Konzept. Das ist Seele, das ist Bewusstsein, das kann ich alles notieren und mental verstehen. Kann ich das aber auch spüren? Kann ich diese »participatión mystique« in mir wahrnehmen? Kann ich ein Einheitserleben erfahren, was mich so tief mit den umgebenden schöpferischen Kräften des Universums verbindet, das kein Zweifel mehr da ist? In dem Sinne hat Ethik dann auch kein Fragezeichen mehr, weil du in deinen Zellen weißt, aus welcher Ebene du kommst und es wäre unnatürlich, ihr zuwider zu handeln. Es ist natürlich, mitfühlend, friedvoll, bedingungslos liebend zu sein. Jedes Mal, wenn du rausfällst, merkst du das sofort, nimmst es wahr und gehst dann wieder zurück. Im Gegensatz zu einem Bewusstseinszustand, indem du es für natürlich hältst, dich wettbewerbsorientiert zu verhalten und die Erde auszubeuten.

TV: Das ist ja auch der klassische Widerspruch zwischen Denken und Fühlen, oder?

Thomas: Ja, die Herzlehren wissen:

Wir sind alle auf der längsten Reise der Welt, 30 Zentimeter zwischen Kopf und Herz.

TV: Ja, der Weg vom Kopf zum Herzen ist sehr, sehr lang.

In dieser Fassung sind Auszüge aus dem Interview wiedergegeben. Das vollständige Interview gibt es im Pdf (9 Seiten), das unten bestellt werden kann.

Die Vision von einem anderen Bewusstsein

Die Verbindung von Himmel und Erde

TV: Lass uns noch ein wenig visionieren! Uns liegt die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität sehr am Herzen. Ich sehe darin auch die Kombination von Theorie und Praxis. Wie könnte die Wissenschaft, deiner Meinung nach, den Aspekt der Erfahrung mit der Theorie integrieren?

Thomas: Ich glaube, dass es schon in vielen Formen zusammengeführt wird. Eure Zeitschrift macht diese Arbeit. Es gibt immer mehr Foren, wo die Wege sich vernetzen. Dafür braucht es die gegenseitige Offenheit und die Brückenbauer, die der wissenschaftlichen Seite Spiritualität erklären und umgekehrt.

Ich denke, dass hier im Westen in der Regel versucht wird Spiritualität mit naturwissenschaftlichen Methoden zu erklären oder handbar zu machen.

In der Psychologie ist es so.

Ich glaube, dass funktioniert nicht. Das ist ein Methodenirrtum.

Wir brauchen Erfahrungen, wir müssen an die Ränder des Bewusstseins und darüber hinaus gehen. Dann können wir uns über diese Erfahrungen austauschen. Ken Wilber etwa sagt, es gibt unterschiedliche Bewusstseinsebenen von archaisch, magisch, mythisch zu rational und transrational bzw. transpersonal. In welchem Bewusstsein findet dann beispielsweise eine Erfahrung statt? So müssten sich Mystiker und Wissenschaftler austauschen.

TV: Ja, ich glaube, das ist ganz wichtig. Ich habe den Eindruck, in der Wissenschaft hat man Angst vor den eigenen Erfahrungen. Die eigene Person wird ausgeklammert. Person und Erfahrung gelten als unwissenschaftlich. Das scheint mir der Teil zu sein, der fehlt. Wir müssen uns auch selbst leben und uns als Personen einbringen. Wir sind keine freischwebenden Neutren. Wir sind subjektive Wesen, fühlende Wesen, Personen. Den subjektiven Faktor  und auch eine mystische Erkenntnistheorie möchten wir in die Wissenschaft bringen. Es muss möglich sein, beides miteinander zu verbinden, ohne nur vom rationalen Verstand her die Sache zu beurteilen, indem wir von dieser integrierten Herzebene ausgehen.

Diese beiden Welten zusammen zu bringen sehen wir auch als das neue Paradigma. Und die Herzenergie, oder das Sein im Herzen, ist bisher in unserer aufgeklärten Kultur der Neuzeit sehr unter dem Tisch gefallen. Sie wurde sehr vernachlässigt und sie muss jetzt wieder gestärkt werden, da die Herzenergie die führende Kraft ist.

Thomas: Das würde ich eins zu eins so unterschreiben.

Ich denke, das kollektive Verhalten zeichnet sich dadurch aus, dass wir mental abspalten, also irgendetwas nicht fühlen wollen.

Oder wir werden vom emotionalen Körper geritten, das heißt, wir gehen in den Gefühlen unter. In dem Sinne führt man ein recht reaktives und kein spirituell souveränes Leben. Spirituell souverän heißt, wenn etwas im Außen passiert, verweilst du in der Ruhe und hast die Freiheit zu wählen. Es bedeutet, weder abgespalten noch geritten werden, sondern eine dritte Ebene zu kultivieren, die sich dann mit dem Denken verbindet. Wenn sich Mitgefühl mit dem Denken verbindet, entsteht eine andere Art von Denken, ein viel vernetzteres Denken, eine andere Art den Kosmos wahrzunehmen.

Lesen Sie im vollständigen Artikel mehr dazu, wie man aus den Herzen lebt 🙂

Die Verbindung von Himmel und Erde

TV: Ich hätte doch noch eine Frage zum »Sehen«. Wir beschäftigen uns hier mit dem Begriff des Geistigen Sehens. Das ist auch eine nicht-rationale Form des Zugangs zur Welt. Du hast mal in einem Interview gesagt, die Leute lernen sich von Seele zu Seele zu sehen. Was bedeutet für Dich der Begriff des Sehens?

Thomas: Also der Begriff von Seele zu Seele zu sehen, heißt für mich, dass du dich in deinen Projektionen wahrnimmst und diese bewusst zurücknimmst. Wir projizieren ja alle unsere Schatten auf andere. Wir halten Menschen dadurch in bestimmten Wahrnehmungen dessen, was wir da zunächst sehen. Die Schwächen eines Menschen zu sehen ist recht einfach. Also Dunkelseher zu sein oder den Schatten zu sehen ist wirklich einfach. Das ist gröbere Schwingung.
Aber Hellseher zu sein, oder das Helle, das Potential von jemanden zu sehen und es für diesen auch in Worte zu fassen, ist eine große Kunst, also eine Art Seelennavigation für diesen Menschen bereitzustellen. Von Seele zu Seele zu sehen heißt, die Projektionen fallen zu lassen.  Das ist ein Blick auf Augenhöhe und einer Art geistiger Bruderschaft und Schwesternschaft. So weißt du, das ist eine Seele auf ihrem Weg. Er auf seinen Weg, sie auf ihrem Weg. Wir versammeln uns um ein Thema und ringen gemeinsam um die Wahrheit. Dann fangen sie irgendwann an zu leuchten.

TV: Ein schönes Schlusswort. Herzlichen Dank für das herzerfüllende und leuchtende Interview.

Thomas: Ich danke Euch auch.

Der Autor Thomas Young

Zum Autor

Thomas Young arbeitet auf Seminaren und Retreats mit kraftvollen Techniken, die in antiken Mysterienschulen ihre Anwendung fanden, als auch mit neu entwickelten, zeitgemäßen Bewusstseinswerkzeugen. Zentraler Fokus seiner Arbeit ist die Erweckung des Herzzentrums und das Erleben spiritueller Durchbrüche. Seit vielen Jahren bringt der hellsichtige Mystiker die Menschen in Kontakt mit der alchemistischen Kraft des Herzens.

Das Interview für Tattva Viveka führten Ronald Engert und Gabriele Sigg. Die ausführlichere Video-Version wird zum Online-Symposium: »Wissenschaft und Spiritualität – Die Welten verbinden« vom 20 bis 29. Oktober 2017 ausgestrahlt.

Weitere Informationen: www.wissenschaft-und-spiritualität.de

Erfahren Sie mehr über Herzqualitäten, den Schatten, und die Integration auf einer höheren Ebene.
Die vollständige Fassung des ersten Teils lesen Sie in der Tattva Viveka 72. Auch für 2,00 € als ePaper erhältlich (Pdf, 9 Seiten).

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