Spirituelle Ökologie

Spirituelle Ökologie

NaturbewusstSein und Handeln

Autor: Svenja Zuther
Kategorie: Ökologie
Ausgabe Nr: 84

Der Begriff »ökologisch« wird heute für alles Mögliche genutzt. Wir sehen die Ökologie als Hoffnungsträger, um »die Welt zu retten«. Wenn die Ökologie uns aber wirklich helfen soll, brauchen wir einen Bewusstseinswandel: Wir müssen unsere eingeschränkte Sichtweise – auf die Welt und auf uns selbst – wieder aufgeben und eine Spirituelle Ökologie zur Grundlage unserer Lebensführung machen. Die Biologin und Heilpraktikerin Svenja Zuther erinnert an die Grundidee der ökologischen Wissenschaft, verbindet sie mit dem schamanischen Weltbild und formuliert ihre Vision einer natur-inspirierten Ökologie des Seins.

Die Ökologie erforscht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt. Sie fand seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend ihren Platz in den Wissenschaften. Der Begriff Ökologie leitet sich von dem griechischen Wort »oikos« für »Haus« bzw. »Platz zu leben« und der Endung »logie«, die eine Wissenschaft bezeichnet, ab. Wenn dieser Planet hier unser »Haus« ist, dann sollten wir uns um ihn kümmern, denn in einem rotten Haus lebt es sich nicht gut. Doch bisher ist dieses Vorhaben wenig erfolgreich. Viele Menschen sehen nur ihr eigenes, kurzfristiges Wohlergehen und haben keinerlei Problem damit, die Biosphäre dabei erheblich zu belasten. Und, ich formuliere jetzt mal provokant:

In weiten Teilen ist Ökologie heute zu einer Ideologie geworden und mitunter werden im Namen des Natur- und Umweltschutzes nur eigennützige Interessen verfolgt.

Die wirklichen Fachleute kommen selten zu Wort. Erkenntnisse über komplexe ökologische Zusammenhänge werden nicht weise verarbeitet und umgesetzt. Es wird viel polarisiert: Umweltprobleme werden gern vereinfacht dargestellt; schnell wird jemand gefunden, der schuldig ist, der angeprangert werden kann. Dann geht es einem selbst wieder gut – oder doch nicht? Im Bioladen einkaufen, ein E-Auto fahren – ist das öko-logisch? Wird unser Planet davon gesund? Sind wir deshalb gesund? Die, die wirklich umweltbewusst leben wollen, fühlen sich oft ohnmächtig und blockiert von Strukturen, die durch andere Interessen gesteuert werden. Trotz »Fridays for Future«, »Öko-« und »Bio«-Begeisterung ist die Naturzerstörung durch Menschen in einem Ausmaß vorhanden, das nie da gewesen ist. Der Mensch hat heute so gewaltigen Einfluss auf die Natur, dass von einigen Wissenschaftlern ein neues Erdzeitalter ausgerufen wurde, das »Anthropozän«. Im Unterschied zu anderen geochronologischen Epochen wird die Erde heute maßgeblich durch Einflüsse des Menschen gestaltet – und das nicht gerade im positiven Sinne.

Naturzerstörung heißt: die Natur nicht verehren und damit eigentlich sich selbst hassen oder die eigene Existenz für so minderwertig erklären, dass sie nicht erhaltenswert ist. Unsere heutige Kultur im Umgang mit der Natur ist an Orientierungslosigkeit und Sinnlosigkeit kaum zu überbieten.

Inspirationen – Gespräche mit den Pflanzengeistern*

 
Erinnere sie an die uralte Verbundenheit! Und an ihre ihnen ureigene Kraft!
Beides wurde den meisten genommen.
Zeige ihnen, was wir gemeinsam Schönes schaffen können.
Und erinnere sie, sag ihnen: Wir wollen euch! Wir brauchen euch! Ohne euch sind wir einsam.
Wenn Menschen spirituelle Kultur entwickeln – in der Reinheit ihres Herzens –, schaffen sie gewaltig Schönes – mit uns!

Wie unser Verhältnis zur Natur außerhalb und in uns geheilt werden kann, finden Sie im vollständigen Artikel. 😉 Unten können Sie bestellen!

Das schamanische Universum

Als »Umwelt« bezeichnet man in der Ökologie die Summe aller Umweltfaktoren, die direkt oder indirekt auf Organismen einwirken. Eine Spirituelle Ökologie würde hier neben biotischen und abiotischen auch spirituelle Umweltfaktoren in die Untersuchung einbeziehen. Der Schamanismus ist im Prinzip eine solche Spirituelle Ökologie. Die schamanische Weltanschauung wird auch als Animismus oder Panpsychismus bezeichnet: Alles in der Natur ist beseelt und von Bewusstsein durchdrungen – Pflanzen und Tiere ebenso wie Steine, Flüsse, Berge und Winde oder auch der ganze Planet Erde. Alles ist mit allem verbunden.

Im schamanischen Weltbild ist unsere menschliche Alltagswirklichkeit nur eine Ebene des »Daseins«. Sie hat Berührungspunkte mit anderen Welten und steht im Austausch mit den geistigen Wesen und göttlichen Kräften, die diese »bewohnen«.

Häufig wird der Schamanismus als Religion bezeichnet und oft wird er in den Bereich der Esoterik gedrängt, doch das trifft nicht den Kern. Im Schamanismus geht es um die tatsächlich erfahrbaren Naturkräfte und um die bewährten Methoden, damit umzugehen, die von Generation zu Generation weitergegeben und weiterentwickelt wurden. Es ist eine ganzheitliche Sicht auf die Welt, die den Menschen immer in Zusammenhang mit seiner Umwelt betrachtet – der sichtbaren und der unsichtbaren.

In meinen Augen ist Schamanismus die älteste Naturwissenschaft – die die Anderswelt nicht aus der Natur ausklammert.

Ein Schamane ist ein Sehender, ein Vermittler und Ratgeber – ein berufener Heiler in einer wahrhaft ganzheitlichen Funktion. Zu seinen Aufgaben gehört es nicht nur, mit Geistern zu verhandeln, die Krankheiten verursachen, sondern auch Rituale durchzuführen, die der Pflege guter Beziehungen zwischen Menschen und anderen Wesenheiten der Natur dienen.

Möchten Sie wissen, wie die schamanische Weltsicht uns helfen kann, die Verbundenheit mit allem Leben wiederzuentdecken? Das können Sie im vollständigen Artikel lesen. (Bestellmöglichkeit am Ende des Beitrags!)

Der Ruf nach einer neuen, holistischen Ökologie

Dass die Ökologie irgendwie erweitert werden sollte, darüber haben sich schon einige Menschen Gedanken gemacht, wie z. B. der norwegische Philosoph Arne Naess, der 1972 die Tiefenökologie begründete. Auch mit der Formulierung einer »Ökosophie« ging eine Forderung nach einer mehr ganzheitlichen Sicht, die die Weisheit der Natur anerkennt, einher. Daneben wurden auch bereits sehr eng am schamanischen Weltbild orientierte Entsprechungen für die Ökologie formuliert, die betonen, dass bestimmte wichtige Dinge über die äußere Natur nur in Verbindung mit der eigenen inneren Natur erkannt werden können.

»Der Schamane hat, im Gegensatz zum Wissenschaftler unserer Tage, ein anderes Bewusstsein vom Selbst.

Er hat so lange auf die Laute der Welt in sich gehorcht – und das Horchen steht nur für das Aktivieren aller Sinne –, bis er in die Lage kam, sein Identifikationsspektrum extrem zu erweitern, und eine neue Identität in der Beziehung zwischen seiner individuellen Existenz und dem Ganzen der Mitwelt entstand. Diese Art von Selbst-Verwirklichung, die einen ökologischen Zugang zum Sein in der Welt schafft, der es gelingt, aus dem Hören ein Wissen zu generieren, was zu lebenserhaltendem Handeln führt, findet in der derzeitigen wissenschaftsphilosophischen, aber auch wissenschaftsethischen Diskussion eine neue Aufmerksamkeit«, schreibt der Philosoph und Religionswissenschaftler Franz-Theo Gottwald 1998 in dem von ihm mitherausgegebenen Buch »Schamanische Wissenschaften« (Gottwald 1998:13).

In dieser Fassung sind Auszüge aus dem Artikel wiedergegeben. Den vollständigen Artikel gibt es im Pdf, das unten bestellt werden kann.

Spirituelle Ökologie

In meiner Vision von einer Welt, in der Spirituelle Ökologie gelehrt und gelebt wird, hat der »Wissenschaftswahn« (vgl. Sheldrake 2012) tatsächlich ausgedient. Die Naturwissenschaft unterwirft sich nicht weiter dem Dogma des Materialismus. Wissenschaft ist frei, und Forschungsthemen orientieren sich an den neu gefundenen Werten der Menschen. Philosophie und Ethik erhalten wieder mehr Bedeutung. Wir üben uns in Flexibilität und Offenheit. Wir betrachten die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln und wir erkennen wieder an, dass es verschiedene Ebenen des Daseins gibt. Wir werfen alle Ideen von »was geht und was geht nicht« einfach mal wieder über Bord und sind offen für völlig neue Dimensionen.

Inspirationen – Gespräche mit den Pflanzengeistern*

 
Am Waldrand, mit Blick auf die Felder.
In Vorbereitung meines nächsten Seminars zur Pflanzenbegegnung bitte ich die Gemeinschaft der Pflanzen an diesem Ort, uns bei Erkenntnisfindung und Heilung zu unterstützen. Ich frage die Pflanzen, ob ich mit den Teilnehmern zu ihnen kommen darf und ob sie gern mit den Menschen in Kontakt treten möchten.
Seid ganz offen. Keine Erwartungen. Die Antworten werden ganz anders sein, als ihr denkt!!!
Macht euch frei dafür!
Wenn ihr es schafft, völlig neue Perspektiven zu akzeptieren, wird unsere Begegnung sehr fruchtbar sein!
Ihr wisst heute so wenig über das wirkliche Leben – seid dem so fremd. Lasst euch wieder mit Haut und Haaren darauf ein! Seid nackt im Geiste! Und wälzt euch in der Erde. Taucht ein ins Grün – ins grüne Nichts – ins grüne Alles – ihr werdet Offenbarungen erleben – die, wenn ihr diesen gigantischen Energieschuss ertragen könnt, euch heilen bis auf die Knochen!
Habt keine Angst! Ihr habt wirklich nichts mehr zu verlieren! Eure Kultur ist in einer Sackgasse gelandet. Wer das nicht merkt, fährt mit gegen die Wand.
Wir verraten euch: Das Leben kann so viel schöner sein! Vertraut auf diese Botschaft – auch wenn ihr es euch gar nicht vorstellen könnt! Tretet ein! Seid willkommen!

* Alle »Inspirationen« sind in gekürzter Fassung entnommen aus:
Zuther, Svenja (2020): Die Zauberkraft der Pflanzenwelt. Spirituelle Naturerfahrung, Ganzheitliches Heilen mit Pflanzen. AT-Verlag, Aarau und München

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Erfahren Sie mehr über die Vision einer Spirituellen Ökologie und ihre Auswirkun-gen auf unser Verhältnis zur Natur.

Lesen Sie die vollständige Fassung in Tattva Viveka 84 oder downloaden Sie diesen Artikel einzeln als ePaper für 2,00 € als ePaper erhältlich (Pdf, 10 Seiten).

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Über die Autorin

Unsere Autorin Svenja Zuther

Svenja Zuther, geb. 1972, studierte Biologie an der Freien Universität Berlin und spezialisierte sich auf Pflanzenheilkunde und spirituelle Naturerfahrung. Seit 20 Jahren erforscht sie die Kommunikation mit Pflanzen und entwickelte daraus das Training für Spirituelle Pflanzenheilkunde. Sie arbeitet mit Einzeltrainings und als Dozentin im In- und Ausland und ist Autorin mehrerer Bücher. 2006 gründete sie das Seminarzentrum KUDRA NaturBewusstSein in der Lüneburger Heide. www.kudra.net

1 Comment
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    Lucia Tentrop
    Posted at 19:39h, 25 September Antworten

    Jesus Christus hat uns durch das Vertrauen in die unendliche Liebe Gottes von der Urangst erlöst und das ver-lorene Paradies in unserer Seele wieder geöffnet. Aber wir betreten es nicht. Wir glauben nicht an die göttliche Liebe und an die paradiesische Einheit allen Lebens, unserer pflanzlichen und tierischen Mitgeschöpfe. Wir bleiben unfrei und eng und ziehen es vor, auf Kosten des Ganzen unparadiesisch zu leben.

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