Die griechische Insel IKARIA

Eine magisch-magnetische Reise zu einem spirituellen Kraftort der europäischen Kultur

Die griechische Insel IKARIA

Eine magisch-magnetische Reise zu einem spirituellen Kraftort der europäischen Kultur

Autor: Gabriele Sigg
Kategorie: Spiritualität allgemein
Ausgabe Nr: 69

Spirituelle Kraftorte werden heutzutage oft im fernen Osten, insbesondere in Indien, gesucht. Auch die westliche Kultur hat eine lange spirituelle Tradition, die zurück ins Antike Griechenland reicht. Dieses Wissen und die meditativen Praktiken findet man heute leider nur zufällig oder mit viel Glück oder gar göttlicher Gnade. Die Autorin hatte das Glück, diese Erkenntnisse vermittelt bekommen zu haben und wird weiterhin auf dieser Linie geleitet. Ein spiritueller Reisebericht.

Philosophie und spirituelle Praxis

Schon Zeit meines Lebens befinde ich mich auf dem spirituellen Weg, auch wenn mir das anfangs nicht bewusst war. Ich suche nach Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit in all meinem Tun. Ich hatte das große Glück bzw. die Gnade an einer staatlichen Universität einen Professor zu bekommen, der das Wissen der alten Griechen nicht nur lehrte, sondern auch lebte und mir somit den Zugang dazu verschaffte. Wissen wird primär über Beziehungen weitergegeben.

Die Akropolis, der Burgberg in Athen, gewidmet der Göttin Athene
Man kann das Ehrgefühl nur umschreiben, denn es drückt sich in der gefühlten Erfahrung aus.

Ich habe philosophische Bücher studiert und das mich am meisten berührende Buch war »Die Nikomachische Ethik« von Aristoteles: Es ist das Ehrgefühl, das uns in unserem Inneren leitet. Es ist die spirituelle Tugend, die jenseits jeglicher Dogmatik die heilige Handlung in jedem Moment erkennt. Wenn wir mit dieser verbunden sind, leben wir die spirituelle Wahrheit. Kein anderes Buch hat es brillanter beschrieben: Man kann das Ehrgefühl nur umschreiben, denn es drückt sich in der gefühlten Erfahrung aus.

Ikaria als Kulminationspunkt des weiblichen und männlichen Prinzips

Ikaria geht zurück auf den Mythos von Ikarus, der zu der Sonne fliegen wollte, aber dabei ins Meer stürzte und starb. Somit wurde Ikaria geschaffen. Wichtige Gottheiten der Insel waren und sind Artemis und Dionysos. Von 1523 bis 1919 gehörte die Insel zum Osmanischen Reich. Mehr denn ihre geschichtlichen Fakten will uns aber hier die spirituelle Kraft der Insel interessieren.

»BIG (MAGNETIC) NOTHING«, Heilquellen von Lefkada

»BIG (MAGNETIC) NOTHING«, Heilquellen von Lefkada, Photo: © Simone Leona Hueber
Ikaria ist der geografisch-spirituelle Knotenpunkt, an dem sich weibliches und männliches Prinzip treffen.

Alles, was ich im Folgenden schreibe, ist Wissen, das ich durch andere Personen erhalten habe und was sich für mich intuitiv stimmig angefühlt hat, Wissen, das ich intuitiv durch meine Erfahrung auf der Insel Ikaria weiterentwickelt habe. Es ist kein wissenschaftlich geprüftes Wissen im h e u t e allgemein verstandenen Sinne. Ich schreibe bewusst h e u t e, denn das heutige Wissenschaftsverständnis ist sehr reduktionistisch. Es wäre im Verständnis des griechischen Philosophen Platon bloßes Meinen und Projektion (doxa) (s. Liniengleichnis) – nicht Wissen (s. Platon: Der Staat). Wissen ist eine Form inneren Erkennens und keine Messung materieller Bestandteile, wie dies uns heute vermittelt wird.

Es gibt Kulturen, die vermehrt auf das weibliche Prinzip bauen, sogenannte Mondkulturen. Sie sind häufig in orientalisch-mediterranen Gefilden zu finden. Westliche Kulturen bauen vermehrt auf dem männlichen Sonnenprinzip auf: Logik, Struktur und Planung stehen hier im Vordergrund. Weibliche Kulturen werden meist als unstrukturiert wahrgenommen.

 

Den vollständigen Artikel können Sie am Ende dieses Beitrags bestellen.

Spirituelle Reisevorbereitungen

Ich hatte keine großen Pläne, wo ich genau hingehen sollte. Das einzige, was ich geplant hatte, waren der Flug und die Unterkünfte, da mein Budget beschränkt war und die Touristenzeit bereits angefangen hatte. Ich vertraute darauf, dass ich zu den Orten auf der Insel finden würde, wo mich die Insel und das Leben haben wollten. Für mich war es irrelevant, am Schluss der Reise die ganze Insel »abgehakt« zu haben. An einem Ort zu sein, an dem man nicht sein soll, macht keinen Sinn, denn man bekommt nicht das, was man empfangen soll und im jetzigen Moment zu seiner persönlichen Weiterentwicklung braucht. Diese Art der Reiseplanung ist nicht steuerbar, sie verlangt Demut vor dem Leben.

Absolute Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit in all seinem Tun ist die notwendige Voraussetzung, um diese Stimme in der höchstmöglichen Reinheit hören zu können.

Eine ausführliche Beschreibung der spirituellen Reisevorbereitung finden Sie im vollständigen Artikel. 😉 Unten können Sie bestellen!

Magisch-magnetische Fügungen

Am nächsten Tag war ich etwas müde und dachte, ich sollte vielleicht mit dem Fahrradausflug etwas warten, rein rational hätte ich mir ja auch erst Armenistis ansehen können, aber das Gefühl sagte ganz klar, ich solle heute schon nach Nas fahren. Das Gefühl an diesem Tag Fahrrad zu fahren war so stark, dass ich einfach tat, was mein Gefühl sagte.

Ich fuhr und fuhr und fuhr. Ich zog eine Weste an, da ich meine sehr helle Haut schützen musste – aber es kam nichts – kein Nas kam. Ich brauchte eine Pause, ich war hungrig und durstig. Ich fuhr ein Stück zurück und rastete erst einmal. Aber ich wusste nicht, was ich hier machte. Und wie um alles in der Welt war ich hierher gekommen? Wo war ich eigentlich? Meinem Verstand fiel es schwer zu verstehen, was hier passierte, es erschlossen sich mir hier an diesem Ort aber wichtige Botschaften für meine persönliche geistige Weiterentwicklung

Jedoch ist es etwas anderes, spirituelles Wissen aus Büchern oder Botschaften zu erfahren, als es selbst zu erleben.

Das Leben spricht zu uns durch Menschen und Situationen. Ich beobachte dieses Seinsprinzip schon Zeit meines Lebens. Wenn wir die Botschaften verstehen lernen, können wir uns immer stärker von unseren kulturellen und gesellschaftlichen Konditionierungen lösen und zu unserem wahren authentischen Sein finden. Auf der Insel Ikaria sind die Fügungen und Synchronisationen nur einfach viel intensiver, präziser und schneller. Eines Nachmittags lag ich am Strand von Nas, es war sehr windig. Ich wechselte dreimal den Ort, bis ich schließlich einen windgeschützten Felsen fand, bei dem ich mich hinlegte. Nach einiger Zeit, ich fragte mich gerade bzw. die Insel, ob ich schon gehen oder noch bleiben sollte, gesellte sich eine Frau zu mir und fragte, ob wir zusammen eine Heilmeditation machen könnten.

 

Was kann auf einer spirituellen Reise alles geschehen? Das steht im vollständigen Beitrag. Denn können wir hier leider nicht kostenlos abdrucken. Aber für nur 2,00 € Unterstützungsbeitrag sind Sie dabei! 😉

Um all diese Dinge erleben zu können, bedarf es sehr viel spiritueller Arbeit an den eigenen Bedingtheiten, das heißt charakterlichen Aspekten wie sozialkulturellen Prägungen. Man muss das Lebensprinzip in sich entwickeln, um mit ihm in Kontakt zu kommen und zu schöpfen. Die Fähigkeit, in Einklang mit dem Leben und dem göttlichen Schöpfungsprinzip zu sein, entspricht dem (spirituellen) Tugendbegriff, den Aristoteles treffend in seinen Schriften »Die Nikomachische Ethik« dargelegt hat.

In seinem Werk beschreibt er die Notwendigkeit der Ausbildung der ethischen (praktischen) Tugenden, sowie der dianoetischen (verstandes-, vernunftmäßigen) Tugenden. Mit anderen Worten muss das Gefühls- und Denkleben gleichermaßen ausgebildet werden, um die Seele und den Charakter des Menschen zu veredeln und somit zur eudaemonía (εὐδαιμονία) – spirituellen Glückseligkeit und megalopsychia (μεγαλοψυχία) – zur Großgesinntheit, Seelengröße zu führen. Die Herzensbildung – von vielen Autoren vernachlässigt – nimmt einen zentralen Stellenwert in dieser geistesgeschichtlichen Tradition ein und führt zusammen mit den geistigen Tugenden zur vollkommenen Tugend (areté – ἀρετή).

Leider haben die patriarchalen Interpreten über die kirchlichen Indoktrinationen bis zur Aufklärung das Denken über das Fühlen bzw. den Geist über die Materie gestellt.

Zu diesem Artikel hat unsere Autorin Simona Huebner ein Glossar verfasst:
Anfänge eines Dudens zum weiblichen Prinzip

Über die Autorin

Gabriele Sigg

Gabriele Maria Sigg

M.A. Studium der Soziologie, Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg (2004-2009). Widmet ihr Leben der Verbindung von Spiritualität und Wissenschaft, um die Wissenschaft wieder ihrer geistigen Bestimmung zuzuführen. Beendet momentan ihre Promotion im Fach Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet in der Redaktion der Zeitschrift Tattva Viveka.

Kontakt: Gabriele.Sigg@tattva.de

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Erfahren Sie mehr über spirituelle Wahrhaftigkeit und gelebte Spiritualität.

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Bildnachweis: Sämtliche Bilder, soweit nicht anders ausgewiesen © Gabriele Sigg

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