Tattva Viveka Magazin
 

Heilungsbiotope als Weg zum Frieden

Heilungsbiotope als Weg zum Frieden

Wie wir den Krieg überwinden und zu innerem und äußerem Frieden finden

Autor: Dieter Duhm
Kategorie: Philosophie
Ausgabe Nr: 92

Ungelöste innere Konflikte führen zu manifestiertem Krieg im Außen, meint Dr. Dieter Duhm und lädt alle Menschen ein, an dem Aufbau friedensstiftender Heilungsbiotope mitzuwirken. Die Zukunft liegt in diesen lokalen und regionalen Zentren des Friedens. Mit uns teilt Duhm die von ihm erprobten Leitlinien, die solche Friedensdörfer und Gemeinschaften erfolgreich werden lassen.

»Es kann keinen Frieden in der Welt geben, solange in der Liebe Krieg ist.«

Ich habe lange gezögert, diesen Text in die Welt zu schicken. Der Text befasst sich nicht mit den geopolitischen und strategischen Hintergründen des gegenwärtigen Krieges in der Ukraine, sondern mit dem Thema Krieg überhaupt. Krieg ist etwas dermaßen Verrücktes, Unmenschliches und Falsches, dass man motiviert sein kann, noch einmal ganz von vorn anzufangen mit der Frage, wie es in der Menschheit überhaupt zu solchem Wahnsinn kommen konnte und wodurch wir in der Lage sein könnten, uns ein für alle Mal von dieser Sünde zu befreien.

Die Situation

Die Evolution hat ein reflektierendes Ich hervorgebracht, in dem sich das Leben selbst er-blicken kann: den Menschen. »Der Mensch ist das Auge der Evolution«, schrieb Aldous Huxley. Was sieht dieses Auge? Es sieht zwei Welten: eine helle Welt von Liebe, Zusammengehörigkeit und Heilung – und eine dunkle Welt von Verzweiflung, Gewalt und Krieg. Beide Welten scheinen überall auf der Erde gleichzeitig zu existieren. Dunkelwelt: zum Beispiel die Maßnahmen gegen das Coronavirus, die weltweit mehr Tote erzeugt haben als das Virus selbst, oder jetzt die Bombardierungen von Wohngebieten und Krankenhäusern und die zusätzlichen Gräueltaten (Butscha) im gegenwärtigen Ukrainekrieg. Fassungslos stehen wir vor einer humanitären Katastrophe, die jetzt auch Europa erreicht hat.

Heilungsbiotope als Weg zum Frieden

Die Dunkelwelt ist von Menschen gemacht, die andere kommt aus einer göttlichen Quelle im Universum, aus der wir alle ursprünglich gekommen sind. Ich habe sie in meinen Büchern die »heilige Matrix« genannt. Sie hat ihren seelischen Abdruck in der ethischen Ausrüstung aller Menschen und kann deshalb überall verwirklicht werden. Einen Teil dieser Lichtwelt erleben wir gerade in der unglaublichen Hilfsbereitschaft von Millionen Menschen für die Opfer des Ukrainekriegs. Überall in der Welt, von Alaska bis Australien, leuchten die blau-gelben Farben der Ukraine. Hier geschieht etwas historisch Neues. Vielleicht stehen wir alle an einer Wende, die von der Dunkelheit ins Licht führt?

Die historisch gewachsenen Konzepte von Feindschaft und Krieg befinden sich tendenziell in Auflösung.

Sie sind ohnehin falsch, denn wer heute dein Freund ist, kann früher dein Feind gewesen sein und umgekehrt. Die ganze Geschichte von Tätern und Opfern wurde historisch durch eine Epoche von gnadenloser religiöser, rassistischer und politischer Gewalt inszeniert. Wie gern hätten sich die russischen Eindringlinge in der Ukraine mit ihren angeblichen Gegnern als Freunde vereinigt und zusammen ein Bier getrunken. Sie hätten dies tausendmal lieber getan, als dem verordneten Massenmord zu folgen.

Es ist grundlegend falsch, den gegenwärtigen Krieg auf eine einzelne Person wie Putin zu fixieren, denn dieser Krieg wurzelt wie alle anderen in den Strukturen einer falsch programmierten Zivilisation, der wir alle immer noch angehören.

Die russischen und die ukrainischen Soldaten sind dieselben Menschen. Sie haben einander nichts getan, sie könnten Freunde und Brüder sein.

Trotzdem schießen sie aufeinander. Wir werden Schwierigkeiten haben, dies unseren Kindern und Enkeln zu erklären. Wir können es ja selbst kaum verstehen. Da ist in der Kriegsgeschichte der letzten Jahrtausende etwas Ungeheuerliches passiert, was dem Menschen seine Kraft, seine Wahrheit und seinen Mut raubte und ihn zum gehorsamen Untertanen degradierte. Sie mussten gehorchen, um unter den grausamen Bedingungen der imperialen Machtsysteme überleben zu können.

Krieg entsteht im Inneren

Alle großen Systeme der derzeitigen Welt – Amerika, Russland, Europa, China – sind gleichermaßen an diesem weltweiten Krieg beteiligt, denn alle betreiben auf ihre Weise die Vernichtung von Menschenleben, Tierleben und Natur. Krieg entsteht, wenn das Leben der Menschen nicht mehr mit den elementaren Gesetzen des Lebens übereinstimmt und mit den inneren Lebenskräften der Menschen, mit den Regeln der Liebe untereinander, mit den Regeln der Liebe zu aller Kreatur, mit den Regeln des großen Lebensorganismus, dem wir alle angehören. In diesem Sinne befindet sich unsere gesamte Zivilisation seit Tausenden von Jahren in einem latenten Kriegszustand, denn durch die Erblast einer kontinuierlichen Kriegsgeschichte haben sich Menschen an viele Dinge gewöhnt, die eklatant gegen die Gesetze des Lebens verstoßen. Man betrachte nur die Konsumgewohnheiten und das Warenangebot in den Supermärkten. Wie viel Natur musste zerstört werden, wie viele Geschöpfe, Menschen und Tiere, mussten sterben, damit die Menschen ihr vermisstes Liebesglück durch Konsum kompensieren konnten?

Wie wir den Krieg überwinden und zu innerem und äußerem Frieden finden

Krieg entsteht, wenn an einer heißen Stelle im Inneren eine Verletzung entstanden ist. Alles Äußere kommt aus einem Inneren.

Im Äußeren werden die Konflikte ausgetragen, mit denen wir im Inneren nicht fertig werden.

Das gilt überall: in Gemeinschaften, in Liebesbeziehungen und in der großen Politik. Im Äußeren werden die Feinde bekämpft, die wir als innere Schattenfiguren in uns tragen. Im Äußeren werden die Verurteilungen verteilt, die wir als latente Selbstverurteilung in uns tragen. So läuft die Kulturgeschichte des Menschen, die wir als »Tradition« bezeichnen, von Generation zu Generation. Heute ist es Zeit, aus dieser Kulturgeschichte auszutreten und eine andere vorzubereiten.

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Wie man den unmenschlichen Zustand des Krieges beenden kann und welche Rolle dabei Heilungsbiotope spielen, erfährst du im vollständigen Artikel, der in Tattva Viveka 92 erschienen ist Auch einzeln zum downloaden als ePaper für 2,00 € (Pdf, 10 Seiten).

Heilungsbiotope als Weg zum Frieden (PDF)

 2,00

Dr. Dieter Duhm
Heilungsbiotope als Weg zum Frieden

Ungelöste innere Konflikte führen zu manifestiertem Krieg im Außen, meint Dr. Dieter Duhm und lädt alle Menschen ein, an dem Aufbau friedensstiftender Heilungsbiotope mitzuwirken.
 


 

Artikelnummer: TV092e_04 Kategorie: Schlagwort:

Kompletter Artikel im PDF-Format (10 Seiten)

 
 

Über den Autor

Der Autor Dieter Duhm

Dieter Duhm, geb. 1942, Psychoanalytiker, Kunsthistoriker, promovierter Soziologe und Autor vieler Bücher (u. a. »Angst im Kapitalismus«, »Der unerlöste Eros«, »Die heilige Matrix«), Initiator des Plans der Heilungsbiotope und Mitgründer von Tamera. Dieter Duhm war ein Vordenker der deutschen Studentenbewegung nach ’68 und prägte mit dem Satz »Revolution ohne Emanzipation ist Konterrevolution« den subjektiven Faktor. Er stieg aus der akademischen Laufbahn aus und gründete eine alternative Friedensforschungsstätte, aus der das Heilungsbiotop 1 Tamera in Portugal hervorgegangen ist.

Webseiten:
www.the-plan.earth
www.dieter-duhm.com
www.tamera.org

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