Von inneren Kämpfen auf dem Wege zur geistigen Meisterschaft

Von inneren Kämpfen auf dem Wege zur geistigen Meisterschaft

Meditation: Vipassanā-Retreat

Besuch eines Vipassanā-Retreats

Autor: Julian Frebel
Kategorie: Spiritualität
Ausgabe Nr: 59

 
Ein Besuch bei einem Vipassanā-Retreat zeigt: Meditation ist auch Arbeit und ein Kampf gegen die Trägheit. Der ehrliche und menschlich nachvollziehbare Erfahrungsbericht zeigt, was passiert, wenn sich ein junger Mann ins spirituelle Trainingslager begibt und durch die Widerstände hindurch geht.

 

Die letzten eineinhalb Kilometer vom Meppener Bahnhof zur Jugendherberge gehe ich zu Fuß. Im Rucksack ist Gepäck für zehn Tage. Als ich ankomme, dunkelt es schon. Schon bei der Anmeldung herrscht eine strikte Trennung zwischen Männern und Frauen. So beginnt das zehntägige Vipassanā-Retreat, das ich über Neujahr 2014 besucht habe.

Ein straffes Programm, begleitet von strengen Regeln, erwartet mich. Täglich etwa neun Stunden Meditation, ein durchgetakteter Tagesplan, der morgens um 4 Uhr beginnt und abends um 21:30 Uhr endet. Jeden Tag derselbe Ablauf: Gong zum Aufstehen, Gong zur Morgenmeditation, Gong zum Frühstück, Gong zur Vormittagsmeditation, Gong zum Mittagessen usw. Und all das unter völligem Schweigen – mit Ausnahme von Gesprächen mit Lehrern und Kursbetreuern. Mit 100 weiteren Meditierenden mache ich mich auf zu einem tiefgreifenden und aufwühlenden Prozess.

 

Auf dem Wege zur geistigen Meisterschaft

 

Die ersten dreieinhalb Tage praktizieren wir Ānāpāna – die Beobachtung des Atems. »Spüren Sie Ihren Atem, wie er am Eingang Ihrer Nase entlangstreicht, ohne den Gang des Atems zu beeinflussen. Manipulieren sie nicht – beobachten Sie einfach objektiv«, tönt eine Stimme aus den Lautsprechern. Eine Aufnahme vom mittlerweile verstorbenen S. N. Goenka, der die Tradition des »reinen« Vipassanā nach Indien zurück- und mithilfe seiner Tonbandaufnahmen in die ganze Welt gebracht hat – eben auch nach Meppen.

 

Ich begreife, dass Meditation Arbeit ist. Wie Gewichtheben, nur für den Geist.

 

Den Atem zu beobachten, ohne ihn zu steuern, fällt mir unheimlich schwer. Ich schaffe es fast gar nicht und drifte immer wieder in Gedanken ab. »Wenn Sie sich alle fünf Minuten wieder aus den Gedanken holen und auf den Atem zurückbesinnen, ist das gut für den Anfang.« Okay – das kriege ich hin. Trotzdem fühle ich mich immer unwohler in meiner Haut. Ich beobachte den Atem, aber merke auch, wie sehr mein Atem belastet ist von Zwängen und Ängsten, die den Atemfluss oft »verklemmen«. […]

 

Lesen Sie den kompletten Artikel in der TATTVA VIVEKA 59

 

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Artikel zum Thema in früheren Ausgaben:

TV 45: Mike Kauschke – Sein und Werden. Bericht vom Retreat mit Andrew Cohen

TV 46: Jeannette Büsser – Yoga zeigt den Weg. Teacher Training Course in Indien

TV 51: Urs Wendel – Rückzug ins Dunkel.
Erfahrungsbericht zu einem Dunkelretreat

TV 54: Bharati Corinna Glanert – Die Geheimnisse Indiens. Kraftorte und Sadhana

TV 58: Radanath Swami – Suche die Essenz! Ein Leben in der göttlichen Liebe

 

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