Tattva Viveka 81

Tattva Viveka 81

Schwerpunkt: Das Unbewusste
Mythen, Träume und Symbole

Die Artikel der Ausgabe:

Liebe Leserinnen und Leser,

Sigmund Freud sagte einmal: »Wir sind nicht Herr im eigenen Haus.« Er meinte damit das Unbewusste, den Umstand, dass uns 80 bis 90 % unserer Handlungsmotive, Gefühle und Gedanken nicht bewusst sind. Unser bewusstes Ich ist nur eine dünne Schicht auf der Oberfläche eines tiefen Meeres von Kräften und Prägungen, die uns bewegen und uns die Richtung vorgeben. Das, was wir bewusst denken und fühlen, halten wir für die Gesamtheit unseres Wesens, aber es gibt vieles, was wir von uns selbst nicht mitkriegen und was trotzdem wirkt.

Unsere persönliche Geschichte, unsere Verletzungen und Traumata, die Eingebungen durch Weltbildträger – all dies können wir nicht vollständig bewusst überblicken. Selbst unsere individuelle rationale Welterklärung halte ich persönlich für ein Ergebnis aus unbewussten oder vorbewussten Gefühlsregungen. Wir steuern diesen tiefenpsychologischen und unergründlichen emotionalen Energien durch unsere Vernunft und Logik entgegen, aber die naive Vorstellung, dass man Denken durch Denken ändern kann, wird hinfällig, wenn man sich genauer mit dem Unbewussten befasst.

So stellt sich also die Frage, wie wir mit diesem Unbekannten in uns selbst arbeiten können, wie wir es integrieren können. Es gibt Zugänge. Mythen, Träume und Symbole sind instinktive oder intuitive Formen der Erkenntnis, in denen Wissen über diese Bereiche erschlossen werden kann. Auch wenn uns unser eigenes Unbewusstes nicht direkt erkennbar ist, so ist es doch ein Teil von uns und es prägt unsere individuelle Persönlichkeit. Insofern muss es auch zugänglich sein. Es erschließt sich eher, wenn wir die Kontrolle aufgeben. Dazu brauchen wir Fantasie und Spontanität sowie eine bedingungslose Aufgeschlossenheit und Bereitschaft, sich auf dieses Unbekannte einzulassen. In diesem Modus erschließen wir auch wieder unsere Kreativität, denn das neu Entdeckte oder Entstehende ist immer das, was bisher unbekannt war.

So zeigt sich am Ende, dass das Unbewusste nicht nur zu uns gehört, sondern dass wir ohne das Unbewusste gar nicht wir selbst sein können. Indirekt können wir einen Zugang zu unserem Unbewussten erschließen und auf es einwirken, um Heilung oder Richtung zu finden.

Viel Freude beim Lesen

Ronald Engert

Chefredakteur

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