Quantenphilosophie

Quantenphilosophie

Weisheitslehren aus Sicht der Quantenphysik

Autor: Dr. Ulrich Warnke
Kategorie: Physik
Ausgabe Nr: 73

Die harte Physik und die weichen spirituellen Weisheitslehren nähern sich immer weiter an. In der sogenannten Quantenphilosophie, einem Begriff Carl Friedrich v. Weizsäckers, zeigen sich immer genauer die Verschränkungen von Bewusstsein und Materie. Mit Ulrich Warnke haben wir einen Naturwissenschaftler, der sich redlich um eine akkurate Zusammenführung bemüht.

Quantenphilosophie

Der Ursprung der Quantenphilosophie

Sie bezeichnen sich als Quantenphilosophen. Womit beschäftigt sich ein Quantenphilosoph? Und was unterscheidet die Quantenphilosophie von der herkömmlichen Philosophie?

Inzwischen wird in Ankündigungen meiner Person zu Vorträgen und Interviews von »dem Quantenphilosophen« gesprochen, einer Bezeichnung, die ich mir nicht selbst zugelegt habe. Aber warum steht Quantenphilosophie in meinen Abhandlungen immer wieder an erster Stelle? Weil große Physiker unserer Epoche diesen Begriff zwingend hergeleitet haben, um die typischen Eigenschaften der Welt der Menschenereignisse mit der der Quantenmechanik und Quantentheorie zu beschreiben.

Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker schreibt im Nachwort des Sammelbandes des Verlages Spektrum mit dem Titel »Quantenphilosophie« einen bemerkenswerten Absatz mit der Überschrift »Zur Philosophie der Quantentheorie«.

Er bezieht sich auf den Einbruch der Subjektivität in die objektive Realität, was in der Mainstream-Wissenschaft damals bis heute einen Deutungsschock erzeugt hat.

Darüber hinaus fragt von Weizsäcker, »in welchem Umfang die Subjektivität, also unsere Seele und unser Bewusstsein, Gegenstand eines Wissens von der Art der Quantentheorie sein könnte.« (Hervorhebung durch von Weizsäcker)

Er stellt dann später in seinem Artikel fest: »[Es] steht nichts im Wege, sie (die Quantentheorie) auf seelische und bewusste Vorgänge anzuwenden.« Seelische Prinzipien sind naturwissenschaftlich nicht beweisbar und gehören deshalb in die Kategorie »Philosophie«. So kam der Begriff »Quantenphilosophie« zustande.

Damit ist von Weizsäcker der eigentliche Quantenphilosoph.

Geschieht Schöpfung im Geist?

Wie korreliert Bewusstsein und Materie Ihrer Meinung nach und wie, glauben Sie, wird von geistigen auf materielle Prozesse umgeschaltet?

Nehmen wir das alltägliche Beispiel »Ich sehe einen Baum«. Bereits hier passiert ein kleines »Wunder«, wenn wir Wunder als etwas für die Wissenschaft Unerklärbares definieren.

Weisheitslehren aus Sicht der Quantenphysik

Durchaus erklärbar ist folgende Kaskade wie im Bild skizziert: Einige nicht absorbierte elektromagnetische Lichtstrahlen der Sonne regen die Elektronen der Blätter, Äste und Rinde des Baumes an. Diese angeregten Elektronen fallen zwischendurch zurück auf ein energetisches Grundniveau und senden dabei die zuvor anregende elektromagnetische Strahlung wieder ab. Wir nennen das Reflektion. Alle Strahlung vermischt sich zu einem kompliziert aufgebauten Interferenzfeld. Diese Strahlung trifft dann die Retina mit elektromagnetisch-energetisch sensiblen Rezeptoren unseres Sehapparates. Danach folgt eine vielfältige mechanische und elektrische Aktivität an Nervenzellmembranen innerhalb unseres Gehirns. Das Gehirn ist tagsüber voll von elektrischem Gewitter. Von einem Baum ist aber weit und breit nicht das Geringste im Gehirngewebe zu sehen. Er ist als Form und Struktur nirgends messbar und wissenschaftlich gesehen ist der Baum nicht existent.

Das Bild des Baumes entsteht dennoch einfach so. Es ist eine pure schöpferische Leistung des Geistes, indem Sinn und Bedeutung gegeben werden.

Vieles dafür musste sich über Lernprozesse verfestigen.

In dieser Fassung sind Auszüge aus dem Artikel wiedergegeben. Den vollständigen Artikel gibt es im Pdf (6 Seiten), das unten bestellt werden kann.

Das Verhältnis der Wissenschaft zum Paranormalen

Wenn es so viele Hinweise darauf geben soll, dass paranormale Phänomene, die gemessen an dem sogenannten gesunden Menschenverstand völlig verrückt klingen, tatsächlich existieren, warum nimmt die Wissenschaft davon dann so wenig Kenntnis?

Das frage ich mich auch. Beispielsweise ist das »Global Consciousness Project«, wonach Gefühle und Empfindungen von Menschen Elektronen beeinflussen, wissenschaftlich gut fundiert. Aber wenn heute ein Wissenschaftler sich mit Paranormalem beschäftigt, ist sein Ruf in der wissenschaftlichen Gemeinschaft seit eh und je gefährdet. Außerdem: Experimente kosten Geld und dies kommt heute fast nur noch, wenn sich Ergebnisse wirtschaftlich verwerten lassen. Paranormales gehört nicht dazu.

Welche Beispiele für angeblich paranormale Erscheinungen gibt es, die sich mit der Existenz einer »Interwelt« begründen lassen?

Erst einmal luzide Träume, was bedeutet, dass ich Träume mit dem Bewusstsein steuern und zum Beispiel fliegen und real die Umgebung scannen kann (wie übrigens auch beim Schlafwandeln); dann Nahtoderlebnisse, wobei trotz erwiesenem Gehirntod alles nachprüfbar gehört und gesehen werden kann; schließlich auch Savants (Inselbegabte) mit einem IQ von oft nur 40, die enormes Einzelwissen haben. Auch telekinetischer Transfer von Gehirnaktivitäten nach gemeinsamer Meditation, wo eine identische Erregung in Gehirnregionen bei in einiger Entfernung isoliert sitzenden Personen nachgewiesen werden kann, obwohl nur eine Person einen Reiz bekommen hat.

Oder Telesomatik, die signifikant eine Reduzierung der Kriminalität in städtischen Regionen nach Massenmeditationen bewirkt.

Lesen Sie im vollständigen Artikel mehr über unerklärliche Phänomene und ihrer möglichen Erklärung durch die Quantenphysik 😉

Ihre auf der Quantenphysik beruhende Weltsicht deckt sich sehr mit Aussagen der fernöstlichen Philosophien und Religionen. Ist das Zufall?

Ein Beispiel: Bereits die chinesische Dao-Lehre, die von dem Weisen Laozi (604-531 v. Chr.) im Daodeijing erstmals zusammenfassend dargestellt wurde, unterscheidet drei Ebenen der Welten: Als Gegenpol zueinander stehen das Diesseits, You genannt, und das Nichts und Nichtsein, Wu genannt. Wu entspricht der Leere, die wir oben mit Masseleere, also Vakuum und dem »Meer aller Möglichkeiten« bezeichnet haben. Dann aber gibt es eine Mischwelt – eben die Interwelt –, die zwischen den beiden gegenpoligen Welten vermittelt. Es ist das »immer und ewig gebärende Wuyou« (auch als Taiji oder Dadao bezeichnet).

Fast identisch zu diesem chinesischen Dao ist die »Philosophia« der Griechen zu Lebzeiten Platons und Sokrates‘. Auch hier steht das Wiedererinnern an Verborgenes (anamnesis) im Mittelpunkt. Hochinteressant ist dabei der Hinweis auf die Umsetzung der »Philosophia«. Sie ist laut Platon »die Praxis des Sterbens« (meléte thanátou). Was momentan verwirrend klingt, ist exakt richtig angedeutet: Wiedererlernen und Erinnern an Verborgenes meint die Interwelt.

Schlaf, Traum, Sterben und Nahtod sind die Gelegenheiten für uns zum bewussten Kennenlernen der Interwelt.

Durch Praxis und Übung können wir schließlich lernen, diese Welt beliebig aufzusuchen und durch Willen und Gedanken können wir sie so manipulieren, dass sie unser Leben zeitweise in paradiesische Zustände einfließen lässt. Darin liegt aber die nicht zu unterschätzende Gefahr, dass wir die Verbindung zur Alltagswelt verlieren!

 

Bisher gelten Religion bzw. Spiritualität und Wissenschaft noch überwiegend als Gegensatz. Wie ist Ihre Haltung dazu? Und glauben Sie, wird sich dieses Verhältnis in Zukunft entwickeln?

Albert Einstein

Ich bin überzeugt – es deutet sich bereits an –, dass Wissenschaft ohne Spiritualität (die Lehre vom Geist) nicht weiterkommt. Dies hat Einstein bereits postuliert.

Dies sind Ausschnitte aus dem Artikel.

Erfahren Sie mehr über die Quantenphilosophie. Lesen Sie die vollständige Fassung in der Tattva Viveka 73 oder downloaden Sie diesen Artikel einzeln als ePaper für 2,00 € (Pdf, 6 Seiten).

Warnke - Gesamter Artikel als PDF

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Dr. Ulrich Warnke

Über den Autor

Ulrich Warnke, Dr. rer. nat., geboren 1945, studierte Biologie, Physik, Geografie und Pädagogik. Als langjähriger Dozent an der Universität des Saarlandes hatte er Lehraufträge für Biomedizin, Biophysik, Umweltmedizin, Physiologische Psychologie und Psychosomatik, Präventiv-Biologie und Bionik. Seit 1989 leitet er die Arbeitsgruppe Technische Biomedizin. Er ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für Technische Biologie und Bionik e. V. Seit dem Jahr 2010 ist er pensioniert und weiterhin ein gefragter Referent.

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